Extrem hoher Verbrauch, Stromzähler kaputt?

Diskutiere Extrem hoher Verbrauch, Stromzähler kaputt? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, folgender Sachverhalt hat sich bei meinem Mieter aufgetan und ich bin ehrlich ratlos: Mieter M wohnt in einer Wohnung und bezieht...

  1. #1 JasperMr60, 23. Januar 2018
    JasperMr60

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    Hallo zusammen, folgender Sachverhalt hat sich bei meinem Mieter aufgetan und ich bin ehrlich ratlos:
    Mieter M wohnt in einer Wohnung und bezieht Strom vom Versorger AV. Da er den monatlichen Abschlag nicht mehr zahlen kann wird er nach mehreren Mahnungen gekündigt und von den Stadtwerken SW notversorgt. Nun bekommt er eine Schlussrechnung von AV mit seinem Verbrauch bis Datum X, der laut AV vom Netzbetreiber abgelesen und übermittelt wurde. Dieser Betrag liegt bei 56000kwh und liegt in dem Bereich, den M normalerweise auch verbraucht. Am nächsten Tag wird der Zählerstand von den Stadtwerken abgelesen, dieser liegt nun bei 65000kwh; also extrem viel höher. M's Verbrauch liegt im Jahr bei etwa 4500kwh. M bekommt die Rechnung, die 8-fach höher liegt als seine Strom-Rechnung normalerweise. Was kann M hier machen?
    Unabhängige von alldem hat eine Baustelle Strom von der häuslichen Stromversorgung abgezapft; allerdings vor den Stromzählern. Kann dies damit zusammenhängen oder ist es komplett auszuschließbar?
     
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  3. petra345

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    Also die Baustelle sollte von einem zugelassenen Elektriker angeschlossen worden sein. Der sollte also wissen was er tut. Aber ob er das immer weiß??

    Damit würde sich der hohe Stromverbrauch erklären. Dem EVU sollte der Verbrauch der Baustelle bekannt sein. Wenn man den abzieht und wieder auf normale Werte kommt, ist die vermutliche Ursache gefunden. An einen Fehler im Zähler glaube ich bei den bisherigen Ferariszählern nicht.

    Bei den neuen Elektronischen halte ich alles für möglich.
     
  4. #3 simon84, 23. Januar 2018
    Zuletzt bearbeitet: 23. Januar 2018
    simon84

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    9000 kwh an einem Tag verbraucht ? Halte ich für äußerst unwarscheinlich.

    Entweder war die erste oder die zweite Ablesung falsch (Zahlendreher vermutlich 56000 statt 65000 abgelesen) ?

    Oder falscher Zaehler abgelesen (Kenne das Problem z.B. mit Stromzaehlern im Treppenhaus, manchmal wird er trotz Zaehlernummer verwechselt)

    Eine Baustelle im Haus oder in der Strasse ?

    "Vor dem Zaehler" heisst was genau ? Die Stadt sponsort euch den Strom fuer die Baustelle ?

    Oder gibt es einen Hauptzaehler fuers Haus und danach Zwischenzaehler fuer einzelne Wohnungen ?

    Falls der Verdacht besteht ein Zaehler sollte defekt sein, überprüfen.

    Alle Sicherungen der Wohnung ausschalten, der Zaehler sollte nach ein paar Minuten komplett stehenbleiben.

    Danach einen starken Verbraucher (z.B. alter Staubsauger oder Föhn) einschalten und den Verbrauch beobachten, er sollte ungefähr dem Verbraucher entsprechen, z.B. bei 2000 Watt solltest du nach 10 Minuten ca. 0,3 kWh mehr auf dem Zähler haben.
     
  5. simon84

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    Ja das muss aber schon eine grosse Baustelle sein, die hinter dem Zaehler einer Wohnung an einem Tag konstant ca. 300 kW zieht.
    Die Feuerwehr wäre sicher schon dagewesen.
     
  6. simon84

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    Der Mieter M könnte den Stromzähler regelmässig anschauen und sich die Werte aufschreiben bzw. Foto machen.
     
  7. petra345

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    Baustellen werden üblicherweise mit Strom geheizt. Da kann schon einiges zusammen kommen.
    Wir wissen nicht wie lange die Baustelle bestand und wie groß sie war.
     
  8. simon84

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    Wir wissen aber, dass es eine Ablesung mit "56000" gab UND AM TAG DANACH eine mit "65000".

    Also 9000 kWh in 24 Stunden. Oder vielleicht doch einfach nur Zahlendreher? Wer weiss !
     
  9. driver55

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    Wir wäre es, wenn man das Kauderwelsch erst mal verständlich niederschreibt?

    Und auch gleich die richtigen Zahlen liefert.
    ???
     
  10. #9 Basti2709, 24. Januar 2018
    Zuletzt bearbeitet: 24. Januar 2018
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    Ist doch eigentlich zu verstehen...der Jahresverbrauch liegt normal bei 4500kwh....nun kann ja "M" dort schon einige Jahre lang wohnen...sodass er letztes Jahr einen Zählerstand von 51.500kwh hatte. Nun wurde abgelesen und festgestellt er hat 56.000kwh. Was in seinem normalen Verbrauch von 4.500kwh jährlich wiederspiegelt.

    Da es ja ziemlich ausgeschlossen ist 9.000kwh an einem Tag zu verbraten muss einer der Zählerstande falsch abgelesen worden sein. Welcher das ist, lässt sich ja leicht herausfinden.

    Variante 1: Zählerstand aktuell ca. 56.xxx > neuer Versorger falsch abgelesen
    Variante 2: Zählerstand aktuell ca. 65.xxx > alter Versorger falsch abgelesen

    Bei Variante 2 wäre dann aber noch der massiv erhöhte Stromverbrauch zu klären: 4.500kwh normal / nun ja aber 13500 kwh.

    PS: irgendwie passt das aber trotzdem nicht alles in Bild. Die Stadtwerke übernommen die Notversorung, aber der alte Versorger liest dann irgendwann den Zähler ab und berechnet es selbst?
     
  11. simon84

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    genau.
    und 13500 kwh kann man in einem jahr leicht verbrauchen.
    es gibt ja leute die stellen sich elektrische heizgeräte rein, oder irgendwelche rechner zum mining von cryptowährung :)
     
  12. #11 Onkel Dagobert, 24. Januar 2018
    Onkel Dagobert

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    So eine Hanfplantage braucht auch eine Menge Strom...
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    driver55 und simon84 gefällt das.
  13. am1003

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    Dann könnte sich das durchaus rechnen.:mega_lol:
     
  14. JasperMr60

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    Sorry für die späte Rückmeldung und vielen Dank für Eure hilfreichen Kommentare und Tipps!

    Ich war inzwischen bei den Stadtwerken/Netzbetreiber. Die sagt, es gab nur eine Ablesung des Zählers durch den Netzbetreiber. Dieser lag bei ca. 65000 am 12.10.2017. Ich habe zudem ein Foto gemacht vom 17.2. von 47600. Das heißt, eine Familie, die normalerweise 4500kwh im Jahr verbraucht, verbraucht in 8 Monaten plötzlich 17400 kwh, was ca dem 6-fachen entspricht.

    Die Frage nach der Baustelle: Es gabe zur selben Zeit eine Baustelle, die ihren Strom am Zählerkasten (ein Zählerkasten mit 3 Zählern für 3 Wohnungen und einem Zähler für den Treppenhaus- und Kellerstrom) abgezwackt hat. Ich habe ein Fotos angehangen, auf dem dies festgehalten wurde.
    Jedoch behauptet der Bauunternehmer den Strom vor dem Zähler abgenommen zu haben.
     

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  15. petra345

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    Das kann er ja behaupten. Das kann er sogar glauben. Aber wenn es falsch angeschlossen wurde war es eben hinter dem Zähler.

    Gegen diese Möglichkeit spricht allerdings, daß der Strombedarf einer Baustelle so hoch gewesen sein kann, daß es die Sicherungen am Haushaltszähler ausgelöst hätte.

    Vielleicht findet man ja noch Spuren vom Anschluß. Es wäre nicht ungewöhnlich, daß man den Draht nicht abgeklemmt sondern einfach abgeschnitten hat. Das ist schneller und ungefährlicher. Dann würde noch ein Rest vorhanden sein.

    .
     
  16. #15 Fred Astair, 25. Januar 2018
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    Das Ganze geht den Vermieter überhaupt nichts an. Der Mieter hat einen Vertrag mit dem Versorger und muss sich selbst mit diesem auseinandersetzen.
    Für Reklamationen gibt es festgelegte Regularien.
    Ein Internetforum kann dieses Problem nicht lösen.
     
  17. driver55

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    Wir sind so schlau wie zuvor.
    Wer hat denn den Baustrom angeschlossen? Dort ist doch sichrlich auch ein Zähler vorhanden. Korrespondieren die Werte mit dem Mehrverbrauch? Wieviele Baustellen laufen über diesen Baustrom?

    Du bist der Vermieter und es ist Deine Baustelle, oder?
     
  18. simon84

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    Wie wurde der Baustrom gemessen und wer hat ihn bezahlt?

    Das ist doch ne Räuberpistole.
     
  19. petra345

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    Der Bereich vor dem Zähler ist plombiert. Nur das EVU plombiert das wieder, nicht der zugelassene Installateur.

    Also müssen da noch Plomben fehlen.
     
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  21. Andybaut

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    Mir kommt das langsam auch wie eine Räuberpistole vor.

    Ich lese Baustelle, vor dem Zähler, hoher Stromverbrauch.

    wenn´s der Bauunternehmer "legal" gemacht hat, dann kann er ja sicher die Stromrechnung eines Versorgers vorweisen.
    Dort hat er anzumelden, zu bezahlen und abzumelden.
    Wenn er die Rechnung nicht hat ist doch eh klar was passiert ist.
     
  22. #20 holz christoph, 27. Januar 2018
    holz christoph

    holz christoph

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    sieht ganz so aus!
    .. also, nehmen wir mal ala Ansatz dass es so wäre.
    -> 8Monate (M's Verbrauch + Baustelle) = 17400kw.
    davon hat M theoretisch 8/12 von 4500 verbraucht, also 3000kwh.
    -> würden 14400 für die Baustelle verbraucht worden sein ->in 8 Monanten: 1800/monat. Bei vollem Betrieb à 22 tage/monat=>81/Tag.
    selbst wenn die Baustelle 3 Büro und Umkleide-container mit 2000kwh electrischer Radiatoren 10h am Tag betreibt, hätten die Maschinen noch 51kwh/tag verbraucht.
    das wäre mindestens ein 10Mann/Baustelle mit Betonrüttlern, Sägen, Kran, Scheinwerfern und allem drum und dran!
    => ?? war das der Fall?
     
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