Fassadendämmung für Fachwerkwände mit Hartschaumplatten?

Diskutiere Fassadendämmung für Fachwerkwände mit Hartschaumplatten? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich beabsichtige gerade ein Haus zu kaufen. Zur Fassade hätte ich eine Frage, die die Isolation betrifft, da ich von verschiedenen...

  1. Alogis

    Alogis

    Dabei seit:
    09.06.2009
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Technischer Vertrieb
    Ort:
    Suhl
    Hallo,
    ich beabsichtige gerade ein Haus zu kaufen.
    Zur Fassade hätte ich eine Frage, die die Isolation betrifft, da ich von verschiedenen Seiten gehört habe, dass hier Probleme mit Kondenswasser auftreten könnten.

    Die Wand ist folgender Maßen aufgebaut:
    Fachwerkwand (mit Schwemmsteinen ausgemauert) => Schienensystem => Polystyrol-Platten (8 cm), Armierungsschicht, Silikatputz.
    Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob es Polystyrol oder Styropor ist.
    Macht das einen Unterschied?

    Das Schienensystem dient zur Herstellung der Verbindung zwischen Dämmplatten und Wand (Styropor hält wohl nicht direkt auf den Balken). Durch den Aufbau mit dem Schienensystem entsteht ein Spalt von etwa 2 cm zuwischen Wand und Dämmplatten; also stehende Luft.

    Ist diese Art der Dämmung in Hinsicht auf Kondenswasser als Kritisch zu betrachten.

    Kennt jemand eine realistische Möglichkeit, um in den 2 cm-Luftspalt zu sehen, ohne Schaden anzurichten?


    Vielen Dank schon mal im Voraus
    Alogis
     
  2. R.J.

    R.J.

    Dabei seit:
    14.04.2006
    Beiträge:
    1.206
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Zimmerer & Holzingenieur
    Ort:
    Göttingen
    Nicht wirklich. :)

    Ja! Zumindest wenn sich der Luftspalt von unten bis oben durchgehend ist.
    In dem Auszug der Zulassung kann man aber auch anderes hineininterpretieren.
     
  3. Alogis

    Alogis

    Dabei seit:
    09.06.2009
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Technischer Vertrieb
    Ort:
    Suhl
    Ergänzung

    Hallo und vielen Dank für die Antwort.

    Ich sollte noch ergänzen, dass der Luftspalt unten und oben verschlossen ist.
    Eine Hinterlüftung findet also nicht statt.
    So, wie ich das verstanden habe, verläuft das Schinensystem auch quer (http://www.maxit.de/26986).

    Beste Grüße
    Alogis
     
  4. R.J.

    R.J.

    Dabei seit:
    14.04.2006
    Beiträge:
    1.206
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Zimmerer & Holzingenieur
    Ort:
    Göttingen
    Die Luftbewegung entsteht durch den Wärmetransport durch die Wand. Im Luftspalt hinter der Dämmung steigt die warme (feuchte) Luft nach oben. Dort kann dann Kondensat ausfallen.

    Wie die Ausführung bei dir ist kannst du nur feststellen wenn die partiell öffnest.
    Oder es gibt Fotos von der Ausführung oder du fragst den ausführenden Betrieb.

    Gibt es denn Grund Schäden anzunehmen?
     
  5. Alogis

    Alogis

    Dabei seit:
    09.06.2009
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Technischer Vertrieb
    Ort:
    Suhl
    Konkreten Grund Schäden anzunehmen gibt es nicht.

    Die Frage hatte ich gestellt, weil es Meinungen gibt, dass Fachwerkhäuser nicht mit Styropor gedämmt werden sollen.
    Anfangs dachte ich auch, dass der Luftspalt belüftet sein sollte, wovon ich nun weiß, dass das auf keinen Fall geschehen darf; sonst bräuchte man gar nicht dämmen.
    Ich versuche mir nun von dieser Dämmmethode eine Meinung zu bilden, da man eben nicht so einfach in die Fassade hinein sehen kann.

    Zum Luftspalt:
    Die Platten sind 50 x 50.
    Die Winkelbleche des Gestells sind wagerecht angebracht. Dadurch kann vertikal nicht viel Konvektion stattfinden, da die Luft nicht weit aufsteigen kann. Den Prinzipaufbau kann man unter www.maxit.de/26986 (maxit Dämmsystem PS M Polystyrol- Schienensystem) sehen.

    Beste Grüße
    Alogis
     
  6. #6 Holzmicha, 17.06.2009
    Holzmicha

    Holzmicha

    Dabei seit:
    17.06.2009
    Beiträge:
    34
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Schreiner
    Ort:
    Südthüringen
    Kein Styropor bitte!

    Hallo Alogis,

    egal, ob mit oder ohne Luftspalt zwischen der Wand und der Dämmung, bei diesem Wandaufbau befindet sich der Taupunkt dann in der Wand!

    Es gibt zwei Möglichkeiten, die Fachwerkwand sicher zu dämmen:

    1. Wand innen mit Gipskarton, Dampfbremse und Unterbau verkleiden, und außen mit einer Mineraldämmplatte ohne Luftspalt, weil diese eine "Atmung" der Wand zuläßt. Der U-Wert ist bei 8 cm Dämmung (0.332 W/m²K) ziemlich schlecht. Besser wären 12 cm.
    2. Besser wäre eine hinterlüftete Fasse mit 12 cm Mineralwolldämmung, senkrechte Lattung (=Luftspalt), Verkleidung. Dann wird entstehendes Kondensat im Liftspalt abtransortiert.

    Holzmicha
     
  7. Alogis

    Alogis

    Dabei seit:
    09.06.2009
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Technischer Vertrieb
    Ort:
    Suhl
    Alternative?

    Vielen Dank für die kompetente Antwort,

    da ja nun die Außenfassade bereits mit Styropor gedämmt ist; würde dann noch die Möglichkeit bestehen, allein die Innenwand mit Gipskarton, Dampfbremse und Unterbau zu verkleiden und das Äßere zu belassen?
    Eigentlich dürfte dann keine Feuchtigkeit mehr von innen in die Wand eindringen können.

    (Styropor und Silikatputz sind zu einem gewissen Grade dampfdurchlässig.)

    Beste Grüße Alogis
     
  8. #8 Holzmicha, 19.06.2009
    Holzmicha

    Holzmicha

    Dabei seit:
    17.06.2009
    Beiträge:
    34
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Schreiner
    Ort:
    Südthüringen
    Ach so, die Dämmung ist schon dran! Wie stark, 8 cm?
    Man könnte die Innenwand auch noch dämmen, aber eine Innendämmung ist viel defizieler. Man sollte da sehr kleinlich mit der luftdichten Verklebung der Dampfbremse sein.
    Einfacher wäre eine konsequenter Stoßlüftung, um die Feuchtigkeit aus dem Raum zu bekommen.

    Holzmicha

    PS: Wo steht das Haus in Suhl?
     
Thema:

Fassadendämmung für Fachwerkwände mit Hartschaumplatten?

Die Seite wird geladen...

Fassadendämmung für Fachwerkwände mit Hartschaumplatten? - Ähnliche Themen

  1. Fassadendämmung mit unterschiedlicher Dicke

    Fassadendämmung mit unterschiedlicher Dicke: Hallo, mal wieder hat sich ein Problem bei meiner Sanierung aufgetan: Auf einer Seite der Fassade müssen wir wegen eines Rücksprungs (ehemalige...
  2. Feuchtigkeit in Fassadendämmung im Treppenbereich

    Feuchtigkeit in Fassadendämmung im Treppenbereich: Hallo, Ich hoffe hier einen Rat zu meinem Problem zu bekommen. 2011 wurde unser Einfamilienhaus nach einem Brand wieder instand gesetzt. In diesem...
  3. Erweiterung bestehender Fassadendämmung?

    Erweiterung bestehender Fassadendämmung?: [ATTACH] Hallo zusammen, folgendes Problemchen,zu dem ich mir euren Rat erbitte: Haus wuede 2005 wärmegedämmt mit 10cm Styro auf die Fassade....
  4. Fassadendämmung gemäß EnEV 2014 erforderlich?

    Fassadendämmung gemäß EnEV 2014 erforderlich?: Hallo, wir haben vor in diesem Frühling die Fassade von unserem Haus zu sanieren. Geplant ist dabei den bestehenden Putz ggf. auszubessern und...
  5. Fassadendämmung Abdichtung

    Fassadendämmung Abdichtung: Hallo Zusammen, ich brauche nochmal euren Rat. Bei mir wurde gerade die Fassadendämmung angebracht. Die Dämmung läuft keilförmig über die...
  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden