Fachgerechte Ausführung Streifenfundament & Bodenplatte

Diskutiere Fachgerechte Ausführung Streifenfundament & Bodenplatte im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, es geht um den Bau eines gemauerten Gartenhauses, Grundfläche ca. 3,50 x 3,50, Höhe ca. 2,30 m + Dach. Das Gartenhaus soll als...

  1. #1 Gartenhausbauer, 10. April 2017
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    Hallo zusammen,

    es geht um den Bau eines gemauerten Gartenhauses, Grundfläche ca. 3,50 x 3,50, Höhe ca. 2,30 m + Dach. Das Gartenhaus soll als Werkstatt genutzt werden und soll daher entsprechend stabil und massiv sein (Schallschutz, Wandregale, Maschinen). Als Mauerwerk sind entweder 20 cm Kalksandstein oder 17,5 cm Betonschalungssteine vorgesehen. Als Fundament habe ich ein Streifenfundament mit einer Tiefe von 80 cm vorgesehen.

    Nun bin ich dabei die Erde für die Bodenplatte und das Fundament auszuheben und habe diesbezüglich folgende Fragen zur korrekten Ausführung.

    1. Wie breit muss das Streifenfundament mindestens sein?
    Genügt es, wenn das Streifenfundament die gleiche Breite wie die daraufstehende Mauer hat, oder muss es breiter sein?
    2. Muss unterhalb des Streifenfundamentes noch eine Kies- oder Schotterschicht sein?

    Wenn ja, wie dick muss diese Schicht sein, welche Körnung muss sie haben und muss diese verdichtet werden?
    Wenn nein, muss nach Aushub der 80 cm der Untergrund verdichtet werden?

    3. Ist eine Bewehrung für das Streifenfundament notwendig?

    Die Bodenplattendicke habe ich mit ca. 20 cm vorgesehen, habe hier allerdings auch ein paar Fragen zur korrekten Ausführung:

    4. Muss unterhalb der Bodenplatte noch eine Kies- oder Schotterschicht sein?
    Wenn ja, welche Körnung muss diese haben und wie dick muss diese sein und muss sie verdichtet werden?
    5. Ist eine Bewehrung für die Bodenplatte notwendig?
    6. Genügt es, auf diese Schicht eine PE Folie auszulegen und die Bodenplatte direkt darauf zu betonieren? Die Bewehrung ließe sich ja während des Betonierns einlegen und so ausrichten, dass die Betonüberdeckung von 4 cm gewährleistet ist.

    Was ich auch gelesen habe ist, dass eine sogenannte Sauberkeitsschicht, bestehend aus 5 cm dickem Beton, zuerst betoniert wird, und darauf dann die Bewehrungsgitter gelegt werden und erst danach die Bodenplatte fertig betoniert wird.



    Ich wäre sehr dankbar für fachliche Ratschläge.
     
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  3. #2 bauspezi 45, 10. April 2017
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    also,
    erst mal :
    das Gartenhaus ist keine Werkstadt, sag das nicht weiter!
    das Gartenhaus hat mehr als 24 m3 umbauten Raum , müsste bei über den Wert genehmigt werden.
     
  4. #3 Gartenhausbauer, 10. April 2017
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    Was du meinst, ist das Bundeskleingartengesetz.
    Nach diesem darf ein Gartenhaus eine maximale Grundfläche (nicht Volumen) von 24 m² haben.
    Das Gesetz bezieht sich allerdings nur auf Gartenhäuser in Schrebergärten.
    Da das Gartenhaus auf dem Grundstück meines Hauses gebaut werden soll, ist das für mich aber uninteressant.

    Die Regelung, die für mich interessant ist, ist die Landesbauordnung Baden-Württemberg.
    Danach darf ein Gartenhaus ein Volumen bis zu 40 m³ und eine mittlere Höhe von maximal 3 m haben.
    In manchen Städten gibt es noch einen sogenannten Bebauungsplan, wonach das Grundstück nur bis zu einem bestimmten Prozentsatz der Grundstückfläche bebaut werden darf. In meiner Stadt gibt es allerdings keinen Bebauungsplan.
     
  5. #4 Gartenhausbauer, 12. April 2017
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    @bauspezi 45
    Kannst du deinen ersten Punkt etwas genauer erläutern?
    Ich denke mal, es geht um das Thema Aufenthaltsraum ja oder nein?
     
  6. #5 bauspezi 45, 12. April 2017
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    nun ja,
    es geht ja mehr um die Meinung wie man was baut.
    dann lass ich mal alles andere draußen ist letztlich Dein Problem.
    also, 3,50 x 3,50 ist sicherlich ausreichend für Deinen Zweck, wobei ich einen Raum
    habe der ca. 23qm hat und voll ist mit Gartengeräten (Aufsitzmäher,andere Motorgeräte, Regale , Werkbank, Sitzecke....,eigentlich zu klein...
    mach die Fundamente ca. 25x70cm, unter der Bodenplatte 10-15cm Kies/Mineralgemisch, darauf eine stabile Folie
    Fundamentbeton ca 3,5 m3 , Mischungsverhältnis 1 : 4 (Zement/Kies) beim Selbermischen, muss nicht alles in einen Rutsch gemacht werden.

    Bodenplatte reicht ca 15cm Bewehrung mit Q181 im unteren Bereich der Platte, ca 2,0m3 Beton , Mischungsverhältnis ca. 1:3 (Zement/Kies)

    Mauerwerk : wenn Du das kannst : 17,5cm Kalksandsteinen, bei Gasbeton sollte ein Betonrähm als oberer Abschluß drauf.

    dann mach erst mal, dann sehen wir weiter, gutes Gelingen :-)
     
  7. petra345

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    Das Mauerwerk darf durchaus in 11,5 cm, sogar bei Porenbeton, gewählt werden. Aber oben sollte ein 24 cm Ringbalken als Abschluß drauf.

    Bei einem Gartenhäuschen kann man auf die 80 cm tiefen Fundamente auch verzichten. Einfach eine 15 cm starke Betonplatte auf den Boden und fertig. Nachteil: Wenn der Boden naß ist und gefriert hebt es das Häuschen und dann senkt es sich wieder.

    Das spielt doch keine Rolle oder doch?
     
  8. #7 Onkel Dagobert, 13. April 2017
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    @petra345: Wieso sollte man bei einem (massiven) Gartenhaus auf die Frostfreiheit verzichten??? Das ist Blödsinn. Auf jeden Fall frostfrei (80cm gründen), denn durch das heben und senken bei Frosteinwirkung unterhalb der Bodenplatte können Risse entstehen, die der TE sicherlich nicht haben möchte.
    Ein Ringbalken oben auf dem Mauerwerk ist auch auf jeden Fall zu machen.

    Ist alles reichlich DIY. Ich hoffe der TE weiß was er da macht!
     
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  10. #8 Gartenhausbauer, 17. April 2017
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    @bauspezi 45
    Zunächst einmal danke für die fundierten Informationen. Genau das habe ich gesucht.

    Der Graben ist fast fertig.
    Kannst du mir noch den optimalen Wasser-Zement-Wert für deine Betonmischungen geben?
    Laut zahlreichen Fachinformationen, die ich bisher gelesen habe, werden 25 % Wasser chemisch und 15 % Wasser physikalisch gebunden.
    Unter 40 % sollte der Wert daher nicht sein. Bei über 40% entstehen allerdings Kapilarporen, was es zu vermeiden gilt, da es die Stabilität des Betons stark reduziert.
    Nur, wie sieht das in der Praxis aus? Ist ein Beton, dessen Zementleim aus 60% Zement und 40% Wasser besteht mit Heimwerkermethoden überhaupt verdichtbar, bzw. überhaupt anständig zu verarbeiten, oder ist solch ein Beton viel zu steif?

    Desweiteren würde ich noch gerne wissen, wie man den Anschluss zwischen Fundament und Bodenplatte fachgerecht herstellt.
    Wird die Bodenplatte einfach auf das Fundament draufbetoniert?
    Auf den Bildern des Fundamentes beim Hausbau sehe ich, dass da zahlreiche Eisen rausstehen. Auch in einigen Tutorials sehe ich, dass in das Fundament am Ende des Betonierens u-förmig gebogene Eisen eingesteckt werden.
     
  11. #9 bauspezi 45, 17. April 2017
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    hallo,
    da ich ja die Randbedingungen (wer hilft , hat ein anderer etwas Ahnung ??) nicht kenne, ist es sehr mühselig jeden Schritt
    wegen "ich hab wenig ,keine Erfahrung" zu kommentieren.
    Wenn Sie sich einen Bekannten der das schon mal gemacht hat zur Hilfe nehmen würden wäre sehr angebracht.
    auch des Netz bietet jede Menge Infos.
     
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