Festnetzanschluss heute noch nötig??

Diskutiere Festnetzanschluss heute noch nötig?? im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, für unseren EFH-Neubau verhandele ich gerade mit den versorgern für die Hausanschlüsse. Die Telekom will ja eine Pauschale, auf jeden Fall...

  1. #1 Bulla2000, 28. März 2011
    Bulla2000

    Bulla2000 Gast

    Hallo, für unseren EFH-Neubau verhandele ich gerade mit den versorgern für die Hausanschlüsse.
    Die Telekom will ja eine Pauschale, auf jeden Fall aber knappe 400,- Euro für die Extra-Leistung TAB innen (statt außen).
    Jetzt habe ich mir überlegt, braucht es überhaupt noch einen Festnetzanschluss?

    Fakt ist, wir bekommen im Baugebiet nie DSL via Kabel. Im Moment kann über Richtfunk Breitbandinternet mit bis zu 6 Mbit/512 kbit angeboten werden, Preise sind ok (30,-/mtl, flat). In absehbarer Zeit (2012, 2013?) wird die Telekom Breitband via LTE (Funk) anbieten, genaues kann man aber dort nicht sagen.

    Also braucht es doch meiner Vorstellung nach keinen Festnetzanschluss mehr, oder? Vergesse ich dabei etwas?
    Über z.B. Base kann ich für 10,- Euro mtl. eine Flat ins deutsche Festnetz bekommen. Bei der Telekom zahle ich run 16 Euro Grundgebühr für den Festnetzanschluss mtl.

    Und wenn die Telekom mal Breitband mit 16 MBit oder mehr über LTE anbieten sollte, braucht es ja auch keinen Festnetzanschluss oder?

    Was meint Ihr?
     
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  3. R.B.

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    Ich möchte meinen Festnetzanschluß nicht missen, denn die Kapazität und Verfügbarkeit ist durch Funk noch nicht erreicht.

    LTE könnte zukünftig interessant werden, man sollte sich aber nicht durch die genannten Datenraten verunsichern lassen. Nur weil theoretische 50MBit/s oder gar 100MBit/s möglich sein sollen, bedeutet das noch lange nicht, dass jeder Teilnehmer in so einem Funknetz diese Datenrate auch nutzen kann. Die Frequenzbänder in denen LTE genutzt werden kann, sind nicht so riesig, dass man dort sehr hohe Datenmengen übertragen kann. Spätestens wenn mehrere Nutzer über eine Zelle laufen sollen, wird´s ganz schnell eng.

    Funktechnik ist eine tolle Sache, aber je mehr Nutzer auf einem begrenzten Raum diese Technik nutzen möchten, um so weniger Datenrate bleibt für jeden einzelnen übrig. Das sieht man in ähnlicher Form heute schon bei WLAN Netzen.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Julius

    Julius

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    Auch wenn man in absehbarer Zeit den Anschluß selbst nicht nutzen will, sollte man keinen Neubau ohne einen solchen ausführen lassen!
    In diesem Bereich kann und wird sich immer wieder mal etwas gravierend ändern.
    Und so billig wie heute bekommt man den Anschluß wohl nie wieder.

    Was spricht gegen die vorsorgliche Montage außen am Haus (der EVz kann ja gerne unauffällig hinter einer Revisionsklappe sitzen)?
     
  5. #4 Bulla2000, 28. März 2011
    Bulla2000

    Bulla2000 Gast

    Naja, kann auch außen montiert werden. Aber der Aufwand für die Telekom ist doch gleich, ob das Teil außen oder innen angebracht bzw. angeschraubt wird. Denn das Kabel wird ja mit der Stromleitung im Graben verlegt und kommt durch die Mehrspartenhauseinführung in den HWR.

    Ihr meint, ich solle den Festnetzanschluss legen lassen? Habe eben mal nachgesehen, reine Festnetzflatrate+Anschluss = 30 Euro/mtl. Ganz schön happig. Ich verstehe den Sinn dahinter leider auch noch nicht. Denn Breitband wird im Dörfchen nie per Kabel verlegt werden. Wozu also der FN-Anschluss?

    Wäre es eine Alternative, ein Telefonkabel mit verlegen zu lassen?
    Hintergrund: von der Grundstücksgrenze führt ein Leerohr unter der Straße bis zum Anschlusspunkt Strom und Telekom (liegen nebeneinander). Jetzt könnte man doch gleich ein Telefonkabel vom Tiefbauer mit in den Strom-/Trinkwasser-Graben legen und ins Haus führen lassen. Falls es dann immer noch Bedarf am Festnetz gibt, braucht man jedenfalls keine Leitungs- oder Tiefbauarbeiten mehr machen zu lassen.

    Korrigiert mich bitte, wenn ich irre.
     
  6. WolfB

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    ...wenn DSL nicht gehen kann, lasst es mit Festnetz, nehmt "UMTS-Only", kostet 20€ mit Telefon-und Internet-Flatrate, später LTE, alles andere ist Verschwendung. Wir sind selbst DSL-(Un)Geschädigte, da wird in absehbarer Zeit nichts kommen, bei uns treiben sich schon Projektemacher rum, die unserem Dorf Anbindung per Richt-Funk und anschliessender WLAN-Distribution für 40€ oder mehr andrehen wollen....

    gruß wolf
     
  7. Julius

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    Sorry, Bulla. Anfangs glaubte ich, Dich zu verstehen.
    Aber bei Deinem neuen Beitrag durchblicke ich die wilde durcheinandergewürfelte Verwendung der Begriffe nicht!
    Merke: Bitte Fachbegriffe nur verwenden, wenn man genau weiß, was sie bedeuten. Ansonsten besser Umschreibung nutzen.

    In Deinem Fall ist insbesondere zwischen dem Vorhandensein (bzw. der Herstellung) eines Hausanschlusses ans öffentliche Telefonnetz und der Nutzung desselben zu unterscheiden.
     
  8. #7 bassmaster, 28. März 2011
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    also für 400 eur würde ich es auf jedenfall legen lassen.

    zu LTE: nur weil 50MBit theoretisch möglich ist, heißt es noch lange nicht, dass die relaisstation mit mehr als 50 MBit angebunden ist. es gibt noch sehr viele HSDPA/UMTS zellen, die zwar theoretisch 7,2 MBit machen könnten, sind aber per 2mbit DDV Standleitung angeschlossen. und wie schnell das ganze bei schlechtem wetter ist, ist die andere frage.

    ich selbst habe mal das vergnügen gehabt mit richtfunk ins internet zu gehen, weil in einer großstadt die telekomiker es nicht geschafft haben in einem jahr mir dsl zur verfügung zu stellen. mit geräte, installation und alles drum und dran waren es damals ca 1000 dm - eine richtfunkantenne braucht auch ein blitzschutz usw... wenn es lief, dann lief es eigentlich ganz gut, aber bei schlechtem wetter, hatte mal extrem lange latenzzeiten und verbindungen brachen ab. letztendlich ist der anbieter insolvent geworden, da die einnahmen die kosten nicht gedeckt haben...

    gerade in ländlichen gebieten, kann ich es mir nicht vorstellen, dass man kostengünstig auf lange zeit gewinnbringend eine richtfunkstrecke aufzubauen.
     
  9. #8 Bulla2000, 28. März 2011
    Bulla2000

    Bulla2000 Gast

    @Julius: sorry for that.
    Das Baugebiet ist ja komplett erschlossen, u.a. Telekom liegt gegenüber der Grundstücksgrenze an (wie Strom und Wasser, Leerohr unter Straße). Daher meine Frage mit der Verlegung des Telefonkabels ohne Telekom, quasi als Reserve, falls man doch mal einen Festnetzanschluss braucht.

    Die Warnungen bzw. eingeschränkte Bandbreite bei LTE, Richtfunk und Co. verstehe ich, sind aber für mich irrelevant, weil ich keine andere Alternative habe. Ich könnte über das Festnetz mit 56k-Modem ins Internet, aber das will ja keiner.

    Im Endeffekt stehen sich also 2 Alternativen gegenüber:

    Alternative 1:
    Hausanschluss an das öff. Telefonnetz, Kosten: mind. 17,95 Euro mtl. bzw. 30 Euro mtl. inkl. Flatrate Telefonieren, dazu 30 Euro DSL6000 via Richtfunk

    Alternative 2:
    Weglassen des T-Hausanschlusses, Telefonieren über Handy (z.B. Base, 10 Euro/mtl. Flat), dazu 30 Euro DSL6000 via Richtfunk

    Alternative 2 ist deutlich günstiger. Nochmals: nach Auskunft der Telekom und des Landkreises wird es DSL auf absehbare Zeit nicht als Kabelvariante geben. Wenn, dann nur via Funk (LTE).

    Ich überlege nun, ein Kabel bereits mitverlegen und auch im HWR enden zu lassen. Somit könnte das Anschließen des Kabels, also die Herstellung des Hausanschlusses ans öff. Telefonnetz einfach ohne nochmalige Tiefbauarbeiten erledigt werden.
     
  10. WolfB

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    Alternative 3: "UMTS Only" für 20 €(ab 1.4.2011 30€) monatlich incl. Telefonflatrate und 10GB Inclusivevolumen


    gruß wolf
     
  11. Bulla2000

    Bulla2000 Gast

    UMTS ist leider nicht verfügbar.

    Weitere Meinungen (Julius)?
     
  12. upD8R

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    OMG, ihr habt kein UMTS? Wo ist das denn? Wenn ihr nicht mal 3G habt, würde ich ehrlich keinen Versprechen zu 4G (LTE) Glauben schenken. Mann, aus Breitbandperspektive ist Deutschland wirklich hinten dran.

    Ich würde trotzdem den Hausanschluss legen lassen (physikalisch), Du musst ja keinen Vertrag abschließen und das Ding nutzen. Die einmalig 400 EUR (bei uns 350) biste natürlich los ...
     
  13. H.PF

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    Ich glaube das ist noch weiter hintendran als Lukas... Der kann wenigstens mit externer Antenne surfen ;)
     
  14. Lukas

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    Ej!

    Wo ich bin ist vorne! ;)

    Gruß Lukas

    PS: angeblich gibts bald LTE :p
     
  15. fmw6502

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    öhm, in Bayern gehen die Uhren noch anders: 2G/3G GSM wetterabhängig mit hot spots auf der Straße, DSL: 384 kBit, kein Kabel ... :(

    aber zum Glück Richtfunk mit dauerhaften 6 MBit

    Gruß
    Frank Martin
     
  16. Bulla2000

    Bulla2000 Gast

    Ok, das wäre auch ne Option. Anschluss legen lassen und dann aber keinen Vertrag mit der Telekom, sondern Kabel paraktisch deaktiviert.
     
  17. #16 bassmaster, 29. März 2011
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    lte hat einen größeren aktionsradius, so dass es durch aus sein kann, dass man kein 3g hat, aber lte schon.
     
  18. Julius

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    Genau DAS meinte ich:
    Denn die Datenanbindungs-Versorgung über HKZ ("Telefonleitung") kann sich in den nächsten Jahren durchaus ändern (deutlich verbessern).
    Auch in unserer Gegend sind diverse Funk-Projekt für ländliche Bereiche inzwischen entweder doch nicht zustandegekommen oder nach einiger Zeit gescheitert. Meist übrigens aus wirtschaftlichen Gründen. Ein Allheilmittel ist das also nicht.

    Eine netzseitig nicht angebundene eigene Leitung (die man aber wegen des Leitungstyps sowieso über die Dt.Telekom beziehen sollte) wäre zwar besser als nichts, aber würde nur das Wiederaufgraben der Strecke im Garten vermeiden. Aber das Wichtigste, nämlich die Anbindung ans Telekom-Netz, würde fehlen und wäre nachträglich vergleichsweise aufwendig.

    Also empfehle ich, die Leitung ganz regulär von der DTAG verlegen zu lassen ("Anschluß eines Neubaues"), aber eben bis auf weiteres nicht zu nutzen (keinen "Anschluß" - im Sinne von Nutzungsvertrag - zu bestellen).
    Der Preis der billigsten Lösung dafür (Anbringung EVz außen am Haus) ist - derzeit noch - SEHR preisgünstig. Auch das kann sich ändern...

    Tipp:
    Der reguläre Mehrpreis für Innenanbringung beruht vor allem auf dem Ansatz einer EIGENEN Hauseinführung.
    Wenn in Eurem Fall eine geeignete bauseitige Mehrspartendurchführung mitgenutzt werden kann, könnte das die Sache verbilligen!

    Biete der DTAG an, daß sie Dir das Kabelmaterial vorab zur Verfügung stellen soll und Dein Tiefbauer das Kabel ins Haus legt und z.B. die Strecke bis zur Grundstücksgrenze. Die DTAG müßte dann nur noch innen den EVz montieren und außen die Einbindung in Ihr Netz vornehmen. Preis ist dann Verhandlungssache. Ggf. hartnäckig bleiben!
     
  19. loennermo

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    Wenn ich die Unterlagen richtig verstehe, dann ist die Anbringung aussen kostenlos. Für die Innenanbringung werden uns jedoch ~350€ berechnet - trotz vorhandener Mehrsparteneinführen.

    Wie und mit wem kann man da verhandeln? Oder einfach Anbringung aussen bestellen und dann den Jungs vor Ort sagen, sie sollens durch die Mehrsparten nach innen schieben?
     
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  21. SvenW

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    Ich würde den Anschluß immer legen lasse. Die ganze Funktechnik ist IMHO Murks. Nicht das sie nicht funktioniert, nur ist das nun mal ein shared Medium und wenn viele es nutzen bricht die Datenrate für den einzelnen massiv ein. Und das kein DSL über Leitungen geplant ist heißt nur das wahrscheinlich bis ca. Ende 2012 nichts kommt. Was danach ist wissen nur die Götter und die Netzwerkplaner der Telekom.
     
  22. Bulla2000

    Bulla2000 Gast

    Ok, dann werden wir es so machen.
    Anschluss von der Telekom legen, kostet ja nur die Pauschale 3xx Euro, aber keinen NUtzungsvertrag.

    Danke Euch allen, besonders @Julius.
     
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