Erdarbeiten

Diskutiere Erdarbeiten im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Guten Tag, wir wälzen gerade Bau-und Leistungsbeschreibung eines Fertigbauanbieters. Dieser würde auch für uns einen Keller bauen, den wir in...

  1. elke

    elke Gast

    Guten Tag,
    wir wälzen gerade Bau-und Leistungsbeschreibung eines Fertigbauanbieters.
    Dieser würde auch für uns einen Keller bauen, den wir in Wohnraumhöhe haben möchten und z.T. auch als Wohnraum nutzen möchten (Hanglagen-Grundstück).
    Worauf sollte man achten bzgl. der Leistungsbeschreibung eines Kellers?
    Klare Kostenangaben für:
    Erdaushaub und evtl. Abtransport
    Baustelleneinrichtung (Schnürgerüst etc.)
    Vermessung
    Statik
    Architektenleistung
    ... ist klar, aber
    Bzgl. Abdichtung / Isolierung /Wärmedämmung etc. habe ich überhaupt keine Ahnung............und bis ich die Vor- und Nachteile dieses oder jenes Materials, dieser oder jener Bautechnik etc. vollkommen verstanden habe......bin ich zu alt zum bauen...........

    Vielen Dank im Voraus für evtl. Antworten

    Elke
     
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  3. #2 bauworsch, 18. Juli 2002
    bauworsch

    bauworsch Gast

    Hallo Elke

    Um Ihre Fragen zu beantworten braucht´s einen ellenlangen Test und viel Zeit zum Schreiben ;-) Um Fragen wie Gründung, Abdichtung und weiteres Vorgehen zu klären sind eigentlich im Vorfeld etliche Angaben zum Baugrund erforderlich. Wurde/wird ein Baugrundgutachten erstellt.
    Wärmeschutz? Wer rechnet.
    Sofern keine klaren Angaben vorliegen kann man nur Allemeines vereinbaren, wie Abdichtung gegen Erdfeuchte nach DIN 18195 Teil4 mit Dränung nach DIN 4095.
    Wenn ein BT ein Haus plant und baut, dann sollte er sich schon im Vorfeld mal Gedanken bezgl. der Wärmeschutzes gemacht haben. Falls da nur Geeiere rauskommt, suchen Sie sich einen anderen. Und mit der Kombination Fertighaushersteller und Keller habe ich in der letzten Zeit nicht gerade positive Erfahrungen gemacht. Die Schnittstellenkoordination wird dort, gelinde ausgedrückt, recht stiefmütterlich betrachtet.
     
  4. elke

    elke Gast

    Hallo,
    Danke für die schnelle Antwort!
    Ich erwarte jetzt auch nicht unbedingt die genauen Erklärungen (langer Text etc.), sondern suche nach einer Vertragsformulierung, auf die ich mich verlassen kann.
    Baugrunduntersuchung wird auf jedenfall angefragt bzw. erstellt vor dem Kauf.
    Wärmeschutznachweis erstellt der BT.
    Kombination Haus und Keller wird so sein, daß BT den Keller nicht selbst macht, sondern vergibt, ansonsten die Planungsunterlagen für einen externen Kellerbauer zur Verfügung stellt.
    Ist es richtig, daß in der VOB C der Leistungsumfang und korrekte Ausführung etc. beschrieben ist, wenn ja, kann man sich diese Grundlage irgendwo downloaden?
    Im Bau-Forum habe ich aber auch gelesen, daß diese DIN-Vorschriften nicht unbedingt dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.....hmmmmmmm

    Ich möchte insgesamt einfach vermeiden, daß hohe Zusatz-/Nachkosten auf uns zukommen, nur weil ich zu blöd war, die Bau-Leistungsbeschreibung zu lesen.... oder versäumt habe, wichtige Absprachen zu treffen........

    ......auf der anderen Seite möchte ich jetzt deshalb auch nicht gerade studieren....


    Gruß

    Elke
     
  5. #4 bauworsch, 18. Juli 2002
    bauworsch

    bauworsch Gast

    Und da sind´se wieder

    Die Kombination Fertighaushersteller und Kellerbauer. Der Fertighaushersteler kümmert sich um sein Haus. Punkt! Unter ihm die Sintflut.
    Der Kellerbauer macht seinen Keller.Punkt.
    Der Rest, wie Baugrundgutachten, Schnittstelle Statische Abstimmung, wie schleißt die Perimeterdämmung an´s Haus an,
    wie wird die Entwässerung gereglet, wer kümmert sich um die Medieneinführung, um nur ein paar wenige zu nennen fällt Ihnen auf die Füße. Ich will keine Werbung für meinen Berufsstand machen, aber wenden Sie sich bitte jetzt schon an einen erfahrenen Kollegen. Das kostet ein kleines Geld, erspart Ihnen aber im weiteren Verlauf ein vielfaches davon an Kosten und viel Ärger.Ich glaube hier iliest im Moment ein Bauherr mit, der das bestätigen kann ;-)
     
  6. elke

    elke Gast

    o.k....o.k.

    also, ich glaube mittlerweile auch, daß man da professionelle Hilfe braucht.
    Woher bekomme ich die? Gelbe Seiten?
    Wir wollen in Wuppertal bauen
    Elke

    (***geiz......wie teuer ist das denn****?????)
     
  7. #6 Markus Gräfe, 18. Juli 2002
    Markus Gräfe

    Markus Gräfe Profi Benutzer

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    0
    Ich habe schlechte - weil im Vorfeld nicht darum gekümmert - Erfahrungen damit gemacht, daß keine Drainage vorgesehen war. Die Formulierung von bauworsch gefällt mir hier ganz gut. Ich habe die als Standard vorausgesetzt, mußte mich aber eines besseren belehren lassen. Dabei sollten Sie auf einen ordnungsgemäßen Anschluß bestehen (ich weiß nicht, ob die DIN das regelt). D.h. Anschluß an einen Regenwasserkanal (wenn vorhanden) bzw. versickern auf dem Grundstück mit ordnungsgemäßer Sickergrube und Überlauf an den Kanal oder Überlaufpumpe.

    Außerdem verlagern Fertigbauer / Bauträger gerne die Anschlußarbeiten (und -kosten) auf den Bauherrn. Der ist dann für die ordnungsgemäße Einspeisung der Versorgungsleitungen (Wasser, Gas, Strom, Telefon, Kabelfernsehen) zuständig. Dies kann je nach Lastfall mehr oder weniger Aufwand bedeuten.

    Außerdem von wegen "evtl. Abtransport" (von Erdaushub). Auch hier sollten Sie sich vorher genauestens darüber im klaren sein ob, oder ob nicht. Ich habe auch eine mittlere Hanglage und wollte den Aushub vorne anschütten, um das Grundstück einzuebnen. Ich habe mich dann umentschlossen und das Zeug nach m³ abtransportieren lassen. Obwohl rechnerisch nur ca. 430 m³ für den Aushub zusammenkamen, hat sich das Zeug so aufgelockert, daß mir der Tifbauer über 700 m³ per Entsorgungsschein nachgewiesen hat. Was sollte ich tun, ich muß es ihm ja glauben.... D.h. je nach Boden muß mit erheblicher Auflockerung gerechnet werden. Die Entsorgung (war wie gesagt nicht eingeplant) hat alleine DM 25.000 gekostet >(!

    Ansonsten gibt es wirklich noch viele Punkte, die jeden Rahmen sprengen würden. Am besten beurteilen kann man es, wenn man das Angebot des BT und die Baubeschreibung sieht. Vielleicht mal die anderer Anbieter vergleichen oder generell mal ein anderes Angebot einholen.

    Gruß, Markus
     
  8. MB

    MB Gast

    Nicht verzagen, Sämmy fragen

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  10. Nanusch

    Nanusch

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    @Robert

    Eh - wen meinsten Du??? ;-)

    Wir können Roberts Aussagen auf alle Fälle bestätigen. Wenn es schon die Kombination sein soll, dann vereinbaren, dass es einen externen Bauleiter gibt (Abpeis für den vermeintlichen Bauleiter des Fertighausanbieters vereinbaren). Leistungsbeschreibung prüfen lassen (von jemandem mit Sachverstand und der sich schon öfters mit Fertighausfallen beschäftigt hat). Vertrag von Rechtsanwalt prüfen lassen. Rücktrittsklauseln einräumen lassen. Beim Vertrag insbesondere auf Eingangs-, Keller-, Aussentreppen, Strom-, Wasser-, Telekomanschluss, Erdabfuhr, Aushub, Verfüllen, Türen, Unterspeisung der Fertighauswände, Wärmedämmung Keller (Wohnraum?), Schließen Schornsteinverwarung, begehbarer Spitzboden, Spitzbodenauszugstreppe, extra Strom-und Steckdosen (reichen nie), Verputzen ders Kellerbereiches oberhalb der Erde, beim Keller (wenn Bodenverhältnisse einfache Dränung zulassen) darauf achten, dass Sichtschacht, Kontrollschächte und Spülschächte dabei sind, Schließen der Wand- und Deckendurchbrüchem, Abfallcontainer, Abtransport von Restmüll, (Lüftungsanlage ?, Fußbodenheizung? ) . War bei uns alles zunächst nicht enthalten! Abpreise kräftig verhandeln - sind meist oberschlecht für den Käufer berechnet.
    Vor Vertragsunterzeichnung sich die Ausstattung des Fertighausanbieters ansehen und nachhaken, was dort Standard ist. Sich das am besten auch gleich schriftlich geben lassen.

    Vorher Bodengutachten. DANACH erst Kellerangebot für den PASSENDEN Keller machen lassen. Referenzen geben lassen und Kellerbauer und Hausbauer bis aufs Blut ausquetschen wie die Konstruktion ausgeführt werden soll - wieder nur schriftlich. Ins Forum stellen, staunen, wieviel Variationen es gibt und wieviel so ein Kellerbauer einfach vergißt. Und nicht den Keller unterschätzen. War für uns anfangs so ein Teil in dem man ein paar alte Surfbretter abstellt und die Stütze fürs Haus - weit, weit gefehlt!

    Und sich wirklich sachverständige HILFE holen. Und vor allem auch Angebote von Massivbauer. Die Bauweise kann einem locker 50.000 - 80.000 DM sparen, wenn man nicht ein Fertighaus haben möchte, wie es auf jeder xyz-Fertighausausstellung herumsteht.

    Fertigstellungstermin vereinbaren.

    ALLES NUR SCHRIFTLICH in den Vertrag aufnehmen lassen und DANN ERST DEN VERTRAG UNTERSCHREIBEN.

    Sagt ein Bauherr, der mit Fertighausfirma und einem Kellerbauer baut, der fester Vertragspartner des Fertighauses ist. Ps, zum Thema Zeitvorteil: Wir haben unseren Bauantrag seit ende Februar in den Händen und jetzt ist die Kellerdecke bereits (nach über zwei Monaten bauzeit fertig ). Haus wird dann wohl noch mal locker 2-3 Monate brauchen.
    Wie heißt es in den Werbeblättchen immer so schön: Ihr Fertighaus steht in nur 3 Tagen und ist nach 3 Monaten bezugsfertig.

    Viel Spaß beim Bauen - man lernt viel dazu und nie aus, man verzweifelt fast und staunt dann doch wieder, wieviel Streitkräfte man doch noch mobilisieren kann ! :)
     
  11. Saemmy

    Saemmy Gast

    Erstberatung

    kostet in der Regel einen Haufen Kaffee, Milch und Zucker.
     
Thema:

Erdarbeiten

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