Erdgeschossdecke zu dünn...

Diskutiere Erdgeschossdecke zu dünn... im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo und schönen guten Morgen! Nach ein schlaflosen Nacht benötige ich nun dringend den Rat von Experten, zumal mein zuständiger Bau-Ing. zu...

  1. #1 Infosammler II, 1. Juli 2005
    Infosammler II

    Infosammler II Gast

    Hallo und schönen guten Morgen!

    Nach ein schlaflosen Nacht benötige ich nun dringend den Rat von Experten, zumal mein zuständiger Bau-Ing. zu allem Überfluss momentan im Urlaub ist!

    Bei unserem Rohbau wurde am Dienstag die Decke des Erdgeschosses gegossen!
    Lt. Statik, LV und Angebot des BU sollte diese Decke eine Stärke von 20 cm haben!
    Nachdem nun gestern Nachmittag die Schalung entfernt wurde, konnte ich bereits mit dem bloßen Auge im Vergleich zu den darunterliegenden Plansteinen (25 cm) erkennen, das die Decke niemals 20 cm dick ist!
    Und tatsächlich variiert die Deckenstärke zwischen 16cm - 18 cm, die erforderlichen 20 cm werden nirgendwo errreicht!

    Nun meine Sorge:

    Wie soll ich weiter verfahren?
    Kann man so einfach die fehlenden cm mit Aufbeton ausgleichen?
    Bisher war ich immer der Meinung, daß der Aufbeton zur erforderlichen Haltbarkeit aus "einem Guss" aufgebracht werden soll!

    Am Montag soll es bereits mit dem Mauern der Drempel weitergehen!
    Soll ich den Bau stoppen, bis am nächsten WE mein Bau-Ing. aus dem Urlaub zurück ist?
    Habe große Angst davor, das hier gepfuscht wurde! Und wenn ich nun ohne Ratschläge und Hinweise den BU anspreche, versucht der wahrscheinlich sowieso mich davon zu Überzeugen, das die Ausführung so O.K. ist!

    Was ist Eure Meinung hierzu?

    MFG
    Mark
     
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  3. noi76

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    Die Statik muss erreicht werden. Rede erst mal mit dem Ausführenden. Vielleicht fällt er ja auch aus allen Wolken?

    Generell gibt es nun mehrere Möglichkeiten:

    a) Die Bewehrung ist oben nicht ausreichend überdeckt. Wüßte nicht, was man dagegen machen kann.

    b) Die Bewehrung hat einen zu geringen Abstand zur unteren. Damit stimmt der innere Hebelarm nicht und die Tragfähigkeit ist geringer.

    Für b) könnte ich mir vorstellen, dass ein Statiker je nach eingelegter Bewehrung trotzdem den Nachweis der Tragfähigkeit erbringen kann. Wobei 4 cm brutal sind. Auf keinen Fall einfach nur eine Betonmasse drauf kippen und auf alle Fälle Fotos mit Maßen machen. Schriftlich auf den Mangel hinweisen, sollte auch nicht schaden. Solange die Leistung nicht abgenommen ist, müsste die Beweispflicht für die Richtigkeit ja auf Seiten des Ausführenden liegen.

    Laienmeinung von einem, der früher auch Stahlbetondecken rechnen konnte.

    Mario
     
  4. JDB

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    Was Du sofort machen kannst:

    Du hast doch bestimmt eine Filigrandecke !? (Halbfertigteile)
    Lass Dir vom BU die Pläne zeigen.
    Was steht darauf für eine Deckendicke?
    Das Fertigteilwerk setzt in der Regel die geplante Deckendicke um. Es müßten also bei Deiner Decke fast die Schubträger herausschauen. Das Verlegen der erforderlichen oberen Bewehrung wäre dann auch defintiv nicht möglich.

    Ich mag's noch nicht ganz glauben...
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 1. Juli 2005
    Ralf Dühlmeyer

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    Wie wurde denn gemessen....

    An den Kanten und an Öffnungen, mit einem Rcihtscheid und Wasserwaage oder Löcher gebohrt???
    MfG
     
  6. #5 Infosammler II, 1. Juli 2005
    Infosammler II

    Infosammler II Gast


    Vielen Dank für die schnellen Antworten!
    Stimmt, ich habe eine Filigrandecke, die Fertigteile wurden mit ca. 5 cm Stärke angeliefert und verlegt!
    Aber wie kann das Fertigteilwerk die Menge des Aufbetons bestimmen?
    Die Ausführung hier liegt doch beim BU oder irre ich mich ?
    Mit dem Begriff "Schubträger" kann ich leider nichts anfangen, allerdings kann man von oben einige Stahlmatten erkennen, und an 3 Stellen schauen Reste dieser Matten sogar aus dem Beton heraus!

    Gemessen habe ich an den Rändern des Baus, an mindestens 10 verschiedenen Stellen, nirgendwo waren es mehr als die benannten 18 cm!

    MFG
    Mark
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 1. Juli 2005
    Ralf Dühlmeyer

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    Sofort ...

    den BU schriftlich die Mängel anzeigen (am besten - so vorhanden - per FAx vorab) und ihn darauf hinweisen, dass alle weiteren Arbeiten bis zur Klärung einzustellen sind.
    Wenn Sie wirklich grossflächig die Matten sehen, ist weder eine ausreichende Betonüberdeckung vorhanden (was sich vielleicht heilen ließe) noch die erforderliche statische Höhe der Decke gegeben - was sich (wenn überhaupt) nur mit grossem Aufwand heilen lässt.
    ****
    Ohne schriftliche Stellungnahme des Statikus nichts machen (lassen). Schlimmstenfalls muss die Decke wieder runter :eek:
    Der Statikus sollte auch die Sanierungsmassnahmen überwachen - und zwar nicht nur mit einmal 10 Min. ad.Baustelle.
    ***
    MfG
     
  8. JDB

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    Das Werk rechnet die Ortbetonberechnung deines Statikers auf Halbfertigteilbauweise um. Dabei wird nicht soweit in Planung eingegriffen, dass die Deckendicke verändert wird.

    Schubträger :
    [​IMG]

    Die Schubträger befinden sich oberseitig herausstehend in den werkseitig gefertigten Elementen und sind auf die geplante Deckenhöhe abgestimmt. Darüber liegt jedoch noch die "Obere Bewehrung" und die will auch die geplante Betondeckung haben.
    Zweifel über die korrekte obere Bewehrung sind somit auch angebracht. Bewehrungspläne wird's wohl nicht geben, oder?

    Probleme mit der geplanten Deckendicke gibt's öfter, aber umgekehrt !
    Die Mattenlagen sind nicht so einfach einzubringen wie geplant (Theorie&Praxis) und die Decke müßte eigentlich 1-2 cm dicker werden, um die Betondeckung zu gewährleisten. (Deswegen sieht man auch öfter mal den "dicken Hammer" auf der Baustelle, um die Eisen wieder runterzukloppen)


    Harte Gangart gegenüber Deinem BU ist angesagt! (Das sage ich nicht oft)
     
  9. #8 Infosammler II, 1. Juli 2005
    Infosammler II

    Infosammler II Gast

    Hallo!

    Jetzt wird mir aber doch langsam komisch, wenn ich hier zu hören bekomme, das die Decke evtl. wieder runter muss!
    Also, diese Schubträger sind vorhanden, dazwischen hat der Elektriker seine Leerrohre verlegt sowie Kernbohrungen für Halogeneinbaukästen durchgeführt, dann sind auf diese Schubträger die Stahlmatten verlegt worden!
    Ich habe von der Filigrandecke ohne Aufbeton 2-3 Bilder hier am PC, weiss allerdings nicht wie ich Sie einstellen kann!
    Würde das schon weiter helfen oder helfen hier nur aussagefähige Bilder der fertigen Decke?

    MFG
    Mark
     
  10. JDB

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    Falls es nicht klappt : sende sie mir.
     
  11. Dino22

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    Das wird sofort erledigt!
    Vielleicht kannst Du / Sie die Bilder ja für mich hier einstellen!
    Entschuldigt meine Unfähigkeit :-)

    Vielen Dank im voraus

    Mark
     
  12. #11 Infosammler II, 1. Juli 2005
    Infosammler II

    Infosammler II Gast

    Komisch...
    Das lief wohl gerade unter meinem alten Nick, unter dem ich hier mal eine dumme Diskussion eingeleitet habe!
    Deswegen sollte der eigentlich nicht mehr auftauchen!
    Kann ich trotzdem auf Hilfe hoffen?

    Mark
     
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  14. JDB

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  15. #13 Ralf Dühlmeyer, 1. Juli 2005
    Ralf Dühlmeyer

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    meinen Lieblingsbaustoffen Silikon und PU-Schaum :cry ist da nicht viel zu sehen, weil´s ja ein Zwischenzustand ist.
    Hat denn der Statiker eine Eisenabnahme durchgeführt? Vorm Betonieren! Oder weilte der da schon in Urlaubstanien???? Wer hat dann die Eisen abgenommen???
    MfG
     
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