Elektroinstallation Holzständerbauweise

Diskutiere Elektroinstallation Holzständerbauweise im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, sorry das ich hierfür ein neues Thema errichte aber ich konnte leider keine für mich ausreichenden Antworten finden. Es geht...

  1. #1 niklas1234, 10.04.2019
    niklas1234

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    Hallo zusammen,

    sorry das ich hierfür ein neues Thema errichte aber ich konnte leider keine für mich ausreichenden Antworten finden. Es geht grundsätzlich um die Elektroinstallation in einem Holzhaus mit Holzständerbauweise. Zu meiner Person: Ich bin seit einiger Zeit als Elektromeister auf der Baustelle tätig (eigenes Unternehmen), jedoch nicht mit der Elektroinstallation in Holzhäusern vertraut, da ich bisher nur Gebäude in normaler Bauweise, sprich gemauerte Häuser installiert habe. Durch die Anfrage eines Freundes würde ich aber auch gerne Holzhäuser, gemäß den Vorschriften installieren können. Deshalb wären die Fragen meinerseits hierzu:

    In der zu dem Neubau vorliegenden Brandschutzverordnung steht geschrieben:

    4.1 Installationen (Leitungs- und Lüftungsanlagen) dürfen nicht in hochfeuerhemmenden Bauteilen geführt werden. Sie sind vor Wänden bzw. unterhalb von Decken oder in Schächten und Kanälen zu führen.

    4.2 Elektrische Leitungen
    Abweichend von Abschnitt 4.1 Satz 1 dürfen einzelne Leitungen oder einzelne Hüllrohre aus nichtbrennbaren Baustoffen mit bis zu drei Leitungen, die zur Versorgung des angrenzenden Raumes innerhalb derselben Nutzungseinheit dienen, innerhalb von Wänden und Decken geführt werden. Bei Durchfürhung der Leitungen durch die Brandschutzbekleidung sind die verbleibenden Hohlräume in der Brandschutzbekleidung mit nichtbrennbarem Baustoffen zu verspachteln.
    Abweichend von Abschnitt 4.1 Satz 1 dürfen einzelne Hohlwanddosen zum Einbau von Steckosen, Schaltern, etc. eingebaut werden, wenn der Abstand zum nächsten Holzständer mind. 150mm beträgt.


    a) ist es zulässig durch die Holzständer der Zwischenwände die NYM-J Kabel zu verlegen in dem Löcher gebohrt werden (natürlich unter Beachtung der Statik)? Wenn ja, ist dies schriftlich in einer Norm festgehalten?

    b) wie seht ihr das mit dem Mindestabstand von 150mm zum nächsten Holzständer? Hier entsteht sehr wenig Spielraum zwischen den Holzständern, wenn eine 3fach-Kombination gesetzt werden soll. Ist der Abstand unbedingt notwendig? Auch die Lichtschälter würden hier sehr weit von der Tür wegrücken?! Welche Möglichkeiten würde es hier geben?

    c) Wie sieht es mit der Leitungsdimensionierung bzgl. der Verlegeart aus? Ich persönlich würde durch die Verlegeart A2 natürlich in 2,5mm² verdrahten. Ist es ausreichend dies mit den Steckdosenkreisen zu tun und die Beleuchtung in 1,5mm² unter Beachtung der Leitungslänge zu verlegen?

    d) Wie legt ihr die Leitungen in Holzständerbauweisen? An den Außenwänden habe ich durch die Lattung eine Installationsschicht, an den Innenwänden jedoch leider nicht.

    Würde mich freuen, wenn ihr mir hierzu eure Meinung geben könnten. Am Besten wäre natürlich, wenn ihr mir vielleicht auch noch Vorschriften, Normen, etc. nennen könnten in welchen Dies niedergeschrieben ist.
    Stehe leider im Moment etwas auf dem Schlauch, da ich wie gesagt bisher nur gemauerte Häuser installiert habe, ich jedoch von einem Freund gefragt wurde ob ich die Installation für sein Haus in Holzständerbauweise machen könnte.

    Freue mich über jede Antwort/Meinung,

    bis dahin beste Grüße
    Niklas
     
  2. #2 petra345, 11.04.2019
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    Erweiterungen und Änderungen an elektrischen Anlagen dürfen nur im Installateurverzeichnis eines EVU eingetragenen Betriebe ausführen. In diesen Betrieben muß ein Verantwortlicher einen TREI-Kurs absolviert haben, der mit allen Kosten 10.000 € kostet , er muß Meßgeräte für ca. 5.000 € als Eigentum besitzen und die VDE-Vorschriften als Abo beziehen.

    Nur mit diesen Bedingungen darf er die Anmeldung der Anlage vornehmen. Wer soll hier unterschreiben?

    Das ganze Gesetz nützt dem VDE, der jetzt sichere Einnahmen für seine Vorschriften hat , den Kammern, die die Kurse anbieten und wird wegen der besseren Qualität den Betroffenen verkauft.

    Die Leitungen würde ich den Vorschriften des Holzbauers entsprechend, auf der Wand verlegen. Jeder Steckdosenstromkreis und jeder Lampenkreis muß inzwischen seinen eigenen FI und Brandschutzschalter haben. Das wird ein richtiger Schalterfriedhof...
     
  3. #3 simon84, 11.04.2019
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    Das stimmt so auch nicht ganz.
     
  4. #4 niklas1234, 11.04.2019
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    Hallo und vielen Dank für die Antwort,

    jedoch geht es mir nicht um die Eintragung, Abnahme, etc.

    Sondern wie eure Meinung zum Beispiel zu:
    b) wie seht ihr das mit dem Mindestabstand von 150mm zum nächsten Holzständer? Hier entsteht sehr wenig Spielraum zwischen den Holzständern, wenn eine 3fach-Kombination gesetzt werden soll. Ist der Abstand unbedingt notwendig? Auch die Lichtschälter würden hier sehr weit von der Tür wegrücken?! Welche Möglichkeiten würde es hier geben?

    ..ist.

    Brandschutzschalter warden eingebaut, egal ob sie Pflicht oder nicht sind.
    Das jeder Stromkreis seinen eigenen FI besitzen muss, ist so nicht richtig.
    Es muss lediglich sichergestellt sein, das bei einem Auslösen des FI´s nicht das komplette Haus/Stockwerk dunkel ist.
     
  5. #5 Hanilein, 11.04.2019
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    Den Abstand mit 150mm einzuhalten fordert wer?
    Eine VDE Vorschrift wird’s kaum sein.
    Eine Möglichkeit wäre Evtl. spezielle Hohlwanddosen mit integriertem Brandschutz inst.
    Am besten dann vorher absegnen lassen.
    Brandschutzschalter einzubauen auch wenn keine VDE Vorschrift dafür besteht ersetzt dieses womöglich auch.
     
  6. #6 Surfer88, 11.04.2019
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    VDE Vorschrift bedeutet nicht gesetzlich vorgeschrieben....

    Lg
     
  7. #7 Hanilein, 11.04.2019
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    Das ist wohl soweit richtig.
    Wenn aber Streitigkeiten vor Gericht landen werden die VDE Vorschriften schon dazu gezogen.
     
  8. #8 niklas1234, 11.04.2019
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    Hallo,

    das 150mm Abstand sein müssen ist in der brandschutzordnung geschrieben. Jedoch ist das nahezu unmöglich im gesamten haus einzuhalten.

    Habt ihr Erfahrung mit der verlegung?
    An der Ausenwand werden Installationsebenen erstellt. An der innenwand kann ich doch einfach durch die ständer gehen oder?
     
  9. #9 Hanilein, 11.04.2019
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    Die letzte Hütte in Holz die ich inst .habe ist ca. 5 Jahre her.
    Die hab ich kompl. mit Elektro,Heizung,Sanitär,Be und Entl. Zentralstaubsaugeranlage gemacht da wurde sowas nicht gefordert.
    Bei dir scheint das ja ein spezieller Fall zu sein.
    An deiner Stelle würde ich ein Installationskonzept erstellen und das der Bauleitung vorlegen und abzeichnen lassen.
    Dann kannst nix verkehrt machen.
     
  10. #10 jodler2014, 11.04.2019
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    Brandschutzkonzept erstellen..
    Bauseits oder vom Auftragnehmer ?
     
  11. #11 jodler2014, 11.04.2019
    Zuletzt bearbeitet: 11.04.2019
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    Doch kann man .
    Wird sich auch wohl kaum vermeiden lassen .
    Vermeidbar ,wenn man möglichst viel auf dem RFB verlegt und dann an erforderlicher Stelle in das Gefach übergeht.
     
  12. #12 niklas1234, 11.04.2019
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    Habe eben nochmals nachgeschaut und mich vertan:
    Dies steht nicht in der Brandschutzverordnung sondern in der "Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an hochfeuerhemmende Bauteile in Holzbauweise M-HFHHolzR".

    Da das wohl "nur" eine Richtlinie ist und kein Gesetz muss dies auch nicht zwingend eingehalten werden oder was meint ihr?
    Kennt jemand von euch diese Richtlinie - gibts im Internet zum herunterladen.

    Könntet ihr mir noch etwas zu der Leitungsdimensionierung sagen? Steckdosenstromkreise natürlich wie gehabt in 2,5mm².
    Beleuchtung sollte unter Beachtung der Leitungslänge normalerweise 1,5mm² ausreichend sein (pro Raum wird ein B16A gesetzt).
     
  13. #13 jodler2014, 11.04.2019
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    Das sollte ausreichend sein .
    Mehr Nennstrom braucht man nicht wirklich .
     
  14. #14 niklas1234, 11.04.2019
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    Hast du mal nach der richtlinie geschaut? Vielleicht verstehe ich das auch falsch
     
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