Erfahrungen mit Einsatz eines Ombudsmanns?

Diskutiere Erfahrungen mit Einsatz eines Ombudsmanns? im Baumurks in Wort und Bild Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, ich wollte einmal die Frage in die Runde stellen, ob jemand schon einmal Erfahrung (direkt oder indirekt) mit dem Einsatz eines...

  1. Bauprojekt

    Bauprojekt

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    Hallo zusammen,

    ich wollte einmal die Frage in die Runde stellen, ob jemand schon einmal Erfahrung (direkt oder indirekt) mit dem Einsatz eines Ombudsmannes gemacht hat?

    Zum Hintergrund: Wir haben unser (Fertighaus)-Bauprojekt abgeschlossen (zumindest was das Haus angeht, Außenanlagen sind noch ongoing) und auch abgenommen. Es gibt aber eine Reihe von Mängeln. Diese haben wir auch größtenteils bei der Abnahme (im Juli) vorbehalten, der eine oder andere wichtige Mangel ist uns aber erst nach der Abnahme aufgefallen. Die im Abnahmeprotokoll vom Anbieter auch unterschriebene Frist für die Mängelbeseitigung ist inzwischen abgelaufen.
    Eine Reihe der Mängel sind auch behoben, für andere zieht sich die Bearbeitung aber hin. Es gibt auch komplexe Diskussionen, da ein Teil der Mängel nicht behebbar sind (bzw nicht mit einem vertretbaren Aufwand behebbar sind) oder die Baufirma diese nicht beseitigen möchte etc
    Wir haben - wie vermutlich die meisten Bauherren - kein gesteigertes Interesse an einem langwierigen Rechtsstreit mit ungewissem Ende, können aber mit dem aktuellen Stand auch nicht wirklich leben. Grundsätzlich sprechen und verhandeln wir auch noch mit unserem Bauunternehmen.
    Unser Fertighaushersteller ist Mitglied im BDF und ich habe gesehen, dass diese eine Ombudsstelle hat zu der gesagt wird "Für die ... Streitigkeiten zwischen Bauherren und einem Mitgliedsunternehmen des BDF steht ... eine Ombudsstelle bereit, um zu vermitteln. Der Rechtsweg vor einem ordentlichen Gericht bleibt dem Bauherren natürlich trotzdem offen. Für den Bauherrn ist die Anrufung der Ombudsstelle kostenfrei. "

    Hat jemand Erfahrung mit dieser Ombudsstelle gemacht? Oder würde eher die Einschaltung eines unabhängigeren Ombudsmanns sinnvoll sein?
    Bin dankbar für alle Erfahrungen und/oder Empfehlungen.
     
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  3. Bauprojekt

    Bauprojekt

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    Hmm, keine Antworten auch wenn hier üblicherweise schnell und fundiert geantwortet wird... Offenbar habe ich eine schlechte Frage gestellt oder meine Frage schlecht gestellt. Ich hoffe ihr nehmt es mir nicht übel wenn ich meine Frage einmal ergänze und leicht erweitere:
    Was ist denn in der oben beschriebenen Situation die übliche und von den Experten empfohlene Vorgehensweise unter der Zielsetzung in überschaubarer Zeit und mit überschaubarem persönlichen Einsatz eine befriedigende Lösung zu erwirken? Aktuell konkret fassbar erscheinen mir die beiden Optionen "zähe Verhandlungen mit meiner Baufirma in der Hoffnung auf Einigung" und "langer Rechtsstreit". Die erste funktioniert nicht sicher sondern nur wenn die Baufirma mitmacht und die zweite ist auch nicht wirklich sicher sowie auch mit hohem Einsatz verbunden.
    Gibt es da noch empfehlenswerte Alternativen, welche wären das oder habt ihr weitere Empfehlungen was man in so einem Fall machen würde und sollte?
    Vielen Dank schon einmal!
     
  4. mls

    mls Bauexpertenforum

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    hmm .. naja .. du würdest auf deine frage mehr antworten
    im ombudsmännerforum bekommen .. keine ahnung, ob´s das gibt
    hier gehts vorrangig um technische sachverhalte - und da
    kennst du die allzeitrichtige standardantwort ;)
     
  5. Corinna72

    Corinna72

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    Ich hoffe, Du hast Geld für die Mängel einbehalten.
    Dann muss die Firma nachbessern, wenn sie ihr Geld bekommen will.
    Schriftlich mit Termin Nachbesserung fordern, in Verzug setzen, nochmal erinnern und mahnen und wenn das dann alles ins Leere läuft: selber andere Firmen mit der Mängelbeseitigung beauftragen und der Baufirma abziehen.
    Wichtig: alles gut dokumentieren, zum einen die Mängel mit Fotos, Beschreibung und Zeugen, zum anderen die Vorgehensweise zur Beauftragung der Mängelbeseitigung.


    Falls Du schon alles bezahlt hast, wirds schwierig...
     
  6. GWeberJ

    GWeberJ

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    So würde ich es machen:

    Melde dich bei ein paar Anwälten für Baurecht in der Umgebung und sag, dass du einige Mängel an deinen Gebäude hast und eventuell juristisch gegen deinen Vertragspartner vorgehen willst, vorher aber das ein oder andere noch von einem Bausachverständigen abklären lassen willst. Ob man dir denn einen öbuv SV nennen könnte, mit dem die Kanzlei schon gute Erfahrungen gemacht hat.

    Dann meldest du dich beim SV und fragst zuerst mal nach einem Ortstermin, wo du in ein paar Stunden das Gebäude abgehst, die von dir vorgefundenen Mängel darlegst. Wenn das keine hochkomplexen Dinge sind, kann der SV vielleicht bereits vor Ort sagen "krasser Mangel" oder "mehr als 50 Euro Minderung ist nicht drin" (kommt natürlich sehr auf die Art der Mängel an). Das kostet dich dann vielleicht 110 Euro brutto pro Stunde und möglicherweise entdeckt dein SV auch noch Punkte, die du vorher übersehen hast.

    Wenn du aber grundsätzlich keinen "Krieg" führen willst, um im Notfall deine Ansprüche durchzusetzen, dann bist du nach dem SV-Termin vielleicht noch unglücklicher als vorher.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass Du ja ausdrücklich nach Erfahrungen gefragt hast, und hier anscheinend niemand über solche Erfahrungen berichten kann.

    Das Einschalten einer Ombudsstelle kann schon sinnvoll sein, und deren Empfehlung kann sich auch auf ein nachfolgendes Gerichtsverfahren auswirken. Ich frage mich aber, ob angesichts der Komplexität beim Hausbau, eine Ombudsstelle nicht überfordert ist. Du schreibst ja selbst von "komplexen Diskussionen".

    Für einen Außenstehenden ist Dein "Fall" wohl nur sehr schwer einzuschätzen. Es ist auch nicht bekannt, in wieweit schon unabhängige Fachleute eingeschaltet wurden. Sicher ist anscheinend nur, dass es Differenzen gibt. Ob diese berechtigt sind, ob es überhaupt sinnvoll ist weiter zu streiten, das alles kann aus der Ferne kein Mensch beurteilen.

    Du schreibst beispielsweise:

    Vielleicht ist diese Weigerung ja gerechtfertigt? Wer weiß schon, was bemängelt wurde, ob es sich überhaupt um Mängel handelt, ob die Firma das vielleicht nur aussitzen möchte, usw. usw.

    Ich vermisse in Deinen beiden Beiträgen das Wort "Fachanwalt". Der müsste Dir doch schon einen Anhaltspunkt geben können, also ob es sich lohnt zu streiten, oder ob Deine Forderungen von vornherein unberechtigt sind. Weiterhin vermisse ich das Wort "unabhängiger Sachverständiger" der die technische Seite beurteilen kann.

    Was wir wissen, Du hast anscheinend bei der Abnahme Mängel geltend gemacht, diese wurden zumindest teilweise auch beseitigt, und es gibt anscheinend noch weitere Mängel, und die Firma weigert sich alles zu beseitigen. Wir wissen nicht, ob es sich um tatsächliche Mängel handelt, warum die Firma die Beseitigung verweigert, wir wissen noch nicht einmal, was zwischen Dir und der Firma tatsächlich nachweislich vereinbart war.
     
  8. neoplan

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    na, dann wollen wir ( Ostmark ) mal was berichten: sogenannte ombudsstellen ( bitte beachte die Interessenlage ), die in diesem Sektor bei der Ausführung-seite installiert sind, sollten sinnvollerweise vorallem strategisch ( aus einer Position bereits gut bezogener stärke ) einbezogen werden; zb um dann statt öff. gericht ein realistisches schiedverfahren zu laufen. anders hast du als AG dort genau die Behandlung die der Interessenlage der Mitglieder entspricht ( nonanet ).
     
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  10. #8 Ralf Wortmann, 27. Oktober 2014
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    Mit eigenen Erfahrungen kann ich leider nicht dienen. Keiner meiner Mandanten hat zuvor einen Ombudsmann eingeschaltet.

    Hier ein Link, der vielleicht weiterhilft:
    http://www.dooyoo.de/fertighaeuser/streif-fun/1323405/

    Die von GWeberJ im Beitrag #5 skizzierte Vorgehensweise halte ich für zielführender.

    Du brauchst zunächst die fachliche Einschätzung eines eigenen, unabhängigen Sachverständigen um die Erfolgsaussichten deiner weiteren Schritte beurteilen zu können.
     
  11. Inkognito

    Inkognito Gast

    Ich hatte das mal. Der Handwerker hat es abgelehnt mit der Schiedsstelle zusammenzuarbeiten. Das wars. Würde ich immer machen, wenn man den Gang zum Anwalt - oder zumindest zum Gericht - dadurch vermeiden kann.
     
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