Fehlende/falsche Dampfsperre in oberster Geschossdecke, Feuchte Platten, Schimmel

Diskutiere Fehlende/falsche Dampfsperre in oberster Geschossdecke, Feuchte Platten, Schimmel im Dach Forum im Bereich Neubau; wir haben in unserem Altbau einen fatalen fehler bei der dämmung der obersten geschossdecke gemacht. mir war nicht bewusst, dass osb-platten...

  1. nehvada

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    wir haben in unserem Altbau einen fatalen fehler bei der dämmung der obersten geschossdecke gemacht. mir war nicht bewusst, dass osb-platten dampfdicht sind, jetzt sind sie von unterhalb feucht und teilweise schimmelig. zum glück habe ich da früh genug rein geschaut, der schaden hält sich in grenzen.

    deckenaufbau ist wie folgt von oben nach unten:

    - osb-platten
    - konterlattung auf deckenbalken
    - mineralwolle zwischen den deckenbalken
    - gipskarton als deckenabschluss der darunter liegenden räume

    also nix mit dampfsperre

    nun habe ich also die platten wieder abgenommen, schimmel mit der chemischen keule entfernt und aufrecht zum trocknen hingestellt. aus geld und zeitmangel muss ich mir für diesen winter eine übergangslösung einfallen lassen und habe mir gedacht, dass ich die platten mit der bohrmaschine "diffusionsoffen" mache, sprich millionen von löchern rein bohre. sollte doch eigentlich reichen, um weitere feuchteschäden zu vermeiden, oder?

    weiterhin soll für die zukunft in den räumen darunter eine dampfsperre aufgebracht werden. nur stellt sich mir die frage, wie ich das nachträglich anstelle. laienhaft stelle ich mir vor diese blaue folie unter die decke zu kleben, tackern oder was auch immer, alles schön dicht bis an die wände abkleben. dann konterlattung drauf und neu mit gipskarton verkleiden. somit hätte ich nur 3-4cm raumhöhe verloren.

    eine aufbringung der dampfsperre von oben ist leider kaum durchführbar aufgrund von chaotischen balkengelage, zich kabeln, rohren, kaminen, etc. das wird im leben nicht dicht. die dämmung und dampfsperre oberhalb der platten zu verlegen scheidet mangels raumhöhe aus.

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  3. Vossi

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    Richtig machen lassen...

    Schau mal unter die Dämmwolle, Maske nicht vergessen...
     
  4. #3 Baldbauherr, 1. Februar 2011
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    Hallo.

    Bevor Du Millionen Löcher bohrst: Muss das begehbar sein? Lass die Platten erstmal ganz weg.

    ... und dann richtig machen (lassen)
     
  5. #4 Gast943916, 1. Februar 2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    die Vorschläge hättest du dir schon vor Ausführung der Arbeiten machen lassen sollen,
    warum wurde damals keine Dampfbremse eingebaut?
    Von oben nachträglich einzubauen und abzukleben ist fast unmöglich.

    Gipser
     
  6. nehvada

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    auch vor der dämmung war das aufbringen einer dampfbremse "von oben" aus genannten gründen nicht möglich. man hätte halt den kompletten deckenaufbau neu machen müssen. das ging allein aus zeitgründen schon nicht. der fehler lag einzig in der annahme, dass die osb-platten genau so "undicht" sind wie die gips-decke darunter. daher die idee, die einfach undicht zu machen, also löcher bohren.

    die dämmung selbst hat nix abbekommen, ist nur obenauf etwas feucht. auch gibt es nur vereinzelt schimmelflecken an den platten. immer mal so handtellergroße stellen, nix wildes.

    der boden muss begehbar sein, wird als lagerraum genutzt, hat aber keine stehhöhe. man kann nur krabbeln, von daher kann man nicht noch mehr "oben drauf" machen.

    es geht ja nur um eine vorübergehende notlösung. die muss nicht schön sein, sondern nur weitere/erneute schäden vermeiden. einen teil der platten kann ich zwecks austrocknung auch mal ein paar wochen weg lassen und dann später die andere hälfte des bodens bearbeiten. die dämmung soll aber verbleiben und der raum muss nutzbar bleiben (zumindest teilweise).

    frage wäre also: ist eine nachträglich aufbringung einer dampfsperre wie von mir beschrieben machbar? oder muss ich den kompletten deckenaufbau neu machen?
     
  7. #6 ralph12345, 1. Februar 2011
    ralph12345

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    Die OSB Platten anbohren allein ist keine Lösung. Das Problem ist die Dämmung und die fehlende Dampfsperre. Das OG ist warm und feucht, das Dach kalt, dank der Dämmung ist der Temperaturabfall sprunghaft, der Taupunkt liegt genau in der Dämmschicht. Also gehört die Feuchtigkeit da fern gehalten, das ist der Zweck der Dampfsperre zwischen dem warmen OG und der Dämmung. Ohne OSB platten kann ein Teil der Feuchtigkeit da wieder verdunsten, aber auch nur bei guten Bedingungen. Die sind nicht gegeben, wenn der Dachboden kalt und schlecht belüftet ist.

    Die Dampfsperre müsste von unten ran, zwischen RiGips und Dämmung und sie muß über die Zwischenwände gehen und mit der Außenwand dicht sein. Das ist nachträglich... schwierig bis unmöglich.
     
  8. nehvada

    nehvada

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    also wäre die einzige vernünftige lösung oben eine eben fläche schaffen, dann erst dampfsperre und dämmung aufbringen. aber dann hätte man ja auch das problem dass die wandanschlüsse und übergänge zu den fetten, etc, gar nicht dicht zu bekommen sind. schliesslich geht das dach ja schon innerhalb der decke in einem winkel hoch, der nach oben hin immer weniger fläche lässt, als die eigentliche decke im raum darunter vorgibt.

    also besser dach dämmen und geschossdecke nur begehbar machen. aber wer soll das bezahlen?

    ich werde das mal ausprobieren mit den löchern. muss ich halt in ein paar wochen noch mal nachschaun. eine andere idee war, auf der dämmung rauspund mit abständen zu verlegen. habe davon in einem anderen forum gelesen, dort soll es keine feuchtigkeit geben. rauspund ist ja auch vergleichsweise "atmungsaktiv", und mit den abständen dann gut belüftet.
     
  9. Eric

    Eric

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    Blinder Aktionismus. Das kannst Du vergessen. Das Problem ist die fehlende Dampfbremse auf der Deckenunterseite und der Tauwasserausfall in der Dämmung in der Kehlbalkenebene ( = Decke unter dem Spitzboden ).

    Ist denn an den Dachschrägen unterhalb des Spitzbodens eine funktionsfähige Dampfbremse oder sind auch dort die Gipskartonplatten ohne Dampfbremse auf den Sparren verlegt? Wenn vorhanden: Gipskartonplatten an der Deckenunterseite entfernen, Balkenkonstruktion und Dämmung auf Durchfeuchtung und Schimmel überprüfen, gegebenfalls austauschen, Dampfbremse auf der Unterseite der Kehlbalken anbringen und luftdicht mit der Dampfbremde an den Dachschrägen unter dem Spitzboden verkleben, neue Gipskartonplatten an der Decke anbringen. Verschimmelte OSB-Platten sofort entsorgen.
     
  10. #9 schimmelweg, 1. Februar 2011
    schimmelweg

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    Zu allen drei Punkten fällt mir etwas ein:
    - der Schaden ist vielleicht grösser als ´vermutet, das sollte sich jemand ansehen der sich damit auskennt (ausser Schimmel gibt´s da noch andere Pilze die da wachsen können)
    - hoffentlich war die chemische Keule nicht schlimmer als der Schimmel
    - die einzig sinnvolle Lösung ist, wenn sich das jemand ansieht der davon eine Ahnung hat. Da sollte man auch einen merkantilen Minderwert bedenken.
    Solange die OSB-Platten aufgestellt sind wird nicht schlimmer, oder wird das Haus schon bewohnt/ beheizt?
     
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  12. nehvada

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    der tauwasserausfall ist nicht in der dämmung sondern an den platten. die dämmung selber ist NICHT feucht, bis auf wenig oberflächlich abgetropftes wasser. unterhalb der dämmung ist alles staubtrocken.

    kleine dachschrägen gibt es nur in zwei von sechs zimmern. dort gibts ebenfalls keine dampfbremse. da kann ich aber bequem auflatten, dämmen und dampfsperre anbringen. an den decken kann ich nicht zusätzlich auflatten, da die deckenhöhe im obergeschoss schon grenzwertig ist (um die 2,30mtr)

    also kann ich eine dampfsperre wie oben von mir beschrieben aufbringen und in den zwei zimmern natürlich mit der dampfbremse der schrägen luftdicht verkleben.
     
  13. nehvada

    nehvada

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    das haus ist bewohnt und beheizt, sonst hätte es ja nicht diese probleme mit tauwasser gegeben. vorher war alles ungedämmt und es wurde tüchtig garten und keller beheizt. mit entsprechenden heizkosten, dafür aber ohne feuchteprobleme.
     
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