Fertighaus Dampfbremse

Diskutiere Fertighaus Dampfbremse im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Forum, wir haben im Dez.05 unserer Fertighaus bezogen. Es handelt sich um ein Niederigenergiehaus in Holzständerbauweise, bei dem die...

  1. #1 Uwe Schmidt, 27. Januar 2006
    Uwe Schmidt

    Uwe Schmidt

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    Hallo Forum, wir haben im Dez.05 unserer Fertighaus bezogen. Es handelt sich um ein Niederigenergiehaus in Holzständerbauweise, bei dem die Innenwände schon mit Rigigs verschlossen waren. Die Holzständerwand wurde mit Quellmörtel unterfüttert und auf ca.1cm starke Holzplatten auf die mit Schweissbahnen abgedichtete Bodenplatte aufgepratzt. Durch Zufall habe ich, anhand Bildern im Internet festgestellt das den Monteuren wohl ein Fehler unterlaufen ist. Sie haben die Dampfbremse der Aussenwände (Innenseite) nicht auf die Bodenplatte gelegt und dort verklebt, sondern wohl unter die Aussenwand gelegt, zumindest ist Sie auf meinem Hausaufbauvideo nicht zu sehen. An den Sockelleisten (Innen) spürt man, so kommt es mir vor, leichte Zugerscheinungen am Estrichdämmstreifen hochziehen. Meine Befürchtung ist, daß es hier nun zur Undichtigkeit kommt und die Dämmung unter der Estrichplatte schimmeln könnte. Liege ich mit meiner Meinung verkehrt und was kann man jetzt noch tun? Danke für Eure Meinung, mfG U.Schmidt
     
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  3. peterr

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    Schmieren Sie die Fugen mit Acryl zu und gut isses nun.
     
  4. R.J.

    R.J. Gast

    Sicherlich ist es nicht richtig Fugen mit Acryl zu verschmieren.
    Fraglich es es aber auch hier eine Antwort zu erwarten. Niemand kann aus der Ferne beurteilen wie die Abdichtung letztendlich ausgeführt wurde. Wenn sie Gewissheit wollen müssen sie etwas vom Estrich wegnehmen und nachschauen. Erst mit einem genauen Bild vom Aufbau kann man etwas sagen, noch dazu gibt es unzählige Möglichkeiten Abdichtungen zu schaffen (keine beinhaltet aber Acryl).
    Im Zweifelsfall konfrontieren sie ihren BU mit dem Video.
     
  5. #4 Uwe Schmidt, 3. Februar 2006
    Uwe Schmidt

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    Habe meinen BU mit dem Video konfrontiert, der gibt zu, dass keine Folie auf der Bodenplatte verklebt wurde, war aber der Meinung das diese von den Arbeitern die den Estrich eingebracht haben, hätte herunter gelegt werden müssen, da diese hinter der Rigipsplatte klemmte (siehe Bild). Nach einer mir vorliegenden Zeichnung des Wandaufbaus muss diese aber dort befestigt bleiben. Wir haben uns erstmal auf einen Blower Door Test geeinigt, der aber von einem Unternehmer Seinerseits durchgeführt werden soll.
     
  6. sepp

    sepp

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    wenns keiner dem estrichleger sagt, macht der das bestimmt nicht.
    denn zuständig für die dichte wand ist der, der die wand baut.
     
  7. #6 Uwe Schmidt, 9. Februar 2006
    Uwe Schmidt

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    Welche Möglichkeiten gibts noch, ausser dem Acryl, an dieser Stelle eine Dichtigkeit der Gebäudehülle zu bekommen? Und, wie hoch ist zur Zeit die Gefahr, dass die Dämmung unterm Estrich feucht wird? :confused:
     
  8. R.J.

    R.J. Gast

    Das einzige was mir hier einfällt ist den Estrich im Randbereich wegzustemmen und mit Dichtband abzudichten. Sofern die Folie unterhalb der Gipsplatte noch zu sehen ist.
    Die Gefahr der momentanen Situation zu bewerten dürfte schwierig sein, da gibt es einfach zu wenig Angaben zum tatsächlichen Aufbau. Ich würde sagen, dass weniger die Dämmung unter dem Estrich gefährdet ist als die Wand selbst durch konvektive Schäden. Allerdings ist die, der Beschreibung nach, von unten mit der Folie umhüllt.
    Die Gefahr könnte auch darin bestehen, dass der im Luftstrom nach aussen mitgeführte Dampf unter der Wand auskondensiert und das Wasser nach innen in Dämmung läuft.
    Der Luftzug könnte auch von der aufsteigenden warmen Luft vor der Wand kommen. Besonders intensiv kann man das bei Fenstern ohne vorgesetzten Heizkörper feststellen, also nicht direkt ungewöhnlich.

    Ob oder wie können Sie m.E nur feststellen, wenn zumin. im Teilbereich der Estrich entfernt und die Dämmung kontrolliert wird.
     
  9. Ilfer

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    Bescheidenen Frage meinerseits:
    Warum muss denn bei einem Holzständerhaus die Dampfsperre mit der Bodenplatte verklebt werden? Wenn aussen ein Dichtband über die Kante Wand-Bodenplatte geklebt wird, ist die Hütte doch dicht, oder?

    Bei unserem Rohbau stehen auch die nackten Balken innen auf der Bodenplatte, da ist keine Dampfsperre mit dem Boden verklebt?!?

    Muß ich mir nun Sorgen machen??
     
  10. mls

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    jein.
    ja - weils falsch ist (kondensatfalle u. evtl. aufsteig. feucht.)
    nein- vielleicht hast du glück :konfusius
     
  11. Ilfer

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    Ja super... und was kann ich da jetzt machen?

    Die Holzbalken sind von unten mit schwarzer Bitumenbeschichtung bestrichen. Reicht das nicht aus?
     
  12. #11 Torsten Stodenb, 20. Februar 2006
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    Bitumen wird irgendwann spröde. Besser wäre Bitumenpappe gewesen. Wie ist denn die Bodenplatte nach unten und nach außen gegen Feuchtigkeit abgesperrt?
     
  13. Ilfer

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    Die Bodenplatte, auf der das Haus sitzt, ist eigentlich die betonierte Kellerdecke unseres Poroton-Ziegelkellers :-)
    Sorry, daß ich mich mal wieder ungenau ausgedrückt habe.

    Wie gesagt, die Wände sitzen auf, auf der Kellerdecke verschraubten und auf Plastikplättchen ausgerichteten und untermörtelten, Holzbalken, die auf der Unterseite mit schwarzer Pampe bestrichen sind. Dampfsperrfolie an der Innenseite der Wand ist nicht auf den Boden ausgeführt, sondern mit dem Holzrahmen verklebt.

    Kann ich das gefahrlos so lassen, oder sollte ich selbst die Dampfsperre auf die Kellerdecke hin "verlängern"??
     
  14. numerobis1

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    das sollte eigentlich der von dir beauftragte Unternehmer machen, denn der weißt sonst die Gewährleistung von sich...

    gemacht werden muss es!
     
  15. Ilfer

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    Gibts dafür irgendwelche Vorschriften, eine DIN oder was anderes, Nachlesbares, Handfestes?

    Ich würde das denen schon gerne sagen, aber mit "ich hab im Internet gelesen, daß da noch abgedichtet werden muß" komm ich ja nicht weit.

    Also nochmal: Ist das sonst undicht??
     
  16. Harald W.

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    Ein Holzrahmenbau..

    ..mit einer von Ihnen aufgebrachten Dampfsperre ist bauphsikalisch das gleiche Bauteil wie ein gedämmtes Steildach, an das raumseitig eine Dampfsperre angebracht wird. Und was gilt da im Übergang an die Wandflächen-dicht anschliessen (Kleber oder durch Putz). Warum soll das für den Fußpunkt im Holzrahmenbau nicht auch gelten?
    Das was Du suchst, ist in der EneV beschrieben-Winddicht bauen!
    Und von wegen selber machen-Finger weg.
    Schriftliche Aktennotiz an den AN/BT oder wer dafür verantwortlich ist und Hinweis "auf nicht fachgerechte Ausführung" geben. Fotos machen. Mündlich ankündigen, das so keine Abnahme erfolgt. Antwort abwarten.
     
  17. #16 Ilfer, 20. Februar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 21. Februar 2006
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    Hier mal zwei Bilder des derzeitigen Bautenstandes.

    Innenseite der Aussenwände:
    [​IMG]

    Aussenseite der Aussenwände:
    [​IMG]

    Was genau ist da nun falsch, bzw. fehlt noch? Eine Folienverbindung zwischen innenseitiger Dampfsperre und Boden?

    Bei einem gemauerten Haus ist doch auch keine Folie zwischen Wand und Bodenplatte, sondern auch nur Mörtel. Was soll denn bei einem Holzrahmenhaus dann kaputt gehen, bzw. undicht sein?


    EDIT:

    Oha, ich glaube da kommt doch noch was hin!
    Hab grad auf der Seite meines Hausbauers gelesen:
     
  18. #17 Uwe Schmidt, 22. Februar 2006
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    Bei Dir liegt die Holzständerwand ja auf der Kellerdecke ziemlich bündig auf, bei mir wurde dieser mit Quellmörtel unterfüttert. Durch die Abdichtung von aussen könnte es bei Dir Dicht sein. Sicher ist immer nur ein Test! Eventuelle Schäden hat R.J. ja schon beschrieben. Was mich intressieren würde, was ist mit der Feuchtigkeit die sich dort Aussen niederschlägt? Hält der Kleber auf Dauer und was ist mit dem Rigips am Sockel?
     
  19. numerobis1

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    ich würde mir auch...

    ...mehr Sorgen machen um den Abdichtungsanschluss der Terrasse...

    lt. DIN muss die OK der Abdichtung 15cm über der wasserführenden Schicht sein und das ist im Normalfall der Belag!
    Man kann das Drücken (5cm) durch den Einbau einer Terrassenrinne an den Balkontüren, aber deswegen weiß immer noch keiner, wei die Schwelle unter deiner Tür dicht werden soll....
     
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  21. H.PF

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    Das ist doch das typische Schrottdetail, das hat man immer wieder, weil sich kenier Gedanken drum macht von den Architekten und Werkplanern in der Billig-und-schnell-Abteilung. Kenne ich nur zur genüge, und wir Dachdecker sollen dann wieder alle retten :boxing :boxing :boxing


    Gruß Holger
     
  22. #20 Ilfer, 22. Februar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 22. Februar 2006
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    Bälle flach halten, Leute :-)
    Da kommt natürlich noch eine Abdichtung hin!
    Die untere Reihe Holzbretter ist nur verschraubt, sobald die Terrasse wieder vom Gerüst befreit ist, kommt da eine Bitumenabdichtung drauf... bzw. wurde gestern schon gemacht teilweise!

    Aha, neueste Info bezüglich der Bodenandichtung... hab grad mit meinem Bauleiter telefoniert.
    Laut dem BdF (Bund deutscher Fertigbauer?) genügt die äußere Abdichtung mit dem oben sichtbaren Dichtband und das Untermörteln. Früher hat mein Hausbauer auch noch innen die Folie mit dem Boden abgedichtet, aber der BdF hat dann gefragt, warum sie denn "doppelt abdichten" -> nicht nötig :-)
     
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