Erdarbeiten zur Vorbereitung einer Bodenplatte für Fertighaus selbst durchführen?

Diskutiere Erdarbeiten zur Vorbereitung einer Bodenplatte für Fertighaus selbst durchführen? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, es ist ggf. geplant, bei den Erdarbeiten zur Vorbereitung für die Bodenplatte eines EFH Kosten zu sparen. Es handelt sich um...

  1. Dome95

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    Hallo zusammen,

    es ist ggf. geplant, bei den Erdarbeiten zur Vorbereitung für die Bodenplatte eines EFH Kosten zu sparen.

    Es handelt sich um eine Fläche von etwa 140 m² inkl. 80 cm notwendigem Überhang auf allen Seiten laut Bauplaner. Die Sauberkeitsschicht soll min. 80 cm laut Bodengutachten betragen.

    Ist es eurer Erfahrung nach möglich, mit ein paar Leuten, wovon einer bereits Erfahrung im Umgang mit einem Bagger hat, den Aushub selbst zu bewältigen und anschließend auch die Sauberkeitsschicht mit entsprechenden Geräten selbst herzustellen und zu verdichten?


    Danke und viele Grüße
    Dome95
     
  2. #2 Andreas Teich, 27.06.2020
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    Das ist ja keine Atomphysik,
    jedoch bedenken, dass auch Installationen verlegt werden müssen und vermutlich alle Geräte gemietet werden müssen.
    Gewährleistung gibts auch nicht, sodass Risse, Setzungen etc. womöglich nicht beanstandet werden können.

    Ich würde mir das an eurer Stelle erst einmal an anderen Baustellen ansehen, alle Kosten zusammenstellen und mehrere Angebote für die fertige Arbeit einholen.
    Beim Innenausbau könnt ihr vermutlich mehr sparen, bei Holzbau ist noch mehr möglich.
     
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  3. #3 simon84, 27.06.2020
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    da habt ihr was falsch verstanden das ist sicher die gründungsempfehlung für die frostfreie Tiefe

    Eine SKS ist was anderes

    habt ihr ein eigenes Bodengutachten für das Grundstück oder nur ein „allgemeines“ für das baugebiet?

    prinzipiell bietet sich beim tiefbau bei Eignung schon eigenleistung an, aber wie macht ihr das dann mit dem aushub ggf Abfuhr vom Material und besorgen/Lieferung von frostschutzmaterial ?

    wolltet ihr nur selber baggern oder alles selber machen ?
     
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  4. Dome95

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    Mit der Verlegung der Installationen ist kein Problem. Die erfolgen durch die Firma welche die Bodenplatte herstellt.

    Die fehlende Gewährleistung macht eigentlich am meisten Sorgen. Da ich bei solchen Arbeiten bisher nur zugeschaut habe kann ich nicht beurteilen wie viel man falsch machen kann wenn man die ordnungsgemäße Bedienung der Geräte (z.B. nur die entsprechende Höhe Schotter auf einmal verdichten die das Gerät schafft) beachtet.

    Das bisherige Angebot liegt bei etwa 26.000 € für die Arbeiten ohne Bodenplatte. Nur Aushub, schottern und verdichten ohne Entsorgung.


    Ja da kannst du recht haben. Im Bodengutachten speziell für das Grundstück wegen dieser Bauplanung steht "Bei der Bauweise ohne Keller auf frostempfindlichen Böden (hier F3) muss
    die Mindestdicke des frostsicheren Unterbaus von 80 cm eingehalten werden.".

    Das Aushubmaterial wird auf dem rückwärtigen, sehr großen Grundstücksteil gelagert. Dort wollten wir es als Wall anlegen.

    Den Schotter wollten wir uns ebenfalls liefern lassen und selbst mit dem Bagger verteilen und anschließend entsprechend verdichten.
    Wir wollten alle vorbereitenden Erdarbeiten durchführen bevor eine Fachfirma dann die Leerrohre legt und die Bodenplatte herstellt. Die Fachfirma sagte, sie würde dann an den jeweiligen Stellen für die Leerrohre die Schotterschicht wieder aufreißen und anschließend erneut verdichten. Das wäre wohl deren Verfahren.
     
  5. Skogen

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    Nur für mich zum Verständnis:

    140 m³ raus, seitlich lagern
    und 140 m³ rein. Schotter anfahren

    Jetzt mal ganz vereinfacht ausgedrückt (eigentlich nur 0,8 dann Auflockerung, dann Verdichtungsfaktor, usw. usw. )
    Abrütteln

    und dafür 26.000 Euro?
    :yikes
     
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  6. Mok

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    Warum keine Frostschürze? 80 cm über die komplette Grundfläche raus und wieder rein nur zur Gewährleistung der Frostsicherheit erscheint mir etwas übertrieben.
     
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  7. Dome95

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    Joa so sagt es das Angebot... es sind um die 150 Kubikmeter berechnet mit seitlichem Ablagern, anschließend Schotter einfüllen inkl. des Materialpreises und verdichten. Dafür werden 26k € aufgerufen.

    Aus deiner Antwort schließe ich das der Preis wohl sehr hoch ist?
    Was wäre denn ca. normal? Kann man das sagen?
     
  8. Skogen

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    Na ja, es kommt zum einen auf die Region in dieser Republik an, zum anderen auf die Materialverfügbarkeit und zum Dritten auf Angebot und Nachfrage und zum Vierten auf den vorhandenen Baugrund an.

    das so vorweg. Mein letzter Bau vor ein paar Wochen: Mutterboden lösen seitlich lagern, 2,90/m² (bis 40 cm)

    bis 80 cm müsste man verhandeln, selbst im Stundenlohn kann das nicht übermäßig viel sein bei 79 Euro

    Betonrecycling to 30 Euro , liefern und einbauen. sagen wir nur mal rund 250 to.

    Dann bin ich bei 7.500 plus nen Teusi fürs ausbuddeln plus Merkel knapp 10.000,00.

    26.000 ist seeeeehr auskömmlich meiner Meinung nach...
     
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  9. #9 Andreas Teich, 27.06.2020
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    Bei derart hohen Kosten lohnt sich’s dann selber zu machen.
    Stampfer gibts ja schon als China-Produkt neu günstig oder besser einen gebrauchten zB von Wacker kaufen-
    die verdichten erheblich tiefer als eine Rüttelplatte (natürlich gewichtsabhängig).

    Baggern macht ja auch Spaß und mit einigen Freunden und bei schönem Wetter kann’s lustig sein.

    Wenn der Bau entsprechend vermessen wurde könnt ihr auch die Rohre selbst verlegen- allzu viele werden’s wohl nicht sein.
    Am besten schon so planen, dass sie einfach zu verlegen sind.
     
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  10. Dome95

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    Gute Frage, ich hake da nochmal nach. Von Frostschürze ist auch etwas im Bodengutachten erwähnt. Danke!


    Das dachte ich mir eigentlich auch aber mir wurde gesagt es ginge nicht günstiger. Danke für die Orientierung!

    Ich denke auch das kann schon Spaß machen gemeinsam :) Und man lernt etwas dazu.
    Danke noch für die restlichen Tipps!
     
  11. Skogen

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    Teich, es wurde schon mal gesagt, auch hier noch mal von meiner Seite: halt Deine Finger still, wenn Du keine Ahnung hast.
    140 m² mit nem Stampfer, da muß man sehr viel geraucht haben um auf so eine Idee zu kommen. Abgesehen davon: Plattendruck/Proctor, wer macht das? Wer kontrolliert das?
    Rohrarbeiten selbst machen: ah ja, und wer drückt ab? Allein schon, die richtige Stelle zu treffen ohne Feinabsteckung, da haben gestandene Tiefbauer schon Probleme mit.
     
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  12. #12 Andreas Teich, 27.06.2020
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    Ich habe vor Kurzem gut 50 cm dick in mehreren Durchgängen eine Fläche von ca 35 qm gestampft-

    mit einigen Freunden, die sich abwechseln können ist’s kein großes Problem-
    der Stampfer läuft ja bei richtiger Handhabung fast von selbst.
    Und wenn’s keinen Spaß mehr macht und zum Schluß, um eine glattere Fläche zu bekommen
    kann immer noch eine schwerere Rüttelplatte verwendet werden.

    Leitungen habe ich genug verlegt- ich habe ja geschrieben wenn’s entsprechend vermessen wurde-
    die Rohrführung läßt sich dabei ja auch angeben.

    Und wenn’s zu komplex ist vergibt man eben die Arbeiten.
    das läßt sich später noch entscheiden.

    Der Bodenplattenerrichter kann das Projekt ggf begleiten und überprüfen
     
  13. Dome95

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    Werde auch für die große Fläche keinen Stampfer nehmen sondern eine Rüttelplatte oder ähnliches.

    Der Plattendrucktest wird durch eine Fachfirma durchgeführt und bescheinigt.

    Okay dann lieber die Rohre nicht selbst verlegen.

    Naja gut, in diesem Fall sind es 30 cm mehr Höhe und das auf 3 Mal so viel Fläche... da werde ich mir schon eine Rüttelplatte mieten oder kaufen.
     
  14. #14 driver55, 28.06.2020
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    Der scheint keine Lust / Zeit zu haben, oder die Leasingrate vom S65 ist doch deutlich teurer als geplant.:biggthumpup:
    Ne, also ernsthaft, frage bei noch mindestens zwei weiteren Unternehmen an.
    Willst du schon "übermorgen" anfangen? Evtl. ist hier ein Sonderzuschlag enthalten.
     
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  15. Dome95

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    Das scheint wohl wirklich so in etwa zu sein
    Nein, von der Anfrage bis zum zukünftigen Beginn der Arbeiten lagen mehr als 3 Monate.
    Ich habe jetzt noch andere Angebote eingeholt, die alle deutlich drunter liegen. Wahnsinn, an jeder Ecke wird versucht "abzuzocken".
     
  16. #16 driver55, 29.06.2020
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    Hm, das Thema ist gerade mal 2 Tage alt und du hast jetzt mal - über die Mittagspause - weitere Angebote eingeholt? Wie bitte geht das? Lediglich telefonisch angefragt? Nix Schrifitliches? Preis?
     
  17. Dome95

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    Nein, keine fest zugesagten Angebote.
    Den einen Angebotspreis schon mal vorab per E-Mail übermittelt bekommen.
    Den anderen heute in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt und aufgeschrieben bekommen. In den nächsten Tagen folgt das richtige schriftliche Angebot.
     
  18. #18 polizei110, 01.07.2020
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    Fläche 3x 240qm
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    Grube ausheben, Kampfmittel Räumdienst die Grube prüfen lassen, mit Aushub lageweise verfüllen und verdichten, letzte 60cm mit RC 0-45
    verfüllen und verdichten.
    900tonnen Aushub abfahren
    600tonnen Verfüllmaterial anliefern und einbauen

    Kosten inkl Material und Geräteverleih
    <25T€ für alle 3 Gruben.
     
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