Erfahrungen mit BHKW mit Öl bzw. Flüssiggas als Brennstoff

Diskutiere Erfahrungen mit BHKW mit Öl bzw. Flüssiggas als Brennstoff im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hi, meine Ölheizung (35 kW Leistung) hat das zeitlich gesegnet drum muss Ersatz her. Nach den neusten Meldungn das es staatliche Förderung von...

  1. justin74

    justin74

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    Hi,

    meine Ölheizung (35 kW Leistung) hat das zeitlich gesegnet drum muss Ersatz her.
    Nach den neusten Meldungn das es staatliche Förderung von bis zu 3000 Euro gibt hab ich mich mit dem Thema Blockheizkraftwerk beschäftigt.
    Meine Frage ist nun ob sich ein BHKW bei einem Jahresverbrauch von 4000 Litern und einer Gesamtheizfläche von 190qm lohnt oder nich.

    Des Weiteren überlege ich gleich von Öl auf Flüssiggas umzusteigen da dies umweltfreundlicher und günstiger ist. Was sagt ihr ?
     
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  3. Stoni

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    Nur mal so als Tip:

    In zwei Wochen startet hier in Berlin die Bautec 2012 (Messeglände)
    Die beste Gelegenheit in unserem Raum, um sich über neue Technik / Trends zu informieren.

    Gruß Stoni
     
  4. kehd

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    Ich würde sagen, umweltfreundlicher wäre es wohl den unzeitgemäßen Energieverbrauch zu dritteln oder mindestens zu halbieren.
     
  5. OldBo

    OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Und ich würde erst einmal fragen, wie hoch die Heizlast ist und wie die Auslastung dieses Gerätes wäre. Oder soll dort Nahwärme erzeugt werden?

    Gruß

    Bruno Bosy
     
  6. Julius

    Julius

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    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Lohnt sich sehr wahrscheinlich nicht.
    Denn fast die ganze Zeit des Jahres steht das Dings still, erzeugt also auch keinen Strom. Denn Du hast keine Verwendung für die dabei massig anfallende Wärme!

    Daß ich dies bezweifle.
    Steht denn in Deiner Ecke keine Erdgasversorgung zur Verfügung?
    Ist absehbar, wann ggf. eine kommt?

    Was fehlt denn der vorhandenen Heizung?
    Wirklich der Kessel hinüber oder nur der Brenner?
    Oder wie oder was?

    Zu den 35kW:
    Damit beheizen wir locker rund das Doppelte Deiner Fläche. Und das im ungedämmten 250-jährigen Altbau mit 40 Jahre alten großen Fenstern.
    Ist denn die Heizlast wirklich so groß? Oder der Kessel nur historisch bedingt heillos überdimensioniert?

    Was für ein Gebäude? Form? Bauweise? Dämmstandard?

    kehd hat nämlich völlig Recht:
    Vermutlich wäre es viel sinnvoller, den Wärmebedarf der Hütte zu senken, als sich so eine wartungsintensive Standschadentechnik anzutun...
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Gleich vorweg, besteht die Möglichkeit einen Erdgasanschluss zu bekommen?

    Schauen wir mal in die Glaskugel. Dein Haus hat eine Heizlast die irgendwo zwischen 13kW und 16kW liegt. Das wäre für ein Mini-BHKW schon sehr viel.

    Unterstellen wir einmal, dass es ein "passendes" Mini-BHKW gäbe. Dieses hätte einen Gesamtwirkungsgrad von 90%, typisch 65% thermisch und 25% elektrisch.

    Unterstellen wir weiterhin, dass die Kesselverluste Deines Ölers in der 10% Klasse liegen, der Rest sind "Verluste" in er Verteilung etc, die auch beim Anschluss eines BHKW anfallen. d.h. Du bräuchtest pro Jahr min. 36.000kWh an thermischer Energie.

    Um diese mit dem BHKW zu erzeugen müsstest Du 55.400kWh an Erdgas einsetzen. Gleichzeitig würde Dir die Anlage noch 13.850kWh an el. Strom liefern.

    Rechnen wir das Erdgas mit günstigen 6Ct./kWh (inkl. Grundgebühr), dann hättest Du 3.325,- € an Kosten für den Brennstoff. Die eingespeisten 13.850kWh bekommst Du mit gut 10Ct./kWh vergütet, also eine Erstattung von 1.385,- €. Stromsteuererstattung o.ä. lasse ich mal außen vor.

    Deine Kosten belaufen sich also auf 1.940,- € pro Jahr zzgl. Wartung die im Bereich 200,- bis 300,- € pro Jahr liegt (davon allein 150,- € Material).
    d.h. Deine Kosten pro Jahr liegen um die 2.200,- €!

    zum Vergleich, 40.000kWh Erdgas kosten Dich aktuell etwa 2.500,- €.

    Deine Einsparung läge also bei 300,- € pro Jahr.

    ACHTUNG! Die Rechnung passt nur wenn der angesetzte Gaspreis nicht deutlich steigt. Betrachtet man die Ölpreise der letzten Wochen/Monate, dann kann man wohl davon ausgehen, dass wir auch beim Gas bald neue Höchststände sehen werden.

    Nun muss man sich einmal die Investitionskosten genauer anschauen. Ein Mini-BHKW in der benötigen Leistungsklasse kostet inkl. notwendigem Zubehör, Aufbau, Inbetriebnahme mindestens 23T€ aufwärts. Das ist bereits eine sehr vorsichtige Schätzung, die je nach Gegebenheiten vor Ort, ganz schnell ganz deutlich teurer werden kann. Man bewegt sich da schnell in der Region zwischen 25T€ und 30T€, je nachdem was von der alten Anlage noch verwendet werden kann (Speicher, Pumpen, Mischer o.ä.).

    Zwar gibt es für BHKW auch Fördermittel und Zuschüsse, aber ob diese den hohen Kostenaufwand in einen schmerzfreien Bereich bringen? Da muss jeder selbst darüber nachdenken.

    Nun kann man auch eine andere Strategie fahren, d.h. den erzeugten Strom auch selbst nutzen, oder das BHKW kleiner auslegen und für die thermische Spitzenlast einen zusätzlichen Wärmeerzeuger vorsehen.

    Hier stellt sich dann die spannende Frage, wieviel Strom kann ich im Haus überhaupt selbst nutzen? Und was kostet ein zusätzlicher Wärmeerzeuger (hier vorzugsweise dann eine Gastherme)?

    d.h. Bei einem BHKW darf man niemals nur den thermischen Energiebedarf betrachten, sondern man muss zwangsläufig auch den elektrischen Energiebedarf mit einbeziehen. Ob man dann bereit ist diese Investitionen zu leisten, muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Gruß
    Ralf
     
  8. #7 moderne.heizung, 13. Februar 2012
    moderne.heizung

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    Hallo!
    Also die Heizungsleistung von 35W klingt sehr hoch. Hier ist grundsätzlich die Frage zu stellen, ob nicht auch eine energetische Verbesserung des Haus-Standards in Kombination mit dem Heizungsaustausch erfolgen sollte. Dadurch könnten auch die Investitionskosten in die neue Anlage reduziert werden. Unter der Adresse http://www.moderne-heizung.de/energiesparrechner.html kannst du dir Auswirkungen von verschieden Sanierungsvarianten ansehen.
    Und da du durch die staatliche Förderung auf das BHKW gekommen bist, solltest du dir vielleicht auch die Fördermöglichkeiten für andere Heizungsvarianten ansehen. Informationen dazu findest du unter http://www.moderne-heizung.de/foerdermittelauskunft-info.html.
    Zur Frage ob sich das BHKW gegenüber einer Gasbrennwertherme lohnt zeigt schon das Rechenbeispiel von Ralf. Die von ihm ermittelte jährliche Ersparnis muss aber so wie auch schon von Ihm ausgeführt, den erhöhten Investitionskosten der BHKW-Anlage im Vergleich zu einer Gasbrennwerttherme gegenübergestellt werden. Hier kann mit einem geringeren Investitionsaufwand von mehr als. 10.000 € (23-30 T€ für das BHKW und 6-9 T€ für die Gasbrennwerttherme zuzüglich der Aufstellungs- und Installationskosten) gerechnet werden.
    Die Frage die sich zu deiner letzten Frage stellt, ist natürlich immer, ob ein Gasanschluss vorhanden ist, aber auch im Bereich von Öl-Brennwertkesseln liegen die Anschaffungskosten im Bereich der Gas-Kessel.
     
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  10. alex2008

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    und bei der Kostenrechnung mal nicht vergessen, dass die Kisten ob BHKW, Brennwertkessel+Brenner etc. nicht ewig halten.
    Damit sind wir dann beim Zauberwort Abschreibung
    Und die Investitionen sollte man vielleicht auch verzinsen, bzw. die notwendigen Kreditzinsen auch ansetzen.
    Und wenn wir dass alles ansetzen sieht es mit der Wirtschaftlichkeit von kleinen BHKW oftmals ganz schnell sehr zappenduster aus.
    Dass erzählen Dir die Hersteller und die die es verbauen nicht so gerne.
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Richtig.

    Das Thema Abschreibung betrifft aber genau betrachtet jeden Wärmeerzeuger.

    Gruß
    Ralf
     
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