Entwässerungsfugen und Terrassenniveau?

Diskutiere Entwässerungsfugen und Terrassenniveau? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; So, unser Häusle ist fertig... Parkett fehlt noch und ein wenig Außenanlagen aber fertig (und abgenommen) ist die Sache. Nun hat uns bei der...

  1. Rogalon

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    So, unser Häusle ist fertig... Parkett fehlt noch und ein wenig Außenanlagen aber fertig (und abgenommen) ist die Sache.

    Nun hat uns bei der Abnahme der Bauleiter darauf aufmerksam gemacht, dass er die Arbeit unseres Gartenbauers nicht ganz ideal findet. Er macht sich zwar keine großen Sorgen dass was passiert - ideal wäre es aber nicht...

    Der Knackpunkt - wir haben ein zweischaliges Mauerwerk mit Kerndämmung und Entwässerungsfugen (Z-Folie und Schwarzanstrich). Der Galabauer hat die Terrasse nun so angelegt, dass OK Terrasse zu OK Estrich nur ca. 4cm Unterschied aufweisen. Die Terrasse verläuft knapp 8m an einer Hauswand entlang.

    Durch die Höhe der Terrasse sind die Entwässerungsfugen teilweise von den Terrassensteinen die direkt am Haus liegen zu 50-80% verdeckt. (OK Terrasse bis OK Entwässerungsfuge ca. 2-5cm).

    Dadurch - so der Bauleiter - könne das Abfließen des Wassers verhindert werden, sich hochstauen und im schlimmsten Fall ein Feuchteschaden entstehen. Den Gartenbauer habe ich drauf angesprochen - er sagt das sei alles fachgerecht, Stand der Technik und sicher weil...

    Die Terrassensteine (ca. 6cm starke Betonsteine) liegen unverfugt auf einem Bett aus ca. 10cm Split. Alles Wasser was aus den Entwässerungsfugen läuft könne in den Split laufen und dort ungehindert abfließen. - Also keine Gefahr für's Haus.

    Mir leuchtet das erst einmal ein - aus diesen Entwässerungsfugen dürften ja eigentlich keine Sturzbäche fließen - trotzdem macht man sich jetzt erst einmal sorgen. Soll der Gartenbauer das tatsächlich alles rückbauen (was mit hohen Kosten verbunden wäre) oder kann man das so lassen. Der Gartenbauer hat angeboten zur Not die Steinreihe am Haus noch einmal zu entfernen und entsprechend zu kürzen, so dass die Steine die Entwässerungsfugen nicht mehr verdecken - sieht zwar ein wenig doof aus, ginge aber. Wäre das eine notwendige Maßnahme?

    Dank und Grüße, R.
     
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  3. Rogalon

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    Niemand eine Idee? Wichtig wäre vor allem die Frage - hat der Gartenbauer eine DIN verletzt indem er die Entwässerungsfugen teilweise überdeckt (nicht verstopft) hat und kann der Bauträger daher die Gewährleistungen für Feuchteschäden in der betreffenden Wand ablehnen?
     
  4. sepp

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    der bauleiter hat recht.
    die terrasse muss 15cm unter der oberkante der vorhandenen abdichtungen der türen, aussenwände, etc angelegt sein, wenn keine überdachungen oder rinnen angelegt sind die das maß auf 5 cm zulassen.
     
  5. #4 wasweissich, 5. September 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    wir wissen nicht , was du wie bestellt hast ......... (meist ist es der wunsch der bauherrin , die terrasse höher zu legen , als vorgeschrieben.......)
     
  6. Rogalon

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    Würde ich so erstmal nicht sagen. Wir haben den Gartenbauern gefragt, wie er es machen würde und er hat vorgeschlagen auf das entsprechend höhere Niveau zu gehen. Er würde das immer so machen und das sähe gut aus (tut es auch - aber darum geht's nicht). Hätte uns jemand vorher gesagt, dass das im Nachhinein Probleme wg. Gewährleistung gibt, hätten wir's nicht so haben wollen.

    Aber abgesehen davon - mir fehlt ehrlich das Verständnis wo es überhaupt zu Problemen kommen könnte. Ich habe als Test einfach mal einen 10 Liter Eimer Wasser direkt an einer der Entwässerungsfugen abgekippt - der ist restlos und sofort in die Splittschicht gelaufen und innerhalb weniger Sekunden darin versickert. Und darum geht's doch letzten Endes - oder?

    Oder übersehe ich einen wichtigen Punkt?
     
  7. Rogalon

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    Bei uns hätten wir ja teilweise nur 1cm... Dann aber mit dieser im Prinzip Wasserdurchlässigen Terrasse was laut Gartenbauer dann wieder in Ordnung ist. Wie steht ihr dazu? Terrassentüren sind auch überdacht - da also eher kein Problem.

    Der Rest hat den normalen Dachüberstand. Das geht dann wohl eher nicht... Hmmm - hätte uns da der Gartenbauer nicht drauf hinweisen müssen? Können wir einen Rückbau fordern (obwohl wir seinem Vorschlag mit der Terrasse auf das hohe Niveau zu gehen zugestimmt haben) oder wäre das unverhältnismäßig. Um dem BL entgegenzukommen hat der GB schon das Angebot gemacht, an den Entwässerungsfugen die Terrassensteine einzuschneiden, so dass die Entwässerungsfugen komplett frei liegen und darunter die 7cm Splittschicht beginnt.

    Und wie ist in dem Zusammenhang dieser Link zu sehen? (Zitat: "[Anmerkung: Reine Entwässerungsfugen hingegen, dürfen sogar unter Gelände angeordnet werden, solange das Entwässern aus diesen Fugen nicht behindert wird. Dieses wäre z.B. der Fall, wenn die Fugen in einen Grobkiesbeet entwässern würden.]")
     
  8. sepp

    sepp

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    da der gartenbauer nicht weiss bis zu welcher höhe die z-abdichtung geht, ist das anlegen dieser höhe auch mit vorsicht zu geniessen.
    die infos von mark sind auch fachlich richtig, was aber fehlt ist die oberkante der dahinterliegenden abdichtung, die darf nicht unterhalb gelände liegen.
    (weiterlesen!, was die entwässerung der fugen angeht)
    das ist AUA!
    wer berufsmäßig terrassen anlegt muss wissen, welche richtlinien gelten.
    daß bei deinem selbstversuch das wasser schön abgelaufen ist - schön- aber du weisst nicht ob das dahinterliegende mauerwerk feucht geworden ist und bei dauerregen oder schnee keine spuren im innern hinterlässt.
     
  9. sepp

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    der hat keine ahnung von der materie. selbst beim holzbelag ist die wasserführende schicht die oberkante belag.
     
  10. Rogalon

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    Das ist richtig. Er weiß das nicht (haben wir ihm auch nie sagen sollen/müssen). Von meinen Fotos aus der Bauphase kann ich aber rekonstruieren, dass diese schwarze Plane so etwa 15cm über OK Entwässerungsfugen endet. Das wäre doch dann schon einmal gut - oder?

    Ok - diese schwarze Folie verläuft doch von der UK der Entwässerungsfugen schräg einmal durch die Dämmschicht nach oben und endet am "Innenmauerwerk". Dort endet sie bei uns ca. 15cm über OK Gelände.

    Darunter ist noch ein Schwarzanstrich der etwa. 10cm über OK Gelände enden dürfte. Richtig ist aber - das alles wusste der Galabauer nicht.

    Da gebe ich Dir recht - bringt mich zu der Frage... Kann ich den Galabauern auffordern das alles wieder rückgängig und neu zu machen? Das wäre mit erheblichem Aufwand verbunden weil er ja dann nicht nur die Terrasse sondern den ganzen Mutterboden neu herstellen (auf ein anderes Niveau bringen) müsste.

    Was den Schaden angeht - da fehlt mir immer noch etwas die Vorstellungskraft - bei Dauerregen oder Schnee schützt uns doch der Schwarzanstrich (ca. 10 cm) und die Folie (ca. 15cm). Oder kann das im Inneren tatsächlich soo hoch steigen? Wo ist denn da die Gefahr?
     
  11. Rogalon

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    Ich poste gleich mal ein paar Fotos aus der Bauphase.
     
  12. Rogalon

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  13. sepp

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    wenn ok gelände = ok terrasse ist und die abdichtung der z-folie 15 cm darüber liegt (und die abdichtung der wand dicht mit der folie verbunden ist) ist scheinbar alles im grünen bereich.
    allerdings ist die türanschlußhöhe immernoch ein kritischer weil nicht bekannter punkt.
     
  14. sepp

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    wenn ich richtig sehe, ist die dickbeschichtung nicht bis zur höhe der ok z-folie eingebaut - > kritisch in deinem fall.
    was passiert mit dem wasser welches unter der folie an das tragende mauerwerk läuft?
     
  15. Rogalon

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    Stimmt - OK Dickbeschichtung (Schwarzanstrich?) beginnt etwa 5cm unter OK Z-Sperre. Ist das ungewöhnlich? Oder gar ein Fehler? Unser Baubetreuer hatte daran nichts auszusetzen.
    Und warum wäre das speziell bei uns ein Problem? - Wäre das dann nicht auch sonst problematisch?

    Und am wichtigsten - was würdet ihr tun, um das Problem endgültig zu beheben? Eine komplette Absenkung des Gartens wäre kosten- und aufwandsmäßig wohl der Supergau.

    Dank und Grüße schonmal...
     
  16. Rogalon

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    Da fällt mir ein (Achtung - hier spricht der wahre Baulaie...) - in meinem ersten (dem oberen) Foto sieht man ja von außen am Verblender zwei Folien. Die untere ist das, was ich bisher für die Z-Sperre gehalten habe (die Plane auf dem zweiten Bild).

    Was müsste denn die obere Folie sein die man zwischen den Verblendern durchstecken sieht... (drei Steinreihen über der unteren Folie)?
     
  17. Rogalon

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    Nochmal ein Foto von der Beschichtung...

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  18. Rogalon

    Rogalon

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    Ok - aktueller Lösungsvorschlag des Galabauern. Platten die direkt am Haus liegen entfernen, kürzen und eine Entwässerungsrinne einbauen. Was wäre davon zu halten? Die Lösung den ganzen Garten wieder abzusenken ist einfach extrem teuer, so dass wir nach einer vernünftigen Alternative suchen müssen.
     
  19. wasweissich

    wasweissich Gast

    eine vernünftige und fast regelrechte lösung .....

    sollte auch der bauträger mit leben können...
     
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  21. Rogalon

    Rogalon

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    Kann er leider nicht. *seufz* Der Bauträger hat zwar inzwischen so weit eingelenkt, als dass er die Ausführung an der Hauswand für grenzwertig aber gerade noch in Ordnung hält (da nach Meinung Bauträger die innenliegende Abdichtung noch mindestens 20cm über OK Terrasse gezogen ist), sieht die Krux aber eben genau in den Terrassentüren.

    An der Tür haben wir einen Höhenunterschied von OK Rollschicht zu OK Terrasse von etwas unter 1cm. Der Bauträger verlangt für die Gewährleistung nach Flachdachrichtlinie mindestens 5cm + Drainrost oder 15cm ohne Rost.

    10cm wären mit Augen zudrücken wohl auch noch ohne Drainrost ok (da die Terrassenoberfläche selbst ja sickerfähig ist und der Dachüberstand bei der Terrasse etwas über 2m (und bei der zweiten Tür zur Terrasse immerhin noch knapp 1m) ist.

    Problem nur - der Gartenbauer stellt sich ein wenig quer und sagt wir können ja erst einmal abwarten was und ob etwas passiert... :mega_lol:

    Naja - solange er die Kosten für einen Schaden trägt (laut Bauträger müsste er das wohl, weil er die Auführung so weder hätte anbieten noch umsetzen dürfen - zumindest nicht ohne uns explizit zu informieren, dass das nicht Normenkonform ist und jede Gewährleistung abgelehnt wird)... Da ist der Galabauer aber wohl immer noch anderer Meinung.

    Wir hoffen ja wirklich, dass wir uns irgendwie gutmütig mit dem Gartenbauer einigen können. Auf der einen Seite haben wir echt keine Lust auf das ganze Geraffel mit Gutachter, Anwalt & Co und auf der anderen Seite wollte er uns mit der bodengleichen Terrasse ja nichts Böses (hat weder mehr dran verdient noch wären wir bei einem größeren Höhenunterschied zu jemand anderem gegangen) tun.
    Wir wollen eben nur eine Lösung bei der wir nicht bei jedem heftigeren Regen Angst haben müssen, dass uns die Fensterleibungen futsch gehen. Außerdem hat er abgesehen von dem blöden Höhenunterschied wirklich gute Arbeit geleistet.

    Für weitere kluge Ratschläge wären wir wirklich dankbar...
     
  22. wasweissich

    wasweissich Gast

    das mit dem "nur ein cm" hatte ich irgendwie nicht gesehen ....

    wieso ist er "immer noch anderer meinung " ??

    etwa weil "haben wir schon immer so gemacht " ?
     
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