Estrich, Dämmung und Lüftungsrohre

Diskutiere Estrich, Dämmung und Lüftungsrohre im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallochen, wir haben da ein Problem, d.h. mehrere, aber hier nur mal eins davon. wir haben ein KfW40-Holzhaus in Holzrahmenbauweise ohne Keller...

  1. Nummi

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    Hallochen,

    wir haben da ein Problem, d.h. mehrere, aber hier nur mal eins davon. wir haben ein KfW40-Holzhaus in Holzrahmenbauweise ohne Keller mit einen SF-Anbieter gebaut, der jetzt Insolvenz beantragt hat. Nun sind wir auf der Suche nach Handwerken, die weiterbauen.
    Was noch fehlt ist u.a. der Bodenaufbau. Geplant war folgender Aufbau:

    EG:
    Fußbodenbelag (Fliesen)
    65 mm Anhydridestrich
    30 mm Fußbodenheizelement
    220 mm EPS-Dämmung (040) in 3 Lagen 6 + 10 + 6 cm
    Bitumenschweißbahn
    Bodenplatte

    Mit den 3 Lagen EPS-Dämmung sollen die Rohre von zentraler Zu und Abluft (siehe Bild) "ummantelt" werden, also 6 cm drunter und drüber und 10 cm in Höhe der Rohre.

    <a href="http://www.flickr.com/photos/m-numberger/1814397595/" title="DSC_2582 von Markus N. bei Flickr"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2267/1814397595_f9b2b3fefd_m.jpg" width="240" height="160" alt="DSC_2582" /></a>
    (Hier ein extremes Beispiel)

    Nun sagt der neue Estrichleger, der uns ein Angebot machen soll, der Estrich würde auf soviel Dämmung nicht halten, zumal die Festigkeit an den Stellen mit und ohne Rohre unterschiedlich sei und die Zwischenräume nicht richtig ausgefüllt werden können. Er schlägt uns daher vor nur die obere und die untere Lage als Dämmmaterial auszuführen (dann in 035) und den Zwischenbereich um die Rohre herum mit Porenbeton aufzufüllen (dieser hat aber einen deutlich schlechteren U-Wert) Vom Preis her sei es identisch.
    Was haltet Ihr von der Argumentation? Ist das wirklich nötig, oder gibt es evtl noch andere Möglichkeiten, den U-Wert der Konstruktion und den Estrich zu erhalten?

    Gruße

    Mark
     
  2. Timmi

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    Hallo Mark,
    Dein Estrichleger hat nicht ganz unrecht wenn er bei dem Rohrchaos Bedenken anmeldet.
    Empfehlenswert ist auf jeden Fall ein Ausgleich mit einer pumpbaren Wärmedämmung wie z. B. Philippine Dämmungsausgleichschicht DAS ( WLG 055 ). Hiermit muss versucht werden die Rohre kpl. zu begraben ( wenn nicht kpl. dann aber zumindest der grösste Teil , Achtung, unbedingt die Austrocknungszeiten beachten !! ).Die WLG ist hierbei zwar höher, aber man kann mit mit einer verbesserten Wä. - Dä. wie z. B. Kooltherm K16 ( WLG 023 ) als zweite Schicht einiges wieder gut machen.
    Aufgrund der großen Aufbauhöhe denke ich, dass es funktioniert ( auf jeden Fall durchrechnen lassen ). Was nützt es Dir, mit Dämmung ausgleichen zu lassen, und in den ganzen Hohlräumen eine Schüttung mit einem noch schlechteren U- Wert einzubauen ? Weiterhin empfiehlt es sich, bei der großen Aufbauhöhe den Anhydtitestrich um 5 mm dicker ausführen zu lassen.

    Gruss Timmi
     
  3. #3 VolkerKugel (†), 15.02.2008
    VolkerKugel (†)

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  4. Timmi

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    Die Variante mit unten u. oben Dämmung ist techn. problematisch. was ist wenn Feuchtigkeit aus der pumpbaren Dämmung trotz sorgfältiger Abdeckung in die untere Wä.- Dä. eindringt !
    Produkte für den Ausgleich gibt´s viele z. B. thermotec, Knauf Schubo, usw. usw.. ob die angegebenen WLG immer stimmen, lasse ich dahingestellt sein. Diese werden unter Laborbedingungen geprüft. Wird auf der Baustelle zu plastisch eingebaut, passen Sie schon nicht mehr. Wichtig ist meines Erachtens nach die Restdämmung. Hier sollte eine möglichst niedrige WLG eingebaut werden.
     
  5. Nummi

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    Hallo erstmal danke für die Tipps.

    Zwei Fragen hätte ich dazu:

    1. Bedeutet die Angabe WLG 040 beim maxit, dass es genauso gut dämmt wie EPS mit 040?

    2. Wenn man dieses oder anderes "pumpbares" Dämmzeug für den Raum um die Rohre nimmt, muss/soll man dann trotzdem EPS-Platten drunter und drüber machen? Wenn die Dämmwirkung gleich wäre könnte man ja die EPS-Platten ja ganz weglassen oder nur obendrauf machen.

    Außer dass damit zusätzlich Feuchtigkeit in den Holzbau eingebracht wird erscheint mir die Methode mit dem Flüssigdämmzeug ja sinnvoller als das Geschnippsel mit Dämmplatten - wie gesagt, wenn die Dämmwirkung vergleichbar ist.

    Gruß
    Mark
     
  6. joegeh

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    Mich würde noch interessieren was das für ein Fußbodenheizelement ist?:confused:

    Josef
     
  7. #7 Otto´s Enkel, 16.02.2008
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    Am Besten, man macht es gleich richtig.

    Alle Versuche diesen Rohrlalarm im Estrich irgendwie in den Griff zu bekommen bleiben am Ende Pfusch (Risse, Setzungen und Wärmebrücken).

    Hol Dir einen Haustechnikplaner und lass nach seinen Angaben die Rohre auf der Sohle neu verlegen. Dein schönes Haus hat es verdient.
     
  8. #8 VolkerKugel (†), 16.02.2008
    VolkerKugel (†)

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  9. Nummi

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    >. Ja - aber Gewicht beachten!

    Gewicht sollte kein Problem sein, ist doch direkt auf der Fundamentplatte drauf

    >Hol Dir einen Haustechnikplaner und lass nach seinen Angaben die Rohre auf >der Sohle neu verlegen. Dein schönes Haus hat es verdient.

    Bei manchen Rohren machen wir das, aber ganz lässt sich das nicht vermeiden, irgendwohin müssen die Dinger ja.

    >Mich würde noch interessieren was das für ein Fußbodenheizelement ist
    Keine Ahnung, im GU-Angebot steht nix und jetzt muss ich das Angebot des Heizungsbauers abwarten.

    Also wenn ich jetzt ein Resümee ziehe, folgender Aufbau:

    Bodenbelag Steinzeug
    - 70 mm Anhydridestrich
    - 30 mm FBH-Element
    - 60 mmm EPS WG 035
    - 100 mm maxit*) WG 040 (mit den Rohren)
    - 60 mm EPS WG 035
    - Bitumenschweissbahn
    Fundamentplatte

    Wäre stabiler und evtl sogar noch dämmtechnisch besser als das vom GU geplante

    Mark

    *) thermotec ist österreichisch und Knauf ist schlechtere WG
     
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