Ermittlung Baujahre

Diskutiere Ermittlung Baujahre im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, dies ist mein erste Beitrag hier im Forum und hoffe hier ein paar Antworten bzw. Einschätzungen zu bekommen. Also: Wir sind im...

  1. topjob

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    Hallo zusammen,

    dies ist mein erste Beitrag hier im Forum und hoffe hier ein paar Antworten bzw. Einschätzungen zu bekommen.

    Also: Wir sind im Moment dabei ein Haus zu Kaufen. Die aktuellen Eigentümer (Erben) wissen leider sehr wenig über das Haus. Auch Unterlagen gibt es wenig bis fast nichts.

    Was bekannt ist: Das Haus besteht aus zwei Teilen. Der alte Teil ist in den 30ern gebaut worden und hat heute rund 40 m². Der neue Teil ist 1963 angebaut worden und bietet rund 90 m² Wohnfläche. Mit dem Neubau scheint der Altbau mit dem geleichen Klinker verblendet worden zu sein. Von Außen ist somit kein Unterschied zu erkennen.
    Ende der 80er ist das Gebäude verkauft worden. Im diesem Zuge wurde so einiges Erneuert. So beispielsweise die Fenster. 2013 wurde die Heizung erneuert.

    Darüber hinaus ist bekannt, dass wohl das Bad irgendwann mal erneuert und auch der Sicherungskasten mal etwas aufgerüstet wurde.

    Was unter anderem nicht bekannt ist:

    - Die Heizkörper: Das Haus hat durchgängig Flachheizkörper mit Thermostaten. Angeschlossen sind sie über Kupferrohre. Der optische Zustand ist erst einmal gut. -> Können diese noch aus dem Baujahr 1963 sein? Für mein Gefühl passt dieses eigentlich nicht.

    - Dach: Das Steildach ist angeblich Ende der 80er neu eingedeckt worden. Die Dacheindeckung sieht noch sehr gut aus. Leider wurde sie mit Pappdocken gedeckt und besitzt keine Unterspannbahn. Das Dach hat eine Hinterlüftungsebene mit Belüftungspfannen. Ein Dachdecker hat sich das Dach bereits angesehen und meinte, dass es in einem sehr guten Zustand ist. Er glaubt, dass die Dacheindeckung noch ehr neuer ist. Gibt es eine Möglichkeit das Baujahr genauer einzuschätzen?

    - Außenwandaufbau: Das Haus (neuer Teil) hat ein 34cm Mauerwerk. Die Klinkersteine nehmen davon ca. 5 cm ein. -> Gibt es Vermutungen, ob es eine Luftschicht gibt und wie dick diese ist? Wie könnte der restliche Aufbau des Mauerwerks aussehen?

    Kann hier eventuell jemand helfen und zumindest Anhaltspunkte liefern?

    Danke auf jeden Fall schon mal im Voraus!
     
  2. #2 cschiko, 21.06.2018
    cschiko

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    Also zumindest die Baujahre der Gebäudeteile müssten sich doch an und für sich über das Bauamt herausfinden lassen, denn dort müssten ja die entsprechenden Baugenehmigungen auch vorliegen. Bei den anderen Sachen wird es ggf. schwieriger, da könnte man vielleicht mit Bilder Tipps geben. Bei den Dachpfannen z.B. hast du ja auch schon eine Aussage von einem Fachmann.
     
  3. 11ant

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    In den 30ern gab es schwere Zeiten und am Ende den Krieg. Anfang der 60er war die Versorgungslage (West) gut genug, um eine auch aus heutiger Sicht brauchbare Qualität von Material und Ausführung unterstellen zu können. 90 qm Schwanz an 40 qm Hund sind allerdings ein sehr ungewöhnliches Kernhaus-Anbau-Verhältnis. Bilder könnten das verstehen helfen.

    5 cm Klinker, das wäre nicht Fisch und nicht Fleisch. Klinker gibt es als Verblender (Steine in den Formaten DF und NF) oder als Riemchen (fingerdicke Scheibchen). Erstere werden gemauert, oft als Vorsatzschale vor einer Dämm- und/oder Luftschicht; letztere kann man nur kleben (direkt auf die eigentliche Wand). Das wäre auch typischer für eine nachträgliche Herstellung dieser Fassade und könnte erklären, weshalb diese Außenhaut einheitlich wirkt - schlicht, weil sie für sich gesehen das gleiche Baujahr hat.

    Die genannte Gesamtstärke würde zu damals üblichen 30 cm monolithischen Außenwänden mit Innenputz, Außenputz und nachträglich aufgebrachten Riemchen passen. Es gibt "Winkelstücke" für Hausecken - entsteht evtl. dort die Annahme von 5 cm Stärke der Klinker ?

    Fenster von Ende der 80er könnten bald schon wieder ersatzreif sein, je nach Material.
     
Thema: Ermittlung Baujahre
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