Estrich senkt sich ab

Diskutiere Estrich senkt sich ab im Baumurks in Wort und Bild Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo! Folgendes Problem: Habe im Haus (Fertigstellung: Ende 2004) einen Zementestrich (6 cm), der sich absenkt. Unter dem Zementestrich...

  1. #1 eichtersheim, 3. Februar 2006
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    Hallo!
    Folgendes Problem: Habe im Haus (Fertigstellung: Ende 2004) einen Zementestrich (6 cm), der sich absenkt.

    Unter dem Zementestrich befindet sich:
    3 cm Styropor (Fußbodenheizungsmatte)
    weitere 3 cm Styropor: Trittschall
    3 cm gelbe mineralische isover-Trittschalmatte (1 EP)

    Nunmehr senken sich im ganzen Geschoß in unregelmäßigen Zeitabständen die Böden von 5 mm bis 11 mm (bisher), insbsondere bei "Lasten" wie Schränken, Schreibtischen etc. sind noch stärkere Absenkungen.

    Was ist zulässig? Wo ist die Grenze erreicht, ab dem man "Höhersetzung" der Fußböden verlangen kann (1 cm oder mehr oder weniger)? Bei den Fliesen im Bad sind insbeondere nicht mehr hinnehmbare große Silikonfugen entstanden. Die Fußbdenleisten bei den Parkettböden hängen ca. 1 cm in der Luft. Alles sehr ärgerlich.

    Ab wie viel mm kann man eine Höhersetzung der Böden verlangen? Mit Ausspritzen ist bei 1 cm nicht mehr viel drin...Meine Vermutung ist, dass sich die verlegte gelbe Matte nach ca. 1/2 jahr nach dem Verlgen der Böden zusammengedrückt hat (das bekannte Schüsseln des Estrichs ist es vorliegend nicht).

    Vielen Dank für die rasche Antwort
     
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  3. Harald W.

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    Ähem,

    Schlapp lach :D
    Diese Matte kenn´ich nicht, aber höhersetzen, was soll das bedeuten, nachträgliches hochhängen eines Fußbodens? :confused:
     
  4. Lukas

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  5. bauhexe

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    in der Estrich DIN stehts

    DIN 18 560 Teil 2 unter 3.3 Dämmschichten
    die Zusammendrückbarkeit bei Heizestrischen darf nicht mehr als 5 mm betragen. :lock
     
  6. #5 eichtersheim, 3. Februar 2006
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    Bist ein schlauer (Harald):

    Die Frage war zutreffend formuliert. Höhersetzen bedeutet, dass die Böden entfernt werden, der Estrich und das Styropor entfernt wird, sowie die gelbe Trittschallmatte. Anschließend wird der Boden komplett neu aufgebaut, was selbst nach den Vertreter der isover_matte zur debatte steht. Wird halt an die Versicherung gemeldet. Es stellt sich halt die Frage der Verhältnismäßigkeit.

    Ferner fragt sich , wann mit den Setzungen Schluss ist, oder ob es ggfs. reicht, den bestehenden Estrich auszugleichen.

    Also vorher denken, dann schreiben
     
  7. #6 eichtersheim, 3. Februar 2006
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    Fraglich ist dann aber auch, ob sich der Estrich direkt nach dem Einbringen des Estrichs um 5 mm setzen darf oder auch nach z.B. einem halben Jahr, da man anderweitig im Bereich von Fliesen etc. "alt" aussieht oder im Bereich am Übergang von der gefliesten Stahlbetontreppe (die sich nicht absenkt) zum Flubereich (der sich wg der Trittschalmatte abgesnkt hat). Dort ist nunmehr eine Kante mit Sturzgefahr vorhanden. Dies wird bereits auch von der Estrichfirma beseitigt, der Boden also höhergesetzt( druch Aufspachteln oder so). Fraglich ist dies bei allen anderen Zimmern (geflieste Bäder, Parkett sowie Korkböden).
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 3. Februar 2006
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    Öhhhmm.....

    Entschuldigung, aber so ganz komm ich nicht mehr mit.
    Der Isover-Vertreter sagt, die Matte ist Schuld, der Estrichleger sagt, er baut aus und wieder ein, diesmal korrekt, Schüsseln kanns nicht sein (wieso eigentlich nicht?); was sollen wir dann noch sagen?
    Grübelnde Grüsse
     
  9. susannede

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    Also insgesamt 9 cm Dämmung...warum sollen die denn nicht beim Zusammenpressen durch die Gewichte Estrich und was sonst so drauf rumsteht, nachgeben. Frage also, für welche Lasten hat der jeweilige Dämmstoff einen Stempel?

    Und dann, sind diese, in der Kombination Dämmung-auf-Dämmung-auf-Dämmung, noch in ihrem vorgesehenen Systemeinbau(Verlege-Hinweise). Durften die so geschichtet werden?

    Daher zart nachgefragt, welche Dämmungen sind denn verbaut worden..."Styropor" ist so ein schwammiger Begriff.

    Grüße!
     
  10. Harald W.

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    Hallöle....

    ...hättest Du es gleich so reingeschrieben hätte ich nicht so frotzelnd nachgefragt :)
     
  11. Harald W.

    Harald W.

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    Hallöle Teil 2

    m. M. nach stimmt das Verhältnis Estrichhöhe zu Dämmhöhe nicht. Müßte ein Estrichbauer im Forum mal Näheres zu sagen.
     
  12. bauhexe

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    @Harald
    als Architekt, solltest Du die DIN kennen.
    Die Estrichhöhe ist das Eine, auf die Dämmung kommt es hier an. Der Wert der Zusammendrückbarkeit ist meist sogar im Namen/ Bezeichnung enthalten.
    Und bei Heizestrichen steht da ganz klar im Text.
     
  13. susannede

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    Bauhexe, Du sagst es.

    Bei "Styropor" (basf) ist bei EPS weiß mit 30-3mm zu rechnen und bei Isover mineralischer TSD mit 30-5mm...macht im ungünstigsten Fall eine Zusammendrückung von 3+3+5mm=11mm
    ...bei ganz normalen 500kg. Schon komisch, gell?

    Grüße!
     
  14. #13 VolkerKugel (†), 3. Februar 2006
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    Mal dumm nachgefragt ...

    ... weil ich mich mit FBH nicht so gut auskenne:

    Wenn ich z.B. eine Trittschalldämmplatte 17/15 ausschreibe weiß ich, dass die im Originalzustand 17mm stark ist und nach Estricheinbau auf 15mm komprimiert wird. Ich muss meinen Fußbodenaufbau je vorher definieren können, damit z.B. nachher die Türhöhen stimmen.
    Dann ist aber auch Schluss und die Estrich-OK hat gefälligst da zu bleiben wo sie ist (Mindeststärke bei CT und CA übrigens 45mm, Harald).

    Wenn der Estrichleger schon von sich aus Aus- und Neueinbau anbietet, ist ja wohl was schief gelaufen und er befürchtet, dass in seinem Gewährleistungszeitraum noch weitere Absenkungen auftreten könnten.

    Machen lassen (auch wenn´s ´ne Riesensauerei gibt).

    Freundliche Grüße . Volker Kugel
     
  15. #14 Ralf Dühlmeyer, 3. Februar 2006
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    Mindestdicke..

    @ Volker = 45 mm Dicke + 15 mm (i. d. R.) Rohrdicke = 60 mm.
    MfG
     
  16. susannede

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    @ Volker

    Jou, sehe genauso - man sollte das wissen. Was allerdings schwerlich abzuschätzen ist, ist wie sich dieses Dreifach-Dämmpaket als Ganzes verhält.

    Nehmen wir nur mal an, dieses Paket liegt da nun und der Estrich soll drauf.

    Der Estrichleger muss doch nun, vom Meteriss oder einer sonst vorgegeben Höhe gedanklich die (sagen wir mal es wären) 11 mm abziehen, die sich durch's Zusammendrickeln später einstellen werden. Gar nicht so einfach, würde ich mal denken.

    Ich bin kein Bodenleger, vielleicht können ja unsere Fachmänner da noch was sagen...Wie wird's denn nun gebaut? Wieviel Zusammendrickeln wird bei der Festlegung der Finalhöhe eingerechnet?

    Aber vielleicht mach ich auch gerade einen Denkfehler...

    Grüße!
     
  17. #16 Harald W., 3. Februar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 3. Februar 2006
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    Natürlich kenne ich die DIN...Bauhexe

    Das meinte ich mit Verhältnis!
    Wenn ich halt 3 Dämmpakete reinbaue, z.B. 33/30mm, dann weiss ich das ich eben zwischen 9-11mm wegen der Kompression verliere, das Verhältnis......grrrrr.

    Volker, ja ich weiss das Mindesthöhe 45mm ist (Ralf, danke warst schneller wie ich), bei Estrich mit FBH, sogar mit 22mmRohr, wenn wer´ s jetzt auf die Spitze treiben wollen, bräuchte ich sogar 67mm., wiel 22+45=67.
     
  18. susannede

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  19. #18 eichtersheim, 3. Februar 2006
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    Also die Estrichfirma muss sich drum kümmern, weil sie Vertragspartner ist und damit für mich Ansprechpartner.
    Mit dem Hersteller der Isover-Matte hab ich vertraglich nichts zu tun. Das muss im Verhältnis Estrichfirma mit Isover geklärt werden, geht mich aber nix an.

    Fraglich ist aber trotzdem, ab wie viel mm Absenkung des Bodens genau (bei Lasten wie Schränken etc. drückt sich der Estrich ja nur zusmmen, in anderen Bereichen nicht) alles herausgerissen werden muss.

    Hm, die Art des Styropors weiß ich net.

    Ich denk mal, dass es weniger am Aufbau liegt, als vielmehr an der gelben isover-matte. Die Frage ist aber unabhänig davon, wann wirklich alles (inkl. Fußbodenheizung) herausgerissen werden muss bzw. kann. Wie "krumm" muss sozusagen der Boden sein, oder wie viele mm muss er sich dafür gesetzt haben. Reichen 10 oder 20 mm?

    Im Erdgeschoß sowie Kellergeschoß wurde die gelbe Matte nicht verlegt. Da hat sich auch nichts gesetzt, also hat es nix mit dem Schüsseln von Zementestrichen zu tun.
     
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  21. #19 VolkerKugel (†), 3. Februar 2006
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    Seid bitte nicht so pingelig ...

    ... Ralf und Harald. Ich bin von einem FBH-System ausgegangen, bei dem die Heizschlangen in profilierten was-weiß-ich-Elementen verlegt werden, auf deren OK dann 45mm kommen.

    Kommen wir doch bitte zurück zur Frage von @eichtersheim, was er denn machen soll. Die ganze akademische Diskussion warum, wieso und weshalb nützt ihm doch nichts - er hat einen Schaden!

    Meiner Meinung nach gibt´s nur eine Antwort: Raus und neu!

    Freundliche Grüße . Volker
     
  22. #20 eichtersheim, 3. Februar 2006
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    Danke für Eure Antworten.

    Eine weiter Frage bleibt aber trotzdem, ob sich der Estrich dann sofort nach dem Einbringen bis zu 5 mm setzen darf oder auch erst nach 1/2 Jahr oder noch später.
    D.H. wenn ich nen Schrank verschiebe (also Lasten verändere), dann kann das ganze auch noch nach 5 Jahren passieren und man muss das hinnehen? Kann irgendwie nicht sein.
     
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