Elektroplanung EFH

Diskutiere Elektroplanung EFH im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo und Guten Abend, vorweg: Ich versuche hier die Fachplanung für ein EFH "mitabzugreifen". Nehmt es mir bitte nicht über, aber bei diesem...

  1. #1 Mathias1980, 14. April 2013
    Mathias1980

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    Hallo und Guten Abend,

    vorweg: Ich versuche hier die Fachplanung für ein EFH "mitabzugreifen". Nehmt es mir bitte nicht über, aber bei diesem Thema ist mein Architekt kein absoluter Fachmann. (wie auch, er baut Häuser und ich Maschinen)
    Ich möchte im Vorfeld der "Funktionalausschreibung" und der Gespräche mit den Fachfirmen eure Meinung zu den folgenden Punkten (ein Link oder vgl. wäre auch schon schön)

    Anbei die Punkte die mich umtreiben:
    1. Wie sinnvoll sind Wassersensoren zur Abschaltung von E- Geräten bei Leckage?
    2. Sollten die Kinderzimmer eigene FI- Schalter bekommen?
    3. Sind LED schon marktgängige Leuchtmittel für Wohnräume und sollten Verwendung finden?
    4. Wie sollte das Thema „Luftdichtigkeit von Außensteckdosen“ behandelt werden? (alternativ: Aufputz- Dosen)
    5. Sollten wir Blitzschutz (äußeren und (inneren: durchweg positiv)) inkl. der Realisierung durch eine Fachfirma mit Einbauerklärung nach DIN 18014 vorsehen?
    6. Sollten wir eine Notstromversorgung für Beleuchtung und Betrieb der Heizung vorsehen?
    7. Gibt es eine zuverlässige Möglichkeit für den Betrieb von Brand- u./o. Wärmemeldern in der Küche?
    8. Was ist der sinnvolle Umfang für die Alarmanlage eines EFH? (Tür- und Fensterkontakte, Kombination mit Rauchmeldern, etc.)
    9. Wie sinnvoll ist es einen Taster „TOTAL AUS“ zu installieren?
    10. Wie sinnvoll ist eine Elektroheizung des Bades als Option, d.h. „Sommerbetrieb“ während Heizung aus?
    11. Sollten wir eine Niederspannungsinstallation (12 V) vorsehen?

    Vielen herzlichen Dank für eure Meinung.

    MfG
    Mathias
     
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  3. nolu13

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    1. sehr!
    2. nicht unbedingt erforderlich!
    3. ja!
    4. wenn damit Innen-Steckdosen gemeint sind ,umso wichtiger!
    5.Muss nicht sein,wenn gewünscht:ja!
    6.Wenn EFH nicht erforderlich,kann man so ausführen(Panic-Room)
    7.Ja!
    8.EMA besser getrennt von BMA
    9.u.U.ist das sinnvoll!
    10. sinnvoll!
    11. wenn KNX(EIB) gemeint ist ,kann das sinnvoll sein,muß aber nicht .
    Wie man sieht: da ist Interpretations-Spielraum vorhanden .
     
  4. mastehr

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    Dann gebe ich mal meinen Senf als Laie dazu:

    1. Wenn der Waschmaschinenschlauch platzt, wird vielleicht die Waschmaschine abgeschaltet, aber das Wasser läuft weiter. Wenn man die Logik sinnvoll aufbauen möchte, muss man das Wasser mittlels Magnetventil zentral abstellen.

    2. Schaden kann es nicht. Die Kosten sollten überschaubar bleiben.

    3. Ja.

    4. Fragestellung ist unklar.

    5. keine Meinung

    6. Kommt auf die Zuverlässigkeit Eurer Stromversorgung an. Mein Server-PC hat eine USV. Für die Not-Beleuchtung könnte man Taschenlampen nehmen. Für die Heizung ist es nur sinnvoll, wenn der Strom tagelang ausfällt. Dann hilft aber keine akku-gestützte Lösung, sondern nur ein Dieselgenerator o. ä.

    7. Ja.

    8. Kommt drauf an.

    9. Halte ich für sinnlos. Dann stellen Kühlschrank, Gefrierschrank, Heizung und Lüftung auch ihren Betrieb ein.

    10. Das werde ich bald selbst ausprobieren.

    11. Was wollt Ihr damit betreiben? Je nach Leistung bitte den Spannungsabfall bzw. große Kabelquerschnitte bedenken.
     
  5. #4 Mathias1980, 16. April 2013
    Mathias1980

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    @nolu und mastehr:

    Ich bedanke mich vielmals für eure Meinung und versuche zusammen zufassen:

    1. Wie sinnvoll sind Wassersensoren zur Abschaltung von E- Geräten bei Leckage? Ja (mit Ansteuerung Ventil)
    2. Sollten die Kinderzimmer eigene FI- Schalter bekommen? Im Zweifel: Ja
    3. Sind LED schon marktgängige Leuchtmittel für Wohnräume und sollten Verwendung finden? Ja
    4. [entfällt]
    5. Sollten wir Blitzschutz (äußeren und (inneren: durchweg positiv)) inkl. der Realisierung durch eine Fachfirma mit Einbauerklärung nach DIN 18014 vorsehen? [?]
    6. Sollten wir eine Notstromversorgung für Beleuchtung und Betrieb der Heizung vorsehen? [Sorry, ich gehe grundsätzlich von einem Dieselaggregat aus.]
    7. Gibt es eine zuverlässige Möglichkeit für den Betrieb von Brand- u./o. Wärmemeldern in der Küche? Ja
    8. Was ist der sinnvolle Umfang für die Alarmanlage eines EFH? (Tür- und Fensterkontakte, Kombination mit Rauchmeldern, etc.) [?]
    9. Wie sinnvoll ist es einen Taster „TOTAL AUS“ zu installieren? [Sorry, falsch von mir formuliert. „Total AUS“ meint Fernseher, Radio, Steckdosenleisten, Herd, Kaffeemaschine, etc. (keinen Kühlschrank…)]
    10. Wie sinnvoll ist eine Elektroheizung des Bades als Option, d.h. „Sommerbetrieb“ während Heizung aus? Ja
    11. Sollten wir eine Niederspannungsinstallation (12 V) vorsehen? Nein

    Danke!
     
  6. karo1170

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    ergänzend zu den bereits o.g.:

    1. Ein Fussbodeneinlauf am Aufstellungsort ist einfacher zu realisieren und
    wartungsarm.
    2. Nicht notwendig.
    3. Im Wohnbereich Geschmackssache, LED-Leuchten sind immer noch deutlich
    teurer als konv. Leuchtmittel. Fuer Flure, Bad, WC, Aussen (haeufiges
    Schalten, z.B in Verbindung mit BWM) oder Kueche (lange Brenndauer)
    durchaus sinnvoll. Retrofit-LED oder E27-LED Leuchmittel sollte man
    tunlichst meiden.
    4. abhaengig von Bauform des Hauses (Passivhaus?)
    5. Risikoanalyse, ob aeusserer Blitzschutz erforderlich ist.
    Ueberspannungsschutz (Kat I+II) an Zaehlerplatz empfehlenswert.
    6. evtl. bei erhoehten Risiko von Stromausfaellen (exponierte Lage z.B)
    sinnvoll.
    7. Thermomelder oder Mehrkriterienmelder vorsehen.
    8. Kompaktanlage mit fallenmaessiger Ueberwachung, Rauchmelder in den
    Schlafraeumen koennen eingebunden werden.
    9. Fuer Total Aus gibt es die SLS vor dem Stromzaehler. Ansonsten braucht
    man viele Ausnahmestromkreise vor dem Hauptschalter Total Aus
    (Kuehlschrank, Telefonanlage, Heizung, EMA..)
    10. Je nach Heizungsanlage (WW-Bereitung und Heizung getrennt?) durchaus
    sinnvoll.
    11. Wofuer? Und warum 12V?
     
  7. feelfree

    feelfree Gast

    - Was soll ein eigener FI für die Kinderzimmer bringen? Die Sicherheit steigt dadurch genau gar nicht.
    - Wie oft fällt bei euch der Strom aus? Ich kann mich in den letzten 10 Jahren an genau einen erinnern. Da war ich nicht zu Hause, habe es nur am blinkenden Radiowecker gemerkt.
    - Gibt es hier jemanden, der in einem modernen, gedämmten Haus im Bad friert, obwohl die Heizung schon oder noch ausgeschaltet ist? Ich habe so einen Heizstab im Badheizkörper, und ich hatte ihn in 10 Jahren genau einmal eingeschaltet: Beim Einzug um zu sehen, ob der funktioniert.
    Welchen Zweck soll ein Total-Aus-Schalter bezwecken?
     
  8. Stbakker

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    Hallo Mathias1980,

    1. muss nicht, kann man machen. (Haus verlassen Taster, oder bei schärfung Alarmanlage ein Wasserventil im betreffenden Strang mit abschalten)
    2. Nein. Fi´s folgendermaßen aufteilen, kommt aber auf die Gebäudegröße an. 1x Keller, 1x Küche, 1x Lastkreise EG+OG, 1x Beleuchtung EG+OG, 1x (Fi-LS) 2Pol für Aussen.
    3. Ja, plane es bei sehr vielen Häusern ein.
    4. Sehr wichtig!
    5. Sofern sich Gebäude in einem Umkreis von etwa 300m bei Siedlungen befinden die einen Äußeren Blitzableiter haben, solltest du eine inneren Blitzschutz bei dir vor nehmen!!!!
    6. nein.
    7. Ja, auf vernetzt mit in die Gebäudesteuerung integrieren. (Vorteil: Statusanzeige von Batterie, verschmutzung der Detektionskammer, Funktion wie "Jalousie Rauf, Licht An" bei Alarm)
    8. Fensterkontakte definitiv! Können auch mit der Heizung kombiniert werden. Vorhandene Bewegungs oder Präsenzmelder in Fluren, etc. können ebenfalls integriert werden, spart Kosten, ist unauffällig (keine doppelten Geräte an Wand oder Decke), ist aber keine VDS, geht aber auch mit VDS, kostet aber wesentlich mehr.
    9. Sehr sinnvoll !! Kann aber auch mit Scharfschaltung Alarmanlage erfolgen. Standby verbrauch, Licht, Gartenanlage, Wasserzufuhr abschalten, Heizung in den Standby. Spart Energie und schafft Sicherheit.
    10. kommt auf Ihr Empfinden an. Die meisten nutzen es nicht, für mich ist es Morgend´s im Bad meist zu kalt und nach dem Duschen ein vor gewärmtes Handtuch ist schon angenehm.
    11. nein! aber eine KNX Installation! Die Funktionen die hier auf geführt sind, sind problemlos damit zu machen, wenn es gut geplant ist und kostet etwa selbiges bei einem solchen Funktionsumfang als eine herkömmliche Installation, denn der Aufwand der Installation ist kleiner!!

    Bei einem solchen Objekt ist die Vorplanung das A und O. Danach können Funktionen auch angepasst oder geändert werden.
     
  9. #8 Mathias1980, 1. Mai 2013
    Mathias1980

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    Hallo @stbakker, feelfree, karo1170, mastehr, nolu
    Vielen herzlichen Dank für eure Tipps zu meinen Anforderungen.
    Ich werde mich nach Rückmeldung der Firmen auf die Funktionalausschreibung (und eure Beiträge) rückmelden.
    Herzlichen Dank!
    Gruß
    Mathias
     
  10. #9 Achim Kaiser, 1. Mai 2013
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    Funktionalausschreibung im EFH ...... ?

    Vermutlich schade ims Papier.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  11. mastehr

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    Im April war die Zentralheizung 16 Tage komplett aus. Morgens war es im Badezimmer dann doch schon manchmal zu frisch. Nach Aktivierung der Heizpatrone war es wesentlich angenehmer. Das ist meinen Augen eine sinnvolle Installation.
     
  12. #11 Stbakker, 2. Mai 2013
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    Jab, mastehr,
    da gebe ich dir vollkommen recht!
     
  13. #12 Mathias1980, 2. Mai 2013
    Mathias1980

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    Elektroplanung

    Anbei die Funktionalausschreibung des Architekten, mein persönlicher Anforderungskatalog (unterschiedliche Arbeitsstände) und die von mir erstellte Elektro- Planungsskizze.
    Ich bitte um kritische Diskussion der Inhalte.
    MfG
    Mathias
     
  14. #13 Stbakker, 2. Mai 2013
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    also im ersten Moment fällt mir auf, dass noch einige Symbole in der Zeichnung fehlen, andere warscheinlich von Ihrer Funktion anders gemeint sind.
    Bei Kind 2 denke ich, soll dann auch ein Rauchmelder rein, CO2, Feuchte und Temperaturregler, wie auch örtliche Bedienung der Rolläden fehlen gänzlich, im
    Schlafzimmer und Flur EG zu OG, denke ich ist das eine Kreuz Wechselschaltung, im Flur oben eine Aus-/Wechselschaltung, im Bad fehlt der Schalter für die Zusatzheizung,
    soll das Radio manuell zu schalten sein, oder über das Licht, Spiegel und Decke separat oder zusammen schalten?
    Weiterhin ist es gut aussen gut zugängliche Dosen für eine weitere Installation im Außenbereich vor zu sehen, man sollte aber auch die Schaltstellen vor sehen,
    was ich von wo schalten will, möglichst mit Kontrollschalter. Zudem muss die Außenanlage 2 Polig ab geschaltet werden, schutz gegen äussere Manipulation, oder aber es ist ein ganz eigener FI nur für den Aussenbereich.
    Also wenn ich mir die ganzen Schalt und Regelpositionen an der jeweiligen Tür gedanklich untereinander setze, wird das im Wohn-, Ess- und Schlafzimmer mit einem 5-Fach Rahmen schon derbe Eng.
    Was für ein Heizsystem befindet sich in dem Gebäude, Fußbodenheizung, Radiatoren? Soll eine Einzelraumregelung statt finden?

    Wenn ein innerer Überspannungsschutz in Form von einem Kombiableiter direkt an dem Speisepunkt gesetzt wird, wird nur an sehr empfindlichen Geräten noch ein Feinschutz benötigt, wie etwa der EDV Schrank. Der Äußere Blitzschutz ist nur notwendig, wenn das Gebäude in einer Exponierten Lage steht oder die Versicherung es auf Grund dessen verlangt!
    Wenn denn dann die Infrastruktur richtig geschützt werden soll, dann aber auch bitte das rein kommende Telekom Kabel, Satellitenschüssel und was sonst noch Metallisch in das Gebäude ein geführt wird.

    Zu dem Leistungsverzeichnis will ich mal nicht viel sagen, aber der jenige, der es erstellt hat, musste wohl selbst noch nie eine Kalkulation für selbiges ab geben?!

    Um es mal vor weg zu nehmen, damit die Wände neben den Türen nach der Installation nicht nur aus Schalterdosen bestehen, der Funktionsumfang mit Zentral Aus, Zentral Rolladen und integrieret Heizungs und Lüftungsregelung nach Temperatur, CO2 und Feuchtewerten, ist dir definitiv eine KNX Installation zu empfehlen!!!

    Gira hat da einen schönen CO2, Feute Temperaturregler auf KNX Basis, braucht nur eine UP Dose, der Regelt dir oben jeweils deinen Lüfter und die Temperatur, also Heizung. Darunter platzierst du dann einen 3Fach Basic oder Komfort mit 3 Wippen, die aber auch zu 6 Tasten Konfiguriert werden können, mit denen du dann Rollo und Licht schaltest. Im OG benötigst du dann nur 2 UP Dosen neben der Tür. IM EG, Wohn- und Esszimmer auch nur 2 UP Dosen, denn da du dort keinen CO2 Sensor benötigst, aber dafür mehr Tasten, setzt du hier einen TS3 Komfort 6 Fach, der dann 6 Wippen hat, die zu 12 Tasten Parametriert mit integriertem Temperaturfühler,werden können und schwupp, schon sieht das Ganze ein wenig Ästhetischer aus, bietet aber die gewünschten Funktionen mit ein wenig Reserve.
    Die Sollwerte deiner Raumtemperaturen regelst du dann über eine Visualisierung, die dir dann auch Alarmmeldungen schickt, wenn Wasser aus läuft, registriert, wie oft deine Lüfter laufen und ein Diagramm über deine Luftqualität zeichnet. Wenn du dann noch Rauchmelder KNX ein setzt, melden die sich auch per Email oder Pop-Up bevor die Batterie leer ist, oder die Dedektionskammer verschmutzt ist. Wenn denn dann tatsächlich ein Feueralarm los geht, machen die dir dann auch bei Alarmierung die Beleuchtung der Räume für den Fluchtweg an und fahren z.B. die Rolläden hoch.

    in diesem Fall sind sie Mehrkosten einer KNX Anlage schwer ab zu wägen, da die Konventionelle Installation ja auch nicht Standart ist. über den dicken Daumen würde ich aber schon sagen, dass sie etwa 30-45% teurer sein wird, dass müsste man mal beides genau planen und rechnen.

    Währe ja leichter wenn das ein genaues Leistungsverzeichnis währe.....( so 100 Steckdosen, UP, rws mit Kinderschutz, 10 Tastdimmer mit Leuchtenauslass, 7 Ausschaltungen mit Leuchtenauslass...) so in etwa.
     
  15. #14 karo1170, 2. Mai 2013
    karo1170

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    Das LV ist zwar sehr grob gestrickt, aber versuchen wir's mal...

    Elektroinstallation gem. beiliegenden Plänen liefern und
    montieren incl. Elektrogeräte :
    --> genauer angeben, welche Elektrogeräte? Schalt-/Steckgeräte, Verteilung+Einbaugeräte, Küchengeräte?

    Das Haus wird über das bestehende Wohnhaus versorgt. Die
    entfernung beträgt ca. 20m (Erdkabel verlegen) Der
    Stromverbrauch muss getrennt ablesbar sein. (separater
    Stromzähler)

    --> Unterzaehler oder eigene EVU-Messung mit Abgang von bestehenden HA? Anschlussquerschnitt Erdkabel?
    --> Potentialausgleich?

    alle Schalter und Dosen in weißem Kunststoff

    -->(aaaargh..:-)Ausführung Schalt-und Steckgeraete im Standardprogramm. Farbgebung RAL 9010 Reinweiss,
    Bemusterung von 3 Programmen ist in den Einheitspreisen einzukalkulieren.
    Angabe Mehrkosten für höherwertiges Schalt-/Steckgeräteprogramm (z.B. BJ future linear anstelle BJ Reflex SI) ....% zu EP.

    Anschluss aller vorh. el. Rolladenkästen vor jedem Fenster
    Anschluss des Zentralsteuergerätes für Rolladenkästen
    Einbau von 3 FI-Schutzschaltern (EG, OG, Außen)
    Stromkreise fuer Beleuchtung und Steckdosen sind getrennt
    auszuführen.
    Kühl- und Gefrierschrank bilden einen separaten Stromkreis (--> mit/ohne FI?)
    Im Wohnzimmer sind Anschlussdosen für Lautsprecher
    vorzusehen.
    Der Telefonanschluss ist zu installieren.

    Es ist ein Überspannungsschutz (innerer Blitzschutz)
    vorzusehen. --> Ausführung als Kombiableiter Kat I+II als REG in Hauptverteilung.

    Lehrrohrvorrüstung für 1x Telefon und 1x Antenne je Wohn-
    und Schlafraum.

    Stromzähler ist mit einem Kommunikationsfeld zur Aufnahme
    von TAE, NFN - Splitter, DSL-Router etc. auszustatten.
    --> Multimediafeld (ggbfs Multimediaverteiler) vorsehen.

    Eine Außenverteilung zur späteren Elektrifizierung von
    Außenanlagen (Garten, Hof, etc.) ist vorzusehen.
    Abluftanlage aus den Bädern über das Dach

    8 Einzelrauchmelder
    -->(vernetzt, unvernetzt?, batterie- oder netzbetrieben?)

    Herstellen einer Sat-Anlage
    --> besser, Umfang festlegen: Lieferung und Montage einer Sat-Anlage, bestehend aus:
    - Spiegel d=...
    - Multiswitch mit x Abgängen...
    - x Receiver...
    - x m Kabel, y Anschlussdosen

    Herstellen einer Beleuchtungsanlage

    --> Umfang festlegen, nur Leuchtenauslaesse, oder mit Leuchten?

    Herstellen von Telefon- und Datennetz

    Anschluss für Backofen und Ceranfeld
    --> wenn das ein E-Herd/Induktion ist, sind die angegebenen 3kW im Plan etwas sehr duenn.

    Außensteckdose, inkl, AN / Aus - Schalter im Innenbereich
    Vorbereitung einer Notstromversorgung in Form eines
    Einspeisepunktes für einen externen Stromerzeuger.

    Alarmanalage mit Hilfe von Bewegungsmeldern
    ???? Wohin soll der Alarm gemeldet werden ????
    ...

    6 Äußere Blitzschutzanlage
    inkl. Fang- und Ableitungen
    inkl. Erder (hier angeben: ob Ring- oder Fundamenterder!!!)
    inkl. Nebenarbeiten.
    Firsthöhe: ca. 9,00m
    Dachneigung: 30 °
    Firstlänge: ca. 10,50m
    --> Material Dacheindeckung: ???
    --> Einbindung aller über Dach ragenden Aufbauten (Gauben, Lüftungsrohre,...)
    --> Angabe BS-Klasse (z.B. entsprechend BS-Klasse III Richtlinie VdS 2010


    Ansonsten: Steckdosen mit erhöhten Berührungsschutz sind ok, Überspannungsschutz (Feinschutz Kat III) würde ich nur für Steckdosen mit Anschluessen fuer TV, Computer, Telefonanlage u. dgl vorsehen. Für Flure, Treppe, WC wäre auch der Einsatz von Bewegungs-/Präsenzmelder anstelle der Lichtschalter denkbar.

    HTH
     
  16. nolu13

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    Das LV ist nicht eindeutig definiert=schwierig kalkulierbar.
    Wer glaubt denn ,das der Bieter mit dem Reduktions-Lineal versucht die Leitungslängen zu ermitteln?
    Das ist entweder ein "er war jung und brauchte das Geld" LV oder ein" von bis" LV mit Luft nach oben.
    watt en unsinn!
     
  17. #16 Stbakker, 3. Mai 2013
    Stbakker

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    Also Leitungslängen müssen nicht un bedingt bei dem Wohnhaus an gegeben werden, ist in unserer Region auch nichtüblich.
    Dafür gibt es zuverlässige Richtwerte. Es währe aber schon schön, wenn das LV nach Angabe ZVEH gemacht währe, für die Standart installationsaufgaben,
    Extrasachen wie Sat, Netzwerk, Lüfter mit CO2 und/oder Feuchtemessung, usw gesondert auf geführt.

    Wenn dieses LV in sagen wir 10 Installateurshände kommt, werden wahrscheinlich 2 garnicht erst ab geben, und 8 verschiedene Ergebnisse von 3800,- bis 10000,-€ heraus kommen.

    Ehrlich, das geht so nicht!
    Entweder erstellt man ein vernünftiges LV anhand einer detaillierten Vorplanung, oder
    man sucht sich 2-3 Betriebe, entweder die man kennt, die einem empfohlen werden, oder die einen guten Eindruck machen, wo auch die Sympathie passt
    und lässt diese dann ein Angebot erstellen. Wenn die gut sind, werden die klärende Fragen direkt mit dem Bauherren besprechen, sodass ein vernünftiges Resultat dabei heraus kommt.

    Wenn man denn dann intelligente Gebäudetechnik drin haben will, genauer hin schauen wen man beauftragt. Ich habe schon genug Bauten rekonstruiert, weil es keine Dokumentation gab,
    oder Fehler beseitigt in Gebäuden die schon 5 oder 10 Jahre KNX drin haben, wo die Anlage noch nie so gelaufen ist wie der Bauherr das wollte.
    Wie heisst es so schön, wenn der PC Spinnt, " Das Problem Sitzt meist 50cm vor der Tastatur!". So ist es auch ei einem intelligenten Gebäude.
     
  18. Hfrik

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    Ansonsten gibts auch Standardleistungsverzeichnisse, mit vordefinierten Texten, aus denen man sich die Hausinstallation zusammenpusselt - und die der Installatuer inhaltlich vielleicht auch schon kennt. Aber auch dafür bedarf es einer Planung inkl. Massenermittlung.
     
  19. #18 karo1170, 4. Mai 2013
    karo1170

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    Fuer das geplante BV genuegt der Umfang Funktionalbeschreibung und Grundrissskizze durchaus, um daraus eine Kalkulation zu erstellen. Die Leitungslaengen kann man recht gut abschaetzen, einfachste Moeglichkeit ist dabei der Vergleich mit schon realisierten Projekten. x qm Raumflaeche, mittlerer Ausstattungsgrad, Neubau -> y m NYM, JYStY...;Abrechnung erfolgt dann nach pruefbaren Aufmass.
    Ein VOB-gerechtes LV mit Mengengeruest und StLb-Texten fuer die ausfuehrenden Gewerke ist bei diesem Bauumfang nun wirklich uebertrieben. (Auch wenn es fuer die anbietenden Firmen bequemer ist, das LV den Grosshaendler in die Hand zu druecken, "mach mir mal nen Preis!" zu sagen und fertig ist das Angebot...)
     
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  21. #19 Mathias1980, 5. Mai 2013
    Mathias1980

    Mathias1980

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    @stbakker, karo1170:
    Vielen herzlichen Dank für eure umfangreiche Rückmeldung!
    Ich werde eure Informationen in meinen Anfoderungskatalog einarbeiten.
    Da ich die Expertise ist meine Denkweise folgende -da ich mit meinem Architekten zwar bautechnisch sehr zufrieden bin, aber Technische Gebäudeausrüstung nicht seine Stärke ist- : Ich muss erstmal wissen, was ich will (Bedarf) und anschließend kann das Elektrounternehmen dafür eine Lösung anbieten.
    @stbakker:
    Ich sehe auch, dass es in Thema "Bussystem" gehen könnte auch.
    @nolu13:
    Ich gehe dir vollkommen Recht, denn ich kenne aus anderen Bereichen (Maschinen) Ausschreibungen und auf das LV meines Architekten anzubieten ist nicht ganz ohne.

    Beste Grüße
    Mathias
     
  22. #20 Achim Kaiser, 5. Mai 2013
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    @karo1170
    Ist das *Mindeste* was sich ein Bauherr zur Leistungsbeschreibung antun.

    Die haben noch nie wirklich was getaugt.

    Wo ist der Unterschied zu deinem Vorgehen ?
    Bei dir sitzt *der faule (Ausschreibungs-) Hund* nur auf nem anderen Stuhl.

    Das vorgehen ist m.E. absolut nicht zu empfehlen ausser man steht heftig auf Ärger und Gezackere.
    Ne *gute* Firma ziehst damit eh nicht hinterm Ofen vor ... die guckt den Schmerch an, sieht Geeier am Horizont und lässt sich in die Schuhe blasen .... und kümmert sich um die Aufträge wo es weniger faule Hunde und mehr greif- und kalkulierbares gibt.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
Thema: Elektroplanung EFH
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