(Energetische) Sanierung, wie gehe ich am besten vor

Diskutiere (Energetische) Sanierung, wie gehe ich am besten vor im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich hab da mal ein paar Fragen und möchte mich vorab informieren. Ich bin an einer Immobilie interessiert, die ich nach dem Kauf...

  1. gpa123

    gpa123

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    Hallo zusammen,

    ich hab da mal ein paar Fragen und möchte mich vorab informieren.
    Ich bin an einer Immobilie interessiert, die ich nach dem Kauf sanieren möchte. (Eventuell auch die Förderungen mitnehmen)

    Das Dach (Alle Dachschrägen, Bühne + First) wurde bereits neu gedeckt + gedämmt (ca. 10cm, wenn ich es richtig gemessen habe) -

    Wie gehe ich jetzt am besten vor, damit ich eine ziemlich genaue rechnerische Einschätzung habe was mir das ganze kosten würde? Und/Oder ob das überhaupt für mich die beste Wahl wäre.
    Ich würde das natürlich möglichst vor dem Kauf ja wissen, immerhin, finanziere ich die Sanierung ja mit.
    Es geht mir jetzt gerade nur um die "Energetische Sanierung"

    Ich hätte folgendes noch vor:

    -Fassadendämmung + obligatorisch neue Fassade
    (Fassade wurde zwar erst vor ein paar Jahren neu verputzt und gestrichen, allerdings nicht gedämmt)
    -Neue Fenster (Sind zwar 2 Fach verglast, gefallen mir aber optisch nicht) + Eingangstüre
    -Vorhandenen Estrich auffressen lassen für die Bodenheizung
    -Wärmepumpe inkl. Solar
    (Siehe auch Thread: Alternative an Nachtspeicheröfen.)
    -Kellerdämmung ??? Absolut notwendig?

    Im Haus gibt es aktuell Nachtspeicheröfen, die müssen natürlich weg. Gas gibt es nicht vor der Haustüre.

    Beheizte Wohnfläche liegt bei ca. 130qm. Keller und mini Gewölbekeller ist Vorhanden, Keller ist nicht beheizt.
    Das Haus ist aus den 60er wobei die hälfte des Hauses Massiv angebaut wurde in den 80er.

    -Zu den oben genannten Maßnahmen, kann man hier grob mit 40.000€ rechnen oder eher 50.000€ ?
    -Ist es Ratsam das ganze durch eine Firma machen zu lassen?
    -Wie funktioniert das mit den Fenstern wenn ich dämme z.B. Dann ist ja das Haus um die 15-20cm breiter durch die Dämmung. Oder macht das dann alles die Firma fix und fertig?
    -Wegen der Heizung bzw. die Bodenheizung, würde ich mir ja die Heizkörper sparen, ich müsste aber ja eine Heizlast berechnen lassen. Wie gehe ich da am besten vor, da ja die Fassade noch nicht gedämmt ist? Das verfälscht doch das Ergebnis oder nicht?

    Konkret:

    Wie würdet ihr da jetzt am besten vorgehen. Was sind jetzt erstmals meine Schritte?

    Danke
    Grüße
     
  2. #2 JohnBirlo, 25.09.2021
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    Zu wenig Informationen

    kommt drauf an was "das" ist, aber es gibt durchaus Dinge, die kann man in Eigenleistung erbringen. Bei der Förderung werden aber in der Regel nur Fachfirmen bezahlt.

    Die Firma macht das, was du beauftragst (sollte sie zumindest).

    Heizlast wird nur aufm Papiert errechnet, nicht in der Wirklichkeit gemessen. Man kann also mit oder ohne Fassade rechnen.

    Such dir einen Energieberater und/oder Architekten in deiner Gegend und stell dem diese Fragen. Die können dir dann konkret auf dein Projekt bezogen alle Fragen beantworten. Für die Förderung brauchste eh einen Energieberater
     
  3. #3 nordanney, 25.09.2021
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    Wer frisst wer frisst denn Estrich? So ein Tier habe ich noch nie gesehen :mega_lol:

    Ich würde mal bei den Fenstern für ein Standardhäuschen + Eingangstüre auf T€ 20-25 tippen.
    Fassadendämmung + Putz T€ 15-20
    Estrich neu oder Leitungen einfräsen (also komplett mit FBH) T€ 5-8
    WP + Was ist Solar? Meinst Du Solarthermie oder Photovoltaik? WP alleine T€ 10-15, der Rest kommt noch dazu.
    Kellerdeckendämmung in dem Zusammenhang absolut empfehlenswert, denn die FBH soll ja nicht nach unten heizen. Das kannst Du wahrscheinlich für 1.000€ selbst machen.

    Also das Energiegedöns wahrscheinlich T€ 50-70. Je nach Handwerkerlage oder dem verbauten Material auch mehr.

    Denk dran, dass Du dann auch viele andere Baustellen hast - Fußböden, Putz, Fensterlaibungen, Türen, Elektro usw.

    Das ist normal, wenn man die Heizung neu macht und energetisch saniert.
    Energieberater zu Rate ziehen. Dann weiter schauen.
     
  4. #4 nordanney, 25.09.2021
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    Wenn, dann bitte zwei Berechnungen. Die Heizlast eines gedämmten Hauses ist niedriger, als ungedämmt.

    Berechnest Du zunächst die Heizlast ohne Fassadendämmung, verbaust Du wahrscheinlich eine zu große (und dann zu teure und unwirtschaftliche) Heizung und legst die FBH oder die Heizkörper falsch aus. Das passt dann nicht zum Endziel des komplett sanierten Hauses.
     
  5. #5 Fabian Weber, 25.09.2021
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    Mit Fachfirmen eher 100.000€.
     
    Skogen gefällt das.
  6. Skogen

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    ich wollts grad sagen, wenn da Firmen am Werke sind und Du nicht viel selbst machen kannst, Du jetzt schon zweifelst ob 40 oder 50 k€ ausreichend sind, dann solltest Du das ganze Projekt überdenken...
     
  7. Knebel

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    Nun als allererstes einen (kompetenten) Energieberater kommen lassen
    Der oder die macht dann einen ISFP....und dann sieht man weiter
    Die möglichen Förderungen sollte man nicht vernachlässigen
     
  8. #8 klappradl, 27.09.2021
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    Ich fürchte, nicht mal, wenn man alles selber macht
     
  9. JPtm

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    Wenn die Fassade noch relativ neu ist, lass die. Lass dich da nicht in die Irre führen mit U-Wert und Ersparnis usw. Das ist ein realitätsfernenr Wert der schön ausschaut aber eben nicht viel mit der Realität zu tun hat.

    Denke bei den Nachtspeicheröfen an potentielles Asbest.Lass die durch einen Fachbetrieb entsorgen.
     
  10. gpa123

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    Guten Tag zusammen,

    vielen Dank vorerst für eure Nachrichten. Es soll natürlich Boden "fräsen" heißen und nicht "fressen" :-).

    Wir haben uns entschieden die Fassadendämmung vorerst so zu lassen. Die Fassade ist echt in einem neuwertigen Zustand. Ein Berufserfahrener der Fassaden tagtäglich bearbeitet, hat mir das auch bestätigt.
    Klar ändert dass nicht an die Energieeffizienz, aber ich hab jetzt auch viel darüber gelesen wie @JPtm geschrieben hat.

    Wir waren heute mal richtig im Haus drin und hatten viel Zeit uns mal alles in Ruhe anzuschauen.
    Wir würden sogar vielleicht die aktuellen Fenster lassen, bzw. vereinzelt ersetzen, denn es sind 2-Fach verglaste Fenster drin, im OG, sind sogar neue Kunstoffenster nach DIN 12150 ESG A2 (Ist das gut?) und erst ein paar Jahren alt.

    Kellerdämmung kann ich selber übernehmen.
    Frage: Lohnt es sich eine Dachgeschossdämmung zu machen, wenn das Dach sowieso gedämmt ist? Das würde ich auch selber mit ein Kollegen übernehmen.

    Im Prinzip bleibt dann was energetisch angeht folgendes:

    -Neue Heizung mit PV
    -Bodenheizung, denn wahrscheinlich wird Wärmepumpe eingesetzt
    -Keller/Geschossdämmung
    -Estrichdämmung? Notwendig?

    Ich hab da halt nur ein bisschen Angst wegen der Wärmepumpe + Bodenheizung. Man sagt ja die Kombi ist eigentlich für Neubauten gedacht und für Altbau nur wenn man wirklich alles gedämmt hat was man dämmen kann.?!?!

    Jap, weiß ich bescheid.
    Sind aber ziemlich "neue" Geräte, aus den 90er. Laut google, wurden die meisten bis ca. 1977 mit Asbest verbaut.

    Danke für die ersten Ratschlägen.
     
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