EnEV 2014

Diskutiere EnEV 2014 im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Hier ist ein Artikel aus dem Ingenieurblatt, der zeigt, wohin die Reise wahrscheinlich gehen wird:...

  1. #1 Thomas Traut, 14.12.2012
    Thomas Traut

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    Hier ist ein Artikel aus dem Ingenieurblatt, der zeigt, wohin die Reise wahrscheinlich gehen wird:

    http://www.schiele-schoen.de/schieleschoendata/files/divers/originals/dib_12-12_26.pdf

    Die Anforderungen an die Gebäudehülle sollen um 10 % verschärft werden. Sehr schön finde ich den Passus, dass das Bundesbauministerium eine Verschärfung von mehr für nicht mehr wirtschaftlich realisierbar hält.
     
  2. Neutal

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    Wenn man hier so die Ganzen winterlichen Tauwasserprobleme liest, ist es schlimm so schnell schon weitere verschärfungen zu verlangen.
    Die derzeitigen Dämmaufbauten werden noch von wenigen beherrscht. Wo soll die Reise denn hingehen? Sinvoller wäre ein praxisnaher Detailkatalog mit funktionierenden umsetzbaren Dämmsystemen.
    Fahre ich bei diesem Wetter durch Baugebiete und sehe die ganzen Dächer mit Fehlstellen im Schnee, so sehe ich doch das die bestehenden Anforderungen Planer und Hndwerker schon überfordern. Wenn erst die Hochleistungsdämmstoffe kommen wird es noch schlimmer.
    Wie soll die Energieeinsparung dauerhaft funktionieren, wenn der primärenergiebarf für die Herstellung der Dämmstoffe schon Mengen verbraucht. Von der Entsorgung späterer Dämmpanzer ganz zu schweigen. Ich denke der Schreibtisch in Ministerien ist der falsche Ort um sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
     
  3. #3 Thomas Traut, 14.12.2012
    Thomas Traut

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    Flocke, Deinen Beitrag verstehe ich nicht. Meinst Du, Tauwasserprobleme sind das Resultat von Dämmung? Und wer außer ein Ministerium oder unsere Volksvertreter soll Verordnungen erlassen? So schlimm finde ich die 10 % auch nicht. Das wäre noch nicht mal Effizienzhaus 70 von heute.
     
  4. Neutal

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    Die 10% sind auch noch im Rahmen. Ich sehe bei steigenden Dämmwerten nur das Problem, das eben kleine konstruktive Fehler nicht mehr toleriert werden. Eine wirklich fachgerecht eingebrachte Dämmung mit vernüntiger Luftdichter Ebene würde eigentlich für den Hausgebrauch schon reichen. Ich sehe einfach bei den derzeit bestehnden Anforderungen immer öfter das die am Bau beteiligten damit schon überfordert sind. Es wird selten ein Detail geplant und der Handwerker muß es sich irgendwie hinbasteln. Da geht es doch schon los. Meiner Meinung nach sollten die bestehenden Lösungen einfach weiter optimiert werden, Durchdringungen vermieden usw.
    Bei den Ministerien sehe ich einfach die Problematik, das die entscheidungsträger zu Praxisfremd sind. Rechnerisch bekomme ich jedes Problem in den Griff, aber ist es in der Praxis so anwendbar?
    Ich sehe bereits bei den jetzigen Anforderungen das große Problem, das die Hersteller mit ihren Systemlösungen schon überfordert sind.
    Dämmstärke ist mir egal. Ich blase die Hohlräume sowieso meistens aus, aber mit Mineralwolle wird es bei 30 cm schon sportlich.
    Schwer alles zu schreiben...ist eher ein Thema zu einer Tasse Bier oder einem Kaffee
     
  5. mls

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    wann und wo? :)
     
  6. Neutal

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    Jederzeit, ihr seid nur so weit weg.
     
  7. Taipan

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    Wäre dabei.

    Es gibt übrigens schon eine Lesefassung des Referentenentwurfes der enev.

    Im Vorwort steht nun auch endlich wessen Kind die Enev ist. Und wenn man in die EU-Richtlinie liest, steht an deren Präambel der Name einer japanischen Stadt.

    Das Bauministerium hält einen CO2-neutralen Geäudebestand im Jahr 2050 für vertretbar. Anderenfalls wäre die EU-Richtlinie gescheitert.
     
  8. #8 Gast360547, 15.12.2012
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    Moin,

    Markus, wenn Du das näxte Mal bei mir bist und wir weiter in den Westen fahren, sollten wir die Flocke zu Paul (in das dann neue Restaurant an anderer Stelle) einladen und die Tasse Bier und das Glas Kaffee nutzen ;-)

    Über die Nachhaltigkeit/die Ökobilanz von Dämmstoffdicken habe ich einige Artikel verfasst, finde die nur nicht so schnell wieder. Es ist m. E. ein absoluter Wahnsinn und nur den Rechenkünsten einiger ideologisch verfärbter Politiker/Beamter/Staatsekretäre zu verdanken, zu glauben, dass wir möglicherweise ab einer bestimmten Dämmstoffdicke sogar nocht Energie herausbekämen.
    Hochleistungsdämmstoffe bedürfen auch anderer Rohstoffe. Ist so ähnlich schick wie bei den Photovoltaikanlagen. Wir "lösen" uns vom Öl und begeben uns in die nächste Abhängigkeit bei den seltenen Erden der Chinesen.

    Flocke, die Probleme waren schon immer vorhanden, fallen jetzt aber deutlicher auf/treten jetzt deutlicher zutage.

    Grüße

    stefan
     
  9. #9 Alfons Fischer, 15.12.2012
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    ich habe mich auch schon etwas intensiver mit der neuen EnEV befasst. So wirklich neu ist die ja nicht. Außer ein paar Änderungen, zu der die Verschärfung der Anforderungen gehört. Die wird über Dämmschichtstärke, aber auch über haustechnische Änderungen erreicht. Ähnlich wie wir es schon zur EnEV 2009 hatten.
    Im Bestand soll es aber keine Veränderungen geben - dort, wo wir die größten Einsparpotentiale hätten. Es besteht immer noch die Frage, wie wir die vielen nicht energetisch sanierten Gebäude erreichen sollen?
     
  10. mls

    mls Bauexpertenforum

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    .. sind so einfach vermeidbar:
    40 cm dämmung bei neubauten - passt :D
    4 cm dämmung (wenigstens etwas) bei bestandsgebäuden - wär hi und da mein traum ;)

    die aktuell geforderte rechnerei is für die füss und den
    energiegangstern entkommt man fast nur auf eine weise:
    das passt aber nicht ins weltbild der politik und auch
    nicht der superwichtigverbände.
    immerhin: schönes beschäftigungsprogramm ;)
     
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