Entwässerung Abwasser Rohrverlegung außerhalb von Gebäude

Diskutiere Entwässerung Abwasser Rohrverlegung außerhalb von Gebäude im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo... Für unser Bauvorhaben haben wir (Schwiegervater Bauingenieur / Ich Elektrotechniker) einen Entwässerungsplan erstellt. Hierbei haben...

  1. astefan

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    Hallo...

    Für unser Bauvorhaben haben wir (Schwiegervater Bauingenieur / Ich Elektrotechniker) einen Entwässerungsplan erstellt. Hierbei haben wir uns an folgende Vorgaben gehalten: Gefälle min. 2% max. 5% oder ein Gefälle > 100% bei einem Rohr DN150. Somit kamen wir mit 3 Schächten aus.

    Im Grundstück existiert ein Höhenunterschied von ca. 10m bis zur Einleitung in das städtische Entwässerungssystem.

    Aus diversen Gründen (Schichtwasser etc.) hat sich unser Erdbauer nicht an die Vorgaben gehalten und hat u.a. Gefällstrecken mit 8% und 15m Länge verbaut.

    Beim letzten Teilstück sollte er sich an die Vorgabe halten und das Rohr zwischen zwei Schächten mit einem gleichmäßigem Gefälle von ca. 65% verlegen (geplant waren hier ursprünglich 100%, dies war aber nun nicht mehr machbar).

    Heute präsentierte er eine Maßnahme die wir nicht richtig einschätzen können:
    Zitat aus eMail:"...wir haben die Kanalarbeiten abgeschlossen. Allerdings konnten wir die letzten paar Meter nicht ganz so herstellen, wie vorher besprochen. Im Weg war ein sehr grosses Betonfundament, das wir nicht entfernen konnten. Deshalb sind wir unter dem Fundament durch. Nach Rücksprache mit meinem bekannten Mitarbeiter bei der H.... Stadtentwässerung, sah er kein Problem, hier eine so genannte „Bremse“ einzubauen. Wir haben über eine Länge von 4m, das Gefälle auf 2,5% runter gefahren und dann wieder auf über 70% angezogen. Das Gelände haben wir wieder einplaniert..." Zitat Ende

    Nochmals zum Verständnis: Das Rohr tritt nun aus der Schachtsohle des höher gelegenen Schachtes mit einer Neigung von 70% heraus. Die Länge dieses Stückes müsste bei ca. 4-5m liegen. Dann folgt ein Knick mit zwei Winkel-Formstücken auf ein leichte Gefälle mit 2,5%. Dies ist dann 4m lang. Dann geht es mit zwei Winkelstücken wieder auf ein Gefälle von 70% und 5m über.

    Nach einem Telefonat kam die Aussage "alles in Ordnung, das machen wir seit 30 Jahren so ...". Ist da wirklich alles in Ordnung? In der DIN 1986-100 und DIN 752 finde ich keine entsprechenden Hinweise...

    Darf man Rohrleitungen willkürlich in der Neigung ändern?

    Für fachkundige (!) Hinweise bin ich sehr dankbar.
     
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  3. #2 Manfred Abt, 9. April 2009
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    fachkundig ja, aber mit diesen Gefällen haben wir keine Erfahrungen, bei solchen Höhendifferenzen bauen wir Absturzschächte. Welche Rohre denn? We verbunden? Bleiben die überhaupt dauerhaft in ihren Muffen?

    Lösung "sehr steil" -> "Bogen" -> "flach" -> "wieder Bogen" -> "wieder sehr steil" scheint mir auch hydraulisch/verstopfungstechnich nicht gerade ideal.

    Aber nochmal: mit solchen Konstellationen keine Erfahrung.
     
  4. #3 moses1980, 9. April 2009
    moses1980

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    Das ist ja mal ein Gefälle :respekt
    Habe ich bis jetzt noch nie gesehen.

    Ich weiß nur, dass hier im Norden das Gefälle zw. 1% und 2% liegen darf.
    Das Problem bei starkem Gefälle ist, dass das Abwasser "schnell" ablaufen kann, aber die "Feststoffe" bleiben stecken, und somit ist eine Verstopfung vorprogramiert. Genauso ist es, wenn die Leitungen unter 1% liegen, da laüft dann fast nichts mehr ab.

    Wie mein Vorredner, würde ich eher mit Abstürzen arbeiten.
    Aber wieso fragst du nicht bei den Stadtwerken oder Wasserverband nach (wo du hin entwässerst)? Hier bei uns wird die Abwasserleitung vorm Verfüllen des Rohrgrabens, abgenommen.

    Gruß
     
  5. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Ob das im Sinne des Erbauers des Fundamentes und des Betreibers der Rohrleitung ist?
    Sackungen / Setzungen / Hohlräume / ...
     
  6. Gruener

    Gruener

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    Ich kenne es von den Abwasser Leitungen der Straße das dort im Promill bereich verlegt wird und nicht in Prozent. Mir wurde erklärt da sonst die Schleppleistung des Wassers zu gering sei. bei den Prozentangaben würde alles dünne wegfließen und alles größere liegen bleiben.
    Oder reden wir von Regenwasser?
     
  7. alex2008

    alex2008

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    unter einem Fundament durch? Ein Fundament für Was? Dass wäre euch bei der Planung doch sicherlich aufgefallen.

    Und auch bei uns wird bei zu großem Höhenunterschied mit Absturz und Untersturzschächten gearbeitet.
    Reinigungstechnisch könnten solche starken Gefällewechsel die man sicherlich mit Bögen realisiert hat durchaus Probleme verursachen.
     
  8. #7 wasweissich, 10. April 2009
    wasweissich

    wasweissich Gast

    ja ber man hat 2 schächte eingespart , ist doch toll!!!:mauer
     
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  10. ISYBAU

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    Zunächst handelt es sich um eine Abweichung vom Vertrag! Die geschuldeten Eigenschaften (Gefälle nach Plan) ist nicht vorhanden. Aber lassen wir das vertragliche aussen vor.

    Diesen großen Höhenunterschied muss man natürlich überwinden.
    Das Problem dürften hier primär die konventionellen Rohrverbindungen sein, das Schichtenwasser das im Kanalgraben fliessen wird und mögliche Schäden wegen fehlender Rohr- bzw. Grabensicherungen. Hier hätte sich eine Freispiegel(druck)rohrleitung als Rollenware angeboten.
     
  11. #9 moses1980, 11. April 2009
    moses1980

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    Ob die Gefälleangaben in Prozent oder Promille sind, ist doch egal!
    Hier wird der Hauptkanal normalerweise zwischen 0,3 % und 0,5% verlegt.

    und eine Druckentwässerung (ink. Kleinpumpwerk) wäre eine nette Alternative.
    Aber dafür müsste man sich eine Übersicht machen. Hast du Pläne - die du hier einstellen kannst?

    Gruß
     
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