Energieverbrauch der Haustechnik

Diskutiere Energieverbrauch der Haustechnik im Sonstiges Forum im Bereich Sonstiges; Hallo... Ich hoffe, dass dieses Thema hier so halbwegs hinpasst und das Thema nicht schon zu oft durchgekaut wurde. Wenn ja, kann man mich ja...

  1. Dyon25

    Dyon25

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    Hallo...

    Ich hoffe, dass dieses Thema hier so halbwegs hinpasst und das Thema nicht schon zu oft durchgekaut wurde. Wenn ja, kann man mich ja bitte darauf hinweisen, wo ich es nachlesen kann :konfusius Nachdem ich aber schon ein paar Tage im Forum herumgelesen habe (bin auf dieses etwa vor 3Jahren gestoßen) und dazu noch nix gefunden habe, könnte man dazu ja auch die Erfahrungen aus der Praxis zusammenfassen.

    Im Kern bezieht sich meine Frage auf die Größe des Energieverbrauches Moment(W/kW)/Tag(kWh)/Jahr(kWh) die die komplette Haustechnik (unvermeidbar) bezieht??
    "Inspiriert" hat mich vor allem Shai`s Forumsbau. Also die Kombination aus wasserführendem Kaminofen und Solarthermie zur Deckung des Heizwärme- und Warmwasserbedarfs. Überall laufen Pumpen, Regler, Steuerung und Steuerungselektronik. Und natürlich auch die KWL mit WRG... Inzwischen gibt es natürlich auch effiziente Umwälzpumpen etc., die den Verbrauch herabsenken. Aber mit welchem Verbrauch kann man hier grob Rechnen, damit das Haus im "Standby/ Grundbetrieb" läuft? Gibt es hierzu Praxiserfahrungen bzw. hat sich jemand mal die Mühe gemacht überall kleine Stromzähler zwischenzuschalten?

    Für mich ist das Thema "eigenes Haus/Hausbau" im Moment noch nicht so nah.. aber wer weis :bounce: Zur Zeit genieße ich die "Vorteile" einer Mietwohnung und interessiere mich für meinen eigenen Verbrauch. Ja, dieses Jahr habe ich den Versuch gestartet bei meinem Auto jede Tankfüllung zu dokumentieren um am Ende des Jahres Bilanz zu ziehen (zur Zeit steh ich nur für dieses Jahr schon jetzt bei 20k km :wow )

    Grüße..
     
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  3. mastehr

    mastehr

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    Für eine umfassende Auswertung ist mein Haus noch zu neu. Aber hier kommen mal ein paar Zahlen:

    Standby-Verbrauch Gas-Therme: 3,4 Watt
    Leistungsaufnahme KWL: 10 bis 160 Watt (je nach eingestellter Stufe, Durchschnitt wird wahrscheinlich zwischen 50 und 60 Watt liegen)
    Solarthermie für Brauchwasser: COP ~50 (für eine kWh Strom bekomme ich ungefähr 50 kWh Wärme für Brauchwasser)
    Haussteuerung inkl. PC, DSL-WLAN-Router und Switch: 73 Watt

    Nachts beträgt der Standby-Verbrauch einschließlich Kühlschrank und Tiefkühlschrank zwischen 150 und 160 Watt.
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich zwar schon viele Geräte aufgezeichnet habe, aber noch nie die komplette Haustechnik auf einmal über einen längeren Zeitraum beobachten konnte. Dafür ist einfach zu viel Kram verbaut, und die Anzahl meiner "Energiemesser" ist auch begrenzt. Zudem ist wohl in den wenigsten Gebäuden die E-Installation so vorbereitet, dass man deren Stromverbrauch zentral ermitteln könnte.

    Ich könnte Dir jetzt beispielsweise schreiben, was mein Ölkessel zuhause an Strom verbraucht, auch aufgeschlüsselt nach Regelung, Pumpe(n) und Brenner, das gleiche auch für eine LWP, oder einzelne Geräte im Haus. Solche Daten habe ich auch hier für den Betrieb, bis hin zum Kühlschrank in der Küche, aber eine Aufschlüsselung für die komplette Haustechnik, da kann ich nicht mit dienen.

    Sicher ist, diese "versteckten" Verbraucher werden gerne unterschätzt. Das erste Mal ist mir das bewusst geworden, als ich an einem meiner Ölkessel die Brenndauer so weit optimiert hatte, dass er fast den ganzen Winter durch ohne zu takten lief. Abgesehen davon, dass er mir bei der Aktion ein Flammrohr für 120,- € durchgeglüht hat, sind auch die Stromkosten um fast 20,- € gestiegen. Der Jahreswirkungsgrad hat zugenommen, so dass unter´m Strich noch ein Plus übrig blieb. Den Anteil an WW kann ich jetzt nicht auswendig sagen, da müsste ich zuhause mal nachschauen.

    Oder ein anderes Beispiel, der Kühlschrank hier im Betrieb nebenan in der Küche. Er hat eine max. Leistung von 85W, taktet, und kommt so auf ca. 358Wh über einen Zeitraum von 24h. Im Winter ist es weniger, so dass über ein Jahr betrachtet 121kWh mehr auf dem Zähler stehen. Ein Sorgenkind ist auch noch mein Fax-Server, der sich pro Tag 816Wh gönnt.

    Aber weil es um Haustechnik ging, je komplexer die Haustechnik wird, um so höher wird auch die Leistungsaufnahme und somit der jährliche Stromverbrauch. Neben Heizung und Warmwasser gibt es ja auch so Dinge wie Bewegungsmelder, Überwachungskameras, hier ein paar Sensoren, dort ein paar Controller, und selbst wenn alles auf "Stromsparen" getrimmt wird, ergibt das doch eine nicht unerhebliche Summe. Hier im Betrieb habe ich etwa 2.000kWh p.a. die ausschließlich auf Technik, stand-by, Überwachung etc. entfallen. Es lohnt also darüber nachzudenken, wo und wie man optimieren kann.

    Gruß
    Ralf
     
  5. #4 Rheinbauer, 21. August 2013
    Rheinbauer

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    Da wir einen digitalen Zähler haben der auch die momentane Leistungsaufnahme zeigt kann ich recht genau sagen was der "Standby-Verbrauch" unseres Hauses ist.

    Wir liegen zwischen 50 und 170 W (je nach Betriebszustand des Kühlschranks)

    Es laufen:
    Steuerung LWP
    5 Schaltruhren in der Verteilung bzw. steckbare
    DSL-Router
    Netzteile von 2 Laptops
    Steckernetzteile Handys 2 Stück
    5 Bewegungsmelder
    Uhr im Backofen
    6 digitale Raumthermostate

    ..ich glaube das wars

    Beim eben vergangenen Urlaub haben wir im Schnitt 88 W verbraucht, ohne LWP, PCs, Netzteile (diese waren ausgesteckt)
     
  6. Dyon25

    Dyon25

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    Danke schonmal für die Antworten!

    Die gesamte Technik aufzuschlüsseln wäre sicherlich viel zu aufwendig, obwohl das sicherlich auch interessant wäre.
    An Verbraucher wie Kühlschrank oder auch Sicherheitstechnik habe ich im Moment gar nicht gedacht.
    Wie bereits schon angesprochen wird es gerade im Bereich Passivhaus-/ Niedrigenergiehaustechnik interessat, was man dort alles im Technikraum findet. Im Vergleich zu manchem Altbestand mit zentralem Kachelofen im Häusl und DLE im Bad liegen dort Welten. Und genauere Gedanken habe ich mir auch erst gemacht, als mir nebenbei klar wurde, dass selbst wassergeführte Kaminöfen (70/30) an die "Steckdose" müssen. Ich selbst bin ja ein Vertreter der Rubrik "wenn schon eigenes Häusl, dann muss dort auch ein Feuer rein" und im Niedrigenergiehaussektor bei EFH mit einer Heizlast von max. 2-3kW muss dann auch das Gesamtkonzept passen. Die Haustechnik bzw. einfach alles, was sich im Technikraum befindet, wird dann recht komplex und "umfangreich" im Vergleich zu früher.

    Bildhaft könnte man sich auch folgendes vorstellen, dass man sein Häusl (NEH/Passivhausstandard) vom Stromnetz abkoppelt -nicht vom Trinkwassernetz- und dann schaut, wie viel Energie zum Lebenserhalt des Hauses notwendig ist, um den "Grundbetrieb" sicherzustellen. Natürlich kann man das schlecht für Wärmepumpen(Systeme) hernehmen; für alle Öl/Gas(tank)/Holz + Solarthermie basierten Systeme gewissermaßen schon. Kühlschränke lasse ich mal außen vor. Grob würde ich hier mit einer Leistungsaufnahme von ,je nach Betriebszustand, 30-300W rechnen. Vor allem für Vergleichsrechnungen, welcher Haus(technik)typ im Moment oder auch auf Dauer günstiger günstiger ist, wären diese laufenden Kosten (abgesehen von Wartung etc.) interessant.

    Zu Hause habe ich einen kleinen Zähler vor die "Heimkinoanlage" geschaltet und jedesmal wenn das Netzteil angestellt und die einzelnen Verbraucher (TV/Receiver/DVD-Player/Soundanlage) zugeschaltet werden, werden die Augen auch immer größer :wow

    Ich denke, dass meine Frage jeden zukünftigen Häuslebauer evtl. auch interessieren könnte, wenn man sich auch Gedanken um den laufenden elektr. Energieverbrauch und deren Kosten Gedanken macht. Die aufwendige Lösung wäre natürlich auch die einzelnen Produktblätter zu analysieren und aus den einzelnen Komponenten einen Verbrauch abschätzen, wobei es hier mit der Taktung schwierig werden könnte...
     
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