Erdwärmekörbe - Funktion? selbst machen?

Diskutiere Erdwärmekörbe - Funktion? selbst machen? im Sonstiges Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen ich möchte in meinen Neubau eine Wärmepumpe (stiebel eltron, 13 kw) installieren, sie ist auch schon da. Eigentlich wollte ich...

  1. satzi

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    Hallo zusammen

    ich möchte in meinen Neubau eine Wärmepumpe (stiebel eltron, 13 kw) installieren, sie ist auch schon da. Eigentlich wollte ich 850 Meter Flächenkollektor verlegen - der Platz hierfür wäre auch da. Nun habe ich aber von den Wärmekörben gehört, die wesentlich platzsparender eingebaut werden können. Was ich nicht verstehe ist die Funktionsweise, denn ein Flächenkollektor vereist wenn ich ihn zu eng verlege, warum vereist dann der Wärmekorb nicht? Was ist denn eigentlich so besonders an einem solchen Korb - es ist doch die gleiche PE Leitung wie mein Flächenkollektor - und einfach nur um ein Kunststoffgestell gewickelt. Kann ich dies auch selbst machen?

    Bitte helft mir weiter, denn ich muss mich langsam entscheiden.
     
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  3. Hendrik42

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    Ein "Wärmekorb" ist ein "3D-Kollektor", also nicht nur Fläche (Länge, Breite), sondern auch Tiefe.

    Dabei kann die Physik, hier die Wärmespeicherfähigkeit des Erdreiches, aber nicht ausgetrickst werden: Du muss eben ordentlich in die Tiefe gehen, sonst wird das nix.

    Wenn die Fläche da ist, würde ich immer die Fläche nehmen. Ist billiger. Wenn weniger Fläche da ist, dann kann man "Flächenkollektoren" in mehreren Ebenen (mindestens 1,5m Abstand oder so, je nach Boden) verlegen oder zu "Körben" greifen.

    Aber ein Kubikmeter Erde hat immer dieselbe Speicherfähigkeit, egal wie Du die Energie rausziehst.

    Gruß, Hendrik
     
  4. satzi

    satzi

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    Dann erreiche ich mit einem Korb ja sozusagen auch nichts anderes, als wenn ich meinen Flächenkollektor einfach auf zwei Schichten verlege, oder?
     
  5. #4 Gerhard L., 4. Februar 2007
    Gerhard L.

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    Nicht zu empfehlen

    die Verlegung von 2 Schichten übereinander ist nicht zu empfehlen. (Ich glaube es gab mal einen Beitrag im Forum darüber). Ein Flächenkollektor sammelt im Grunde Solarenergie die über den Sommer den Boden erwärmt hat. Wichtig dabei ist der Grad der Wassersättigung des Bodens (je mehr je besser). Das ist übrigens der Grund warum die Fläche nicht überbaut werden darf denn der Niederschlag soll die Wassersättigung weiter gewährleisten. Wenn Du nun 2 Schichten übereinander legst würde die Ausbeute des unteren Kollektors nahezu 0 sein. Außerdem ist die 2 Schichtverlegung aufwendiger als die normale Verlegung.
    Zurück also zur normalen Flächenverlegung:
    Bei einem bindigen Boden wirst Du ca. 25 Watt/m² entziehen können. Es kommt nun auf Deinen Wärmebedarf an wie groß das Feld sein muß. Unterschiede gibts nun bei den einzelnen Systemen: Wasser-Sole WP oder Direktverdampfer. Bei letzterem läuft das Kältemittel im Rohrleitungssystem durch Deinen Garten und hast einen Übergang weniger und einen besseren Wirkungsgrad. (Beta=4,2).
     
  6. satzi

    satzi

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    Danke für die Info, ich habs denk ich verstanden, dass zweilagig nix ist. Unsere WP haben wir bereits, das ist eine Sole WP - keine Direktverdampferanlage.

    Das mit den Körben gefällt mir auch irgendwie nicht so richtig.

    Ich bräuchte jetzt noch ein paar Tips, wie ich den Kollektor verlegen kann, dass ich so wenig wie möglich meines Gartens benötige. Wir hätten z.B. einen Hof mit ca. 8 auf 10 Meter (gepflastert) sowie eine gepflasterte Terasse, die aber auch so 10 auf 6 Meter werden soll. Was mach ich da am besten mit den PE Leitungen? Kann ich die drunter durchgehen lassen und auf der anderen Seite der Terasse dann den Großteil des Rohres verlegen und dann auf dem Rückweg zum Verteiler noch einmal unter der Terasse durch?

    Wie ist das mit einer Verlegetiefe von ca. 4 Metern? Wir haben ein Hanggrundstück und da muss ich vom Verteiler auf 4 Meter Tiefe um unter einer Stützwand durchzukommen. Anschließend kann ich dann das PE Rohr auf einer Tiefe von 1,5 Metern (von Stiebel Eltron empfohlen) verlegen.
     
  7. #6 Ingo Nielson, 5. Februar 2007
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    warum lässt du nicht einfach bohrungen machen? das kostet über den daumen 1000€ pro kw entzugsleistung (fertig befüllt mit übergabe kugelhahn im hausanschlußraum)
     
  8. satzi

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    An eine Bohrung habe ich auch erst gedacht, aber erstens ist sie ganz schön teuer im Vergleich zu nem Kollektor - denn nen Bagger hab ich selbst und zweitens

    ---> wurde sie mir vom Wasserwirtschaftsamt verboten, da ich durch zwei wasserführende Schichten durchbohren müsste und das wird nicht gestattet!!
     
  9. #8 Gerhard L., 5. Februar 2007
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    So ein Ärger

    aber sieh es mal so: es hat alles seine Vor- und Hinterteile! z.B. die Kosten:
    eine Tiefenbohrung kostet rund 50,-- EUR p. Meter. Dagegen kommst Du in der Fläche mit ca. 2/3 der Kosten klar (so meine Info). Außerdem kann die Flächenverlegung in ca. 1,20 - 1,50 m Tiefe der Bauunternehmer bzw. Du selbst ausführen während die Tiefenbohrung von einer Bohrfirma ausgeführt werden muß. Diese haben z.Zt. aber ein ordentliches Auftragspolster d.h. Du könntest evtl. erst später zum Zug kommen. Also immer Kopf hoch. Nur rein Interesse halber: an was für ein Rohrleitungssystem hast Du gedacht PE oder PE-Xa?
     
  10. satzi

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    Mein Heizungsbauer hat mir zu ganz "normalem PE Rohr" geraten, ist das in Ordnung?
     
  11. planfix

    planfix Gast

    sole in PE rohr ist ok.
    wenn du die fläche hast nutze sie! die wp an sich ist eine gute wahl auch wenn es bessere, günstigere und wirtschaftlichere systeme und hersteller gibt. dein heizi soll halt machen, wie er's beigebracht bekommen hat von seinem hersteller. zum hersteller sag ich nix, da hab ich mir schon den mund verbrannt.
     
  12. #11 Ingo Nielson, 6. Februar 2007
    Ingo Nielson

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    dann denkt bitte auch an die "nebenleistungen" für die anlage, z.b. schacht.
    gestern habe ich auf der nachbarbaustelle gesehen, wie die jungs die flächenkollektoranlage montierten...professionell sah das nicht aus.. >g<
    also: genau planen, kalkulieren und kontrollieren.
     
  13. Gerhard L.

    Gerhard L.

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    Hersteller für Rohre ist z.B. REHAU

    die bieten PE und PE-Xa an. PE-Xa hat den Vorteil daß es kerbfester ist und Du Dir das Einsanden sparen kannst. Dadurch reicht der wassergesättigte Boden bis an das Rohr heran und Du hast wie mir gesagt wurde einen besseren Wärmeentzug. Natürlich ist PE-Xa etwas teurer. Ich habe mich in unserem Fall nicht weiter informiert weil ich mit einem Direktverdampfer liebäugle. Die Firma heißt übrigens REHAU Geo. Viel Spaß beim Nachforschen.
    Leider kann ich zu Deiner "unkonventionellen" Art der Rohrverlegung nicht viel sagen, nur vielleicht: Das Erdkollektorfeld sollte in mehrere Kreisläufe unterteilt werden, sonst braucht deine Pumpe für den Solekreislauf unwirtschaftlich viel Strom. So könnte ich mir vorstellen daß Du neben Deiner Terrasse einen Sammelschacht hast in dem die Kreisläufe zusammenkommen.
    Grüße Gerhard
     
  14. satzi

    satzi

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    Was ist denn der Unterschied zwischen PE und PE XE? Sind die PE XE ihr Geld wert? Es wäre schon eine große Erleichterung, wenn ich die Dinger nicht einsanden müsste, sondern einfach den Humus draufhauen könnte.

    Das mit der Herstellerfirma: ich hab mich vor gut nem 1/2 Jahr für Stiebel Eltron entschieden und hoffe dass ich gut damit fahre, was habt ihr für Erfahrungen?
     
  15. Gerhard L.

    Gerhard L.

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    PE-Xa

    Leider kann ich über die Rohrleitungen nichts genaues Sagen. Meine Informationen habe ich von einem Berater der Fa. REHAU in Stuttgart. Der meinte die Leitungen seien stabil genug um direkt mit Aushub anzufüllen. Außerdem sind die Leitungen für einen größeren Temperaturbereich geeignet.
    Wenn Du Dir das einsanden sparen kannst sind sie sicherlich eine Alternative.

    Gerhard
     
  16. Sachse

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    Hallo,

    wir haben relativ hohes Grundwasser.Kann man die Wärmekörpe auch teilweise im Grundwasser stehen haben?
     
  17. Primut

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    Zum Thema Wärmekörbe:
    Die Idee dahinter ist eigentlich eine andere:
    Wärmekörbe werden mit einer Solaranlage gekoppelt und speichern im Sommer die überschüssige Solarenergie ins Erdreich ein, so dass im Winter sozusagen ein wärmeres Erdreich als Wärmequelle zur Verfügung steht.

    Die Idee ist eigentlich ganz nett, allerdings sind mir noch keine Erfahrungswerte zur Auslegung bekannt, sofern es solche überhaupt gibt. Die ganz genaue Berechnung ist leider nicht ganz trivial.
     
  18. Julius

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    Auf die Idee sind schon andere gekommen...

    Ergebnis näherer Betrachtung:
    Unsinnig, da die nötige Hilfsenergie (Pumpenstrom) den späteren Mehrertrag an Wärme übersteigt!
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Sorry, aber das verstehe ich nicht. Ein Kollektor für die WP benötigt eben eine Pumpe. Ob die Brühe dann durch einen Tiefenkollektor, einen Flächenkollektor oder durch Wärmekörbe gepumpt wird ist doch egal. (gleiche Hydraulik vorausgesetzt)
    Ob der Kollektor teilweise im Wasser steht dürfte der Pumpe auch egal sein.

    Google liefert Hersteller und dort findet man auch Richtwerte für die Dimensionierung.

    Gruß
    Ralf
     
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  21. #19 wasweissich, 25. Mai 2008
    wasweissich

    wasweissich Gast

    das meinte julius nicht , es ging um den solarüberschuss in die erde pumpen........

    das grundwasser sollte eher hilfreich sein...
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Ich dachte das Thema sei schon durch, und jetzt wäre der Sachse mit seinem Grundwaser und den Erdkörben an der Reihe. :confused:

    Gruß
    Ralf
     
Thema: Erdwärmekörbe - Funktion? selbst machen?
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