Energiepfähle, und Neuling stellt sich vor...

Diskutiere Energiepfähle, und Neuling stellt sich vor... im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen... in Ermangelung eines "Vorstellungs-Threads" mache ich das nun hier und stelle dann auch gleich die themenbezogene...

  1. #1 Nagelimkopf, 10. Januar 2011
    Nagelimkopf

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    Hallo zusammen...

    in Ermangelung eines "Vorstellungs-Threads" mache ich das nun hier und stelle
    dann auch gleich die themenbezogene Frage...:winken

    Meine Frau, der 20 monatige Thronfolger und ich haben vor 6 Wochen unser EFH, Bj.1927 verkauft um uns zukünftig mit Leib, Seele und neuem Fachwissen in das Abenteuer Hausplanung und bau zu stürzen.

    Vorhanden ist bis jetzt lediglich der finanzielle Rahmen von 500k für alles !
    Der Anspruch ein Grundstück in der Nähe zu finden, wenn möglich mit etwas Aussicht aber kein extremer Hang, Südausrichtung und bis max 1500m².
    Des weiteren gibt es viele Träume, Ideen, Streitgespräche und offene Fragen...

    Ich hoffe, hier mit Euch einige dieser Dinge diskutieren zu können und freue mich darauf unser Projekt hier zu dokumentieren wenn gewünscht...:bounce:

    Nun zu meiner ersten Frage... In meinem Kopf ist seit einigen Tagen das Thema Heizung installiert und nach allem was ich bis heute weiß, finde ich die WP mit DV Erdkollektoren sympatisch. Ich weiß, es gibt noch keine Daten für Heizlast oder sonstige Daten aber vom Grundsatz finde ich die Idee der o.g. Heizungsart einfach richtig. Nun mal Angenommen ich müsste, damit Heizung und WW perfekt versorgt sind, 200m² Erdkollektoren verbuddeln...
    und weiter angenommen ich bin ein ängstlicher Typ, der sich einfach nicht vorstellen kann das es auch bei minus 15Grad draussen, drinnen kuschelig warm wird.... könnte ich da nicht einfach gleich 20m² mehr von dem Zeug im Garten verschwinden lassen ?? Oder ist leicht überdimensioniert nicht gut?

    Dann hab ich da heute was über Energiepfeiler gelesen. Ich trau mich noch nicht hier was zu verlinken, denn ehrlichgesagt finde ich dieses "Nichtnennendürfen von Firmen" etwas befremdlich... Was ist denn mit freier Meinungsäusserung... egal...ein Thema das ich manchmal genauso verwirrend emfinde wie die Bauplanung...

    Also im groben: Anstatt die Kollektoren im Garten zu vergraben, werden (als Teil des Fundamentes / Bodenplatte ??)
    Pfeiler (6-12m lang) ins Erdreich unter das Haus eingebracht die die wärmebringenden Schläuche beinhalten. Schon mal was jemand davon gehört?

    Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe, Antworten und Maßregelungen ;)
    Mit besten Grüßen
    Andy
    Nagelimkopf
     
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  3. fmw6502

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  4. Skeptiker

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    Ja, sogar damit geplant. Allerdings ging es dabei um:
    - einen Neubau
    - eines Bürogebäudes
    - mittlerer bis größerer Höhe
    - mit nur einer sinnvollen Gründung, nämlich Bohrpfählen.

    Der Mehraufwand, die sowieso notwendigen Bohrpfähle auch zur Wärmegewinnung aufzurüsten war gering und die notwendige Sondenlänge entsprach zufälligerweise fast genau der erforderlichen Bohrpfahllänge. Von EFH auf Bohrpfählen habe ich noch nicht gelesen und wenn, dann dürfte außer bei einem Passivhaus ein deutliches Missverhältnis zur Sondenlänge bestehen (Bohrpfähle reichen nicht).

    Die Wartungsfreiheit dürfte kein Thema sein, den "warten" lassen sich unter dem Gebäude auch einfache Sonden nicht. Welche "Schäden" sollen da eigentlich auftreten. Im Bedarfsfall würde man wohl eher neue Sonden bohren.
     
  5. alex2008

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    Energiepfähle sinnvoll bei solchen Sachen wie Beitrag vom Skeptiker, besonders dann wenn noch eine Kühlung des Gebäudes hinzukommt.

    Diese sollten mit entsprechenden Programmen berechnet werden.

    Für eine Erdkollektorauslegung benötigt es Heizlast, Jahreswärmebedarf und Angaben zur Bodenbeschaffenheit.
    Aus trockenen sandigen Böden lässt sich weniger Wärme entziehen als aus feuchten lehmigen Böden.
    Die Beurteilung des Feuchtigkeitsgehaltes von Böden ist (für Laien) sehr trügerisch.

    Überdimensionierung schadet eigentlich nur dem Geldbeutel.

    Ein Haus kann man aber sehr wohl (in gewissen Grenzen) auf eine passende Heizlast trimmen.
     
  6. R.B.

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    Wobei man beachten sollte, dass ein Kollektor für eine DV-WP anders dimensioniert wird als für eine Sole-WP. Man kann die Kollektorfläche nicht beliebig wählen, sondern diese muss auch zur WP passen.
    Bei einem Sole-Kollektor kann man toleranter an die Sache rangehen. Da kostet eine Überdimensionierung im schlimmsten Fall nur mehr Pumpenstrom und liefert kaum höhere Soletemperaturen.

    Bleiben wir der Einfachheit halber mal bei einem Sole-Kollektor.

    Ob ich diesen als Tiefenbohrung, als Flächenkollektor, oder als "Energiepfähle" realisiere, erfordert unterschiedliche Planungsansätze. Neben der möglichen Entzugsleistung muss man vor allen Dingen daran denken, wie sich der Kollektor regenerieren kann. Deswegen betrachte ich den Ansatz, einen überbauten Kollektor zu bauen, höchst kritisch.

    Gruß
    Ralf
     
  7. #6 passivbauer, 11. Januar 2011
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    Grundsätzlich ist die Idee der Energiepfähle nur sinnvoll wenn sowieso die Pfähle zur Gründung genutzt werden - alles andere macht keinen Sinn.

    Regenerieren kann saisonal auch über Sonnenkollektoren erfolgen.

    Aber das wichtigste: Die Heizlast respektive den Heizwärmebedarf soweit wie möglich im Vorfeld verringern. Dann werden oftmals auch viele Lösungen einfacher...
     
  8. R.B.

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    Das würde voraussetzen, dass man die Solarenergie lange genug im Erdreich zwischenspeichern kann, denn gerade im Winter wenn die Kollektoren stark beansprucht werden, liefert eine Solaranlage nur wenig Energie (auch wenn für den Kollektor deutlich niedrigere Temperaturen bereits verwertet werden können).

    Ich finde solche Konzepte schon interessant, aber bei allen bisherigen Berechnungen die ich angestellt habe war die Rentabilität eher fraglich.

    Gruß
    Ralf
     
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  10. #8 Nagelimkopf, 11. Januar 2011
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    Danke schon mal für die antworten...
    Was bedeutet denn genau, die Kollektoren müssen sich regenerieren?

    Und, wieder angenommen Anlage passt genau zu Heizlast und anderen Daten, ist ein Kaminofen sinnvoll zur Unterstützung für FbH und WW..?
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Dem Kollektor kannst Du nicht beliebig Energie entziehen, sonst hast Du irgendwann nur noch einen großen Eisklotz. Also muss er sich durch "Wärme" aus der umgebenden Erde, bzw. durch Wärmeeintrag von oben (Bsp.: Regen) regenerieren.

    Ein Kaminofen ist nicht zwingend erforderlich wenn die WP richtig dimensioniert wurde. Es gibt aber Leute die haben Spaß an einem Holzfeuerchen, oder sie haben eigenen Wald oder sonst irgendwelche Quellen durch die sie günstig an Holz rankommen, und dann wird halt ein Kaminofen eingebaut.
    Möchte man damit aber Heizung und WW unterstützen, dann braucht man einen wasserführenden Ofen und ein entsprechendes Anlagenkonzept (Speicher etc.), und das gibt es nicht für ein paar Euro.

    Gruß
    Ralf
     
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