Erhöhung Terrasse möglich? (WDVS/Sockeldämmung)

Diskutiere Erhöhung Terrasse möglich? (WDVS/Sockeldämmung) im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, unser in den 90er Jahren sanierter Altbau soll nun eine neue Terrasse bekommen. Im Sinne der Barrierefreiheit würden wir dabei gerne die...

  1. jefrey

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    Hallo,

    unser in den 90er Jahren sanierter Altbau soll nun eine neue Terrasse bekommen. Im Sinne der Barrierefreiheit würden wir dabei gerne die Terrasse (und damit auch die anschließende Rasenfläche) ca. 12cm höher legen.
    Sorgen bereitet mir dabei die vorhandene Wärmedämmung und Gebäudeabdichtung.
    Unterhalb der Dämmung (WDVS) ist eine Sockeldämmplatte von ca. 45cm Höhe (zurückspringend) angebracht, etwa 20cm davon schauen oberhalb des Geländeniveaus noch heraus. Eine Perimeterdämmung der Kellerwände darunter gibt es nicht. Die Sockeldämmplatte ist mit einem Buntsteinputz ausgeführt, die Fassade mit einem Rauputz.
    Wenn jetzt die Terrasse 12-15cm höher ausgeführt wird, würde der Sockel ja quasi komplett verschwinden und die untersten 20cm des WDVS würden "wie ein Sockel" beansprucht, oder? Gibt es Möglichkeiten, die dadurch entstehenden Probleme zu mildern? Den Sockel neu auszuführen würde mir dann doch zu weit gehen.

    Für Ideen und Hinweise danke ich im Voraus!
    J
     
  2. #2 chillig80, 02.05.2019
    chillig80

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    Jein, der Spritzwasserbereich verschiebt sich nach oben, aber so lange es „nur“ Spritzwasser ist und Du da nicht direkt dagegen anschüttest ist es noch im Rahmen des Machbaren. Und genau da frage ich mich was ihr da tun wollt, einen gewöhnlichen Oberputz aus den 90ern (Vermutlich Putzmörtelgruppe P1) solltest nicht „eingraben“, das verträgt er nicht.

    Den jetzigen „Sockel“ solltest da wo er verschwindet abdichten. Wenn dann der „Oberputz“ wirklich nur zum „Spritzwasserbereich“ wird geht das, aber mit erhöhter Verschmutzungsneigung und erhöhtem Pflegeaufwand (der Bereich muss einigermaßen „dicht“ bleiben, den Anstrich kannst da nicht schadlos „verkommen lassen“).
     
  3. #3 Fabian Weber, 02.05.2019
    Fabian Weber

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    Eine Fassadenrinne könnte das Problem etwas abmildern.

    Außerdem könntest Du noch eine Hydrophobierung aufbringen, gibt es mittlerweile auch in matt.
     
  4. jefrey

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    Vielen Dank schon einmal für die Antworten.
    Hier noch ein Foto um es evtl. etwas klarer zu machen:
    1.jpg
    (Sorry, das Foto ist nicht wirklich perfekt für den Zweck, ging jetzt nicht anders)

    Die "Fensterbank" der Terrassentür endet ca. 12cm über der jetzigen Terrassenoberfläche. Die Terrasse und auch das links anschließende Pflaster kommen weg und die neue Oberfläche würden wir am liebsten bis knapp unter die Fensterbank "hochziehen". Unter der Fensterbank sieht man hier noch den Buntsteinputz, der an dieser Stelle dann fast komplett verdeckt würde. Weiter links sieht man noch die normale Wandausführung, in etwas hellerem Grau das verputzte WDVS.
    Um dann nicht zwischen Terrasse und Pflasterung links eine Stufe reinzubekommen wollten wir dort ein etwas stärkeres Gefälle ansetzen und die Pflasterung als Höhenangleich verwenden. Hier würde dann das WDVS schon stark in den Spritzbereich gezogen, da der Sockel an dieser Stelle jetzt schon bei nur ca 15cm über Gelände endet.

    @chillig80 : den Oberputz (laut alter Rechung: "STO-Armierungsputz volldeckend aufgetragen + Schlussbeschichtung mit STOlit Kratzputzstruktur, Kornstärke 3mm, aufgetragen und strukturiert" würden wir somit nicht "eingraben", aber wenn die neue Pflasterung liegt bleiben wohl auch nur noch 2cm "Sockel" über..
    Aber was meinst du genau mit "Den jetzigen „Sockel“ solltest da wo er verschwindet abdichten"? Kann man auf einen Buntsteinputz noch einmal Dichtschlämme oder ähnliches aufbringen? Zum Sockelputz habe ich noch gefunden: "mit Putzgrund grundiert + STO Armierungsputz + STO-Dämmplatte extradiert mit Flexyl und Portland-Zement 1:1 gemischt + Superlit Buntsteinputz, FT519, aufgetragen und glattgezogen"

    @Fabian Weber : an eine Rinne hatte ich auch schon gedacht. Hier dann nicht nur vor der Terrassentür sondern komplett entlang der betroffenen Fassade?
    Dürfte auch im Sinne der (Holz)-Türen und Fenster sein, wenn eine solche Rinne die Spritzwassermenge reduzierte... schon heute sind die unteren 10cm der Elemente nach einem Starkregen nicht mehr wirklich schön anzuschauen.
    Betr. Hydrophobierung: geht sowas auch auf Buntsteinputz?
     
  5. #5 Fabian Weber, 02.05.2019
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    Der Buntsteinputz ist doch sowieso so ein Plastikzeug oder? Der ist doch wahrscheinlich schon sehr dicht.

    Für den Lichtschacht gibt es übrigens Adapter um auf die Höhe zu kommen.
     
  6. jefrey

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    Ich hatte jetzt auch erst einmal angenommen, dass der Buntsteinputz ausreichend "dicht" ist.
    Aber leider gibt's da schon ein paar kaputte Stellen (die größte als Bild im Anhang) und auch einen ca. 10cm langen Riss.
    1.jpg
    Von der Optik her wäre mir das ziemlich egal, weil ja nun die Terrasse erhöht werden soll und diese Stellen dann (zumindest fast) komplett verschwinden. Aber wie kriege ich diese Stellen dicht? Den Buntsteinputz ausbessern? Wird das dadurch überhaupt dicht? Oder eben doch Dichtschlämme drüberkleistern? Hält das überhaupt?
     
  7. #7 chillig80, 06.05.2019
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    Graben, abdichten, anfüllen, neue Terrasse drauf. Und nein, Buntsteinputz ist keine Abdichtung.
     
  8. #8 Fabian Weber, 06.05.2019
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    Hat ja auch niemand behauptet. Wenn das mein Haus wäre, würde ich die Fehlstellen bisschen abdichten und fertig. Ist doch anscheinend schon lange ohne Schäden.
     
  9. jefrey

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    Entschuldige bitte die Rückfrage - aber wie genau meinst du das "Graben"? Den Sockel freilegen? Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass die Abdichtung unter dem Sockel noch intakt ist. Zumindest macht die Kellerwand keinerlei Anzeichen von Feuchtigkeitsproblemen (der Keller ist übrigens von 1993).
    Und wie könnte man konkret den alten Buntsteinputz abdichten? Kann man da eine Bitumenabdichtung drüberziehen oder so?

    Wie würdest du das konkret machen?
     
  10. #10 Fabian Weber, 07.05.2019
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    Das wäre zwar nicht super fachgerecht aber ich würde da einfach so ein bisschen Streichbitumen draufspachteln oder Dichtschlämme.
     
  11. jefrey

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    Vielen Dank noch einmal für die Antworten und Tips.
    Ich hatte das Glück einen Bauexperten mal unverbindlich auf die Sache schauen lassen zu können und im Ergebnis lassen wir das ganze Vorhaben nun vermutlich besser. Unser Experte hatte zusätzlich zu den Fragen rund um den Putz doch größere Sorgen, dass die >25 Jahre alte (wenn überhaupt vorhandene) Abdichtung rund um das Fensterelement und das eben so alte Fensterelement (Holz) dem dann höheren Aufkommen an Wasser vielleicht nicht gewachsen sein könnten.
    Dazu kommt ja, dass wir allein aufgrund des Fensterrahmens und der "Fensterbank" sowieso keinen wirklich barrierefreien Ausgang hinbekämen, also was wäre am Ende wirklich der Gewinn einer nur noch 5-6cm hohen "Schwelle"?
     
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