Entwässerung Auskofferung

Diskutiere Entwässerung Auskofferung im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, Forum, schon wieder ein neues Problem: wie entwässert man sinnvoll einen ausgekofferten Bereich, der von allen Seiten mit 1,5-2,8m hohem...

  1. #1 Wolfgang C., 10. März 2003
    Wolfgang C.

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    Hallo, Forum,

    schon wieder ein neues Problem: wie entwässert man sinnvoll einen ausgekofferten Bereich, der von allen Seiten mit 1,5-2,8m hohem Gelände umgeben ist (siehe Bild)? Der ausgekofferte Bereich ist etwa 8*3m groß, die Fenster/Türen in der Hauswand zu diesem Bereich sind größtenteils bodentief.

    Im Bild rechts verläuft die Straße mit dem Abwasserkanal, links ist Bebauungsrenze, da gibt es keinen weiteren Kanal. Der Untergrund gilt als schlecht versickerungsfähig.

    Erschwerend kommt noch hinzu, daß die eine Dachhälfte nach links abläuft und ebenfalls in irgend einer Form nach rechts in den Regenwasserkanal entwässert werden muß. Im Augenblick ist eine 5000l-Zisterne geplant, von der 3500l als Regenpuffer dienen sollen. Im Falle des Überschreitens der 1500l-Marke soll per Gartenpumpe das anfallende Regenwasser in den Kanal entwässert werden.

    Hat jemand eine Idee, wie man dies in den Griff bekommen kann?

    Gruß aus Rheinhessen
    Wolfgang C.
     
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  3. Josef

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    dem kann ich nicht folgen

    so wie ich das rauslesen wollen Sie mit der Bodenplatte eben rausgehn ??? ... kann doch gar ned sein ? ... "sorry" ich versteh die Frage nicht :mad: ... um welche Entwässerung geht´s den eigentlich Abwasser/Regenleitung oder um die Drainung ???

    MfG
     
  4. #3 Wolfgang C., 10. März 2003
    Wolfgang C.

    Wolfgang C.

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    Aaaalso...

    ... es geht eigentlich um zwei Probleme.

    Eins zur Klarstellung: die Baugrube ist für sechs Reihenhäuser, das hinterste, etwas erhöhte ist (wird) unseres.

    Das erste Problem betrifft die Dachentwässerung: das Regenwasser von rund 50m² Dachfläche wird aufgrund der Dachneigung nach links ablaufen. Da hier aber kein Kanalanschluß liegt, muß ich das Wasser irgendwie auf die Seite rechts im Bild bringen. Aufgrund der geplanten Auskofferung hätten wir einen Niveauunterschied von über 4m zu überwinden, wenn das Regenwasser frostfrei unter dem ausgekofferten Bereich geführt und anschließend über die Rückstauebene gehoben werden soll. Laut Bauträger bereitet dieser Höhenunterschied bei der anfallenden Wassermenge bei einem heftigen Wolkenbruch Probleme.

    Das zweite Problem betrifft den ausgekofferten Bereich: wir werden auch das Kellergeschoß zu Wohnzwecken nutzen, deshalb haben wir davor einen größeren ausgekofferten Bereich vorgesehen. Das Niveau dieses Bereiches wird 15cm unter dem KG-Fußboden liegen. Aber aufgrund der Größe der Auskofferung und der Beschaffenheit des Untergrundes könnten die 15cm Höhendifferenz bei einem Wolkenbruch voll laufen und das Wasser ins KG schwappen. Baden tue ich aber lieber in der Badewanne....

    Meine Überlegungen: eine 5000l-Zisterne, von der 1500l zur Gartenbewässerung genutzt werden sollen, die restlichen 3500l sollen als Speicher für einen Sturzregen genutzt werden. Damit müßte das erste Problem doch etwas entzerrt werden, oder?

    Und zum zweiten Problem: der Boden ist zwar zur Versickerung kaum geeignet, aber wenn ich darauf eine Kiesschicht aufbringen lasse, darauf Pflanzsteine (ohne Inhalt!) stelle und diese mit einem gut wasserdurchlässigen Terrassenboden (z.B. Holzbretter) versehe, dann habe ich doch einen großen Wasserspeicher (über 160l/m²), den ich dann über eine kleine Hebeanlage langsam wieder leeren kann. Könnte man auf diesem Wege etwas erreichen?

    Gruß aus Rheinhessen
    Wolfgang C.
     
  5. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Jetzt hab´s ich kapiert

    die Dachentwässerung dürfte aber von Nivau her noch passen das Sie mit Gefälle noch in den Regenkanal einleiten können und sollen ... Frosttiefe hin- oder her im Gefälle verlegt bleibt da ohnehin kein Wasser in der Leitung 70-80cm am linken Eck und ab damit in den Regenkanal ... wär mein Vorschlag zur Dachentwässerung (!)
    -
    Teil 2 der Kellerbereich ... ne heisse Geschichte was Sie da vorhaben ... das geht nur mit nem druckwasserdichten Sickerschacht samt Boden der mindest 1,00m unter der Bodenplatte ein paar Meter vom Gebäude entfernt anzuordnen ist ... in den Sickerschacht 2 wasserdichte DN 100 Einlaufmuffen einbauen lassen ... die erste liegt knapp über den Boden die zweite ca. 60cm über den Boden ... in die unterste kommt die Drainung rein ... etwas Riesel bis OK Drainung da drauf ein Vlies danach ca. 30cm Riesel drüber noch ein Vlies und und wieder Riesel bis UK oberer Einlauf und da drauf kommt eine Pumpe mit Pfeifton die das Wasser über KG-Rohre in die oben genannte Dachentwässerung pumpt ... zur Sicherheit würde ich noch ne zweite Pumpe etwas höher einbauen ... denn wenn die eine Pumpe ausfällt bzw. die Menge nicht packt ertrinken Sie im Keller (!)
    -
    Ahja die Zysterne ... bitte weiter rechts die hat nichts aber rein gar nichts vor der Dachentwässerung bzw. an der Kellerbodenentwässerung zu suchen (!)


    MfG
     
  6. Oliver

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    also ...

    soll das bedeuten, dass der Abwasserkanal ein höheres Niveau hat als der niedrigste Punkt Ihrer Abwasserführung ?

    In Ba-Wü zumindest muss man für das Baugesuch einen Entwässerungsplan mit vorlegen.

    Gruß
    Oliver
     
  7. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Papier ist geduldig

    klar steht sowas für gewöhnlich im Entwässerungsplan ... und draussen auf der Baustelle kommt das böse Erwachen (!) ... hier geht es nicht um´s Schmutzwasser ... hier geht´s um die Drainung samt Tagwasserablauf für die Kellerterrasse ;)

    MfG
     
  8. Oliver

    Oliver

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    vielleicht bin heute abend ...

    etwas schwer von Begriff, wie aber kommt anfallendes Grauwasser vom KG in die Kanalisation ?
    Denn wenn ich das wegbringe, dürfte das andere kein Thema sein.
    Stimmit übrigens mit dem Entwässerungsplänen ... :winken
     
  9. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    ja da hat ich auch mein Problem

    bis ich verstanden haben ... der Wolfgang will im Keller eben rausgehn ... sprich er hat ne Art Terrasse vor dem Keller und die gilts zu Entwässern ... "ABER" ich seh noch ein anderes Problem !!!!!! ... ich hoff es gibt ne Frostschürze für die Bodenplatte für diesen Bereich ?????????????????


    MfG
     
  10. #9 Wolfgang C., 10. März 2003
    Wolfgang C.

    Wolfgang C.

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    J.T.: Jetzt hab´s ich kapiert - Wolfgang C.: ich aber nicht!

    Tja, schön, wenn es so einfach wäre. Die hintere Wand gehört nicht mehr zu meinem Grundstück, deshalb kann ich dort kein Regenrohr entlanglegen. Und in Hinblick auf Oliver's Beitrag: es bleibt keine Alternative, als das Regenwasser zu heben. Der Regenkanal liegt relativ hoch. Bei den Mittelhäusern muß das Regenwasser der Südseite (im Bild links) durch das Haus (Keller) geleitet werden und dann dennoch wieder über die Rückstaueben gehoben werden.
    -
    Verstehe ich recht? ein 100m tiefer Schacht für 2 Rohre DN 100? Das ist ja nicht bezahlbar! Schon für eine Soleleitung muß man ja rund EUR 50,- pro Meter Tiefe rechnen! Oder sollten das 100cm sein?

    Verstehe ich absolut nicht. Unten läuft das Wasser 'rein, und dann soll es durch Riesel (Kies? Sand?) und Vlies hochgesaugt und abgepumpt? Irgend wie kapiere ich das einfach nicht!

    Backup auf jeden Fall! Ich gehe doch nicht das Risiko ein, im Schlafzimmer meinen Freischwimmer zu machen!

    @Oliver: wie das mit dem Entwässerungsplan in Rheinland-Pfalz ist, weiß ich nicht - ich bin ja nur Käufer und nicht Bauherr...

    Gruß aus Rheinhessen
    Wolfgang C.
     
  11. #10 Wolfgang C., 10. März 2003
    Zuletzt bearbeitet: 10. März 2003
    Wolfgang C.

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    Re: Papier ist geduldig

    Korrekt!

    Grauwasser wird über eine Hebeanlage im Keller entsorgt; es gibt aber einen eigenen Regenwasserkanal, anfallendes Regenwasser darf nicht in den Schmutzwasserkanal eingeleitet werden.

    Ebenfalls korrekt!

    Gibt es! Betonwand und 10cm Polystyrol WLG 035.

    Gute Nacht
    Wolfgang C.
     
  12. Josef

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    sollte natürlich

    1,00m heissen ... die Vlies-Rieselpackung dient dazu den Drainwasserschmutz auszufiltern ... ist aber ein Klacks wenn man´s weiß wie gemacht werden soll.
    -
    des mit den Frostschürzen hab ich jetzt nicht verstanden ... damit die Bodenplatte nicht auffriert gehört ne Betonschürze "unter" die Bodenplatte klar gehört die auch gedämmt ... ist das so ?
    -
    ja wenn das Nachbar´s Seite ist dann wird "NUR" die Radikalkur helfen ... mitten durch durch den Keller mit der Regenleitung ... "Obwohl" das eigentlich das letzte ist was man machen sollte.


    MfG
     
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  14. Josef

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    ne alternative

    zu mitten durch Haus wäre natürlich ob man mit nem tiefen Sickerschacht (bis sickerfähig) nicht doch im Garten entwässern könnte ... "ABER" dazu müsst man die Gegend bzw. den Boden kennen bzw. die Zustimmung der Behörden haben (!)

    MfG
     
  15. #13 Wolfgang C., 11. März 2003
    Wolfgang C.

    Wolfgang C.

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    Re: sollte natürlich

    Ok, dann hab' ich's doch noch verstanden... Welche Pumpe könnte man einsetzen? Reicht da eine dauerlauffähige Schmutzwasserpumpe, wie sie teilweise zum Abpumpen überfluteter Keller eingesetzt werden? Oder muß das so eine teure Hebeanlage werden?


    Korrekt. Unter die Bodenplatte im ausgekofferten Bereich kommt die Betonschürze, auf die dann die 6 oder 10cm Dämmung (noch offen) aufgebracht wird.


    ... und machen will! Wie gesagt: im Keller sollen Wohnräume, insbesondere unser Schlafzimmer, untergebracht werden. Wenn dann bei jedem Regen das Wasser im Rohr am Kopf vorbeirauscht, ist das nur ziemlich suboptimal! ;)


    Bis ein Gutachten zur Versickerungsmöglichkeit erstellt und die Genehmigung der unteren Wasserbehörde erteilt ist, hab' ich wahrscheinlich einen Bart bis zum Boden. So lange halte ich das nicht mehr aus - wir hinken ja jetzt schon ein halbes Jahr hinter dem Terminplan her!

    Viele Grüße aus dem - ausnahmsweise etwas trüben - Rheinhessen
    Wolfgang C.
     
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Entwässerung Auskofferung

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