Fassade dämmen und Fenster tauschen

Diskutiere Fassade dämmen und Fenster tauschen im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Moin zusammen, ich habe gesehen dass es ein separates Forum für Fenster gibt, aber da wir (wie empfohlen) beide Maßnahmen angehen wollen, diese...

  1. #1 FrankSteckl, 02.05.2021
    Zuletzt bearbeitet: 02.05.2021
    FrankSteckl

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    Moin zusammen,

    ich habe gesehen dass es ein separates Forum für Fenster gibt, aber da wir (wie empfohlen) beide Maßnahmen angehen wollen, diese eng miteinander verbunden sind und die Fassade zuerst dran ist, habe ich mal dieses Unterforum gewählt.

    Das Haus ist ein Bestandsbau (DHH) von 1953, seitdem wurden keine nennenswerten Sanierungsarbeiten an den Gebäudehülle durchgeführt. Im Zuge der jetzt anstehenden Sanierungsarbeiten sollen die Außenwände, die oberste Geschossdecke, sowie der Kellerabgang und die Kellerdecke gedämmt werden und die Fenster ausgetauscht werden.

    Für die Außenwände würde ich nach meinem jetzigem Wissen ein WDVS aus 12cm Mineralfaser-Dämmplatten wählen. Die vorhandenen Wände bestehen aus 25cm-Bims-Mauerwerk das beidseitig verputzt ist. Beim einlesen in das Thema fand ich auch die hinterlüftete Fassade eine interessante Lösung. Hier frage ich mich nur, ob die Mehrkosten es wert sind, vielleicht könnt ihr mir eure Einschätzung dazu geben? Ein in meinen Augen evtl kritischer Punkt ist, dass das Haus zu allen 3 Seiten hin keine ausreichenden Dachüberstände hat. Ist sowas heutzutage einfach und günstig von einem Dachdecker oder Stuckateur zu lösen?

    Und nun das zweite Thema. Aktuell sind zweifachverglaste Kunststofffenster von 1990 inkl. innen liegender Rolllädenkästen verbaut. Durch die Rolllädenkästen zieht es in vielen Räumen. Daher ist der Plan, die Fenster zu tauschen und dabei die Rolllädenkästen zu entfernen. Verbaut werden soll 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung mit Holzrahmen.

    Ich habe viel zu dem Thema gelesen und fast überall wird für ein solches Haus wie unseres (ungedämmt) empfohlen, Fassadendämmung und Austausch der Fenster zum gleichen Zeitpunkt vorzunehmen. Als Vorteile werden aufgeführt, dass die Gewerke sich absprechen und die neuen Fenster so montiert werden können, dass sie dicht und bündig mit der Außenkante der Fassade sind. Außerdem lassen sich so beide Maßnahmen energetisch miteinander abstimmen im Hinblick auf das zu wählende Material.

    Da ich bei beiden Themen absoluter Laie bin frage ich mich ob es sinnvoll oder sogar notwndig ist, für die Koordination und Überwachung einen Bauleiter zu engagieren. Vor allem da es sich hier um teure Maßnahmen (vermutlich) irgendwo zwischen 30.000 und 50.000€ handelt (beides zusammen). Oder mache ich mir da zu viele Gedanken und gute, verantwortungsbewusste Fachbetriebe sprechen sie bei soetwas ohnehin ab und es gibt gar nicht so viel Koordinationsbedarf?

    Zwischenzeitlich haben wir auch mal übrlegt, vor dem Einzug nur den Innenbereich zu renovieren (Böden, Wände ggf. Elektrik, sowie Dämmung Keller und oberste Geschossdecke) und Fenster und Fassade dann nach 1, 2, 3 Jahren zu machen. Aber davon wurde uns abgeraten wegen dem Dreck den man sich in Haus holt und wie Wände an den Anschlussstellen der Fenster die man neu verputzen und streichen muss.
    Da die Arbeiten im September beginnen sollen, würde ich gerne in den nächsten 2-4 Wochen Nägel mit Köpfen machen und möchte zumindest halbwegs informiert erscheinen, wenn ich mit den Betrieben telefoniere bzw. mich vor Ort treffe falls nötig. Daher bin ich dankbar für jeden Tipp welche Fragen ist stellen soll und worauf es besonders zu achten gilt.

    Danke im Voraus :)
     
  2. #2 FrankSteckl, 05.05.2021
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    Scheinbar ein komplexes Thema. Ich habe in den letzten Tagen nochmal viel gelesen und Videos von Fachleuten auf YouTube geschaut und bin nun der Meinung, dass man ohne Probleme erstmal die Fenster montieren lassen kann. Klar liegen diese dann nicht in der Dämmebene, aber das kann ja grundsätzlich nicht problematisch sein, weil ich das zigfach hier in der Stadt so sehe, wenn Bestandshäuser gedämmt werden.

    Was ich mich allerdings noch frage: Kann schon ein Winter mit neuen Fenster und ungedämmter Fassade größere Schimmelschäden anrichten, wenn man viel lüftet? Grundsätzlich scheint es mir unumgänglich zu sein zu dämmen, wenn man kein Schimmelproblem bekommen will. Ich frage mich nur, ob wir die Dämmnug nicht zumindest auf den nächsten Sommer verlegen könnten.

    Die hinterlüftete Vorhangfassade scheint mir aktuell die beste Lösung was Preis/Leistung angeht. Zwar ist der Aufbau aufwändiger als WDVS, aber er scheint mir auch weniger fehleranfällig zu sein.
     
  3. #3 simon84, 06.05.2021
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    Erstmal eine detaillierte Planung machen. Nicht die neuen Fenster führen zu Schimmel sondern fehlender Luftwechsel.
    Mit lüften und heizen muss es nicht unbedingt schimmeln
     
  4. #4 FrankSteckl, 06.05.2021
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    Ja, genau so habe ich es auch verstanden. Ich bin bereits im Kontakt mit einem Energieberater um das prüfen zu lassen, habe aber auch gelesen dass man es am Ende manchmal trotz sorgfältiger Planung nicht 100% durch Lüften und Heizen vermeiden kann.
    Und die Fassadendämmung hätte ja noch mehr Vorteile. Die alte Fassade ist ohnehin nicht mehr schön und wir würden sie mindestens neu streichen lassen. Und ein besseres Wohngefühl bekommt man ja auch, wenn die Wände im Winter nicht eiskalt sind.
     
  5. BaUT

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    Na dann auf zum Energieberater und der soll unbedingt nicht nur "energieberaten" sondern unbedingt auch ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 machen. Wer das als Energieberater nicht kann ist falsch in seinem Job.
     
  6. #6 simon84, 06.05.2021
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    Der Energieberater macht keine vollumfängliche Ausführungsplanung und keine volle Bauleitung/Bauüberwachung

    Das war ja auch eine Frage:

    Hierzu kann ich nur sagen, dass ich insbesondere bei Sanierungen so etwas als absolut notwendig ansehe.
    Generell, je genauer man plant und ausschreibt, desto weniger Aufwand bei der Überwachung, aber ganz ohne geht es nicht.

    Hierauf würde ich auf keinen Fall verzichten.

    Zur finanziellen bzw. Budgetplanung, denke ich ist es zu früh etwas zu sagen, aber ob man für 50.000 EUR ein ganzes Haus dämmen und neue Fenster machen kann, sieht man erst wenn es eine konkrete Planung gibt und 3-5 vergleichbare Angebote von Auftragnehmern für jedes Gewerk vorliegen

    Hierzu ist der Ansprechpartner der Dachdecker/Zimmerer.

    Einfach und günstig ist immer Definitionssache, für den Fachbetrieb ist das sicherlich eine gängige Aufgabe.
    Bei guter Planung kann man sicherlich zumindest bei der Baustelleneinrichtung, also Gerüst usw. Kosten sparen, wenn man das gemeinsam mit der WDVS macht.
     
  7. #7 klappradl, 06.05.2021
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    Wenn es jetzt nicht schimmelt, schimmelt es auch mit neuen Fenstern nicht. Richtig Heizen und Lüften vorausgesetzt.
    Wenn die Fassade gedämmt wird, wäre es aber sinvoll, die Fenster weiter in die Dämmung zu setzten. Wenn man das ohne Dämmung macht, werden allerding die Laibungen kälter (weil die Fenster weiter außen sitzen), und das wäre im Winter kritisch.
     
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  8. #8 simon84, 06.05.2021
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    deshalb ja erstmal ordentliche Planung (zb Architekt) da kann man das alles berücksichtigen bzw die Laibung anders dämmtechnisch gestalten etc.

    insbesondere wenn Fenster jetzt höher werden (rollladenkasten weg etc) sollte man sowieso auch beim aufmass ganz genau hinschauen oder evtl. sogar ein Fenster komplett ausbauen für das aufmass

    Zusatzleistungen wie glattstrich usw berücksichtigen und beauftragen und Und und

    die Themen mit im Vorfeld vermeidbar schlecht eingebauten Fenstern aufgrund mangelhafter Planung sind zahlreich vertreten !
     
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Fassade dämmen und Fenster tauschen

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