Es bleibt ein altes Haus...

Diskutiere Es bleibt ein altes Haus... im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, unsere Situation haben wir hier ja schonmal geschildert. Jetzt steht die Entscheidung an ob Umbau/Sanierung oder Abriss/Neubau...

  1. mian

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    Hallo zusammen,

    unsere Situation haben wir hier ja schonmal geschildert. Jetzt steht die Entscheidung an ob Umbau/Sanierung oder Abriss/Neubau eines 50er Jahre Hauses.

    Das Haus ist in gutem Zustand, hat Holzbalkendecken, Fundament und Sockel sind aus Beton, es gibt keine zentrale Heizung (nur einen Kachelofen) und es ist massiv gebaut (30cm Wandstärke).

    Bei einem umfassenden Umbau/Sanierung würden u.a. folgende Maßnahmen durchgeführt werden:

    - neues Dach inkl. Dämmung, Eindeckung, usw.
    - Außendämmung mit WDVS
    - neue Fenster
    - neue Elektroinstallation
    - neue Sanitärinstallation
    - neue zentrale Heizung (FBH)
    - Kellerdecke dämmen
    - Drainage einbringen

    Dennoch hört man oft den Satz "Es bleibt ein altes Haus...". Was kann man sich konkret darunter vorstellen. Sind hier die äußere Erscheinung, die evtl. Einschränkungen am Grundriss etc. gemeint, also eher optische und gestalterische Dinge?

    Oder geht es um "bautechnisches"? Bei o.g. Maßnahmen wären doch nur die Ziegelsteine, die Geschossdecken und der Keller "alt". Was kann hier in der Zukunft dann an Maßnahmen auf einen zukommen, wie lange ist denn die Lebensdauer dieser "Bauteile"?
     
  2. Baumal

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    was heißt einschränkungen am grundriss?
    entweder der passt zu euch oder nicht, bzw. lässt
    sich mit relativ wenig aufwand ändern.

    es gibt auch neubaubuden, da würde ich von
    einschränkungen am grundriss sprechen wollen....

    bautechnisch? was soll man aus der ferne sagen?

    allgemein bekannt ist, dass man in den nachkriegsjahren
    aus der not eine tugend machen musste und die buden
    oftmals aus allen möglichen baumaterialien, derer man habhaft
    wurde, zusammen geschustert hat....
     
  3. R.B.

    R.B.

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    Mal ein anderer Ansatz.

    Ist die Lage so gut, dass eine Sanierung sinnvoll ist? In Heidelberg Stadtzentrum wäre so ein Haus sicherlich sanierungswürdig, bei uns auf dem Land würde ich die Zündschnur wohl höchstpersönlich anbrennen.

    Wie ist der Zustand des Gebäudes? Kann man überhaupt so einfach sanieren?

    Gruß
    Ralf
     
  4. Julius

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    Es gibt vermutlich weitere technische Einschränkungen:

    -fragliche Abdichtung gegen Bodenfeuchte
    -fragliche Tragfähigkeit der Decken
    -fragliche Schalldämmung innerhalb des gebäudes (v.a. Decken, evtl. auch Innenwände)
    -Probleme mit der Bodenaufbauhöhe (vermutlich keine - an sich sinnvolle - Fußbodenheizung möglich)

    Von den gestalterischen erst gar nicht zu reden.
     
  5. mian

    mian

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    Der Grundriss ist brauchbar. Wir haben auch bereits unseren Architekt gefunden, der zwei Varianten für uns entwerfen wird/könnte. Eine "einfachere" Variante und eine mit Anbau.

    :mega_lol:


    Bei vor Ort Besichtigungen wurde uns von zwei Architekten gesagt das der Zustand sehr gut ist, es keine signifikanten Mängel gibt, eine sehr spannende Situation aus Alt- und Neubau und ein sehr individuelles Haus entstehen könnte.

    Was uns gerade umtreibt ist, verlängern wir durch die genannten Maßnahmen die Lebensdauer des Hauses um einige Jahrzente, dann ist es aber definitiv "abrissreif" oder kann das Haus in, sagen wir mal weiteren 50 Jahren, von unseren Kindern noch genutzt und evtl. erneut saniert werden?

    Also, gibt es für die verbleibenden Bauteile: Betonkeller, Holzbalkendecken und Außenwände eine Lebensdauer wo man sagt "jetzt muss aber alles neu gemacht werden"? Oder sind diese Teile nahezu "unbegrenzt" nutzbar? Wir wollen jetzt halt nicht viel Geld investieren und dann in 20-30 Jahren nur Probleme haben. Wenn dem so wäre würden wir evtl. trotz möglicher Kostenvorteile neu bauen und uns auch ohne Entwurf usw. gegen den Umbau entscheiden.
     
  6. Lebski

    Lebski Gast

    Schau mal bei der KfW vorbei, die Fördern solche Maßnahmen.

    Bei so einer umfassenden Sanierung versteh ich den Satz auch nicht. Lass mal ein Fachmann das Ganze checken. Auch, ob bei den Decken genug Tragfähigkeit vorhanden ist.
    Das wird eine Menge Geld, lass es von einen eigenen Fachmann planen, ausschreiben und überwachen.
     
  7. Baumal

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    na ja, was willst du jetzt machen?
    nochmal 12 architekten durchs haus jagen, bis endlich mal welche
    sagen: "reißen sie die hütte ab..."?

    die entscheidung liegt allein bei dir, die kann dir keiner abnehmen...
     
  8. Julius

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    Das kann ja auch als Hinweis in Richtung auf Probleme und notwendige aufwendige technische Lösungen verstanden werden...!

    Das kann auch heißen, daß es später mal nur sehr schwer bzw. mit hohem Abschlag verkäuflich ist.
     
  9. Baumal

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    mein gott julius, wohnst selbst in einer weitaus älteren hütte,
    aber schreibst immer wieder getreu nach dem motto: "alt, hau weg
    und bau neu"....
     
  10. Julius

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    @ Baumal:

    Was ist denn das für ein Argument?

    1) wenn es denkmalrechtlich irgend machbar gewesen wäre, wäre mein Haus schon vor Jahren abgerissen und durch Neubau ersetzt worden

    2) mein Haus hat Lage, Lage und nochmals Lage (dafür nimmt man manches in Kauf)

    3) ein dort einzigartiges städtebaulich bedeutsames 450-jähriges Einzeldenkmal mag etwas anders zu bewerten sein als eine x-beliebige 50er-Jahre-EF-Hütte

    Aber vor allem:
    4) ich hab meine Nutzung auf den Bestand abgestimmt (also z.B. gefangene Räume erhalten, Kaltdach erhalten, fast nicht nutzbarer Gewölbekeller erhalten, KEIN Einbau einer Zentralheizung etc. pp) - die Fragesteller, denen ich so antworte, haben aber genau das Gegenteil vor!!!

    Dein Beitrag läßt mich also zweifeln, ob er allein (oder überhaupt) sachlich begründet war...
     
  11. Baumal

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    ich habe nix von 0815/- 50er jahre haus gelesen.

    ich habe nix von lage gelesen.

    ich durfte auch schon 50-er jahre häuser sanieren,
    in denen ich am liebsten wohnen wollte.

    also bleib du auf dem teppich, mein beitrag war sachlich.
     
  12. #12 Lili Marie, 12.02.2011
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    fernab von den anderen schnulliaussagen:

    wie wurde das festgestellt?
    worauf gründen diese beurteilungen?
    wie sieht auf dieser basis die kostenberechnungen aus?
    welches zielniveau wurde unterstellt?
     
  14. #14 susannede, 12.02.2011
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    Wer hat wem was unterstellt?

    :respekt
     
  15. mls

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  16. R.B.

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    jetzt guckt der sky in den sky.
     
  17. #17 susannede, 12.02.2011
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    Halunkinationen ?

    War da nicht eben noch...?:yikes

    @ Markus

    ...ersetze Zielniveau durch Zieldefinition (wer = der Bauherr) :winken

    (Niveau: französisch, „Wasserwaage“)
     
  18. Lukas

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    Pas seulement. :)
     
  19. #19 susannede, 12.02.2011
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    Oui bien sur, mais - soit dit en passant - nous sommes les expertes du batiment.
    Reste à savoir qui le mot niveau a un autre signification pour le utilisateur ici.

    :o
     
  20. mian

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    Ok, ich versuche das ganze mal zu sortieren.

    - Die Aussagen zum Zustand der Substanz kamen, wie gesagt, von zwei Architekten, welche sich das Haus vor Ort angesehen haben. Natürlich kann das nur ein erster Eindruck sein und ersetzt keine Detailbetrachtung.

    - Die Lage ist ländlich. Außerdem ist das Grundstück sehr großzügig und durch einen Neubau würden sich keine baurechtlichen Nachteile (Grenzabstände, usw.) ergeben.

    Vielleicht können wir wieder zu meiner Ausgangsfrage zurückkommen. "Es bleibt ein altes Haus..." was muss ich mir konkret darunter vorstellen? Die beschriebenen Bauteile/-konstruktionen (Wände, Decken, Keller) die nicht erneuert werden, wären in 30-50 Jahren 80 bzw. 100 Jahre alt. Was kommt hier zukünftig auf uns zu?

    Gibt es bei diesen Dingen auch einen Erneuerungszyklus(?!), was bei der Außenwand und dem Keller natürlich einem Abriss gleich käme.
     
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