Empfehlung/Erfahrung Heizung Altbau

Diskutiere Empfehlung/Erfahrung Heizung Altbau im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, wie schon in einem anderen Posting gesagt, möchte ich das Haus, in dem ich zur Miete wohne, kaufen. Es ist ein Einfamilienhaus...

  1. Hellrat

    Hellrat

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    Hallo zusammen,

    wie schon in einem anderen Posting gesagt, möchte ich das Haus, in dem ich zur Miete wohne, kaufen.
    Es ist ein Einfamilienhaus Bj. 1956.
    Es ist nicht isoliert. 2006 wuden die Fenster getauscht.

    Momentan hat das Haus aber keine Heizung.
    Ich heize mit Öleinzelöfen mit zentraler Ölversorgung.

    Beim Hauskauf muss ich ja lt. ENEV die Heizung erneuern.

    Nun stellt sich mir die Frage was für eine.

    In Betracht habe ich Wärmepumpe oder Gasbrennwert mit ev. Solarunterstützung gezogen.
    Ein Gasanschluss ist im Keller (wurde aber die letzten 30 Jahre nicht benutzt).
    Verwenden möchte ich Heizkörper, da ich denke dass eine Fussbodenheizung vom Aufwand zu gross/zu teuer wäre.

    Habt ihr Erfahrungen mit diesen Heizungstypen im Altbau ?

    In welche Richtung sollte ich eher gegen ?

    Grüße

    Torsten
     
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  3. ultra79

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    Sollen noch andere Maßnahmen getroffen werden? Also Fassade oder Dach gedämmt werden?
     
  4. Hellrat

    Hellrat

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    Hallo zusammen,

    die oberste Geschossdecke muss ich ja dämmen.
    Bei der Fassade muss ich schauen, was der Kostenfaktor ist.
    Was ich noch vergaß - Wohnfläche ca. 130qm.

    Grüße

    Torsten
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Dann hat sich das Thema WP erledigt.

    Für die Heizkörper brauchst Du normalerweise eine Vorlauftemperatur von 55°C (typische Auslegung 55/45/20). Das ist Gift für eine WP.
    Jetzt könnte man darüber nachdenken, die Heizkörper so zu dimensionieren, dass sie auch mit etwas niedriger Temperatur noch ausreichend Heizleistung liefern. Damit kriegt man die VL Temperatur vielleicht noch in Richtung 45°C, je nach Heizlast der Räume und Platz für die Heizkörper wird aber bereits das schon schwierig.

    Man könnte anstatt normaler Heizkörper auch Gebläsekonvektoren einsetzen. Diese benötigen aber einen Stromanschluss für das Gebläse und sind somit nicht lautlos zu betreiben, was vor allen Dingen in Schlafräumen nicht gerade komfortabel wäre. Mit welcher VL Temperatur man dann arbeiten könnte ist schwer zu sagen.

    Aber egal wie, keine der o.g. Lösungen kommt auch nur annähernd an eine FBH ran.

    Das bedeutet, man wird bei einer LWP mit Sicherheit auf eine JAZ unter 3 rutschen, bei einer Sole-WP unter 4 und somit mit einer 3 vor dem Komma. Die Verbrauchskosten werden daher in der gleichen Größenordnung wie bei einer GBW liegen oder im Fall der LWP sogar noch höher sein.

    Es wäre daher zu überlegen, ob man den sowieso schon vorhandenen Gasanschluss re-aktivieren kann. Dann sollten die Investitionskosten für eine GBW Lösung günstiger sein als bei einer WP-Lösung, bei vergleichbaren Verbrauchskosten. Die Chance, dass sich hier die GBW als wirtschaftlich sinnvollere Lösung entpuppt ist sehr groß.
     
  6. #5 moderne.heizung, 27. November 2014
    moderne.heizung

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    Hallo,

    also ich denke, dass wenn du den Gasanschluss verwenden kannst bei deiner gewünschten Konfiguration mit Fußbodenheizung eine Gasbrennwerttherme das passendste und wahrscheinlich günstigste Heizungssystem für die ist.

    Wesentlich ist aber sicher, dass du, wenn Sanierungsbudget vorhanden ist nicht nur die Heizung anfasst, sondern dir auch die Gebäudehülle ansiehst. Gerade bei der Dämmung der Außenwände, der obersten Geschoßdecke oder des Daches und der Kellerdecke kannst du deutlich mehr Einsparungspotential lukrieren als mit dem reinen Heizungstausch. Und da du das Haus kaufst, willst du es ja wohl längerfristig nutzen, da ist die Investition auch gut angelegt.

    Beste Grüße, Erik von moderne heizung
     
  7. flo79

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    Erik. Es wird lt. Themenstarter keine FBH geben.

    hellrat. Wie schon geschrieben wird es das Beste sein den vorhanden Gasanschluß zu nutzen. Dämmung Dach/oberste Geschoßdecke und Kellerdecke werden wohl am meisten bringen und sind auch nicht so teuer.

    Hier wäre eher noch ein Pelletofen/Pelletheizung eine Alternative als eine WP.
     
  8. #7 Alfons Fischer, 27. November 2014
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    nein, aus meiner Sicht sagt das die EnEV nicht (sofern Sie wirklich nur Einzelöfen haben.
    Dazu hatte ich hier schon was geschrieben: http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?87432-Frage-zu-Heizung-und-ENEV
     
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  10. #8 moderne.heizung, 3. Dezember 2014
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    Hallo,

    ja stimmt, das hatte ich überlesen, aber gerade mit dem Wunsch Heizkörper zu verwenden spricht noch mehr für die Verwendung des bestehenden Gasanschlusses und Installation einer Gas-Brennwerttherme.
    Bei Pelletsanalgen sind allerdings die höheren Anschaffungskosten sowie auch der deutlich größere Raumbedarf zu beachten.

    Beste Grüße, Erik von moderne heizung
     
  11. Sulzknie

    Sulzknie

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    Wobei fraglich ist ,ob der Gasanschluß noch in Betrieb ist wenn der 30Jahre nie genutzt wurde.Vorher beim Versorger erkundigen ob der Anschluß noch unterhalten wird ,unter Umständen läßt sich der Versorger den Anschluß kompl. neu bezahlen .
     
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