Energie- und kosteneffizientes Warmwasser-/ Heizungskonzept Neubau EFH

Diskutiere Energie- und kosteneffizientes Warmwasser-/ Heizungskonzept Neubau EFH im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebe Forumskollegen, Ich bin Klausi, neu hier im Forum und stecke gerade in der ersten Grobplanungsphase im Rahmen eines EFH Neubaus....

  1. klausi0815

    klausi0815

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    Hallo liebe Forumskollegen,

    Ich bin Klausi, neu hier im Forum und stecke gerade in der ersten Grobplanungsphase im Rahmen eines EFH Neubaus. Bevor ich mich in den ganzen Details verstricke, suche ich zunächst Hinweise / Ratschläge, wie ein guter Kompromiss zwischen kosteneffizientem Bauen und niedrigen Betriebs- / Wartungskosten bzgl. der Warmwasserversorgung (Heizung + Brauchwasser) aussehen könnte.

    Rahmenbedingungen:

    -Grundstück mit Südausrichtung 1100 m² ohne Neigung
    -kein Bebauungsplan - alle Dachformen realisierbar
    -keine Einschränkungen bzgl. Boden (Brunnen, Tiefenbohrung möglich)
    -Lokalität im Osten Deutschlands mit ca. 1100-1200 Sonnenstunden pro Jahr

    Zielvorstellungen:

    -ca. 160m² -180m² Wohnfläche
    -Typ Stadtvilla bevorzugt (bspw. quadratisch mit 22Grad Walmdach)
    -2 Voll-Etagen, Dachboden als Stauraum
    -kein Keller
    -Massivbauweise
    -aktuell Kfw 70 geplant (aufgrund Kosten-Nutzen-Rechnung)

    Ich möchte die Betriebskosten sowie die Wartungsaufwände für die Systeme im Haus (speziell Warmwasseraufbereitung & Heizung) minimal halten. Daher ist aktuell eine Sole-Erdwärme-Heizung (Wärmepumpe mittels Tiefenbohrung) meine Vorstelltung. Diese soll wohl auch in sehr kalten Winterperioden gute Heizleistungen bringen, hat im Gegensatz zur LWP weniger mechanische Teile und soll nahezu wartungsfrei sein. Dimensionierung / Spezifikation ist noch undefiniert, es geht zunächst ums "Grobe".

    Aufbauend auf dieser Kernaussage nun mehrere Fragen.

    1. Sind Tiefenbohrungen in kalten Regionen zu bevorzugen, oder bieten moderne Flächenkollektoren-Konzepte ähnlich gute Leistungsparameter bei günstigeren Kosten?
    2. Gibt es Riskiken bei den Tiefenbohrungen - bspw. das zu flach gebohrt wurde und die Heizleistung nicht ausreicht?
    3. Ist mit aktuellen Erdwärme-Systeme auch die Warmwasseraufbereitung (z.B. für die Dusche) realisierbar? (möglichst integriert in einem System mit entsprechend dimensioniertem Pufferspeicher)
    4. Ist eine Ergänzung mit Solarthermie sinnvoll / wirtschaftlich oder bietet die einzeln arbeitende Erdwärmepumpe den besten Kompromiss aus Anschaffungskosten und Folgekosten? (auch unter Einbezug steigender Energiepreise in den kommenden Dekaden)
    5. M.m.n. steigern PV-Anlagen die Komplexität & den Wartungsaufwand im Haus recht stark und können ohne aufwendige Pufferspeicher (Batterien --> Wartung) nicht sinnvoll als Ergänzung zur Erdwärme-Heizung genutzt werden. Sind diese Aussagen im Groben richtig oder aus aktueller Sicht nicht mehr tragbar?
    6. Amortisieren sich kleine PV-Anlagen (Eigenbedarf für das Haus) zeitnah (<10 Jahre) nach aktuellem Gesetzesstand sowie Technolgiestand?
    7. Gibt es von erfahrenen Bauherren gute Alternativvorschläge für einfache/wartungsfreundliche Heiz-/WW-Konzepte für einen Neubau mit starkem Blick Richtung Kosten-Nutzen-Faktor?

    Ich danke für Eure Hilfe und hoffe, dass dies nicht zu viele Fragen auf einmal waren.

    VG,

    klausi
     
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  3. Taipan

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    1. Das Konzept ob Tiefenbohrung oder Flächekollektor hängt von den örtlichen Gegebenheiten, den geologischen Bedingungen, dem Bergrecht und von der energetischen Qualität des Gebäudes ab.
    2. Bei einer Fachplanung durch einen Geologen/HLs-Ing, die sich damit auskennen, ist mir noch nicht untergekommen, dass eine Bohrung nicht reicht. Sollte es dennoch vorkommen, dann ist es ein Planungsfehler--> Versicherung des Planers
    3. Ja
    4. Nein, Solar und WP bringt regelmäßig keinen wirtschaftlichen Vorteil. Eher das Gegenteil ist der Fall.
    5. Nein, PV+Wärmepumpe ist, ordentlich geplant und aufeinander abgestimmt eine gangbare Lösung.
    6. 10-12a, bei überwiegender Eigennutzung.
    7. sicher, das ist eine Frage des Gesamtkonzeptes. Fernwärme ist da z.B. fast unschlagbar - wirds aber in Plauen und/oder Umgebung nicht geben.
     
  4. klausi0815

    klausi0815

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    Hallo,

    Danke für die wirklich schnellen und knackigen Antworten - so weiß man doch schnell wo man steht.

    bzgl. (1) - Schränken wir die Rahmenbedingungen etwas konkreter ein: wenn man einen aktuellen Neubau nach kfw 70 mit gutem Wärmedämmkonzept voraussetzt und außerdem lehmigen Boden ohne weiteren Besonderheiten als gegeben ansieht, würden sie bei der freien Wahl auf Tiefenbohrung und Flächenkollektoren setzen? Aufgrund der Grundstücksfläche wäre der Platz für die Kollektoren generell gegeben, jedoch muss dieser dann mit besonderer Vorsicht behandelt werden.

    zu (3): Haben Sie Empfehlungen oder Erfahrungen mit bestimmten Geräten?

    zu (5): könnten Sie hier evtl. einige Rahmendetails benennen? Nach meinem Verständnis benötige ich doch besonders viel Energie in der Wintersaison und in kalten Nächten, wo bekanntlich wenig Sonneneinstrahlung vorhanden ist. Muss dann der Pufferspeicher entsprechend groß dimensioniert werden - oder eher klein, um ihn tagsüber schneller aufheizen zu können?

    zu (7): nicht verfügbar und nicht gewollt - ich möchte hier gern autark bleiben.

    Nochmals danke.

    Ich verbleibe mit vielen Grüßen und hoffe auf weitere Tipps und Anmerkungen,

    klausi
     
  5. Taipan

    Taipan

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    zu1: Tiefenbohrung - ein Flächenkollektor schränkt die spätere Gartennutzung (Pflanzen von Bäumen, Poolbau, Gartenlauben ...) ein.
    zu3: Die Liste der Wärmepumpen der bafa enthält alles Pumpen, die funktionieren. Welches Modell genau, ist im Zuge der Haustechnikplanung zu ermitteln. Hier sind die Parameter: Wärmebedarf, Spitzenwärmebedarf, Spitzenwärmebedarfsdauer, Aufheizzeiten, Trinkwasserbedarf ...
    zu5: sinngemäß wie 3. Die genaue Anlagenspezifikation steht fest, wenn sie geplant wurde. Das geht aber erst, wenn das Gehäuse in groben Zügen feststeht. Die PV-Anlage soll ja nicht die Wärmepumpe allein betreiben, sondern soll nach ihren Möglichkeiten die Stromkosten durch Direktverbrauch oder Einspeisung (Vergütung geringer als gesparte Kosten durch Direktverbrauch) verringern. Die PV-Anlagen kann, wenn sie mehr produziert als die WP verbraucht natürlich auch den Haushaltsstrom teilersetzen, was dann bedeutet, das WM+Spülmaschine bspw. tagsüber laufen sollten. ... ...
     
  6. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Thema WP und Eff 70:

    ich glaube, ich schreibe es zum gefühlten 3.000 Mal: eine WP nur mit erstklassigem Dämmkonzept. Was hier in Deutschland teilweise als eff 70-Haus rumgeistert, gerade im Massivbau(!) ist schon erschreckend.

    Vorteil: je besser die Dämmung, um so kleiner die WP, umso geringer der Platzbedarf. Thema Bohrung: die sind im Berliner Umland erschwinglich, da stellt sich die Frage nach einem Flächenkollektor eigentlich gar nicht, es sei denn, man (frau) kann sehr viel selbst machen.
     
  7. mastehr

    mastehr

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    Gerade bei einer WP wird KfW-70 leichter erreicht als mit einer Gas-Heizung. Deshalb würde ich die Dämmung mindestens so ausführen, dass auch mit Gas KfW-70 erreicht wird.

    Ob eine WP langfristig wirklich günstiger als eine Gas-Heizung arbeitet, hängt von der Entwicklung der Preise ab. Wenn man die reinen Energie-Preise betrachtet, kostet eine kWh Strom heute ungefähr das Vierfache einer kWh Gas. Bei einer JAZ von 4 hat man also ungefähr Gleichstand.

    Für die Gas-Heizung sprechen:
    + Geringere Investionskosten
    + Auslegung muss nicht so genau wie bei WP erfolgen, eine Gas-Heizung macht das Haus auf jeden Fall warm

    Für die WP sprechen:
    + Weniger Wartungsaufwand
     
  8. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Genau das ist das hüpfende Komma. Man rechnet es sich schön, ENEV sei Dank. Wobei, demnächst wird es ja sauber verschärft, aber irgendwelche Leute finden bestimmt wieder Mittel und Wege, das zu tunen :D

    Nur die Energie, die nicht gebraucht wird, ist die beste Energie. Und das geht in erster Linie nur über eine vernünftige Dämmung
     
  9. Taipan

    Taipan

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    Nur eine nicht gebrauchte kWh ist eine gute kWh.

    Wenn man diesen an sich gruseligen Satz mal ein wenig abwandelt ... Das sag ich meinen Bauherren immer. Erst wenn sich ein Energieverlust nicht mehr mit vertretbarem Aufwand vermeiden lässt, wird drüber nachgedacht, wie er gedeckt wird. Zu diesem Zeitpunkt erst wird über das Anlagenkonzept entschieden (auch wenn es sich vorher schon gedanklich abzeichnen sollte) ...
     
  10. mastehr

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    Mit dem neuen Primärenergiefaktor für Strom von 1,8 steht der Primärenergie-Bedarf auf dem Papier selbst mit einer Luftpumpe immer gut da.:(
     
  11. Taipan

    Taipan

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    Wobei Leute mit Verstand lediglich der Endernergieverbrauch interressiert.
     
  12. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Hast ja Recht :D

    Ich halte das wie die Schweden (tschuldige, daßich das mal so anbringe): erst mal dämmen was geht, der letzte Rest dann über die Technik. Hier ist es meist genau anders herum...
     
  13. mastehr

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    Der steht aber nicht so schön an prominenter Stelle im Energieausweis.
     
  14. Taipan

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    Weil er für die Erfüllung der Koyoto-Ziele völlig wurscht ist.
     
  15. mastehr

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    Hat Dich schon mal irgendein (privater) Bauherr gefragt, ob sein Bauvorhaben zu den Kyoto-Zielen passt?

    Als ich noch in Frankreich gewohnt habe, habe ich immerhin mit bis zu über 90% CO2-freier Energie geheizt.
     
  16. Taipan

    Taipan

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    Hätte der Bauherr Einfluss auf den Energieausweis, stünde da nicht ein Wert vom Kyoto-Protokoll inspiriert, sondern Heller und Pfennig vorn drauf. Wenn die Politik schlau wäre, würde sie ebenfalls Heller und Pfennig vorn drauf schreiben und die Energieträger zum Kyoto-Protokoll passend besteuern ... Da aber weder die Bauherrn schlau sind und wissen, dass der jetzige Wert dafür da ist die versprechen des Dicken in Japan einzuhalten, noch die Politik schlau genug ist die Bauherren über den Geldbeutel zum Energiesparen zu animieren, ist eben Schrott, was vorn drauf steht.
     
  17. R.B.

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    Nachdem oben die Fragen schon so schön beantwortet wurden, hier nur noch ein paar Ergänzungen.

    Beide Konzepte funktionieren. Bei Flachkollektoren hat man den Vorteil, dass die Kosten etwas niedriger sind und man dadurch mehr Rohr im Boden verbuddeln kann, ohne dass die Kosten explodieren. Bei der genannten Grundstücksgröße würde ich diese Alternative genauer kalkulieren.

    Normalerweise bestehen diese Risiken nicht, vorausgesetzt es wurde ordentlich geplant und die Leute wissen was sie tun.

    Ist problemlos machbar. Ob man den internen WW Speicher nutzt oder einen externen, das zeigt die Planung. Hier insbesondere auf die erforderliche WW Temperatur achten. Je kleiner der Speicher, um so höher muss die WW Temperatur sein damit ausreichend Schüttmenge vorhanden ist. Das aber wiederum verschlechtert die Arbeitszahl der WP, die gerade bei hohen Vorlauftemperaturen schnell in den Keller geht.

    Wirtschaftlich lassen sich solche Konzepte kaum darstellen, erst Recht nicht in einem EFH.

    Hier bin ich Deiner Meinung. Man kann diesen Weg gehen, technische gar kein Problem, es stellt sich aber die Frage der Wirtschaftlichkeit. Man muss dann das PV Konzept als Ganzes betrachten, nicht nur bezogen auf den Heizenergiebedarf.

    Da gibt es keine pauschalen Annahmen, da hilft nur Dein persönliches Konzept rechnen. Bei PV Kosten (Investition) und Erstattungen (Einspeisung) gibt es ja keine Marktpreise, sondern diese werden politisch gesteuert. Da geht es nicht darum, dass der Endkunde einen Vorteil hat. Dementsprechend interessiert sich auch niemand dafür, solche Berechnungen dienen eher dem Marketing, denn man muss das Zeug ja auch verkaufen. Ich kenne Anlagenkonzepte die sich in 7 Jahren amortisieren, und andere die sich niemals amortisieren werden. Ob sich so eine Anlage amortisieren kann, hängt erst einmal davon ab, wer alles daran verdienen möchte.

    Wenn DU die Lösung kennst, dann her damit. Ich kenne kein pauschales Konzept das allen anderen gegenüber immer im Vorteil ist. Wärmepumpen mit Flachkollektoren haben sich als interessante Alternative hervorgetan. Es gibt aber immer noch Firmen die meinen, dass man sich damit eine goldene Nase verdienen muss.
    Eine weitere Alternative wären Pelletkessel. Diese erfordern aber mehr Platz (Pelletlager) und sie sind nicht wartungsfrei, wobei hier insbesondere die regelmäßige Reinigung zu nennen wäre, die man aber selbst machen kann. Deswegen vermeide ich in diesem Zusammenhang gerne den Begriff "Wartung", solche Heizkonzepte erfordern halt vom Betreiber mehr Aufmerksamkeit.

    WP Konzepte haben halt den Vorteil, dass hier so gut wie kein Wartungsbedarf besteht, denn in den Kisten gibt es nichts was man wirklich warten könnte. Es empfiehlt sich das Laufverhalten regelmäßig zu kontrollieren, und auch ein WMZ ist hilfreich. Da sollten Fehler im Kältekreis o.ä. sofort auffallen.

    Gruß
    Ralf
     
  18. klausi0815

    klausi0815

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    Hallo liebe Forumskollegen,

    zunächst Entschuldigung für die lange Latenz beim Antworten - ich war beruflich etwas stärker eingespannt :(

    Vielen Dank für die Hinweise und Aussagen. Bzgl. eines Punktes würde ich gern etwas mehr ins Detail gehen:

    Mehrere Mitgleider schreiben, dass speziell bei Kfw 70 und massiv in Kombination mit Wärmepumpe ein erstklassiges Dämmkonzept der essentielle Punkt ist. Hierzu meine beiden Fragen:

    1. Was sind hier bekannte Stolpersteine von Baufirmen, die komplette Häuser in Massivbauweise nach Kfw 70 anbieten - gibt es hier so viele Schlupflöcher / schwarze Schafe im Kontext der Kfw Stufen?

    2. Und auf welche wesentlichen Punkte / Merkmale / Spezifika sollte man als Bauherr besonders achten? In meinem naiven Denken ging es hierbei bisher nur um eine guten Kombination aus Mauerwerk und Wärmeverbund-Dämmsystem sowie die Vermeidung von Wärmebrücken an kritischen Stellen wie Fensterrolläden oder an der Verbindung zum Dachstuhl.

    Ich würde mich hier über weiterführende Hinweise und Erfahrungswerte freuen.

    Danke und VG,

    klausi
     
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  20. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Bei www.u-wert.net kannste selbst Deine Bauteile ausrechen.

    120 mm WDVS oder 420 mm T 7, das hat schon was :D

    Dreifach-Verglasung Plus(!!!!) Rahmen, also Uw, wenn das einer angibt, das ist schon mal was, irgendwas um die 1,0

    Decke über DG: 30 cm ist auch nicht schlecht

    zur 1. Frage: ja :D

    Und wenn oben eingehalten wird, dann haste Freude an der Wärmepumpe :konfusius
     
  21. Taipan

    Taipan

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    eigentlich ist es ganz einfach. Man rechnet die Erstellungskosten der Gebäudehülle für das Referenzhaus. Dann optimiert man die Gebäudehülle solange bis im Ergebnis die eingesparte kWh 20EUR kostet. Damit ist man nach 20a (mit Ende der Finanzierung) so ziemlich genau bei einem Kostenausgleich zw. Investition und Energiekosten. Wenn du das ganze noch der Bank verkauft kriegst, hast Du die optimale Gebäudehülle. Die Wahrheit allerdings wird irgendwo dazwischen liegen (müssen).
     
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