Estrich wird nicht trocken

Diskutiere Estrich wird nicht trocken im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo, in unserem Haus aus dem BJ 1924 wurde im Rahmen einer Kernsanierung auf allen drei Ebenen ein Estrich eingebaut (CAF F7). Während in...

  1. #1 kostolany, 14. April 2014
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    Hallo,

    in unserem Haus aus dem BJ 1924 wurde im Rahmen einer Kernsanierung auf allen drei Ebenen ein Estrich eingebaut (CAF F7).
    Während in den oberen Geschossen (Og, DG) die Estrichstärke i. M. ca. 4 cm beträgt (auf 20/25 MW-TSD), ist im EG eine Estrichstärke von ca. 5,5-7 cm vorhanden, da hier eine Fußbodenheizung verlegt wurde.

    Das Problem ist, dass der Estrich im EG trotz des Umstandes, dass er schon 8 Wochen liegt und auch das Aufheiz- und Belegreifeprogramm schon längstens durchgelaufen sind, nicht richtig trocken wird. Mit einem elektr. Feuchtemessgerät von Testo werden hier noch zwichen 2 und 9 % Feuchte angezeigt. In den Bereichen, in welchen keine Heizschlangen liegen, liegt die gemessene Feuchte noch bei über 15 %.
    Hierbei sei angemerkt, dass wir seit 4 Wochen bereits mit Kondenstrocknern trocken und die Vorlauftemperatur der FuBo-Heizung derzeit bei ca. 35°C liegt.

    Aufgrund des bevorstehenden Einzugstermins in 4 Wochen wissen wir langsam keinen Rat mehr und sehen uns schon auf den nackten Estrichflächen sitzen. Kann uns jemand vielleicht einen Ansatzpunkt geben, weshalb der Estrich nicht trocken wird bzw. welche Maßnahmen hier ergriffen werden können, um zur Belegreife für Parket zu kommen? Vielleicht sollten wir die Vorlauftemperatur wieder auf 55° erhöhen (wie in der Belegreif-Heizphase)?

    Danke!
     
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  3. andi5783

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    Hallo,

    ich denke mal die Experten werden mit Sicherheit noch ein paar weitere Infos benötigen.

    - Wann und wie oft wurde/wird gelüftet?
    - Wie groß ist die Flächen?
    - Wie viele Trockner laufen?
    - Was sagt die Luftfeuchte?

    Schöne Grüße
     
  4. #3 gunther1948, 14. April 2014
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    hallo
    estrich evtl. anschleifen, die sinterschicht an der oberfläche kann die austrocknung behindern.
    aber hier gibts richtige estrich experten.

    gruss aus de pfalz
     
  5. #4 kostolany, 14. April 2014
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    Als die Trockner noch nicht im Einsatz waren, habe ich in der Phase, als mit 55° C Vorlauftemperatur die Belegreifeheizung gefahren wurde, die Fenster gekippt gelassen. Seit die Bautrockner im Einsatz sind vermeide ich es zu lüften.

    ca. 60 m²

    Bis gestern liefen 2 Trockner + 1 Ventilator. Einen der Trockner habe ich jetzt ins Dachgeschoss verlegt, da dort merkwürdigerweise an einer Stelle mit ca. 2 x 2 m auch noch eine erhöhte Feutigkeit vorhanedne ist.

    Die rel. Luftfeutigkeit liegt immer so zwischen 31 und 39 %

    Das habe ich gestern gemacht in der Hoffung, dass es was bringt.


    Noch zur Info: Das Aufheizprogramm wurde nach den ersten sieben Tagen Ruhezeit wie folgt gefahren (nach Vorgaben des Estrichlegers):

    1.-3. Tag: Funktionsheizen mit 25° C Vorlauftemperatur
    4.-7. Tag: Funktionsheizen mit 55° C Vorlauftemperatur
    8. Tag: Belegreifheizen mit 25° C Vorlauftemperatur
    9. Tag: Belegreifheizen mit 35° C Vorlauftemperatur
    10. Tag: Belegreifheizen mit 45° C Vorlauftemperatur
    11.-22. Tag: Belegreifheizen mit 55° C Vorlauftemperatur
    23. Tag: Belegreifheizen mit 45° C Vorlauftemperatur
    24. Tag: Belegreifheizen mit 35° C Vorlauftemperatur
    25. Tag: Belegreifheizen mit 25° C Vorlauftemperatur

    Danach ist die Heizung jetzt ca. 4 wochen mit ca. 30° C betrieben worden ud letzte Woche mal 3 Tage ausgestellt worden.
     
  6. sniper

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    moin kosto

    mach doch mal die gegenprobe ,du nimmst baufolie ,wenn du hast die vom trocki und klebst ein stück davon auf deine nassen stellen ,wenn wirklich nass ist sollte sich darunter kondensat bilden
     
  7. #6 kostolany, 14. April 2014
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    Das ist so, habe ich schon getestet.
     
  8. Lebski

    Lebski Gast

    Von hier hätte ich auch keine Erklärung. Die Sinterschicht hätte man früher schleifen sollen. Ob das aber die lange Trockenzeit erklärt? Eher nicht.

    Lass einen SV vor Ort kommen, wenn es eiig ist.
     
  9. Markul

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    Mhhhm. Ich würde auch einen Sachverständigen kommen lassen? Die FBH ist aber schon "dicht", oder?
     
  10. #9 Gast036816, 14. April 2014
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    der CAF braucht unter normalen bedingungen - 22° raumtemperatur und normale luftfeuchtigkeit - bei 70 mm dicke etwa 70 tage = 10 wochen. 2 wochen hast du noch. da in wintermonaten mit geringerer temperatur und höherer luftfeuchtigkeit die bedingungen schlechter sind, wird es wohl auch länger dauern.
     
  11. kostolany

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    Ja, bisher musste ich bei der Heizung zumindest kein Wasser nachfüllen.
     
  12. kostolany

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    Wir haben jetzt die Heizung wieder auf ca. 45-50 Grad Vorlauf gestellt und die Trocknungsgeräte wieder angeworfen. Nach wie vor ist durch die Messungen keinerlei Reduzierung des Feuchtegehalts festzustellen.

    Ich habe jetzt im Internet gelesen, dass es durch eine zu schnelle Trocknung zu einem Kapillarabriss kommen kann, so dass aus der unteren Zone des Estrichs keine Feuchtigkeit mehr "nachzieht". Kann das sein? Wenn ja, was wäre hier zu tun?
     
  13. #12 gunther1948, 17. April 2014
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    hallo
    aufhören zu heizen und nur noch lüften (entfeuchter aus) und hoffen, dass ein selbst-heileffekt eintritt.
    ich hoffe du weisst wie lüften geht?
    die in#4 genannten sprünge mit 10°C je 24 h waren in meinen augen zu gross.
    ich empfehle 3- max. 5 °C in 24 h.
    aber bauherrn, ihre hektik und lüftungsverhalten sind ein anderes thema.

    gruss aus de pfalz
     
  14. #13 Achim Kaiser, 17. April 2014
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    Woodoo .... wie immer ist das Problem *Zeit* und Umgebungsbedingungen.
    Die Geschwindigkeit mit der die Feuchtigkeit ausdiffundiert ist nicht beliebig steigerbar, vollkommen unabhängig davon was man an der Oberfläche treibt. Bis die verbliebene Restfeuchtigkeit *von ganz unten* den Weg durch die Estrichplatte nach *ganz oben* durchdrungen hat ändert sich kaum durch die exzessiven Maßnahmen *im Raum*. Sicherlich werden die ersten 2 cm *schneller* abtrocknen und in der ersten Zeit ein vermeindlich gutes Messergebnis aufweisen (freut den Bauherrn) ... blos wirds Gesicht immer länger wenn die restlichen 5 cm Estrichschicht für einen kontinuierlichen, geringen Feuchtigkeitsnachschub sorgt, der nach einigen Tagen wieder für einen Wert sorgt, der eben die Belegreife noch nicht als erreicht darstellt, besonders wenn der Untergrund etwas wellig was, der in den Senken für eine höhere Feuchtigkeitsansammlung gesorgt hat ....

    Sicherlich hilft Belegreifheizen mit max. Temperatur, auch der Einsatz der Trocknungsgeräte hat Wirkung .... blos mehr als 20% verkürzen sie den Zeitraum nicht .... wers nicht glauben will lernt es meistens auf die harte Tour, wenn einem die Messergebnisse den Stinkefinger zeigt.

    Alle gipshaltigen Baustoffe haben die Neigung zum Rückfeuchten ... heisst wenn man ihnen Gelegenheit gibt Kondensatfeuchte zu ziehen dann tun sie das auch .... wird blöde wenns nachts kalt wird und die Fenster stehen z.B. auf *Kipp* ...

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  15. kostolany

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    Das waren die Vorgaben des Herstellers (Lanxess).

    Würde dann für die nächsten Tag folgende Strategie fahren:

    Abkühlen auf 25 °C, danach Steigerung der Vorlauftemp. um 5° C/Tag bis 40° C. Entlüfter raus und jeden Tag 10-15 Min. Stoßlüften. Hierzu noch eine Frage: Spricht bei dem derzeitigen, tagsüber recht trrockenen und sonnigen Wetter etwas gegen eine Dauerlüftung?
     
  16. kostolany

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    Nachdem nun seit dem Einbau des Estrichs 5(!)Monate verstrichen sind, nähern wir uns langsam der Zielgerade. Die meisten Messwerte liegen mittlerweile unter 1 %, so dass wir die Hoffnung haben, dass der Parkett spätestens Ende September gelegt werden kann. Seit heute beginnen wir wieder damit, den Estrich zu heizen, was bislang angesichts der doch recht hohen Außentemperaturen und dem Umstand, dass wir bereits seit Juni umhezogen sind, nicht möglich war.

    Nun habe ich noch eine Frage:
    In einem Raum ohne FuBo-Heizung haben wir noch eine Stelle, bei welcher das Messgerät Werte von ca. 1-1,2% anzeigt. Da diese Stelle lediglich 1 m2 groß ist und der Rest bereits seit mehr als 4 Wochen trocken ist möchte ich euch um eure Einschätzung bitten, ob ich bei einer Verlegung des Estrichs ein Risiko eingehe oder nicht.

    Danke, kostolany
     
  17. Taipan

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    Was für ein Messgerät?
     
  18. H.PF

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    Hast du mal die komplette Estrich-Oberfläche angeschliffen? Hatte eine Wand die nicht trocken wurde, über Monate. Dann ein mal kurz angeschliffen, 2 Tage später war der Putz wesentlich trockener...
     
  19. #18 gunther1948, 16. August 2014
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    hallo holger
    putz musste nicht anschleifen da genügt ein abbürsten mit einer harten bürste.

    gruss aus de pfalz
     
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  21. H.PF

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    Mag sein, ich hatte den Spontangedanken und mir beim Parkettleger mal grobes Schleifpapier ausgeliehen... Hat geholfen... Mit der Bürste wusste ich nicht

    Ich frag mich seitdem was da für eine wasserdichte/Diffusionsdichte Schicht auf dem Kalk-Zementputz drauf ist das die SO gut das Wasser zurückhalten kann...
     
  22. kostolany

    kostolany

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