Fachgerechte Bauwerksabdichtung

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  1. lspc

    lspc

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    Hallo zusammen,
    im Zuge von Erd- und Pflasterarbeiten an den Außenwänden meines Gebäudes wurde durch einen Garten- und Landschaftsbau-Betrieb die vertikale Bauwerksabdichtung im erdberührten Bereich angefertigt. Zum Einsatz kam eine flüssig aufgetragene 2K-Reaktivabdichtung sowie eine Noppenbahn Hammerl Basic plus als Schutzschicht als einfaches System.

    Bei der Überprüfung der ausgeführten Arbeiten sind mir zwei Punkte aufgefallen, die mir bautechnisch Sorgen bereiten und zu denen ich gerne eure fachliche Einschätzung einholen möchte:

    - Höhenversatz der Primärabdichtung: Die 2K-Reaktivabdichtung wurde nicht bis über die Geländeoberkante hochgezogen, sondern endet bereits ein Stück unterhalb der fertigen Pflasteroberkante. An einigen Stellen geht sie maximal 7,5cm über das Bodenniveau
    - Fehlender oberer Abschluss der Noppenbahn: Die Noppenbahn wurde ohne mechanische Fixierung und ohne ein Noppenbahnabschlussprofil (Klemmschiene) verbaut. Der Graben und das Pflasterbett wurden in diesem Zustand bereits wieder verfüllt und verdichtet.

    Aus meiner Sicht ergeben sich aus dieser Konstellation folgende potenzielle Probleme:
    Durch das fehlende Abschlussprofil können Feinteile, Sand und Splitt aus dem Pflasterbett direkt hinter die Noppenbahn gelangen. Wenn sich das Erdreich und die Pflasterfläche nachträglich setzen, wirken diese festsitzenden Steine und Feinteile wie ein Schmirgelpapier und können die darunterliegende, empfindliche 2K-Abdichtungsschicht mechanisch beschädigen oder punktuell perforieren. Zudem wird die Dränfunktion der Noppenbahn dadurch blockiert.
    Bei der Abdichtungshöhe: Da die eigentliche Abdichtung unterhalb des Pflasters endet, ist der Wandsockel im unmittelbaren Übergangsbereich ungeschützt. Oberflächenwasser, das durch die Pflasterfugen einsickert, sowie Spritzwasser können so direkt kapillar in das ungeschützte Mauerwerk oberhalb der Abdichtungslinie eindringen.

    Vor diesem Hintergrund habe ich folgende Fragen an die Experten hier:

    Ist eine solche Ausführung nach den anerkannten Regeln der Technik als fachgerecht einzustufen, oder liegt hier ein klarer Sachmangel vor?

    Wie müsste eine normgerechte Sanierung dieser Schnittstelle aussehen? Ist ein nachträgliches Freilegen, Hochziehen der Abdichtungsschicht und das nachträgliche Anbringen einer Klemmschiene bautechnisch dauerhaft sicher lösbar, oder erfordert dies einen vollständigen Rückbau des Pflasters in diesem Bereich?

    Ich freue mich auf eure fachlichen Rückmeldungen und konstruktiven Ratschläge.

    Viele Grüße
    LS
     
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