EPS-Perimeterdämmung 2-lagig und unverklebt einbauen?

Diskutiere EPS-Perimeterdämmung 2-lagig und unverklebt einbauen? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo Bauexperten, unser Bau beginnt in ca. 1-2 Wochen. Die Planung hört sich gut an. Ein paar Fragen haben sich nun aber doch angesammelt,...

  1. #1 HeinzErhardt, 9. März 2010
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    Hallo Bauexperten,
    unser Bau beginnt in ca. 1-2 Wochen. Die Planung hört sich gut an. Ein paar Fragen haben sich nun aber doch angesammelt, welche ich nun hier loswerden möchte. Ich hoffe es findet sich jemand der kurz seine Meinung dazu äußert.

    Wir wollen einen unterkellerten Bungalow bauen, dessen Untergeschoss (UG) als Wohnraum genutzt wird. Das Gebäude liegt am Hang. Das UG ist im Süden ebenerdig begehbar und liegt im Norden komplett unter der Erde. Der Boden ist bindig (Lehm), es wird deswegen eine Drainage eingebaut. Die Wand im erdberührten Teil besteht aus 24cm Beton (2xFiligranplatten Normalbeton + dazwischen WU-Beton, vermutlich ohne den Lastfall drückendes Wasser) und 12cm Perimeterdämmung. Die Dämmplatten reichen bis zur unteren Begrenzung des Fundamentes und lt. Gebäudeschnitt bis unter das Drainagerohr. Unser Architekt hat für die erdberührte Perimeterdämmung 2 x 60 mm EPS 035 geplant, zuerst eine Lage mit Stufenfalz und darauf eine Lage mit Stufenfalz, Ablaufkanälen und Vlies. (siehe Abbildungen)
    Die Fragen:
    1. Darf man das Material überhaupt 2-lagig verbauen? Ich fand, das laut DIBT-Zulassung das Dämmmaterial 1-lagig zu verbauen ist.
    2. Darf man das Material überhaupt bis unterhalb des Drainagerohrs führen? Meine Befürchtung: durch Kapillarwirkung wird Wasser zwischen Dickbeschichtung und (unverklebter) Dämmplatte bzw. zw. Platte/Platte angesaugt, und verschlechtert deren Wärmeisolation. Bei der DIBT-Zulassung eines bestimmten EPS findet man z.B: Die Anwendung der EPS-Hartschaumplatten im Kapillarsaum des Grundwassers (i.d.R. ca. 30 cm über HGW) und im Bereich von drückendem Wasser ist nicht zulässig. Wird das Kapillarproblem entschärft, wenn der Boden in 2,5-3m Tiefe wider Erwarten leicht sandig wird (das behaupten die Nachbarn.)
    3. Der Rohbauer (mit sehr guten Referenzen) will zudem die Dämmplatten nicht verkleben! Begründung: Durch Setzungserscheinungen könnte die Dickbeschichtung auf dem Beton beschädigt werden, auf die die Platten aufgeklebt werden.
    Ich warte momentan auf ein alternatives Angebot zu 120mm XPS, habe aber kein Produkt gefunden, welches außen Drainage a'la EPS hat. Gibt's so etwas oder muß da außen immer eine Noppenbahn ran?

    Danke im Voraus für's Feedback.

    HeinzErhardt

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  3. #2 HeinzErhardt, 14. März 2010
    HeinzErhardt

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    Hm, möchte niemand auf meine erste(n) Anfrage(n) in diesem Forum antworten?

    Aktueller Stand der Dnge: Ich habe auf die Umsetzung einer einlagigen Perimeterdämmung gedrängt.
    Offen ist: Darf man Perimeterdämmung überhaupt bis unterhalb des Drainagerohrs führen? das Ziel ist klar: das Fundament soll stirnseitig gedämmt werden.
    Offen ist auch: Kann das unverklebte Anbringen funktionieren, insbesondere dann, wenn beim Auffüllen sauber lagenweise verdichtet wird?
    Danke im Voraus!

    Heinz Erhardt
     
  4. Baust

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    Hallo,

    Die Perimeterdämmung kann bis UK Bodenplatte gezogen werden.
    Die Dämmung MUSS :deal vollflächig auf die trockene KMB Abdichtung aufgeklebt werden.

    Grüße aus Schönebeck
     
  5. mls

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    "vermutlich"? wer plant, wer verantwortet?
    1-lagig! ausser "im trockenen" und mit entspr. zulassung.
     
  6. #5 HeinzErhardt, 15. März 2010
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    Wir haben einen ortsansässigen Architekten als freien Planer und nicht als Generalübernehmer. Es ist eine Lückenbebauung mit links und rechts (ähnliche Hanglage) 40-60 Jahre alten Häusern, welche ebenfalls in den Hang hineingebaut wurden. Unterhalb kommt nach 6 m eine schmale Anliegerstraße und die darunterliegenden Gebäude liegen gleich 3-4 m tiefer. Es könnte also höchstens etwas Wasser vom Hang kommen, welches durch die Dränung nach DIN + Rillen in der Perimeterdämmung + zusätzlich vereinbarte Kiesschicht von ca. 20-3cm vor der Perimeterdämmung lt. A. sicher abgeleitet wird. Mit der nunmehr einlagigen Perimeterdämmung aus XPS sehe ich (als Laie) Probleme im Bereich unterhalb der Dränung. Evtl. im Frühjahr aber sicher nicht dauerhaft kann ich mir vorstellen, dass die Dämmung mal "nasse Füße" kriegt.

    @Baust: Die Antwort (Zitat)"Die Perimeterdämmung kann bis UK Bodenplatte gezogen werden.", nützt mir deshalb nicht viel, weil wir die Bodenplatte oberhalb dämmen und statt wandfußseitigen "Isoliersteinen" eine Stirndämmung des Fundamentes von außen vorgesehen haben. Das ist doch nicht unüblich? Die Dränung wird aber z.B. aus statischen Gründen nicht am Fundamentfuß, sondern etwa in Höhe Bodenplatte verlegt. Deshalb ist für mich gut vorstellbar, dass die tiefer liegende Dämmung z.B: im Frühjahr mal mehr als "bodenfeucht" wird.

    Zitat: "Die Dämmung MUSS vollflächig auf die trockene KMB Abdichtung aufgeklebt werden." Dafür gibt's in diesem Forum auch andere Meinungen. Noch bin ich verunsichert.

    HeinzErhardt
     
  7. Baust

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    Nach DIN ist das so und macht auch Sinn.
    Andererseits könnte Wasser zwischen Wand und Dämmung gelangen welches dann den Dämmwert wieder zunichte macht.

    Die Dämmung darf auch feuchter werden, sie kann sogar im Grundwasser stehen, dazu müssen aber auch die umlaufenden Fugenstöße verklebt werden.

    Grüße aus Schönebeck
     
  8. #7 HeinzErhardt, 15. März 2010
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    @Baust Danke für die schnelle Antwort. Wasser kommt doch wohl nur bis zum Drainrohr und nicht höher. Ist es ein gangbarer Kompromiß, wenn nur bis kurz über das Drainrohr (vollflächig, nicht batzenförmig) verklebt wird und danach eben nicht?

    mit besten Grüßen aus Thüringen
     
  9. Baust

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    Wenn die Dränage ordentlich funktioniert staut sich das Wasser nicht über die Dränagerohre auf.
    Ich wüsste aber nicht warum die Perimeterdämmung nicht bis UK Bodenplatte gezogen werden sollte, schließlich ist die Dämmung auch für den Wasserkontakt zugelassen.
    Zwei Ebenen in der Vertikalen verkomplizieren den Anfüllschutz unnötig.


    Grüße aus Schönebeck
     
  10. #9 HeinzErhardt, 15. März 2010
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    Nun gut, dann nehme ich aus der Diskussion folgendes mit:

    1. Unverklebte Perimeterdämmung birgt die Gefahr, dass Wasser zwischen Dickbeschichtung und Dämmung gelangt und die Wärmedämmung verschlechtert.

    2. Nur in Teilbereichen verklebte Dämmung ist nicht die Lösung, da der Anfüllschutz verkompliziert wird.

    3. Dagegen steht wie angeführt der Rohbauer: Verklebung kann zu Rissen in der Beschichtung und meiner Meinung nach zur Verletzung der dampfdiffussionsschützenden Schicht führen. Folge ist dann Feuchtigkeit durch Dampf von innen (Untergeschoß ist bewohnt).

    Patt. Es gibt demnach pro- und kontra Argumente zur Nichtverklebung. Einzig die DIN scheint fester Meinung zu sein. Die wird aber auch in vielen Teilen kritisiert.
    Wenn jemand noch eine Wichtung der Argumente durchführen möchte, wäre ich dankbar. Ein schlagendes Argument, den Rohbauer zu einer Verklebung zu bewegen, habe ich aber bis dato nicht gefunden.

    HeinzErhardt
     
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  12. Baust

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    Wenn die KMB vor dem vollflächigen ankleben der formstabilen Dämmung durchgetrocknet ist, und die Arbeitsgräben mit dem Versickerungsfähigem Material verfüllt werden ist diese Sorge unbegründet.

    Grüße aus Schönebeck
     
  13. #11 HeinzErhardt, 15. März 2010
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    :konfusius Das klingt doch gut und nehme ich erst mal so mit. Mal seh'n was sich damit bewegen läßt. Danke bis dahin.

    Grüße aus Thüringen

    HeinzErhardt
     
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