Fertigteilhaus sanieren nach Wasserschaden und Schwarschimmel Befall

Diskutiere Fertigteilhaus sanieren nach Wasserschaden und Schwarschimmel Befall im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo Zusammen :-) Zur Vorgeschichte: Bin noch neu in Forum und plane ein Haus zu kaufen. Nun habe ich bei den Zwangsversteigerung ein 10...

  1. TSnake

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    Hallo Zusammen :-)

    Zur Vorgeschichte:
    Bin noch neu in Forum und plane ein Haus zu kaufen. Nun habe ich bei den Zwangsversteigerung ein 10 Jahre altes Fertigteilhaus gesehen, welches einen starken Befall mit Schwarzschimmel durch einen Schaden der Heizung hat.

    Ich weis, das im Fall des Kaufs auf mich enorme Kosten zukommen. Durch die Zwangsversteigerung gibt es ja auch ein Gutachten zu dem Haus, was die Schäden zwar erfasst, Schwarzschimmelpilzbefall... aber es ist ja nur ein Wertgutachten. Die Kosten für eine Sanierung wurden dort zwar auch genannt, sie Betragen 60.000€. Aber es steht ganz klar da, es ist keine Untersuchung um Schäden festzustellen, sondern ein Wertgutachten. Nun habe ich mich auch ein wenig mit dem "Hausbau" beschäftigt, Bücher aus der Bibliothek, im Internet gelesen.... überlege nun hin und her ob ich auf das Haus bieten soll.

    Meine Frage wäre jetzt, ist da überhaupt noch etwas zu retten?

    Ich schreib mal so ein paar Daten aus dem Gutachten:

    EG/DG Umfassungswände: 30cm, Fertigteilelemente/Kernhaus nicht brennbar, Holzständerbauweise im DG vorhanden

    EG/DG Innenwände: Überwiegend Leichtbauweise/Ständerwände vorhanden

    Geschossdecken EG/DG: Holzbalkendecke mit Trittschalldämmung, Kehlbalkendecke im DG vorhanden

    Deckenflächen: EG Holzbalkendecke DG: überwiegend verkleidet

    Und nun ein paar Bilder aus dem Gutachten, habe das Haus noch nicht live gesehen, werde morgen aber mal vorbei fahren und dann entscheiden ob ich einen Besichtigungstermin (wurde mir schon zugesagt von der Firma die es vermarktet) mache.

    Ich weis das da bestimmt einiges an Geld auf mich zu kommt. In dem Gutachten steht ca. 60.000€. Ich stelle mir vor Putz von den Wänden, Haus trocknen, Antischimmel Mittel und dann neu Verputzen. Das Innen und Außen im gesamten Haus.

    Meint ihr das reicht an Arbeiten oder hilft da nur noch abreißen und neu bauen?

    Danke
    TSnake
     
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  3. H.PF

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    Sachverständigen suchen, mit ihm das Haus durchgucken, komplett kalkulieren...

    Kann man online nicht lösen...
     
  4. TSnake

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    Ja klar kann man nach drei Bildern nie sagen wie es nun genau aussieht. Aber es sieht ja doch nach einem sehr sehr starken Befall aus, wo ich als Jemand mit Null Ahnung sagen würde da ist nix zu retten. Oder könnte das auch nur oberflächlich so stark sein, weil es Tapete ist...

    Geld mal dahin gestellt, aber könnte man sowas wieder hinbiegen?
     
  5. H.PF

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    man kann vieles, aber ohne eine Bauteilöffnung kann man da NIX sagen, es ist schon ein gewaltiger Befall...

    Ich wollt in so einem Haus nicht wohnen, das sagt mir mein Bauch...
     
  6. TSnake

    TSnake

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    Ich würde es auch im Falle eines Kaufs von einem Bauunternehmen, was auf die Beseitigung von Schimmel ist, komplett neu machen lassen.

    Aber meine Angst ist, dass einfach nix da ist zum Retten. Es ist mir aber bei den Bildern auch nicht wert, einen Gutachter zu befragen. Wenn es unsicher ist, ob es zu retten ist, dann lasse ich es lieber ganz. Bevor ich Geld für einen Gutachter bezahle und der dann sagt ne geht nicht. Da schaue ich lieber weiter nach einem passenden Haus. Wäre es ein massives Haus, hätte ich weniger Angst das Haus sanieren zu lassen, aber ist halt ein Fertigteilhaus....

    Aber denke auch es ist das Beste es einfach zu lassen.
     
  7. sarkas

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    Schlimmer wäre es wenn er sagt es geht, und dann gehts in die Hose.

    Wenn Du clever bist, lass es.

    Ich bin da nicht ganz unbedarft in diesem Bereich.
     
  8. Julius

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    Für mich wäre das recht einfach:

    War ich am Grundstück interessiert, biete ich Grundstückswert minus Abriß- und Entsorgungskosten (die Hütte ist ja offenbar noch möbliert...).

    War ich am Haus interessiert, biete ich unter diesen Umständen gar nicht.


    Bedenke auch den späteren Wiederverkaufwert!
    Auch ein fachgerecht saniertes Fertighaus, das so einen massiven Wasserschaden hatte, dürfte kaum mehr zu vernünftigem Preis zu verkaufen sein.
    Und Du mußt diesen Umstand jedem Kaufinteressenten unaufgefordert mitteilen...
     
  9. bernix

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    ....passt mE so nicht zu den Bildern....
     
  10. TSnake

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    Ich danke euch :-)

    Ich glaub ich lasse es auch wirklich, werde jetzt der Frau von der Zwangsversteigerung schreiben, dass ich nicht sicher bin, ob man das Haus noch retten kann und deshalb auch kein weiteres Interesse daran habe. An dem Grundstück bin ich nicht interessiert, selbst wenn müssten sie es mir schenken, dass ich nix drauf legen muss. Es hat laut Gutachter einen Wert von 18.900€. Die Abrisskosten werden diesen Wert um Welten übersteigern. Es ist ja auch kein normaler Kauf sondern eine Versteigerung, da sagt das Gericht soweit ich gelesen habe, bei weniger wie 50% vom Verkehrswert, welcher laut Gutachten bei knapp über 80.000€ liegt, eh nein. Von daher.... ist es mir nicht wert und ich schaue weiter.

    Werde aber denke trotzdem ein wenig hier im Forum rum lesen und denke auch schreiben, ein Haus möchte ich ja trotzdem immer noch haben. Ob nun Neubau oder Bestandsimmobilie.

    Warum passt der Heizungsschaden nicht zu den Bildern? Woran erkennt man sowas? Bin da wie gesagt absoluter Laie.
     
  11. svjm

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    Reine Neugier!

    Hat der Gutachter die 60.000,-- Sanierungskosten irgendwie aufgeschlüsselt oder pauschaliert?
    Dann wäre ja nach meiner Rechnung der wirtschaftliche Totalschden aufgezeigt (Verkehrswert ./. Grundstück).

    Ein Gruß und viel Glück bei der weiteren Suche
    svjm
     
  12. TSnake

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    Danke :-)

    Also die Kosten hat er pro m² angenommen, also x Euro fürs Malern, x Euro für Fenster..... insgesamt 490€ pro m² und dann die 117m² Wohnfläche macht 60.000€.

    Das Grundstück hat 445m² Grundstück. Für mich normal vollkommen ausreichend, möchte nur ein kleines Häuschen (110-130m² Wohnfläche) und so 450 bis 600m² Grundstück haben.

    Das Gutachten ist vom Oktober letzten Jahres.
     
  13. bernix

    bernix

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    ....die Decke im OG scheint mir besonders betroffen zu sein.....gleiches Schadensbild auch an den Innenwänden ....
    Die Heizung war vielleicht auch mit im Spiel....aber nur die Heizung wars mE nicht.
     
  14. Neutal

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    VON EVENTUELL EINGEBLENDETER WERBUNG IN DIESEM POS
    Bei einem derart massiven Schimmelbefall muß der Putz runter der Untergrund behandelt werden, die Ursachen abgestellt werden und alles wieder neu aufgebaut werden. Wenn jetzt das ganze Haus so aussieht, halte ich die 60000€für relativ optimistisch, zumal wahrscheinlich aufgrund der Feucht noch Schäden am Holztragwerk zu erwrten sin.
    Wenn es nicht die Traumimmobilie ist, würde ich es lassen.
     
  15. TSnake

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    Die Gastherme ist im Spitzboden. Da gibt es im Gutachten ein Bild, kann es damit zusammen hängen?
     
  16. R.B.

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    Weise Entscheidung.

    Bei so einem massiven Befall sind Dir böse Überraschungen sicher. Das passiert auch nicht innerhalb von ein paar Tagen, sondern dafür braucht´s Zeit. Mit ein bischen "Putz runter" ist es mit Sicherheit nicht getan. Ich möchte gar nicht wissen wie es in den Böden aussieht, in der Wand-/Dachdämmung, oder in wieweit Bauteile wie Türen, Fenster bereits in Mitleidenschaft gezogen wurden.

    Ich bezweifle auch, dass dieser Schimmel nur durch einen Schaden an der Heizung verursacht wurde, da steckt sehr wahrscheinlich mehr dahinter (im wahrsten Sinne des Wortes). Genaueres könnte man aber nur durch Öffnen der Wände, Verkleidungen etc. feststellen.

    Auf den ersten Blick würde ich sagen, "Totalschaden". Für das Geld das Du für die Sanierung aufwenden müsstest, kannst Du Dir ein Haus bauen. Die im Raum stehenden 60T€ werden dafür kaum ausreichen, denn im Prinzip kannst Du die Hütte bis auf die Bodenplatte zerlegen und ersetzen.

    Gruß
    Ralf
     
  17. bernix

    bernix

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    ...seh ich genauso...

    Zwar macht die Therme im Spitzboden die Schäden an der OG Decke plausibler...aber auch das nur bedingt.
    Bei einer Heizung an der höchsten Stelle kann nur eine bedingte Menge auslaufen...es sei denn es ist eine automatische Nachfüllung dran oder jemand füllt ohne nachzudenken einfach immer wieder auf...
    Aber selbst dann müsste es auffallen, dass die Decke und die Wände immer feuchter werden....
     
  18. Baumal

    Baumal

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    anhand der fotos würde ich nicht mal über
    eine bauteil öffnung nachdenken.

    da machst du ein faß ohne boden auf...:yikes

    verabschiede dich von der immobilie, es
    gibt auch noch andere, mit weitaus weniger
    problemen....
     
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  20. Julius

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    Es könnte ja auch eine Kombitherme gewesen sein, mit Leck im Trinkwasserzweig...
    Aber alles egal - die Hütte ist ME abbruchreif!
     
  21. manno79

    manno79

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    Du hast definitiv die korrekte Entscheidung getroffen.....das Teil würd ich nur zum Abriss kaufen und selbst dann wäre es noch gewagt da man den Schutt erstmal los werden muss ohne Arm zu werden daher vollkommen richtig entschieden nicht zu bieten!
     
Thema: Fertigteilhaus sanieren nach Wasserschaden und Schwarschimmel Befall
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