EnEV häufig missverstanden

Diskutiere EnEV häufig missverstanden im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Häufig bestehen nicht nur bei Bauherren hinsichtlich der Interpretation von EnEV bzw. KfW Ergebnissen erhebliche Defizite. Die EnEV/KfW Nachweise...

  1. #1 Leser112, 20.02.2017
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    Häufig bestehen nicht nur bei Bauherren hinsichtlich der Interpretation von EnEV bzw. KfW Ergebnissen erhebliche Defizite.
    Die EnEV/KfW Nachweise dienen ausschließlich primärenergetischen Vergleichen (Qualität) auf Grundlage normierter Randbedingungen, nicht zum Nachweis tatsächlicher Energieverbräuche im praktischen Betrieb (Quantität).
    Nicht ganz unschuldig hieran sind die verwendeten Begrifflichkeiten und dem Umgang damit (Energieverbrauch, Energiebedarf).
    Auch wird die EnEV häufig nicht als übergeordnetes Vorplanungsinstrument begriffen, dem eine Fachplanung auch bei der Anlagentechnik zu folgen hat, da andernfalls die vordefinierten Ziele nicht erreicht werden.

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  3. #2 Nerospeed, 21.02.2017
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    Also meines Erachtens kostet die EnEV Bauherren/Baufrauen nur unnötig Geld.

    Gruß
     
  4. #3 Andi1888, 21.02.2017
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    Selbstverständlich.
    Aber sie schont die Umwelt.
     
  5. #4 Andybaut, 21.02.2017
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    @Nerospeed,
    da wir alle keine Glaskugel haben könntest du Recht haben oder auch daneben liegen.

    Vor ein paar Jahren hatte jeder plötzlich Panik, da die Energiepreise scheinbar exorbitant stiegen.
    Nun ist ein paar Jahre Ruhe mit der Entwicklung und viele sind nun der Meinung, dass das alles gar nciht so schlimm wird.

    Wer hat nun auf Dauer gesehen Recht?
     
  6. #5 Leser112, 21.02.2017
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    Mit hoher Wahrscheinlichkeit der Kluge/ Clevere, der sich nicht naiv und unbedarft auf Verkaufsofferten von BT/GU/GÜ sowie Architekten und "Energieberatern" einlässt!
     
  7. #6 simon84, 21.02.2017
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  8. #7 Nerospeed, 21.02.2017
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    Ich bin nicht im Baugewerbe aber interessiere mich dennoch, auch zuletzt wegen meinem Eigenheim, für die Entwicklung der aktuellen Häuser.

    Eins kann ich sagen, ohne Glaskugel und ohne Doktortitel, Gas und Öl werden irgendwann exorbitant teuer werden bzw. ganz aufgebraucht sein. WWP - wer weiß schon welche Auswirkungen der Entzug von Erdwärme in der Zukunft haben wird, geschweige denn von der begrenzen Lebensdauer der WP.

    Energiesparen ist super und sollte von allen Personen gemacht werden - von Personen.

    Aber was Kostet heute im durchschnitt ein Haus mit 140qm2 Wohnfläche? Denke da liegen wir um die 250000€-280000€. Was macht das Haus nun so Teuer - leider nicht die Löhne der Arbeiter sonder die Auflagen im Bezug auf die Bauweise, Materialien und Verarbeitung. Wen bringt dies etwas - den Herstellern.

    Die eingesparten Euros bei der Energie können fast 1:1 auf die Mehrkosten des Hauses übertragen werden vgl. älterer massiver Standard zum Leichtbau-haus welches nach EnEV top ist.

    Der Kluge hat aber leider heute nicht mehr die Wahl. Der Staat sagt du musst sonst hast du kein Recht auf ein eigenes Haus.
     
  9. #8 Leser112, 21.02.2017
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    Für jedes Bauvorhaben bzw. Bestandsgebäude existiert aus wirtschaftlicher Sicht ein optimaler Dämmwert (Wärmedurchlasswiderstand) völlig unabhängig von EnEV, KfW etc.. Es kommt also auf das sinnvolle Maß an.
    Merkwürdig, dass sich Dämm-Gegner wie die Ziegelphysiker um K. Fischer im Winter einen Mantel anziehen ;-)
     
  10. #9 Leser112, 21.02.2017
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    M.E. zu kurz gesprungen. Bei aller Kritik an der EnEV, die einige Leichen im Keller hat, hat sie doch dazu geführt, dass durch bessere Dämmung der Heizenergiebedarf bei Neubauten geringer wird.

    Dass die Baukosten insgesamt steigen, wie übrigens alle anderen im täglichen Leben auch (Inflation), sollte manche Bauherren überlegen lassen, das Gebäude ein paar m³ umbauten Raumes kleiner zu gestalten.;-)

    Doch, hat er, allerdings nur wenn er klug und clever ist.
     
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  12. #10 simon84, 21.02.2017
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    Glaube das Problem bei Nachrüstung im Bestand sind eher die Rüstkosten und die Arbeitszeit.
    Ob ich dann 16cm oder 6cm WDVS anbringe macht dann das Kraut nicht mehr fett, oder irre ich ?
     
  13. #11 wurmwichtel, 12.02.2018
    Zuletzt bearbeitet: 12.02.2018
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    Das wäre ausschließlich dann der Fall wenn auch der Ernegieaufwand zur Herstellung der verwendeten Baustoffe und die Differenzen bei Transport, Lieferung und Einbau in Gänze berücksichtigt werden würde.

    Für meinen Teil fand ich die Technik von KWL-Anlagen ziemlich geil, bis ich den "Fehler" gemacht habe und mal die Armortisationszeiten Pi mal Daumen überschlug.
    Unter 70 Jahren läuft da nichts. Realistisch geht's wohl eher bei 90 Jahren los - wirtschaftlich absoluter Irrsinn!
    Allerdings haben Anwohner von Hauptverkehrsstraßen und Allergiker einen exorbitanten Komfortgewinn. Bin allerdings weder der eine, noch der andere.

    @Leser112
    Vergleiche mal die Rohbaukosten eines heute nach der Wärmeschutzverordnung von 1995 imaginär erstellten Gebäudes mit einem, dass die EnEv erfüllt.
    Der Rohbau nach EnEV kostet etwa das Doppelte - demgegenüber stehen Heizkosteneinsparungen von nicht mal 30% und man merkt welche Lobby da gearbeitet hat weil wir von ein paar hundert Euro pro Jahr weniger gegenüber einigen Zehntausend Euro mehr Sprechen.
     
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