erhöhte, überdachte Terrasse auf Bestandsgrundstück

Diskutiere erhöhte, überdachte Terrasse auf Bestandsgrundstück im Außenanlagen Forum im Bereich Rund um den Garten; Hallo! Zum Abschluss der großen Umbauaktionen an meinem Haus möchten wir eine erhöhte, überdachte und rechteckige Terrasse bauen. Der Großteil...

  1. Riki26

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    Hallo!
    Zum Abschluss der großen Umbauaktionen an meinem Haus möchten wir eine erhöhte, überdachte und rechteckige Terrasse bauen. Der Großteil wird in Eigenleistung gemacht. Hier bitte ich um euren Senf zu unserem Plan. Zunächst das Objekt: (s. Anhang Terrasse.jpg):
    Von der Mauer (rechts) bis zur Kellerbrüstung links soll die Terrasse auf Höhe der Terrassentür (80cm) gehen. Die Breite beträgt ca. 6m Die "Tiefe" soll ca. 4,5m betragen. In Gartenrichtung(unten) soll es einen schrägen Rasenabgang und zum Hof(links) Steintreppen und eine "Stufendingsebenensteinbepflanzung" geben.
    Terrasse.jpg

    Zielidee (etwas passenderes habe ich nicht gefunden):
    Ziel1.png ziel2.png

    Umsetzung:
    Rahmen:
    Die alten Terrassensteine entfernen wir, da wir diese anderweitig verwenden wollen. Darunter befindet sich Split.
    Zur bestehenden Mauerseite wollen wir aus Kostengründen eine Schaltung bauen und eine Stahlbetonwand in der gewünschten länge und Höhe ziehen. Zur Hausseite hätte ich eine große Gummimatte (oder Dichtschlamm+Noppenbahn?) gelegt, wobei dieser Bereich wegen der Überdachung nie Nass werden sollte.
    Zur Gartenseite und Hofseite würde ich 80cm hohe bewehrte (unbewehrt wäre zu schwach, oder?) L-Steine/Mauerscheiben setzen.
    Frage: Klappt das so? Gibt es noch Sparmöglichkeiten?
    Könnte man z.B. anstelle der 80 Höhe L-Steine einen breiten Socken (40cm hoch) aus Beton gießen und darauf 40er L-Steine mit Mörtel kleben?


    Füllung:
    bis 5cm unter Bodenbelag fülle ich mit dem vorhandenen Bauschutt und 0-32mm Asphaltschotter, Schichtweise verdichtet.
    Dann 5cm Split, verdichtet und darauf sollen dann größere Terrassenplatten.

    Fragen:Muss auf den Split noch Sand zum weiteren verdichten? Muss noch etwas beachtet werden?

    Bedachung:
    Es soll VSG mit Aluminim oder Stahlträgern sein (was könnt ihr empfehlen?).
    Idee: an den entsprechenden Stellen in der Füllung Eimer Versenken um die Stützen dann in diesem Loch in Beton zu befestigen. An der Hauswand werden die Träger eingedübelt.
    Alternativ eine größere Platte ans ende Schrauben und auf den Grund des Schutthaufens stellen und zuschütten.

    Für den Rahmen und Dach gibt es fertige Bausätze zu kaufen (6x4m). Oder wir machen die selbst, da mein alter Herr in der Stahlbranche Arbeitet.

    Am Ende muss vermutlich in jedem Fall eine Dachrinne montiert werden, damit mein Rasenabgang nicht Baden geht, richtig?

    Markise: Muss sein, da dieses Dach in exakter Südausrichtung positioniert wird und bis 18 Uhr kein Baumschatten darauf fällt. Mein Bauchgefühl tendiert zu einer Unterglasmarkise, da wir 2 Seiten offen lassen und (hoffentlich) genug Luft zirkuliert um Hitzestau zu vermeiden. Wenn man Das Terrassengestell im Bausatz kauft gibt es häufig ist die Markise etc. häufig zubuchbar. Habt ihr hier Empfehlungen für Modelle und Hersteller?

    Ich freue mich auf eure Meinungen!
     
  2. Dimeto

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    Die wichtigste Meinung ist die des Nachbarn. Die zweitwichtigste die der Baugenehmigungsbehörde. Die überdachte Terrasse löst Abstandsflächen aus und muss, falls ein Bebauungsplan Festsetzungen trifft, innerhalb der überbaubaren Fläche stehen.
     
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  3. Riki26

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    Nach Rücksprache mit der Stadt ist die Überdachung nach schriftlicher Einwilligung der Nachbarn genehmigungspflichtig. Die erhöhte Terrasse unter 30qm nicht.

    Habt ihr noch Kommentare zu den Umsetzungsideen?
     
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  4. #4 driver55, 03.04.2020
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    Nimm was "fertiges" (vom Hersteller auf Maß) in ALU pulverbeschichtet mit Aufdachmarkise. Zusätzlich würde ich direkt Senkrechtmarkisen für 1-2 Seiten vorsehen. Beleuchtung unterhalb der Überdachung nicht vergessen.
    Rinne ist dann inklusive. Ableitung für das Fallrohr nicht vergessen.
     
  5. #5 Andreas Teich, 04.04.2020
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    Hausseitig genügt eine Noppenbahn zur Abdichtung/Schutz.

    Die fertigen Alukonstruktionen finde ich ziemlich häßlich und steril-
    Als Dachkonstruktion ist KVH oder BSH, aufgelegte EPDM- Abdichtungsprofile,
    ESG/ TVG, Alu-Abdichtungsprofile am einfachsten und günstigsten und für später Befestigungen am geeignetsten.

    Unterdachbeschattung ist relativ wirkungslos- Begrünung bringt wegen Verdunstungskühle am meisten.

    Kastenrinne unter die überstehende Glaskante setzen, zur Ableitung seitlich genügt eine dünnen Kette o.ä.

    Ca 5 cm hoher Feinsplitt ca 3-5 mm Körnung Ist als Unterbau unter den Platten geeignet.
    Erst Untergrund eben abziehen und verdichten- dann Feinsplitt über nivellierte Latten/Rohre abziehen
    und Platten lose mit Plattenheber einlegen.
     
  6. Dimeto

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    Verstehe ich nicht. Wie sieht Dein Plan jetzt aus?
    - Stellst Du einen Bauantrag?
    - Ist der Nachbar informiert?
    - Ist der Nachbar einverstanden?
    - Gibt er das Einverständnis auch schriftlich?
    - Gibt es einen BPlan?
     
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  7. Riki26

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    Danke für eure Antworten.
    Eine Frage habe ich noch: Reicht es die Stahlträger 30cm tief einzubetonieren, oder muss es tiefer sein?

    @Dimeto:
    Am Bauantrag sitze ich gerade. Ich bin etwas geschockt über die Fülle an Papierkram...
    Nachbarinnen sind Informiert und haben zugestimmt. Schriftliches Einverständnis ist auch zugesichert.
    Der Bebauungsplan existiert und eine inoffizielle, mündliche Zusage des Bauamtes habe ich bereits, dass es genehmigt wird. Die Bearbeitungsdauer liegt derzeit allerdings bei 4-6 Wochen (bei vollständigem Eingang aller erforderlichen Unterlagen in dreifacher Ausführung...)
     
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  8. Dimeto

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    Dann bin ich beruhigt. :konfusius
     
  9. #9 Andreas Teich, 06.04.2020
    Andreas Teich

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    Wenn du mit Stahlträgern die Pfosten meinst würde ich die auf die Betonmauer dübeln und nicht einbetonieren.
    Schalsteinmauern müssen dazu entsprechend armiert sein.
     
  10. JPtm

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    Diese unförmigen Schuttberg willst du sinvoll verdichten? Respekt.
    Ist das Zeug unbelastet?
     
  11. Riki26

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    Diesen unförmigen Schuttberg möchte ich verdichten! Unbelastet sollte er sein. Er besteht eigentlich nur aus Fliesen, Estrich, Kalksandstein und Putz.
    Der wird aber nur die ersten 20 der insgesamt 80cm füllen. Der Rest wird mit "ordentlichem Schutt" befüllt.
    Ich bin noch unsicher bezüglich des Randes meiner Terrasse:
    Mein Vater empfiehlt das 6mx4m Rechteck mit einer armierten L-Verschalung (zur offenen seite) zu bauen und sich Beton liefern lassen und ihn direkt vom Misch-LKW in die Schalung zu kippen. Hätte aber den Nachteil, dass dieses Rechteck von oben wie unschöner Beton aussieht. Dieser soll eigentlich die Umrandung der Terrassenplatten darstellen.
    Habt ihr noch andere Möglichkeiten?

    Mauerscheiben mit einer 80er Höhe für die Strecke sind vermutlich zu Teuer. Hier ein Angebot:
    L-Stein, BxHxL: 45 x 80 x 100 cm für 129€ Pro Stück. Macht bei meinem Umfang
    ca. 2600€
     
  12. #12 Andreas Teich, 07.04.2020
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    Die L-Steine sind doch viel zu teuer, benötigen eine saubere Bettung und müssen mit Kran versetzt werden.

    Wer etwas kostenbewußt ist und selber bauen will ist doch entweder mit Schalsteinmauer
    oder nur Punktfundamenten mit darauf befestigter Holzkonstruktion viel besser bedient.

    Wenn die Mauer bepflanzt wird kann sie unverkleidet bleiben- ggf mit Natursteinplatten bekleben oder verputzen.

    Als unterste Lage würde ich auch den vorhandenen mineralischen Bauschutt gleichmäßig verteilen,
    verdichten und mit Schotter/bzw Recyclingmaterial auffüllen.
     
  13. Riki26

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    Hallöle,
    der Schuttberg ist weitestgehend verteilt und auf einer Seite haben wir bereits ein bewehrtes Streifenfundament gegossen.
    Nun entflammt eine Meinungsverschiedenheit zwischen meinem Vater und mir:
    Er möchte Holzschalungen bauen, bewehren und mit Transportbeton vollgießen.
    Ich würde den Rahmen der Terrasse lieber mit Schalsteinen mauern und mit dem Transportbeton befüllen.

    Es wird später keine sichtbare betonwand geben. Welches Verfahren haltet ihr für besser?
     
  14. #14 simon84, 20.04.2020
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    Beides möglich, wenn man es richtig kann finde ich klassische Schalung besser
     
  15. #15 Andreas Teich, 20.04.2020
    Andreas Teich

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    Schalungsbau ist wesentlich aufwendiger als einfach nur Schalsteinen trocken aufeinander zu stellen.
    Besser größere Löcher ins Fundament bohren um die senkrechten Armierungsstäbe damit verbinden zu können.

    Unten könntet ihr breite Schalsteinen verwenden und nach oben hin leicht zum Haus hin einrücken
    oder oben etwas schmalere Schalsteinen verwenden.
    Bei jeder Lage horizontal 1-2 Eisen zumindest außenseitig und um die Ecken einlegen
     
Thema: erhöhte, überdachte Terrasse auf Bestandsgrundstück
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