Erweiterung Fächenkollektor

Diskutiere Erweiterung Fächenkollektor im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir haben ein Haus gekauft, bei dem der Flächenkollektor für die Wärmepumpe einfach zu kein ist. Zahlen/Daten/Fakten: Flächenkollektor...

  1. #1 Sciliar, 27.02.2018
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    Hallo,

    wir haben ein Haus gekauft, bei dem der Flächenkollektor für die Wärmepumpe einfach zu kein ist.
    Zahlen/Daten/Fakten: Flächenkollektor hat 400 Meter verlegte Rohrleitung (4x100 Meter). Die WP hat 12KW. Standort: Westerwald.

    So, es muss eine weitere Wärmequelle her. Den Kollektor zu vergrößern hat die Problematiken, dass wir nicht genau wissen, wo der liegt ("im Garten"), dass der Garten komplett fertig angelegt ist, .......

    Also die Idee einer zusätzlichen Bohrung. Hier die Frage: Wie tief muss ich bohren, um die zusätzliche benötigte Wärme zu bekommen?

    Da wir gerade ein Haus gekauft haben, und die Heizung erneuern mussten, sind wir absolut kostengetrieben. D.h., sparen, wo auch immer es geht.

    Wenn es Alternativen gibt, welche funktionieren und kostengünstiger als eine Bohrung sind, gerne.

    Grüße, sciliar
     
  2. #2 simon84, 27.02.2018
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    Alles ist billiger als eine Bohrung.
    Vermutlich kannst du mit dem gesparten Geld 15 Jahre elektrisch zuheizen.

    Ist ein Ofen vorhanden bzw Kaminanschluss
     
  3. #3 Sciliar, 27.02.2018
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    ja, es gibt einen Kachelofen. Der hat aber nicht die Heizleistung, als dass er das Haus heizen könnte (er hat 6 KW).
     
  4. #4 Andybaut, 27.02.2018
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    das erste was ich tun würde:

    beim Hersteller eurer neuen Wärmepumpe nachfragen ob dieses Vorhaben überhaupt technisch möglich ist.
    Und wenn es möglich ist, ob es sich wirtschaftlich überhaupt rechnet.
    Ihr wollt einen Flachkollektor mit einem Tiefenkollektor kombinieren.

    Dann würd ich diese Mehrkosten den Kosten einer einfacheren Variante gegenüberstellen.
    Das wäre eine LWP, eine elektrische Zuheizung (wenn´s nur minimal nicht langt), eine Gastherme mit neuem Schornstein, falls kein alter vorhanden ist.
     
  5. #5 Sciliar, 27.02.2018
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    Alpha Innotec - es ist möglich, zu kombinieren. Das ist ja der Vorschlag des Heizungsbauers.
    Wir haben letzten Sommer eine neue WP bekommen. Gas war da auch schon ein Thema. Abgesehen davon, dass dies lt. EnEV nicht erlaubt ist, ist es auch sehr teuer. Allein der Gasanschluss + Kamin kostet um die 5K.

    Zuheizen ist eine Variante. LWP kostet in etwa so viel wie bohren.

    Meine Frage ist noch immer an die Experten: wie tief muss ich bohren?
     
  6. #6 Leser112, 27.02.2018
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    Warum gerade 12 kW?
    Die Dimensionierung von Solequellen richtet sich nach der tatsächlich benötigten Entzugsleistung und Entzugsenergie für Heizung und WW.
    Zudem ist die primärseitige Hydraulik nicht ganz einfach.
    Eine belastbare Lösung ohne Investitionen wird es vermutlich nicht geben.
    Beim Kauf von Bestandsobjekten mit Solequellen empfehle ich immer vorher einen Belastungstest der Solequelle, um solche finanziellen Risiken zu vermeiden.
    Zudem sollten Heizflächen und Rohrhydraulik wärmepumpenfreundlich dimensioniert und ausgeführt sein.
    Möglichkeiten gibt es sicherlich:
    - Fördermenge der Solequelle erhöhen, falls die Spreizung und VLT von der Quelle das hergeben.
    - Sekundärseitig zusätzlich den Heizstab nutzen. Ist zwar energetisch wenig sinnvoll und erhöht die Verbrauchskosten, erfordert jedoch geringste bzw. keine zusätzlichen Investitionen.
    - Gebäude dämmen, um die Heizlast zu senken.
    - etc.

    Annahmen, Vermutungen sowie Rätselraten werden kein belastbares Ergebnis liefern.
     
  7. #7 Andybaut, 27.02.2018
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  8. #8 Andybaut, 27.02.2018
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    wenn dich die Kosten für Gas mit Kamin von 5T€ schrecken, dann solltest du aber nicht an eine Tiefenbohrung denken.
     
  9. #9 Lexmaul, 27.02.2018
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    Naja, eine unterstützende Tiefenbohrung ist wohl nicht so teuer. Aber 2-3 TEUR wird er wohl im Minimum zahlen müssen.Hab für 140m etwas über 6k bezahlt...
     
  10. #10 Sciliar, 27.02.2018
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    Hi,

    warum 12KW? Weil das Haus eine berechnete Heizlast von 10KW plus WW hat. Deshalb 12KW.
    Also benötigen wir etwa 9 KW Wärme aus der Solequelle. Ich hatte gehofft, ihr könnt abschätzen, wie viel die 400m Sole im Garten bringen, um dann die Differenz zu den 9KW zu berechnen.

    Zu Gas: zu den 5K kommt ja noch der Brenner, die Inbetriebnahme usw. Ich vermute, da ist die Bohrung günstiger.

    Ja, die Alternative, mit dem Heizstab die kalte Zeit zu überbrücken habe ich auch in Betracht gezogen. Dazu müsste ich aber die Kosten kennen, die ich für eine Bohrung benötige.
     
  11. #11 simon84, 27.02.2018
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    wenn der Kamin 6kw nicht reicht dann fehlt es wohl etwas weiter?

    Die Firma welche tiefenbohrungen für 2000 Euro macht bitte auf keinen Fall beauftragen sondern mir den Kontakt per pn weiterleiten ;)

    Spaß beiseite mit der Bohrung bist du a-z eher bei 10.000
     
  12. #12 Lexmaul, 27.02.2018
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    Nö........
     
  13. #13 simon84, 27.02.2018
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    Mir sind nur Bohrungen um die 70 Euro pro Meter bekannt.
    Da bist du dann bei 100 Metern bei 7000 + die gesamten Kosten inkl. Planung, Genehmigungen, Außenanlagen, Schutz Nachbarn/Fassade usw.

    Wenn es wesentlich günstiger geht wäre das natürlich toll !
     
  14. #14 Fritz531, 27.02.2018
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    Schon die Einstellungen der Heizungsanlage überprüft ? Vielleicht liegt ja dort noch ein Optimierungspotenzial.
     
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  15. #15 Lexmaul, 27.02.2018
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    Hatte ja nen Preis genannt und das war keine Hinterhofbude oder ein einmalige Sache, habe mehrere, die über die letzten Jahre gebaut haben und solche Preise hatten.
     
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  16. #16 simon84, 27.02.2018
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    Bei Erdwärme kannst du pro Quadratmeter normalerweise zwischen 10 und 30 Watt entziehen.
    Je nach Boden. Ohne weitere Angabten schwierig. (Welcher Boden???)
    400 Meter Rohrlänge nützt uns ebenfalls relativ wenig, ohne den Verlegeabstand zu kennen.

    Aber bei 12 kW müsstest du im Worst Case ca. 1200 qm Erdwärmekollektoren haben und im Best Case ca 400 qm (Nicht Meter !)

    Die effektive Wärmeleistung der Sole sollte sich doch herausfinden lassen, ggf. sogar an der Wärmepumpe selbst ?

    Woher kommt eigentlich der Energiebedarf des Hauses ? Einfach qm x 55 genommen oder wurde eine echte Berechnung durchgeführt?

    Mehr Infos zum Objekt ? Wie viele Etagen, qm beheizte Fläche usw ? Keller ?
     
  17. #17 petra345, 27.02.2018
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    sind die 12 kW die aufgenommene elektrische Leistung oder die abgegebene Wärmeleistung?

    Ich hatte einst bei nachts -25 °C und über 140 m² WFl eine Heizleistung von 7 kW, ohne daß das ein KfW-Irgendwas war.

    Also auch in diesem Fall sollte es möglich sein mit besserer Dämmung die verfügbare Heizleistung an den Bedarf anzupassen. An die oberste Geschoßdecke würde ich da als erstes denken.
    Kellerdecke wäre auch so ein Kandidat bevor ich die Fenster wechseln würde.
     
  18. #18 Leser112, 28.02.2018
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    Ein pauschaler Leistungszuschlag für WW ist meist unsinnig und führt zur Überdimensionierung.
    Das sollte man nicht Vermuten oder Schätzen, sondern besser Messen!
    In diesem Winter/ Frühjahr passiert ja erstmal nicht viel ;)

    Da kann man ausnahmsweise, übergangsweise und kurzfristig mal den Heizstab nutzen, wenn das Gebäude zu kalt ist. Zumindest solange, bis eine verlässliche Lösung bekannt ist.
     
  19. #19 Sciliar, 28.02.2018
    Zuletzt bearbeitet: 28.02.2018
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    Wir haben eine Wärmebedarfsberechnung vom Architekten, da steht 10,5 KW drin.

    Sodele, mir ist noch eine Idee gekommen. Wir haben aktuell 2 Öfen in Betrieb (die eigentlich nur für die abendliche Gemütlichkeit sind, derzeit aber das Haus auf einer Minimaltemperatur von 19 °C halten). Ein Ofen muss bis 2020 aussortiert werden.
    Frage: hat irgendwer Erfahrung mit wassergeführten Öfen? Ich könnte den Ofen schon dieses Jahr austauschen, gegen einen wassergeführten. Kosten für den Ofen zwischen 1000€ und 5000€, je nach Ausführung. Da wir einen recht großen Pufferspeicher haben (830l), könnten wir den damit aufheizen auf >30°C um dann den Mischer die FBH damit befeuern zu lassen.

    Fragen:
    - schafft ein Ofen diese Temperaturen in den Puffer zu bekommen? Wie viel KW braucht er dafür, und wie lange muss er feuern?
    - welche Kosten kommen außer dem Ofen noch hinzu? Die Verrohrung zum Pufferspeicher, eine Pumpe, sonst noch was? Steuern müsste das ja die Heizung selbst, richtig?

    Grüße , und Danke für eure Antworten,
    sci
     
  20. #20 Lexmaul, 28.02.2018
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    Ist schon alles stochern im dunkeln - aber Pufferspeicher (und dann noch so einen Klotz) ist schon ineffizient. Die Wärmepumpe muss mehr leisten und damit auch mehr Energie aus dem Boden holen. Den rausschmeissen würde schon viel helfen...

    Generell bist Du nicht einmal darauf eingegangen, was das eigentliche Problem ist. Woran macht Ihr fest, der Kollektor ist zu klein (was er aufgrund der Angaben wohl ist, aber wie heftig das ist...?)? Wie sind denn die Soletemperaturen derzeit Taktende?
     
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