EPBD

Diskutiere EPBD im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Nur mal ein Hinweis für alle interessierten Zeitgenossen. In Brüssel wird gerade an der Neufassung der EPBD gebastelt, da wird in den nächsten...

  1. #1 chillig80, 07.10.2023
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    Nur mal ein Hinweis für alle interessierten Zeitgenossen. In Brüssel wird gerade an der Neufassung der EPBD gebastelt, da wird in den nächsten Monaten entschieden, ob wir hier in D in den nächsten 2 Jahrzehnten 4.000.000.000.000€ (4 Billionen) zusätzlich in die energetische Sanierung von Gebäuden buttern werden oder nicht. Wer schon den Einbau neuer Heizungen "übertrieben" fand wird da ja ganz große Augen machen...

    Wer sich also fragt ob er dämmen soll oder nicht, was die Handwerkerpreise mittelfristig machen werden, oder ob er sich als Handwerker jetzt den Porsche mit den schönen Ledersitzen kaufen soll oder nicht, diese Fragen werden bald in Brüssel beantwortet.

    Zum Einstieg für Neulinge:
    Die EU-Gebäuderichtlinie EPBD: Ein Überblick (gebaeudeforum.de)

    Urfassung der Novelle von 2021 (eigentlich bereits veraltet):
    eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:52021PC0802&from=DE

    Wer sich näher dafür interessiert wird sich an die EU-typische Machart und den schwülstigen Ballast an Worthülsen gewöhnen müssen, zutreffende Informationen darüber in den Medien, sind jedenfalls noch seltener als bei deutschen Gesetzgebungsvorhaben...

    So wie es der Presse zu entnehmen glaube, haben mittlerweile auch erste deutsche EU-Politiker die drei Jahre alten Tischvorlagen gelesen und sind nun entrüstet, warnen und kritisieren... Natürlich je nach Partei aus anderen Gründen, bemerkenswert ist in allen Fällen wie spät sie damit dran sind...

    Im Frühjahr 2024 wissen wir was aus Omas Kleinhäuschen werden wird. Bis dahin würde ich persönlich auch die Aktien großer Schrottimmobiliengesellschaften eher meiden...
     
  2. #2 Hercule, 07.10.2023
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    Stand schon lange im Raum.
    Das Politiker sich erst entrüsten wenns zu spät ist hat übrigens System.
     
  3. #3 Holzhaus61, 07.10.2023
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    Na ja, bis das alles in nationales Recht umgewandelt wird, dauert das sicherlich auch wieder 20 Jahre... siehe EU-Gebäuderichtlinie 98, wonach ab 2018 ja nur noch Passivhaus zulässig sein sollte. Was ist passiert? Nüscht. Wir haben Altbauten produziert ohne Ende.

    Für den Neubau sehe ich auch gar keine Probleme, Das ist ja eigentlich 40+, also kein großes Geheimnis. Wir müssen uns nur mal halt dran gewöhnen, vernünftig zu dämmen. Und die Architektenschaft muß sich dran gewöhnen, energetisch vernünftige Häuser zu bauen und keine Denkmäler. Und die Kommunen müssen begreifen, daß in B-Plänen Energie Vorrang haben muß, vor roten oder schwarzen Dachziegeln. Usw usw. ...
     
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  4. #4 Hercule, 07.10.2023
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    Bei Neubau regelt das ja die Baugenehmigung. Sind die Anforderungen zu hoch - wird nicht gebaut.
    Bei Altbestand wirds lustig - je nachdem welche Fristen gesetzt werden kann das ganz schön teuer werden.
    Es gab mal eine oberbayrische Band die sich "Gsindl" genannt hat.
    Hat nichts mit Politik zu tun :)
     
  5. BaUT

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    Das war schon zum "Heizungsgesetz" mein Gedanke:
    Die beste Kilowattstunde Wärme ist diejenige welche erst gar nicht produziert wird!

    Warum also in einen energetisch unsanierten Altbau Wärmepumpen einbauen und weiter 230 kWh/a m² verbraten, statt die Transmissionswärmeverluste auf unter 100 kWh/m² a zu drücken?! - Dann lassen sich auch effizientere WPs einbauen, die nur die halbe Leistung haben müssen.

    Betroffen sind von diesen "total neuen Anforderungen" alle, die in den letzten 30 Jahren die kfw-Kredite und Zuschüsse für die energetische Gebäudesanierung hartnäckig ignoriert haben. Irgendwann muss der Staat halt die Daumenschrauben ansetzen.

    Ja, Klimaschutz tut weh!
    Aber die Alternative ist, dass wir weiter in unsanierten Hütten leben, das halbe Universum mit heizen und die Lösung unserer Probleme unseren Kindern und Enkeln überlassen!

    Vielleicht fällt dem ein oder anderen dabei auf, dass das schon mit den Renten nicht funktioniert hat!
    Generationenverträge sind meistens Betrug auf Kosten unserer Kinder.
     
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  6. #6 Fabian Weber, 07.10.2023
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    Dieser Dämmwahn wird uns in paar Jahrzehnten extrem nach hinten los gehen, nämlich dann wenn es kein Energieproblem mehr gibt, aber alle schön viel Sondermüll an Ihre Häuser geklebt haben.

    Und dass es mit der Energiewende am Ende viel schneller gehen wird, als heute noch so pessimistisch geglaubt wird, davon bin ich fest überzeugt.

    Gerade vorgestern hat Prof. Schlaich (der Statiker) dazu einen extrem guten Vortrag bei uns im Büro gehalten.

    Also Schluss mit dem ganzen Plastikschrott (Fenster, Türen, Böden, Fassade etc.) und einfach mal gute Häuser bauen.

    Die Bayern unter Euch sollten unbedingt die mehrfach preisgekrönten Häuser von Prof. Nagler in Bad Aibling dazu mal live anschauen.

    Da ist nix mit Dämmung, Lüftung und dem ganzen Schrott, bei top bauphysikalischen Werten.
     
  7. #7 chillig80, 07.10.2023
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    Es ist jetzt so, was wir alle davon halten interessiert nicht mehr, wer da meint jetzt noch die Stimme erheben zu müssen ist halt verdammt spät dran. Es wird jetzt in Brüssel entschieden werden und die einzige Frage ist eigentlich nur noch, ob wir für 2 Billionen oder für 8 Billionen dämmen werden...

    Wir werden es ja bald wissen.

    Weil es mir gerade so ins Auge sticht. Den Neubau können wir da getrost ausklammern. Das ist zwar immer so ein Lieblingthema der Medien, das ist das was die gerade so noch verstehen, aber wegen den 0,25-0,5% die wir im Jahr neu zubauen.... Wir könnten das nach den Vorschriften von 1880 bauen, es würde nichts ändern. Es geht da fast nur um den Bestand.
     
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  8. #8 Holzhaus61, 07.10.2023
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    @chillig80 ich weiß nicht, ob 300.000 nicht gebaute Neubauwohnungen (allein in 23!) wenig ist.

    Ich find das ja nur so lustig, wie zunächst von den Grünen bejubelt wurde, daß Habeck die Förderung streicht um kurze Zeit später festzustellen, daß irgendwie alle ihre geplanten BV`s aufs Eis legen. Logo, wenn ein beträchtlicher Teil wegfällt in der Finanzierung. Dabei kann ja jeder, der nur ein klein wenig rechnen kann, mal nachdenken, was dem Staat allein an Mehrwertsteuer durch die Lappen geht. Da wäre die Förderung ein Sch.. dagegen gewesen. Und da hab ich über Lohn, Nebenkosten usw. noch gar nicht nachgedacht. Aber rechnen ist ja nicht jedermanns Stärke...
     
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  9. #9 chillig80, 07.10.2023
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    Jein, der Neubau ist vielmehr ein soziales Problem als irgendwas mit Klima und Umweltschutz. Wir haben insgesamt (Wohnbau+alles Andere) 21,4 Mio. Gebäude im Land. Darin haben wir um die 43 Mio. WE.

    Ob wir da nun noch 20 Jahre lang 0,25% oder 0,75% p.a. zubauen ist egal, und ob das Passivhaus oder KfW55 ist, ist in Bezug auf die gesamten Emissionen auch fast egal. Der ganz dicke Brocken ist der Bestand, daneben ist der Neubau der nächsten 20 Jahre halt nur so ein unwesentlicher Nebenposten. Da ist eigentlich nur bei der CO2-Reduktion im Bauprozess merklich was zu holen, von mir aus noch PV-Pflicht und Milchmädchenrechnungen mit irgendwelchen negativen Werten, das ist aber halt mangels Maße trotzdem alles um 1-2 Größenordnungen zu wenig…

    Der Neubau ist aufgrund der sozialen Problematik im Fokus der Medien und irgendwelche profilierungssüchtigen Professoren können sich da noch austoben und behaupten sie hätten das Patentrezept für alles entdeckt, das ist aber komplett am eigentlichen Thema vorbei.

    Mach morgen einen ausgedehnten Spaziergang durch deine Stadt oder durch dein Dorf und dann sag mir, was wir mit den ganzen alten Hütten machen sollen (wir haben laut Zielsetzung nur noch ungefähr 20 Jahre Zeit dafür)… Die Neubaugebiete kannst hierbei links liegen lassen, bzw. Du kannst dir ja mal überlegen wie lange wir an den Neubaugebieten herumgebastelt haben und wie wenige neue Häuser da, im Vergleich zum restlichen Dorf, eigentlich stehen…

    Du brauchst keinen Professor, keine EU und keinen Robert, ein längerer Spaziergang „in da hood“ reicht dem Bauexperten eigentlich schon… Und wenn ihr ständig eh durch die Gegend fahrt, dann seht euch einfach mal, nur aus dem Augenwinkel heraus, die Gebäude am Straßenrand an… Es ist ein Debakel…

    Hier noch ein paar Eckdaten, zusammengetragen vom näheren persönlichen Umfeld von Robert Habeck (diese Amigo-Sache fand ich ja schon bei der alten CSU witzig):
    https://www.dena.de/fileadmin/dena/Publikationen/PDFs/2022/dena_Gebaeudereport_2023.pdf
     
  10. #10 Fabian Weber, 07.10.2023
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    Fernwärme, Nahwärme, jedenfalls nicht sinnlos dämmen.
     
  11. #11 chillig80, 07.10.2023
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    Die Wärme kommt nicht einfach nur aus der Steckdose, die muss immer erstmal produziert werden. Wenn wir nicht gerade zufällig industrielle Abwärme parat haben, dann steht die Heizung bei Wärmenetzen erstmal nur wo anders, erhebliche Verteilverluste inklusive...

    Diese Hunderttausenden "Wärmenetze", die wir bald haben sollen, kann niemand schlüssig erklären. Da kommt die Wärme dann einfach aus der Steckdose und dann ist alles gut. Ende.

    Auch hier wird wieder einmal ein Baustein, der sinnvoll sein kann und einen Beitrag zur Lösung des Gesamtproblems leisten kann, zum Patentrezept erklärt... Warten wir mal ab was diese "kommunale Wärmeplanung" jetzt dann so machen wird. In den vom GEG verordneten Fristen wohl wenig bis nichts. Meine Meinung...

    Wie auch immer, deiner Entrüstung ob des Dämmwahns kannst ja in einem Brief an die EU Luft machen. Mir brauchst das nicht zu sagen, ich habe da nur ganz wenig zu melden...

    Mal anders herum betrachtet, abseits der Technik. Glaubt irgendwer, dass sich die EU samt der Bunderegierung jetzt einfach hinstellen und sagen: Dieser Dämmwahn war ein Irrtum. Sorry Leute. Wir machen jetzt einfach nur noch Wärmenetze und Gut!

    Wir werden es bald erfahren...
     
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  12. #12 Fabian Weber, 07.10.2023
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  13. Oehmi

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    Ich würde erstmal mit sinnvoll dämmen anfangen.
     
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  14. #14 chillig80, 07.10.2023
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    Das ist doch Rosstäuscherei. Die Grünen sind aktuell im EU-Parlament ganz vorne mit dabei beim Versuch das sogar noch verschärfen zu wollen, in der Kommission gilt das Konzept als ausgemachte Sache und jetzt macht der Robert plötzlich im Ministerrat Stunk, dabei war er es selbst, der da noch im Frühjahr die moderate Bremserei des Rats ganz fürchterlich fand…

    Dass Habeck diese Pläne selbst „angeschoben“ habe ist natürlich trotzdem Unsinn, die EPBD gibt es seit 20 Jahren und die aktuelle Novelle wurde angeschoben bevor Habeck überhaupt Minister war.

    Es bleibt jetzt abzuwarten mit wem sich Habeck im Ministerrat verbünden wird. Orban? Meloni? Es wird sehr interessant…

    Bisschen Kontext zum Gesetzgebungsverfahren bei Richtlinien:

    https://www.consilium.europa.eu/de/council-eu/voting-system/qualified-majority/

    https://eur-lex.europa.eu/DE/legal-content/summary/european-union-directives.html


    Derzeit ist die EPBD im Vermittlungsverfahren („Trilog“), hierbei tritt die Kommission als Vermittlerin zwischen Parlament und Rat auf. Rat und Parlament müssen sich jetzt auf eine gemeinsame Version einigen und die dann auch in beiden Institutionen durchwinken.

    Die Position des Rats war bisher recht eindeutig, in allen Pressemitteilungen bis Juli steht absolut nichts von dem was Habeck jetzt plötzlich sagt:

    https://www.consilium.europa.eu/de/press/press-releases/?keyword=Gebäude&dateFrom=&dateTo=

    Im letzten Briefing (12.09.2023) des EU-Parlaments steht nichts von nachgeschobenen deutschen Sonderwünschen, außer Robert Habeck und der deutschen Presse, scheinen nicht sehr viele was davon mitbekommen zu haben… Die Frist für Einwände der nationalen Parlamente/Regierungen ist übrigens eigentlich am 01.04.2022 abgelaufen…

    https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/BRIE/2022/698901/EPRS_BRI(2022)698901_EN.pdf

    Ich sag’s euch nochmal, wer jetzt meckert, ist damit verdammt spät dran… Dass Habeck jetzt einen auf Orban macht und schon lange abgestimmte und abgenickte Vorhaben plötzlich doch blockiert, so lange bis seine nachgeschobenen Sonderwünsche eingearbeitet werden, könnte schon sein. Witzig wäre das ja schon. Im humoristischen Idealfall bekommen wir sogar so ein EU-Demokratieüberprüfungsverfahren aufs Dach…
     
  15. Oehmi

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    Weil der schöne Verblender aus Klinker für die Ewigkeit gebaut ist und die wartungsärmste Fassade.
    Und das Dach hält noch 50 Jahre, ist doch noch gut. Und die Investition holen die Rentner von morgen auch nicht mehr rein. Da kann man halt teuer Heizen und hat noch Geld über.

    Alle die in den letzten Jahren ihre energetischen Totalschäden zu Mondpreisen losgeworden sind, haben halt Glück gehabt.

    Ich frag mich ob dadurch zukünftig vermehrt DIY Sanierungen durchgezogen werden.
     
  16. #16 chillig80, 07.10.2023
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    Ich habe ja als drittes Standbein und Hobby die Betreuung von schwäbischen Selberbauern im atypischen Beratungsvertrag. Aber irgendwie werden die Leute immer ungeschickter, umständlicher und beratungsresistenter... Und auf der anderen Seite haben wir Marketingprofis die sie 24/7 mit Wieselworten und wohlklingenden Phrasen einlullen... Wir werden eine neue Beratertruppe am Bau brauchen: Kriseninterventionsteams... Wobei, man verweigert mir ja schon seit Jahrzehnten meinem Wunsch nach Kindergärtnerinnen und Psychologen...

    Mal Spaß beiseite, sollten die jetzt tatsächlich das große Programm verordnen, dann wüsste ich nicht wie das ohne massiv DIY überhaupt gehen sollte...
     
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  17. Oehmi

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    Psychologen braucht man eher für die großen Projektentwickler, wo alle paar Wochen neue Akteure in den Besprechungen sitzen und längst abgehakte Themen aufs Neue aufgerollt werden. Kindergärtner wären hier und da auch angebracht.

    Ich fänds ja irgendwie charmant, wenn sich daraus eine fähige DIY Kultur entwickeln würde. Dank Foren, social Media, etc. gibt es immerhin gute Möglichkeiten sich in die Themen einzuarbeiten.
    Bleibt zu hoffen, dass Eigenleistung anteilig förderfähig bleibt.
     
  18. #18 chillig80, 07.10.2023
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    Ja gut, bei denen übernehmen jetzt dann eh die Insolvenzverwalter, da hat sich das Thema dann auch erledigt...

    Es ist halt nicht so einfach, in dem Maß wie wir alles reguliert haben, da können die Selbermacher eigentlich nicht mehr durchsteigen... Und dann haben wir zunehmend wenig fehlertolerante Bauweisen, das war früher noch anders, schweres Mauerwerk, Zementputz drauf, funktioniert Jahrzehnte lang einfach nur. Einfachste Installationen. Fenster aus Holz, Glas und ganz wenig Metall, kapiert ein Doofer, usw... Kuck dir mal den Wahnsinn an den wir heute betreiben, Mineralschäume als Mauerwerk und Kanthölzer mit Holzfasern als Alternative, Eine Teileliste über 3 Seiten für ein einfaches Fenster, Smarthomes bei denen der hinzugerufene Elektriker erstmal zwei Wochen lang die 5 Ordner Dokumentation studieren muss, Wärmepumpen bei denen man mit eher komplexen Formeln aus der Thermodynamik hantiert, usw... Gerne alles nach Zulassung, ja nicht nach Norm, eine Million verschiedene Systeme, damit auch ja niemand mehr durchblickt, usw... Extreme Luftdichtigkeit die man nur schadfrei übersteht so lange die KWL läuft...

    Das alles übersteigt die Fähigkeiten der allermeisten Leute halt doch gewaltig...

    Ich wäre eher für Modelle bei denen die Leute durch Profis angeleitet werden, aber die Profis müsste man halt wieder bezahlen, die Profis verlangen unlustige Dinge die man tun soll, usw... Es ist alles blöd und schwierig...
     
  19. Oehmi

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    Kann ich alles gut verstehen.
    Aber es sind ja nicht alle komplett doof. Und wer gewillt ist sich reinzuarbeiten, kommt sehr wahrscheinlich weiter, als mit "fachfirmen", die mit Erfahrungswerten von vor 20 Jahren arbeiten.
     
  20. #20 VollNormal, 07.10.2023
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    Bei meinem Sanierungsobjekt fühle ich mich zwar nicht über- aber doch deutlich gefordert. Und ich habe den Scheiss vor Zeiten mal studiert. Trotzdem (oder vielleicht auch grade deswegen) werde ich das zwar so weit wie möglich, aber ganz bestimmt nicht komplett in DIY durchziehen.
     
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