Entscheidungshilfe -- gute Dachdeckung, schlechter Unterbau

Diskutiere Entscheidungshilfe -- gute Dachdeckung, schlechter Unterbau im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo in die Runde, für mein privates Projekt (sollte so in 10-12 Monaten losgehen) suche ich nach Meinungen und frage mal ganz spontan "wie...

  1. #1 trockener Bauer, 28.01.2021
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    Hallo in die Runde,
    für mein privates Projekt (sollte so in 10-12 Monaten losgehen) suche ich nach Meinungen und frage mal ganz spontan "wie würdet ihr es machen?"

    Es ist ein altes Haus in dem jede Generation immer nur oberflächliche und notwendige Reparaturen und Veränderungen durchgeführt hat. Gründe waren nicht nur Kosten sondern vor allem, weil es immer voll bewohnt war.
    Ab Sommer gehört es mir und steht erstmal leer. Chance also, endlich auch Kernsanierungen durchführen zu können.

    Mein größtes Sorgenkind, das Dach! Hier wurden vor 12 Jahren neue Naturschiefer eingedeckt (ca. 30m²). Dachstuhl und Dachbalken wurden jedoch teilweise alt belassen und teilweise zwischen den alten Sparren dünne neue Sparren einfach eingeschoben. Die alten Sparren sind stark vom Holzwurm zerfressen (ist aber nicht mehr aktiv, wurde irgendwann mal ausgeräuchert). Die neuen Sparren sind allein zu schwach und machen alles nur wellig. Das ganze Dach ist eine Laola-Welle.
    Dachdecker und Zimmermänner die schon da waren meinten, das Holz wird schon noch 30-40 Jahre halten. Das ist mir eigentlich zu wenig, zumal ich eben umfängliche ausbauen will.

    Was würdet ihr tun?
    Neues Dach und die eigentlich sehr guten Schiefer in die Tonne werfen? (Die Eindeckung kostete damals wohl um die 15.000€)
    Gibt es eine Möglichkeit die Naturschiefer abzunehmen und erneut zu verwenden? Bei Ziegel geht das, aber Schiefer stelle ich mir schwerer vor.

    zur Info, falls relevant: Es ist ein Kehlbalkendach mit liegendem Dachstuhl. (Hoffe das ist richtig formuliert. bin Trockenbauer und kein Zimmermann/Dachdecker.)
     
  2. #2 trockener Bauer, 08.02.2021
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    Keiner eine Idee? Besser gesagt, eine Meinung?

    ich weiß, ist keine technische Frage, daher kann es nur subjektiv bewertet werden.
     
  3. Skogen

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    Unsubjektiv :D: den Schiefer bekommste im Guten nicht ab. Ist doch genagelt vermute ich jetzt mal, klar, gibt ja auch von rad-check (ich weiß, wird anders geschrieben) ein System. Da die ganzen Nägel einzeln rauszupfriemeln, das ist doch ne Strafarbeit und außerdem unbezahlbar, wennste das machen lässt.

    Frage ist ja auch, wie groß ist der Dachstuhl? marke Scheune oder Marke Gartenhaus?

    Und irgendwann kommst Du an dem Punkt an, wo Du überlegst, alles neu zu machen. Ich habe genügend Leute weinen sehen, die urplötzlich feststellten, daß eine Kernsanierung eben halt nicht günstiger ist. Kommt natürlich auch immer aufs Gebäude an...
     
  4. #4 Andreas Teich, 08.02.2021
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    Wenn die Schalung unter den Schieferplatten ok ist kannst du doch überall neue, höhere Sparren seitlich an die alten schrauben, womit du eine ebene Innenfläche bekommst und genügend Dämmraumhöhe.
    Evt statt den geschädigten alten Sparren dickere Lattung verwenden und an diese seitlich die neuen Sparren befestigen-
    die Möglichkeiten sollten vor Ort beurteilt werden.

    Zur Dämmung müßten die Dachflächen bei Vollsparrendämmung genügend besonnt sein, um Rückdiffusion zu ermöglichen-
    ansonsten eine auch nach oben offene Hinterlüftungsebene schaffen
     
  5. #5 Fabian Weber, 08.02.2021
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    Also die Laola-Welle außen fände ich persönlich ja sogar viel schöner, als ein komplett totes neues Dach. Gerade bei Schiefer, sieht das doch super aus. Warum sollten Altbauten immer wie neu aussehen?

    Ich würde auch eher von unten den Dachstuhl ertüchtigen, wenn es denn überhaupt sein muss.

    Die Schiefertafeln kann man schon schadensfrei wieder abnehmen, ist aber bisschen Arbeit. So eine Baustelle haben wir auch gerade, wo uns der Denkmalschutz das vorschreibt.
     
  6. #6 trockener Bauer, 09.02.2021
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    Danke für eure Meinungsbeteiligung.
    Vielleicht noch ergänzend: Es ist ein altes Bauernhaus, das Dach also "so groß wie ein Scheunendach". Ich sehe gerade, ich habe quatsch geschrieben. Es sind ca. 16m Trauflänge und ca. 6m Ortganglänge. Also insgesamt fast 200m² Dachfläche. Das wurde früher wie üblich als Heuboden genutzt; daher wahrscheinlich auch als Kehlbalkendach mit liegendem Dachstuhl ausgeführt, da es somit keine Ständer in der Mitte braucht. Diese Dachform hat für mich jetzt natürlich den Nachteil, dass die Streben und Riegel des Dachstuhls relativ weit in den Raum ragen.
    Aber Innenausbau, Dämmung, Nutzungsänderung, usw. weiß ich natürlich selbst, wie man das macht.

    Die Schiefer sind alle genagelt auf Schalung; Unterspannbahn vorhanden. Ich kann mir schon vorstellen, dass man die Schiefer einzeln sorgsam wieder runterbekommt. Aber bei 200m² dauert das sicher seine Zeit; egal ob durch Firma oder selbst mit Freunden.

    Ich stelle mal ein Bild des Dachaufbaus von wikipedia ein. Wenn ich wieder vor Ort bin, mache ich mal Fotos speziell von den alten und neuen Sparren.
     

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