Erdwärme oder Gasbrennwerttherme Neubau

Diskutiere Erdwärme oder Gasbrennwerttherme Neubau im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir (2 Personen) werden in diesem Jahr ein kleines Häuschen (Doppelstock) auf einem ca. 700m² großen Grundstück bauen. Das Haus wird ca....

  1. #1 mazza84, 20.03.2013
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    Hallo,

    wir (2 Personen) werden in diesem Jahr ein kleines Häuschen (Doppelstock) auf einem ca. 700m² großen Grundstück bauen. Das Haus wird ca. 170m² groß und komplett mit Fußbodenheizung ausgestattet sein. Des Weiteren sollen 3-Fach verglaste Fenster (6-Kammern) eingebaut werden. Eine Lüftungsanlage ist ebenfalls geplant. Unser Budget beläuft sich auf 330.000€


    Als Heizungsstandort hatte ich mir den Geräteraum (innerhalb der Garage) überlegt.

    Jetzt stellt sich die Frage, was für eine Heizung soll ich nehmen?

    Eine auf Erdwärme spezialisierte Firma hat uns eine Erdwärmepumpe (WZS 81 H (K) von der Firma isdochegal mit Lüftungsanlage angeboten. Unser Ansprechpartner hat uns zwei Tiefenbohrungen empfohlen. Die Kosten für die Tiefenbohrung belaufen sich auf ca. 12.000€


    Damit wir die Preise besser einschätzen können, wollten wir ein Vergleichsangebot einholen. Der gute Herr hat uns direkt von einer Erdwärmepumpe abgeraten, eine Erdwärmepumpe würde sich nach 30 Jahren amortisieren. Er würde stattdessen, mehr in die Dämmung investieren und eine Gasbrennwerttherme bevorzugen.

    Ich muss zugeben, ich habe von der Materie zu wenig Ahnung, um die Aussagen zu bewerten.

    Daher richte ich mich an Euch. Würdet Ihr mir ebenfalls von einer Erdwärmepumpe abraten?

    Auf welche Eigenschaften sollte man bei der Erdwärme bzw. Gasbrennwerttheme achten?

    Vielen Dank für Eure Antworten

    mazza84
     
  2. Julius

    Julius

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    170m² auf 700m² sind alles Andere als "ein kleines Häuschen"...

    Ansonsten:
    Zur Beurteilung fehlen noch wesentliche Angaben!
    Vor allem die Heizlast.

    Ist das Grundstück denn mit Erdgas erschlossen?

    Und Vorsicht:
    Heizanlagen in Garagennebenräumen sind häufig unzulässig!
    Das sollte aber Euer Planer für den Einzelfall klären können. Dabei kommt es z.B. darauf an, wo auf dem Grundstück die Garage liegt.

    Lüftungsanlage ist sehr gut.
     
  3. R.B.

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    Diese Aussage ist Unsinn und zeigt nur, dass der Herr anscheinend wenig Ahnung von der Materie hat (oder er ist Gaskesselverkäufer).

    Richtig ist, dass man zuerst einmal das Haus auf einen ordentlichen Dämmstandard hin planen sollte. Steht diese Planung (Wandaufbau, Fenster, Dachdämmung etc sind bekannt), dann wird die Heizlast ermittelt. Diese bewegt sich bei solchen Häusern meist um die 5kW herum.
    Ein weiterer Punkt der zu beachten ist, die WW-Erzeugung. Bekommt das Badezimmer einen Luxus-Wellness-Pool o.ä. dann ist der WW-Bedarf ganz anders einzurechnen als bei einer Sparausführung bei der nut eine 5 L/h Dusche von 2 Personen genutzt wird.

    Es muss ja nicht unbedingt eine Tiefenbohrung sein. Bei der zu erwartenden geringen Heizlast und dem großen Grundstück, kann man problemlos einen Flächenkollektor bauen. Damit die Erdarbeiten nicht zu umfangreich werden, kann man den Kollektor auch in einen Graben legen und diesen über das Grundstück verteilen. So ein Kollektor kostet nicht einmal die Hälfte von dem was für eine Tiefenbohrung anfällt.

    Auch das Angebot mit einer WP die bei B0/W35 eine Heizleistung von 7,7kW liefert, finde ich nicht unbedingt passend, zumal der Hersteller auch kleinere Modelle im Programm hat. Es ist eine Lüftungsanlage geplant, sinnvollerweise mit WRG, dann wird ein 6kW Modell mehr als ausreichend sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Heizlast auch nur annähernd in diese Region kommt, zumal wenn darauf geachtet wird, dass die Hülle ordentlich gedämmt ist. Deine Überlegungen wegen der Fenster deuten ja darauf hin, dass Dir die Wärmedämmung wichtig ist.

    Um einen realistischen Vergleich möglich zu machen, muss also erst einmal das Haus geplant werden (Dämmstandard). Dann darauf basierend die Heizlast ermitteln und den WW-Komfort definieren. Danach kann man sich an die Planung der Heizungsanlage machen, ein Leistungsverzeichnis erstellen, Angebote einholen, und die verschiedenen Optionen miteinander vergleichen.

    Vorsicht vor irgendwelchen Angeboten die einfach mal so über den Daumen geschätzt werden. Da sind Überraschungen vorprogrammiert. Es ist daher wichtig, dass alle Anbieter die gleiche Grundlage für die Erstellung eines Angebots bekommen.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #4 Kater432, 20.03.2013
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    Wir haben uns für eine Gastherme entschieden, weil unser Gedankengang war Erdwärme kostet X-Euro mehr. Spart man mit Erdwärme 50% der Heizkosten ein, und rechnet grob bei 1000€/Jahr, dann wären dies 500€ Ersparnis im Jahr. Das auf die Mehrkosten Wärmepumpe umgelegt, hatte uns erstmal dagegen entscheiden lassen. Wir wollten daher lieber besser Dämmen und die Heizflächen trotzdem auf niedrige <35 Grad auslegen lassen, also Sachen die später nicht wieder so ohne weiteres geändert werden können.

    Unsere Heizlastberechnung sagt als Auslegungsheizlast 4513W aus. Dies ist vermutlich noch ein Stück tiefer, da die KWL dort vom Ingenieur nicht berücksichtig wurde, also nur normale Lüftungsverluste übers Fenster.
    Geplant ist eine Therme 14kW die bis 3,0kW runtermodulieren kann.

    Ist dies schon ein Problem wenn die Heizlast so gering ist? Thermen mit noch weit geriinger unterer Grenze gibt es ja nicht wie Sand am Meer.

    capture1.jpg

    Gruß
     
  5. flo79

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    Kater. Ne Therme die nur bis 3 kw runterkann dürfte bei euch nicht optimal sein und würde ich mir auch nicht verbauen lassen. Hier gehn nur die Modelle mit de kleinsten Leistung am Markt. von Vie..... und Elk... oder ihr nehmt doch ne Wärmepumpe.

    Das Problem sind echt immer die Preise und nicht die WP an sich. Deswegen habt ihr euch dagegen entschieden und auch bei Mazza sind die Preise das Problem. Für die 12.000 Euro die nur seine Bohrung kosten soll (was ich sehr teuer finde) habe ich bereits meine ganze Erd-WP inkl. Grabenkollektor bekommen. Und dann rechnet sich auch die WP. Hier kann man nur raten neue Konzepte zu probieren und einige Angebote bzgl. Preis einzuholen.

    Viel Erfolg!
     
  6. #6 mastehr, 20.03.2013
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    Das Problem kennt Rolls-Royce auch. Ich hätte mir auch schon längst einen gekauft.
     
  7. #7 Kater432, 20.03.2013
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    Auf welche Jahresmenge kwh bzw. Gasverbrauch m3 kann man den ungefähr rechnen mit 4500W aus der Heizlastberechnung. Diese 4500 sind ja bei der Aussentemp -14 gerechnet. Also wärmer draussen, auch weniger als 4500W.

    Rechne ich grob mit 10000kwh und 1000m3 Gas, komme ich auf 600-800€ Kosten. Spar ich durch eine Wärmepumpe 60% ein wären dies bei 800 € ganze 480€ Ersparnis pro Jahr. 60% ist glaube ich aber auch schon recht hoch angesetzt, oder?
    Lass die WP nur 5000€ mehr kosten im Vergleich zum Gas, dann wären dies immerhin noch 10Jahre bis das wieder rausgerechnet ist, oder habe ich einen Denkfehler.
    Klar steigende Gas Preise, aber Strom wird auch immer teurer. Wartung der Therme kommt ja auch dazu,, das sind momentan Sachen die ich alle aussen vor habe.
    1000€ Gas, 50% weniger bei WP, sind NUr 500€ weniger im Jahr. Aber dagegen die Erstkosten der WP.
    Daher empfanden wir die WP als erstmal nicht "zwingend", Ich war vorm Anfag Hausbau, auch immer einer der gesagt hat, ich nehme später immer eine WP weil das Geld günstiger ist, aber ich emfpand das jetzt nicht mehr so.
    Ist die Heizlast natürlcih weit höher, wird ja auch weit mehr eingespart pro Jahr.
     
  8. Julius

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    Das
    wäre wirklich ne sehr arge Sparausführung.
    Sowas fiele bei mir aber nicht mehr unter Duschbetrieb, sondern unter defekte Dichtung...

    Vermutlich meinst Du 5l/min (was dann 300l/h wären)?
     
  9. Joogie

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    was mich interessieren würde, was verbraucht eine wärmepumpe mit diversen bohrungen an strom?
     
  10. R.B.

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    :mega_lol:

    Ich glaube ich sollte für heute Feierabend machen. Das ist schon der 2. Fehler der mit heute unterlaufen ist. Natürlich meinte ich 5 Liter /Minute.

    Ich glaube ich sollte die Prüfberichte die ich gerade auf den Tisch bekommen habe erst morgen verschicken, wer weiß was ich da an Fehlern übersehen habe.

    Gruß
    Ralf
     
  11. Julius

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    Eine gewisse Menge.
     
  12. R.B.

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    Das hängt vom Wärmebedarf des Gebäudes ab. Wärmepumpen mit Tiefenbohrung oder Erdkollektor erreichen problemlos Arbeitszahlen über 4, d.h. aus 1kWh Strom machen sie 4kWh Wärme (Heizwasser).

    Wieviel Wärme benötigt wird um das Haus auf Temperatur zu halten, und wieviel el. Strom man dafür einsetzen muss, das kann man nicht pauschal sagen.

    Gruß
    Ralf
     
  13. R.B.

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    Bei den Planungsgenies da draussen würde ich eher schreiben, eine "ungewisse" Menge. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  14. Joogie

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    die antwort vom "kabelaffen" ignorier ich mal, lieber mal die schn... halten als keine ahnung zu haben, sry

    was mich interessiert, diverse bohrungen, ka evt 50m tief, da kann man doch keine z.b. 300w pumpe einsetzen, geh ich von 3-5 pumpen aus je ka 1kw, die laufen 5h am tag.
    dann wär gas erheblich günstiger. Man liest immer nur super effektiv, geringe vorlauftemp bei fbhz, aber die kosten die entstehen um das im laufen zu halten, darüber gibt es kaum bzw nichts zu lesen.
     
  15. Julius

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    Doch, das kann jeder reichlich lesen.
    Meist hapert es aber am Verstehen.
    Oder - so wie offenbar bei Dir - schon an den allermindesten physikalischen Grundkenntnissen.

    Sorry, so hart formuliere ich selten und ungerne.
    Aber Du hast es so gewollt!
     
  16. R.B.

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    Wie kommst Du auf eine 300W Pumpe? Und wieso 3-5 Pumpen?

    Du solltest Dich mal mit der Thematik Wärmepumpe auseinandersetzen. bei einer Tiefenbohrung (typ. bis zu 100m) wird ja kein Wasser aus dem Boden geholt, sondern die Sole in einem Rohr nach unten und wieder nach oben befördert. Auf diesem Weg nimmt die Sole Wärme(energie) auf, und gibt diese in der Wärmepumpe an den Kältekreis ab. Um die Sole durch den Kollektor (also das Rohr das in der Tiefenbohrung steckt) zu pumpen, ist eine Pumpe nötig die vielleicht irgendwas um 100W-150W an el. Leistung aufnimmt.

    Wird anstatt der Sole direkt das Kältemittel durch den Kollektor gepumpt (Direktverdampfung), dann übernimmt diese Arbeit der Kompressor der WP.

    Gruß
    Ralf
     
  17. #17 ultra79, 20.03.2013
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    Deine Frage war ziemlich sinnfrei, da zu wenig Infos...

    Wenn du 5 Pumpen mit je 1kw hast, dann gute Nacht

    Nach Datenblatt hat die Wärmequellenpumpe meiner WP 70W maximale Leistungsaufnahme... ist das die Zahl die du suchtest?
     
  18. #18 Kater432, 20.03.2013
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    Um nochmal auf den Vergleich Gas <> WP zu kommen. Ihr habt ja gerade auch genannt, das WP aus 1kwh Strom = 4kwh Wärme macht. Arbeitszahl 4

    Annahme
    10.000kwh Heizbedarf fürs Haus

    10.000kwh Gas a 0,06€ = 600€ Kosten für Gas
    10.000kwh : 4 = 2500kwh Strom a 0,28€ = 700€ Kosten Strom

    Da ich bisher keine Ahnung hatte was Gas kostet hatte ich einfach gerade mal geschaut.
    1kwh Gas = 6cent
    dann dürfte durch die Arbeitszahl 4 ja der Strom max. 24cent kosten.
    Kosten wie Schornstein oder Gasanschluss natürlich aussen vor.
    Oder wo liegt mein Denkfehler. Natürlich WP-Strom ist noch günstiger, aber trotzdem habe ich irgendwie keine
    Ersparnis von 50% bei einer WP, oder?
     
  19. #19 mastehr, 20.03.2013
    mastehr

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    Bei einer Gas-Heizung braucht man einen Gas-Anschluss und zahlt eine Grundgebühr für diesen Anschluss. Außerdem will die Gas-Heizung gewartet werden. Ich bezahle momentan knapp 6 Cent/kWh Gas und 23,1 Cent / kWh Strom, so dass ich bei einer Arbeitszahl von 3,85 für die Vebrauchskosten auf dem gleichen Niveau liegen würde.

    Ich tendierte damals auch zu einer Wärmepumpe, weil mir das Prinzip gefiehl bzw. eigentlich immer noch gefällt. Allerdings fiel damals auch die Entscheidung, unsere deutschen KKW vorzeitig abzuschalten und Milliarden DM sinnlos rumstehen zu lassen. Daraus habe ich Konsequenzen über die zukünftige Strompreis-Entwicklung gezogen.

    Rein wirtschaftlich betrachtet ist die Entscheidung Wärmepumpe / Gas eine Wette darauf, welche der beiden Energiearten in Zukunft höhere Preissteigerungen erfahren wird.
     
  20. R.B.

    R.B.

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    Kein Denkfehler. Keine Ahnung woher 50% Einsparung kommen sollen.

    Bei WP kostet Dich die kWh aktuell 20,68Ct, dazu kommt die Grundgebühr für den Zähler. Je nach Jahresbedarf landest Du schnell bei 22Ct-24Ct./kWh. In Deinem Beispiel mit den 2.500kWh wären es 3.8Ct./kWh die allein der Zähler ausmacht, also zahlst Du grob 24,5Ct./kWh. Da kannst Du theoretisch auf einen extra Tarif verzichten, sofern andere Anbieter den Anschluss einer WP an ihren Normaltarif gestatten.
    Man sollte auch nicht fix mit einer JAZ von 4 rechnen, denn es gibt genügend Anlagen die eine höhere JAZ erreichen. Alles eine Frage der Planung und Umsetzung.
    Neben Sole gibt es auch DV sowie DV mit DK, die prinzipbedingt eine etwas höhere JAZ aufweisen. Da kommt man dann schnell in Richtung 5, denn selbst optimierte Sole-WP erreichen in der Praxis eine JAZ von 4,5.

    Bei Gas liegen die Grundgebühren höher. Du landest dann bei typ. 7-7,5Ct./kWh. Weiterhin muss man bei Gas den Wirkungsgrad der Anlage berücksichtigen, der bekanntermaßen schlechter ist als bei einer WP. Da sind gerade bei der WW-Erzeugung im Sommer schnell zweistellige Prozente sinnlos versenkt. Bei den Vergleichen muss man auch immer aufpassen, was da wer gerade an Boni mit einrechnet, oder sonst irgendwelche Schönrechnereien betreibt.

    d.h.
    Mit der Sole-WP kostet Dich die kWh etwa 6,1Ct., macht pro Jahr 610,- €
    Mit Gas liegst Du bei min. 7Ct./kWh, macht pro Jahr min. 700,- €

    Die Differenz liegt bei 90,- € (je nach Anbieter halt 150,- €).

    Hinzu kommen noch die Kosten für den Schornsteinfeger. Genau betrachtet müsste man auch die Wartungskosten berücksichtigen, die bei einem Gasbrennwerter sicherlich höher liegen als bei einer WP.

    Egal wie, man wird mit einer Sole-WP bei den aktuellen Preisen kaum einen Vorteil jenseits der 300,- € p.a. einfahren.

    Jetzt stellt sich die spannende Frage, wie sich die Preise entwickeln werden. Strompreise waren früher bekannt dafür, dass die Erhöhungen eher moderat ausfielen. Das ist nun DanK EEG Geschichte, man muss nur die letzten Erhöhungen betrachten, da haben die Versorger einen ganz kräftigen Schluck aus der Pulle genommen, und auf die Erhöhungen durch das EEG gleich noch einen drauf gesattelt. Man muss ja die Bilanzen wieder in den grünen Bereich bringen.

    Aber auch Gas wird nicht günstig bleiben. Die nächsten Erhöhungen stehen uns in´s Haus. Der Ölpreis hat sich zwar etwas verringert, aber er liegt immer noch auf hohem Niveau (und das wird sich auch nicht wesentlich ändern). Es gab schon immer Schwankungen, und der Gaspreis hat die Trends mit Verzögerung nachvollzogen, das wird auch dieses Mal der Fall sein. Da sind dann schnell mal 100,- € pro Jahr zusätzlich versenkt. Wir hatten auch schon 9Ct./kWh beim Gas, wer weiß, wie´s in 1-2 Jahren aussieht.

    Fazit: Günstig heizen gibt es nicht, höchstens man verbrennt seinen eigenen Wald.

    Gruß
    Ralf
     
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