FBH in Beton der Bodenplatte verlegen

Diskutiere FBH in Beton der Bodenplatte verlegen im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wir sind gerade dabei, unser EFH zu planen. Nun gibt es ja diverse System/ Anbieter von Bodenplatten, bei welchen die FBH...

  1. #1 Rallye Ascona, 13. Januar 2016
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    Hallo zusammen,

    wir sind gerade dabei, unser EFH zu planen. Nun gibt es ja diverse System/ Anbieter von Bodenplatten, bei welchen die FBH direkt auf der Dämmung aufgebracht und zusammen mit der Armierung mit Beton vergossen wird. Dieser bildet dann nach entsprechender Bearbeitung später den FFB und es kann auf einen Estrich verzichtet werden. Stattdessen kann sofort der Endbelag aufgebracht werden.
    Was sind denn hier die Vor- bzw. Nachteile zum bewährten System mit Dämmung, FBH und Estrich?
    Preislich, zeitlich und vom Aufwand ist es durchaus attraktiv, die Rohre in der Bodenplatte zu verlegen, aber wie verhält es sich während des Betrieb und was muss beachtet werden?

    Dankeschön.
     
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  3. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Diese "Bodenplatte" wird hier wieder Glaubenskriege auslösen. Ich hol schon mal Naschis:mega_lol:
     
  4. ekko123

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    hmmmm - ist ja "nett" was es so gibt. Mit wem baust du??

    Frag deinen GÜ was er baut. Dann hast du deine Antwort.

    Hast noch keinen mit dem du baust? Dann befasse dich erstmal damit, sonst "entscheidest" du dich für Themobodenplatte oder wie das heisst, T9 42cm, Pelletheizung von Y, zentrale KWL mit WRG von X und Fensterglas von SG..... und dann gibt es keinen in deiner Region, der das kennt und baut. (ok, Architekt ist ein Weg mit mehr individuellen Optionen)
     
  5. #4 Rallye Ascona, 13. Januar 2016
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    Mit wem wir bauen, ist schon entschieden, aber eben ab Oberkante Bodenplatte ;) Nun stellt sich eben die Frage, wie das darunter aussehen kann. Wobei ich bei einem Haus, welches komplett auf Styrodur steht, eher skeptisch bin...
     
  6. Thomas B

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    Auf Grund heutiger Bestimmungen (Thema EnEV!) dürfte wohl fast jedes Haus unter der Bodenplatte eine Wärmedämmung erhalten. Diese ist dann natürlich entsprechend druckfest. Nix Neues...gibt es schon seit Jahre und funktioniert. Wer Kunststoffen (EPS & Co.) nicht traut, der nimmt etwas mehr Geld in die Hand und gönnt sich eine Lage Foamglas.

    Du bekommst ja anscheinend ein Fertighaus hingestellt, richtig? Und die Bodenplatte ist vorab bauseits zu stellen (= musst Du machen lassen).

    Ich weiß jetzt nicht, ob eine temp. Bopla der Weisheit letzter Schluss ist. Korrekturen in der Höhe sind kaum mehr möglich. Auch gibt es neben den Heizleitungen weitere Installationen, die auf der Rohbodenplatte verzogen werden könnten (E-Leitungen, Zuwasserleitungen,...) Geht da natürlich nicht.

    Weiterer Knackpunkt (aus meiner Sicht): Eine FB-Heizung funktioniert mit niederigerer Temp. als eine normale Heizung mit Heizkörpern. Dafür ist der "Heizkörper" hier der Estrich (zB 7cm stark) entsprechend riesig. Riesig und auch träge. Man muss entsprechend früh anheizen und kann entsprechend früh abregeln, weil der warme Estrich noch lange nachheizt. Temperaturstürze oder weil man vergessen hat das fenster/ die Tür zu schließen oder eine fröstelnde Ehefrau kann man aber nicht schnell begegnen, weil eben träge...es dauert bis es warm wird. Entsprechend länger dauert es, wenn die heizende Bodenplatte 3-4mal so stark ist wie ein normaler Estrich.

    Ein sehr präzises Arbeiten (Vorarbeiten) ist zudem wohl schon notwendig.

    Vielleicht gibt es hier Kollegen mit mehr Erfahrung mit dieser Thematik?
     
  7. ekko123

    ekko123

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    ok, Fertighaus ohne BoPla - dann kannst dich wohl mit deiner Frage wirklich befassen ;-)
     
  8. dimitri

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    Man kann die Dämmung ja auch innen verlegen also Bitumenschweißbahn (dann Innen verputzen)->Dämmung->Trittschall->FBH->Estrich->Bodenbelag
     
  9. Thomas B

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    ...sollte aber schon mal langsam feststehen, da bei FBH + WD innen die Wandelemente/ Türen entsprechend höher sein müssen um den FB-Aufbau zu berücksichtigen.

    Hier sollte der Planer, der das Haus geplant hat/ oder gerade plant beraten können...so er denn will....und kann...
     
  10. reezer

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    klar kann man das. wenn aber die Fußbodenheizung in der Bodenplatte eingebaut wird, ist das wohl nicht besonders klug.
     
  11. #10 Rallye Ascona, 13. Januar 2016
    Rallye Ascona

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    Wird nicht funktionieren, sonst hat's außer dem Beton keiner warm, wenn unter der Bodenplatte UND unter dem Estrich gedämmt wird...

    Genau deshalb liegt der Ball jetzt wieder bei mir, um eben genau diese Themen final abzustimmen!

    Dem Planer ist es egal, er hat laut seiner Aussage beides schon gehabt. Die "Preisfüchse" wie er es nennt, tendieren eher zu der warmen Bodenplatte, da diese bei ganzheitlicher Betrachtung und angenommenen 110m2 Grundfläche round about 7k€ günstiger ist.
    Wobei Geiz nicht immer geil ist...

    Bei einer Nutzungszeit von sagen wir mal 100 Jahren, kommt's darauf net an ;)
    Aber eben genau da liegen meine Bedenken! Was macht der Kunststoff bis dahin? Steht schließlich das Haus drauf...
    Eine FBH unter Estrich kann in 50 Jahren mal saniert werden. Im Beton? Irgendwann mal auf FBH und Estrich umrüsten ist ja eben auch nicht, weil alles zu nieder...
     
  12. Rico M

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    Styropor-Fertighaus mit 100 Jahren Nutzungsdauer?
    da bin ich durchaus nicht restlos überzeugt...
    Bei der Thermoplatte ist halt mit Trittschallentkopplung Essig, oder?
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Ein wichtiger Punkt. Eine Flächenheizung mit so viel Masse an der Backe muss man anders betreiben als eine FBH in einer "dünnen" Estrichlage, oder gar Heizkörper. Hier ist der Planer gefragt, denn es gibt ja verschiedene Ausführungen dieser Platten, unterschiedliche Dicke, manchmal nur im Randbereich dicker, in der Mitte dann etwas dünner, usw. Man kann die Speicherkapazität auch bewusst nutzen, man sollte sie aber nicht überschätzen. Ein Ziel sollte sein, möglichst viel FBH Rohre zu versenken damit die Heizwassertemperatur nur geringfügig über der gewünschten Raumtemperatur liegt. Dann kann man durchgängig "heizen", denn mit regeln ist da nicht mehr viel. In diesem Fall wirkt die Masse bedämpfend.
     
  14. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    kaum MB, nur ein wenig...

    aber, ich bin ja kein Kollege :mega_lol:
     
  15. Lebski

    Lebski Gast

    Wo sollen den 7000 € Einsparung herkommen? Das sind ja über 60 €/m².

    Die Rohre Kosten Geld, ob im Beton oder Estrich. Einsparung Null.
    Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit muss nun unter die Bodenplatte (Fehlt sehr oft bei den Anbietern), da ist die eigentlich teurer.
    Dämmung ist unter der Bodeplatte anteilig für den sonst unter dem Estrich liegenden Teil teurer, da höhere Druckfestigkeit nötig ist. (Steht ja ein Haus drauf)
    Rohre und Kabel können nicht über die Bodenplatte verlegt werden. Also abgehängte Decke ? Die Mehrkosten kenne ich nicht, kann aber nicht billig sein.
    Anpassungen an Heizung ist auch schlecht abzuschätzen, kostet aber auch etwas. Träge Regelung wurde schon benannt. Mehr Energie wird auch benötigt, die Bodenplatte heizt ja nach in der Übergangszeit.

    Spätere Sanierung ist ausgechlossen. Bei einer Bewehrung könnte man nicht mal von Oben eine FBH einfräsen.

    Wenn demnach der Estrich über 60 €/m² liegt, muss ich bei uns dringend die Preise erhöhen.
     
  16. Fremen

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    Ich bin zwar kein Bauexperte, aber ich finde die Heizung in der Bodenplatte in einem Keller besonders interessant, und zwar aus folgenden Gründen:

    - Wenn der Keller nur als Lager, Werkstatt, Hobbyraum oder ähnliches genutzt wird, kann man auf Estrich oder Bodenbelag komplett verzichten. Das spart Kosten.
    - Besonders interessant in Verbindung mit einer Wärmepumpe und Photovoltaik. Die Wärme wird am Tag, wo (hoffentlich) eigener Strom produziert wird, in der Bodenplatte gespeichert und in der Nacht abgegeben.
    - Betonboden ist für Kellerzwecke besser geeignet als ein brüchiger Schwimmestrich. Man kann z.B. ohne Probleme schwere Geräte, Stahlschränke etc. aufstellen.
    - Ein Keller, der nicht fürs Wohnen benutzt wird, kann auf eine etwas niedrigere Temperatur geheizt werden als der Rest des Hauses. Die Kernaktivierung eignet sich dafür ideal, wenn in anderen Etagen FBH eingesetzt wird.

    Ich würde in Wohnetagen keine Betonkerntemperierung als ausschließliche Wärmequelle nutzen (wenn, dann zusätzlich zur FBH), und zwar aus folgenden Gründen:

    - Betonboden in Wohnräumen finde ich persönlich etwas ungemütlich (sieht zwar in diversen modernen Architekten-Vorzeigeprojekten sehr cool aus, aber ich möchte in so einem Haus nicht dauerhaft wohnen)
    - Abgesehen von ästhetischen Gesichtspunkten gibt es dann ein Problem wegen fehlender Trittschalldämmung (im Keller ist dieses Problem nicht so akut).
    - Wenn sowieso ein Bodenbelag kommt, schwinden die Vorteile der Kerntemperierung.
    - Kommt unter den Bodenbelag eine Trittschalldämung, reduziert sie die Wirkung der Heizung. Es wird mehr die darunter liegende Etage geheizt. Bei der obersten Etage, wo es keine beheizte Decke mehr darüber gibt, wird es dann problematisch.

    Aus diesen Gründen favorisiere ich persönlich[1] folgende Lösung:

    - In der Bodenplatte nur Kernaktivierung, kein Estrich, kein Bodenbeleg
    - In der Kellerdecke Kernaktivierung (vor allem als Pufferspeicher), darüber klassischer Bodenaufbau mit FBH
    - In der EG-Decke genauso
    - In der OG-Decke bin ich mir nicht sicher, ob es sinnvoll ist, den Kern zu aktivieren (falls sie überhaupt aus Beton sein wird). Aber da FBH-Schläuche billig sind, warum nicht? Man braucht aber dann zusätzlich einen HK-Verteiler mit Zuleitung. Deswegen bin ich mir hier nicht sicher, ob es sich lohnt.

    Ansonsten finde ich diese Diskussion sehr interessant. Es dürfte nicht sehr viele EFHs mit Betonkernaktivierung geben.
    ____
    [1] Je mach Anforderung und Nutzungsverhalten können natürlich völlig andere Argumente gelten!
     
  17. dimitri

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    Komische Ansichten und Schlussfolgerungen die sich z.t. auch noch widersprechen.
     
  18. Fremen

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    Begründung?
     
  19. Skeptiker

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    Dem schließe ich mich ausdrücklich an. Und ja, ich habe schon mit BKT verbunden mit FBH gebaut.


    mit skeptischen Grüßen!
     
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    Es bringt doch niemanden weiter, wenn man die Ansichten pauschal als "komisch" und "widersprüchlich" bezeichnet, ohne dies zu begründen! Die Begründung interessiert mich ernsthaft (und bestimmt viele andere Forumleser auch!)
     
  22. Skeptiker

    Skeptiker

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    Benutze die Suchfunktion mit Suchworten wie BKT oder eben ausgeschrieben. Diskutiert und erklärt wurde das hier schon öfter.

    Ungefähr jede zweite Aussage und jede zweite Folgerung ist entweder falsch oder eleganter lösbar. Ich verspüre wenig Neigung, das immer wieder zu erklären.


    mit skeptischen Grüßen!
     
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