Energieverbrauch bei Fliesen auf FBH vrs. Parkett

Diskutiere Energieverbrauch bei Fliesen auf FBH vrs. Parkett im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo, bevor bei uns die Heizung berechnet wird, ist jetzt die Entscheidung fällig, was für einen Fußbodenbelag wir wollen. Man kann - auch...

  1. gundi51

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    Hallo,

    bevor bei uns die Heizung berechnet wird, ist jetzt die Entscheidung fällig, was für einen Fußbodenbelag wir wollen. Man kann - auch hier im Forum - sehr viel darüber lesen, so nach dem Motto "alles geht, nur der Frosch hüpft...", aber ich habe bisher keine belastbaren Zahlen über die Größenrelation des Mehrverbrauchs gefunden, wenn ich Fliesen mit einem Wärmedurchlasswiderstand von 0,012 mit einem andernen Bodenbelag mit einem Wert von 0,12 vergleiche. Der 10-fach höhere Wärmedurchlasswiderstand wird ja wohl kaum einen 10-fach höheren Energieverbrauch mit sich bringen, denke ich mir zumindest, sonst würde das wohl kein Mensch machen.

    Ich schwanke jetzt zwischen Fliesen für das ganze Haus (pro: Energieverbauch - kontra: kalt außerhalb der Heizperiode, Optik) und einem "wärmer wirkenden" Belag (kontra: Energieverbrauch....). Wie groß ist der Unterschied da wirklich? Da kann man sicher etwas ausrechnen....

    gundi
     
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  3. mastehr

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    Welche Art der Heizung wird benutzt?
     
  4. gundi51

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    FBH = Fußbodenheizung
     
  5. dimitri

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    Das ist ein Trugschluss. Die Fliesen werden nicht eiskalt sein, aber warm sind sie definitiv nicht. Wenn sie sich wirklich ständig warm anfühlen sollen, ist die Lufttemperatur auf Dauer für die meisten Personen nicht angenehm.

    Wir haben Fliesen, Parkett und Kork. Mit jedem Belag ist der Raum warm zu bekommen, jeder hat Vor- und Nachteile.
    Nimm den Boden der dir gefällt und der preislich passt.
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 14. Dezember 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    Wieso Mehrverbrauch???
     
  7. dimitri

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    Mehr Isolation => höherer Vorlauf => schlechtere Ausnutzung des Brennwertes. Also theoretisch ;)
     
  8. gundi51

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    Meine Information ist, dass man bei einem höheren Wärmedurchlasswiderstand höhere Temperaturen im Durchlauf haben muss. Und das verbraucht dann mehr Energie.
    Das wurde da allerdings nicht vorgerechnet, sondern ist letztlich eine "Glaubensaussage", und das Gegenteil davon habe ich auch schon als "Glaubensaussage" gelesen und gehört. Ich wüsste das nun gerne mal genau - bin eben Mathematikerin, Entschuldigung, soll nicht wieder vorkommen.....

    gundi
     
  9. Skeptiker

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    Der Energieverbrauch zur Beheizung eines Raumes hängt von den Wärmeverlusten des Raumes (u-Werte der Umfassungsflächen) und dem Lüftungswärmeverlust ab. Die schlechte Wärmeleitfähigkeit über / vor Raumheizflächen erhöht deren Reaktionszeit und limitiert möglicherweise auch die insgesamt von ihnen pro Fläche abgegebene Wärmemenge aber hat keine Auswirkung auf die benötige Heizlast des Raumes.
     
  10. Skeptiker

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    Was meinst Du bei bspw. einer Wärmepumpe mit "Brennwert"?
     
  11. #10 Alfons Fischer, 14. Dezember 2015
    Alfons Fischer

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    da hätte halt jemand sagen müssen, dass der Wärmedurchlasswiderstand des Belags maximal 0,15 (m²K)/W sein soll (fiktiv gewählte Grenze), dann wär' jetzt alles in Butter... ;)
     
  12. Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    weil die Effizienz des WE von der Heizwassertemperatur abhängt und das bei WP durchaus einen Unterschied machen kann.
    Das weißt Du aber alles und stellst einfach nur xxx Fragen...oder weißt Du´s evtl. doch nicht?
     
  13. gundi51

    gundi51

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    ????? - es geht um die PLANUNG unserer Heizung, s. o.

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  14. dimitri

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    Da hab ich, für dieses Beispiel, von mich (oder heißt es mir?) auf andere geschlossen. Die WP müsste dann eben mehr Energie aus Luft/Boden/Wasser entnehmen um die Vorlauftemperatur zu erhöhen.

    Aber welcher Wärmeerzeuger genau zum Einsatz kommt wissen wir ja nicht.
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Aber klar kann man da rechnen, aber schreibe doch bitte noch, was für ein Wärmeerzeuger (Gas, Wärmepumpe, Öl, Holz.....).

    Ein Energiemehrverbrauch kann sich ja nur aufgrund höherer Verluste in der Verteilung oder Wärmeerzeugung ergeben, denn die benötigte Energiemenge für den Raum bleibt ja gleich, egal was für ein Bodenbelag zum Einsatz kommt.
    Je höher der Wärmedurchgangswiderstand um so höher muss die Temperatur des Heizwassers sein damit die Oberflächentemperatur am Boden wieder gleich ist, und die ist ja entscheidend für die Leistung, und somit die Energiemenge die dem Raum zugeführt wird.

    Um bei Deinem Beispiel mit den 0,012 und 0,12 zu bleiben, müsste im zweiten Fall die mittl. Heizwassertemperatur etwa 7-8K höher liegen als beim ersten Fall mit den Fliesen. Aus 35/30/20 wird also etwa 42/37/20. Die Nachkommastellen vernachlässigen wir mal.

    Jetzt wäre zu überprüfen, wie sich diese 7K bei den Verlusten bemerkbar machen, auch wenn diese immer dem Haus zugute kommen (aber halt nicht dort wo ich sie möchte). Bei einem gedämmten Heizungsrohr läuft das bei 10°C umgebungstemperaturauf auf etwa 1W/lfm hinaus. Auf´s Jahr gerechnet ergibt das etwa 3kWh pro lfm Heizungsrohr, wobei hier die Rohre vom Wärmeerzeuger zu den Heizkreisverteilern gemeint ist.

    Wenn man nun noch wüsste, was für ein Wärmeerzeuger zum Einsatz kommt, dann könnte man auch dessen Verluste versuchen genauer zu ermitteln, und daraus dann Rückschlüsse ziehen, wie sich die Heizwassertemperatur bemerkbar macht.

    Ich wage mal einen Blick in meine neue Glaskugel, unterstelle, dass ein Gasbrennwerter zum Einsatz kommt, und behaupte dann frech, dass wir vielleicht über einen (theoretischen) Mehrverbrauch von 200kWh pro Jahr reden.
     
  16. #15 Ralf Dühlmeyer, 14. Dezember 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    @ Ralf ;)

    Die erste Frage ist ja schon mal die, ob sich überhaupt eine niedrigere Oberflächentemperatur einstellt.
    Denn bei geringem Bedarf an Heizwärme (des Raums) dauert es ggf. nur länger, bis die Oberflächentemperatur erreicht ist.
     
  17. flehmann

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    Werbeeinblendungen im Beiträg sind nicht von mir
    Gib bei der Heizungsplanung an welcher Belag in welchen Raum soll. Dann kann der HB / Planer anhand des Wärmedurchlasswiderstand dies mit berücksichtigen.
    Beim verlegen ist die richtige Methode zu wählen, bei FBH sollten zBsp Parkett oder Laminat am besten vollflächig verklebt werden und nicht schwimmend verlegt werden.
    Es dauert auch auf Grund des Wärmedurchlasswiderstand zBsp. bei Parkett länger, das Haus / den Raum auf die Wunschtemp. zu bringen als bei einem gefliesen Boden (frag mich jetzt bitte nicht nach der Zeit).
    Du wirst auch deswegen keine höhere Vorlauftemp. brauchen. Nur wenn es schlecht geplant ist.:D
     
  18. gundi51

    gundi51

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    Es wird ein Gas-Brennwert-Kessel mit Solarthermie für Warmwasser, da hat deine Glaskugel recht.
    Wir denken jedoch auch schon an den Nachfolger, der ja mit großer Wahrscheinlichkeit fällig wird, bevor die Rohre - und die Fliesen - hinüber sind. Dann wird ja vermutlich niemand mehr über Gas-Brennwert reden; was dann auf dem Markt sein wird, weiß auch die Glaskugel nicht....
    Ich möchte einfach verstehen, was wir da machen und was für Konsequenzen das für den Energieverbrauch hat.

    gundi
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Puuuh, jetzt wird´s kompliziert. Ich habe natürlich vorausgesetzt, dass die Heizfläche von der Verlegung gleich dimensioniert wird. Wenn diese dann eine Leistung x liefern muss, damit der Raum warm wird, und ich erhöhe den Wärmedurchgangswiderstand, dann muss ich zwangsläufig die Heizwassertemperatur höher wählen.

    Der Einfluss auf die Trägheit wäre wieder eine andere Baustelle. Dann philosophieren wir über die Temperaturleitfähigkeit. Das hat jetzt aber weniger mit der Heizwassertmepratur zu tun, sondern wenn ich auf eine FBH mit Fliesen, die passend dimensioniert ist, den Wärmedurchgangswiderstand erhöhe, dann wird der Raum niemals seine Solltemperatur erreichen und die Oberflächentemperatur kann gar nicht höher steigen.
     
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  21. #19 rechter Winkel, 14. Dezember 2015
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    Vom Gefühl würde ich auch sagen: Je besser das Haus gedämmt ist, desto weniger fällt eine geringere Wärmeleitfähigkeit des Gesamtbodenaufbaus ins Gewicht.


    Damit wären dann aber auch gleich Diskussionen wie Fließestrich oder klassisch, plastischer Zementestrich sowie verklebter oder schwimmend verlegter Fußbodenbelag hinsichtlich der wärmeleitungseffiziens obsolet.
     
  22. Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    im Grunde ganz einfach...
    Die absoluten Verluste kannst Du quasi vernachlässigen, wie es R.B. schon überschlagen hat.
    Merkliche Unterschiede auf den Energieverbrauch wirst Du bei Gas auch nicht haben, weil es einer GBWT (fast) egal ist, ob 35° oder 42° Vorlauftemp. Das ist marginal.
    Eine WP ist da empfindlicher. Im Prinzip ist es das gleiche Thema wie die Warmwasserzeugung (also Duschwasser etc.) bei der Wärmepumpe. Da versucht man auch die WW Temp möglichst niedrig zu wählen um die WP möglichst effizient zu betreiben.
    In Grenzen kann man optimieren, indem man die Verlegeabstände der FBH reduziert; das kann man aber so oder so machen; auch bei geringerem Verlegeabstande wird die VL Temp höher sein bei höherem Wärmedurnchlasswiederstand.
    Was das genau bedeutet, kann man rechnen, aber die Rechnung hängt von vielen Annhamen ab die in Realität so nicht eintreffen, dass man auch gleich schätzen kann.
    Um Dir ein Gefühl zu geben worüber man spricht.
    Geht man mal von einem üblichen EnEVmin Haus aus, dann hast Du ca. 10.000 kWh th. Heizwärmebedarf pro Jahr.
    Mit einer LWWP mit JAZ 3,5 wären das ca. 2860kWh Strom zu 0,25€/kWh = 714€
    Jetzt gehen wir davon aus, dass die WP diese JAZ von 3,5 erreicht, weil überall im Haus Fliesen sind.
    Jetzt ersetzen wir alles durch Parkett und gehen von einer ca. 8-10% schlechteren JAZ oder 0,3 Punkte aus (halte ich für realistisch)
    Dann wären wir bei 10000/3,2=3125*0,25=781€/a. Unterchied also 67€/a....gaaaanz grob überschlagen.
    Nicht nichts, aber auch nichts worüber man sich Sorgen machen muss.
     
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