Fassade Dämmen wie Dick???

Diskutiere Fassade Dämmen wie Dick??? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hätte mal eine Frage haben uns ein Haus gekauft Bj.1923. Haben innen jetzt alles komplett Saniert. Will jetzt mit der Fassade anfangen. Es ist...

  1. Kloeck

    Kloeck Gast

    Hätte mal eine Frage haben uns ein Haus gekauft Bj.1923.
    Haben innen jetzt alles komplett Saniert.
    Will jetzt mit der Fassade anfangen.
    Es ist Backstein Mauerwerk mit einer Dicke von 40cm + 5cm innen und aussenputz!!
    Wie Dick muss die Dämmung jetzt werden??
    Ein bekannter von mir macht das Beruflich und er sagt es muss bei der Dicke vom Mauerwerk kein Vollwärmeschutz gemacht werden.
    Nur ich traue ihm nicht so will nicht Dreimal anfangen
    mfg
     
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  3. Julius

    Julius

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    Das wird wohl berechnet werden müssen.
    Die Kosten des dafür nötigen Fachmanns werden jedoch (genau wie die Dämmmaßnahme selbst) öffentlich bezuschußt!
     
  4. honney

    honney

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    hier mal als beispiel nen link zum errechnen des U-Wertes, geht dabei auch darum was Sie haben wollen!
     
  5. Julius

    Julius

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    ...oder haben müssen!
     
  6. honney

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    man muss gar nichts, es sei denn man möchte Fördergelder beantragen! Aber was wäre ratsam, das ist ne andere Geschichte oder was braucht man um einen bestimmten U-Wert zu erreichen ... das müsste hier nochmal angegeben werden, was für ein "Backstein" wäre auch noch von Interesse ...
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 23. Dezember 2009
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Wenn der Herr Ingenieur bitte mal die EnEV lesen würden. Danke

    Sobald die Fassade bearbeitet wird, muss der Mindestschutz der EnEV eingehalten werden. Mehr darfs natürlich gerne sein.
    Das teure an den Arbeiten ist ncht so sehr das Material, sondern das sind die Leute, die es verarbeiten.
    Und deren Aufwand ist nur minimal grösser, wenn die Dämmung dicker wird.

    Ich würde heute nicht unter 16 cm WLG 035 anbringen lassen, wenn das Gebäude es hergibt.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Das ergibt bei der o.g. Wand mehr als 60cm Wandstärke. :eek:

    Obwohl....im Vergleich zu den KF Burgen ist das ja gar nichts. :D

    Dafür hätte ich gerne einen Nachweis.

    Er hat das jetzt Haus gekauft und umfangreich saniert, und nun soll auch noch die Fassade saniert werden.....und Du erzählst ihm, dass er die EnEV einfach ignorieren kann?

    Gruß
    Ralf
     
  9. lordbauer

    lordbauer

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    Hallo,

    ich hab da mal ne Frage. Was passiert eigentlich wenn man die ENEV ignoriert?
    Also wenn ich jetzt zum Beispiel beschließen würde keine Dämmung auf mein Haus zu machen weil ich es mir gerade nicht leisten kann, und ich würde die ENEV-Werte beim Neubau damit nicht mehr erreichen, was passiert dann?

    Strafe?
    Knast?
    Hand abhacken?
    ???
     
  10. Olaf (†)

    Olaf (†)

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    Willst...

    probieren?

    Bußgeld (geht ja noch)
    und die Auflage, die ganze Übung richtig zu wiederholen - dass dürfte dann mehr Schmerzen bereiten.
     
  11. lordbauer

    lordbauer

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    Nein will ich nicht!

    Will nur wissen was dann passiert.

    Ich denke mein geschilderter Fall ist doch gar nicht so selten. Das WDVS kommt relativ zum Schluss und kostet eine ganze Menge Geld. Hat man das Geld nun nicht mehr kommt auch kein WDVS drauf, und dann?

    Mich interessiert das eben...

    Bußgeld ==> kann derjenige dann eh nicht mehr bezahlen.
    Knast ==> Ist ja wohl kaum eine Straftat
    Abriß ==> Steht wohl in keinem Verhältniss

    So what?
     
  12. applegg

    applegg

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    §24
    Soweit bei Baudenkmälern oder sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz die Erfüllung der Anforderungen dieser Verordnung die Substanz oder das Erscheinungsbild beeinträchtigen oder andere Maßnahmen zu einem unverhältnismäßig hohen Aufwand führen, kann von den Anforderungen dieser Verordnung abgewichen werden.

    § 25

    Die nach Landesrecht zuständigen Behörden haben auf Antrag von den Anforderungen dieser Verordnung zu befreien, soweit die Anforderungen im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen. Eine unbillige Härte liegt insbesondere vor, wenn die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer, bei Anforderungen an bestehende Gebäude innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen nicht erwirtschaftet werden können.

    Eine unbillige Härte im Sinne des Absatzes 1 kann sich auch daraus ergeben, dass ein Eigentümer zum gleichen Zeitpunkt oder in nahem zeitlichen Zusammenhang mehrere Pflichten nach dieser Verordnung oder zusätzlich nach anderen öffentlichrechtlichen Vorschriften aus Gründen der Energieeinsparung zu erfüllen hat und ihm dies nicht zuzumuten ist.


    soweit dazu.
     
  13. Roth

    Roth

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    Da passiert nichts. Ich weiß vom Bekannten- und Nachbarnkreis, dass die Leute alle Fenster ersetzt haben, andere haben das Dach neu gedeckt oder die Fassade gestrichen.
    Niemand hat sich gemeldet und gesagt, dass das nicht reicht.
    Diese Bauherren meinen es gut mit ihrem Häusle und wissen ja gar nicht, was ihnen die EnEV eigentlich vorschreibt.
    Wo kein Richter, da kein Henker, sozusagen.

    PS Mein Arch. hat ja die EnEV leider auch nicht für voll genommen:
    "Nicht luftdicht? Ach was, die paar Euro, die Sie jetzt mehr an Heizung brauchen. Die fallen bei der Bausumme nicht ins Gewicht..." :mauer
     
  14. lordbauer

    lordbauer

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    Hallo,

    also ich möchte hier auf gar keinen Fall jemanden anstiften sich nicht an die Regeln und Gesetze in unserem Lande zu halten. Wenn EnEV Vorschrift dann auch einhalten!

    Mich hat es nur interessiert welche Folgen es für einen hat.
     
  15. Bauwahn

    Bauwahn

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    Es ist halt wie beim Telefonieren am Steuer. Wenn dann mal kontrolliert wird, dann kostet's auch.

    Es wird aber zu wenig kontrolliert und damit geht dann auch die Einhaltung zurück (Bei Schwarzfahrern z.B. gibt es schöne Statistiken die den direkten umgekehrten Zusammenhang zwischen zwischen Kontrollquote und Beanstandungsquote belegen).

    Da sollte man mal Personal einstellen. Aber vermutlich ist der Verwaltungsaufwand zum Eintreiben allein schon höher als das Bussgeld.
     
  16. applegg

    applegg

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    http://medien.enev-online.de/infos_2009/091217_tuschinski_enev2009_missverstaendnisse.htm

    Ansonsten gilt:

    § 8 Bußgeldvorschriften

    Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 mit einer Geldbuße bis zu fünfzigtausend Euro, in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 2 mit einer Geldbuße bis zu fünfzehntausend Euro und in den übrigen Fällen mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden.


    Und lass nur mal deinem Nachbarn die Farbe deiner Außenwand nerven, der macht schnell eine Anzeige und schwupps... Außerdem, wie gesagt, die ENEV ist nicht so dumm, wie manche denken. Die Wirtschaftlichkeit ist ja integraler Bestandteil. Von der gesteigerten Wohnqualität gar nicht zu reden.


    Grüße
    applegg
     
  17. Roth

    Roth

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    Soll ich also meinen Architekten anzeigen? ;)

    Grundsätzlich ist die EnEV sinnvoll. Und sie ist ja auch geltendes Gesetz.
    Aber wer klärt die Selbermacher-Bauherren auf, die keinen Architekten oder Energieberater nehmen? Und wer sich nach einem Hauskauf teure Energiesparmaßnahmen nicht alle leisten kann, was soll der machen?

    Behörden verfolgen die Verstöße nicht, weil sie die finanziellen Zwänge der Bauherren kennen, so meine Meinung.

    Zur Wirtschaftlichkeit:
    Ich habe einen dena-Prospekt von Ende 2008. Er zeigt eine Beispielrechnung für ein freistehendes EFH von 1970 mit 150 qm Wohnfläche und 4 Pers.,
    energetische Komplettsanierung + erneuerbare Energien:

    Dämmung Dach 30cm
    Austausch Fenster Wärmeschutzverglasung
    Dämmung Außenwände 24cm
    Dämmung Kellerdecke 8cm
    Einbau Pelletheizung
    Solaranlage Trinkwasser u. Heizungsunterstützung
    Lüftung mit WRG

    Kosten 68.300 €
    Zuschüsse 18.398 €
    Finanzierungsbedarf 49.900 €

    Mit solchen Beispielrechnung versucht man zu überzeugen. Ich habe diese Maßnahmen machen lassen, aber wenn ich mit meinem Objekt vergleiche, dann halte ich diese Angaben für absolut schöngerechnet.
     
  18. applegg

    applegg

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    ehrlich gesagt. JA. Er wollte ja auch dein geld. Selbst dran schuld, sehenden Auges eine mangelhafte Lesitugn zu akzeptieren. Aber im Sinne der ENEV bist du als bauherr der Rechtsträger, der Archi ist nur im Sinne der Gewährleistung zu belangen.

    Oh, Herr Wachtmeister, woher soll ich denn wissen, dass ich in der Innenstadt nur 50 fahren darf. Da stand ja kein Schild mit "50" drauf... Nene, so nicht.

    Es gilt, bis auf wenige Ausnahmen, ein Bestandschutz. Wer keine Baumaßnahmen durchführt, der muss auch nichts anpassen. Ist halt wie bei autos, wer neu kauft, der muss halt auch den KAT bezahlen, weil es ohne nicht mehr geht.



    Klar, dass ein gewisster Lobbyismus mit reinspielt, will ich nicht absprechen. Die Frage ist, rechnet es sich? und wie wäre es ohne diese Maßnahmen in dem zugigen, fußkalten Ziegelbau. 26 % Förderung sind ja auch schon geschmeidig.
     
  19. Kloeck

    Kloeck Gast

    Ich will garkeine Fördermittel die können die gerne behalten !!
    Wir ging es eigentlich nur darum,wir haben vor Aufzustocken und hinten anzubauen.Und ein Bekannter sagte mir wenn man mehr als 60% der dachfläche ändert muss gedämmt werden hat keiner einen link zur berechunug.
    Es sind rote Ziegel
     
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  21. #19 Ralf Dühlmeyer, 23. Dezember 2009
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Dann braucht Ihr eh einen Planer. Der kann Euch dann (hoffentlich) die ENEV und deren Forderungen näher erläutern.

    Was für eine Berechnung soll denn der link enthalten?
     
  22. greentux

    greentux

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    Also Führerscheine für Bauherren...
    Warum nicht. In D bekommen wir das alles geregelt.
     
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Fassade Dämmen wie Dick???

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