Feuchte im Keller

Diskutiere Feuchte im Keller im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo stehe kurz vor dem Kauf einer Immobilie aus dem Jahr 1964. Jetzt ist die Frage nach den Kosten bzw. Massnahmen für das ganze Haus. Wir...

  1. #1 rogseut, 04.06.2017
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    Hallo stehe kurz vor dem Kauf einer Immobilie aus dem Jahr 1964. Jetzt ist die Frage nach den Kosten bzw. Massnahmen für das ganze Haus. Wir können und werden vieles in Eigenregie erledigen. Jedoch ist bei der letzten Begehung aufgefallen das in zwei Räumen Wasser im Keller stand. ca. 0.2 Liter
    man muss dazu sagen das es davor starke kurze Regenfälle gab. Die ausblühungen sind angeblich von einem Hochwasser aus 1978 weil der Keller nicht Saniert wurde. Die Ausblühungen sind alle ca. gleich hoch und sowohl an den aussen wie an den Innenwänden. Was würdet ihr jetzt raten. Ich kann mir auch vorstellen das das Wasser durch den Hagel durchs Fenster gekommen ist. Jedoch sieht man am Fenster keine Wasserspuren. [​IMG][​IMG]

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  2. #2 rogseut, 04.06.2017
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    Das Haus ist ca. 9.50 auf 8.5 Meter aussen ist eine Gehwege direkt ans Haus betoniert der fast das ganze Haus umschließt und ebenfalls Risse gerade im Randbereixh zum Haus aufweist. Meine Vermutung ist ja das es da eingelaufen ist direkt an der Wand und sich unten an der Botenplatte den weg nach innen gesucht hat.

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  3. #3 Andybaut, 04.06.2017
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    Hallo,

    kauf dir ein billiges Feuchtemessgerät für die nächste Begehung und teste die Wände von unten nach oben.
    Wenn´s nur der Regen war, dann muss die Wand ja noch trocken sein.
    Wenn´s nicht der Regen war, dann wird das Gerät unterschiedliche Werte an den Wänden und den Höhen anziegen.

    Die Geräte sind nicht geeignet eine Aussage über die Gesamtfeuchte zu machen, aber sie helfen um zu entdecken ob die Wand
    wirklich trocken ist. Das ist dann zwar noch nicht der Wahrheit letzter Schluss, aber gibt eine Richtung vor.
     
  4. #4 rogseut, 04.06.2017
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    Habe mir ein Feuchtemessgerät geliehen, so eines mit Metallkugel als Fühler. Messgerät zeigt von 0-100 Einheit? Dies zeigte in allen Wohnräumen zwischen 20 und 35 an, laut Anleitung trocken.
    Im Keller vom Boden beginnent meist Werte zwischen 70 und 85 mit Ausreisern von über 90 zur Decke hin trockener 50-60. Warum auch bei den Innenwänden.

    Theorie:
    Schwitzwasser weil Kellerfenster nicht dicht sind und Warme im Moment schwüle Luft rein kommt, oder aufsteigende Feuchtigkeit.

    P.S.:
    Die Pfütze hab ich heute noch mal genau gekuckt stammt 95% vom Hagel.
     
  5. #5 Andybaut, 05.06.2017
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    Also die Wände sind unten feuchter wie oben. Das kommt sicher nicht durch die warme Luft.
    Dort wäre die Feuchtigkeit gleichmässiger verteilt. Unten vielleicht leicht feuchter, da kälter, aber vermutlich nicht so stark auseinander.

    Entweder dringt Feuchte von unten ein, oder es ist noch Feuchte von der Überschwemmung.

    Von 1978 sind die Ausblühungen daher wohl eher nicht :-)
     
  6. #6 Manufact, 05.06.2017
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    Wie hoch sind die Innenwände nass?
     
  7. #7 rogseut, 05.06.2017
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    Die Innen und Aussenwände sind beide etwa gleich hoch feucht. Die Feuchten stellen sind im Schnitt ca. 5-10cm höher als innen.

    höhe Feuchtewert
    10cm OKFFB = 90-80
    30cm OKFFB = 90-70
    80cm OKFFB = 80-70
    100cm OKFFB = 75-65
    150cm OKFFB = 75-65
    200cm OKFFB = 65-50
     
  8. #8 rogseut, 05.06.2017
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    War gestern noch mal vor Ort. Dabei hab ich mich um das Haus noch mal genau umgesehn.
    Dabei viel mir auf das fast das komplette Haus umschlossen von Beton wegen und Platte ist, jedoch ohne jegliche Abflüsse.
    Einige Betonplatten sind 5-8cm abgesagt liegen krum und schief, sie sind auch von der Aussenwand abgerissen und haben einen ca. 2-3cm Spalt.
    Ich denke das bei Regen das viel von dem Wasser an der Mauerkante versickert und hat bestimmt auch damit zu tun.
    Laut Nachbarn steht das Haus auf einer "Kiesgrube". Der Verkäufer meint ist alles trocken und besteht drauf das die Putzschäden noch aus 1978 sind vom damaligen Hochwasser!
     
  9. #9 Manufact, 05.06.2017
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    Bei einer Anzeige von 100 Digits sind - abhängig vom Mauerwerk und dem Putz - Werte zwischen 15 und 30 normal.
    Werte von 50 und höher deuten definitiv auf eine Feuchtigkeitsbelastung hin.
    Werte von 65 und höher sind "nass" und absolut nicht normal.

    Innenwände:
    Aufsteigende Feuchtigkeit erreicht kapillar selten mehr als 1m Höhe.
    Demzufolge lassen Ihre Messwerte den Schluß zu, daß zusätzlich zur aufsteigenden Bodenfeuchtigkeit tatsächlich eine relativ starke Kondensation von Feuchtigkeit zu diesen - ziemlich hohen Werten - geführt hat.
    Außenwände:
    Umgebende Beton- und Bodenplatten lassen die Feuchtigkeit in das Erdreich - aber nicht mehr hinaus.
    Sie haben wahrscheinlich somit ebenfalls eine nicht funktionierende vertikale Sperre.

    Genaueren Aufschluß könnten "Raster-Tiefenmessungen" der elektrischen Leitfähigkeit des Mauerwerks geben.
    Sollte es sich um Kondensfeuchte handeln, nimmt der Meßwert von der Wandoberfläche zum Mauerwerksinneren ab.
    Bei defekter horizontaler Sperre (Außenwände) nimmt der Wert zum Mauerwerksinneren zu, erreicht aber in einer gewissen Höhe über Fußboden sein Maximum und nimmt zum Mauerwerksende (= Erdreich ab).
    Bei zusätzlicher defekter vertikaler Sperre bleibt der Meßwert auch in höheren Bereichen (50-80cm) zum Mauerwerksende hin hoch.
     
  10. #10 rogseut, 05.06.2017
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    Vielen Dank Manufact für die fachliche schnelle Auskunft.

    Das heißt für mich die Innenwände sind feucht wegen der aufteigenden Feuchtigkeit von der Bodenplatte (wahrscheinlich fehlende horizontale Abdichtung) nach oben in Kombination mit Kondensation
    der warmen Luft. Nutzt es was etwas Wand aufzuklopfen z.B.: 10cm tief und dort noch mals zu messen. Schicke gleich noch mal ein paar Fotos.
     
  11. #11 rogseut, 05.06.2017
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  12. #12 Manufact, 05.06.2017
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  13. #13 rogseut, 05.06.2017
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    Ratschlag wie ich das ganze am besten behebe!

    Ich möchte die jetzigen "Fenster" durch Kunststofffenster ersätzen. Nur ist dann der Keller dicht und denke dann wirds erstrecht richtig problematisch.
    Der Energieberate meinte das ich die Kellerdecke mit 6cm Dämmen müsse um KFW förderfähig zu werden.
    Jetzt stell ich mir die Frage ob es nicht sinnvoller ist aussen aufzubudeln die Kellerwände zu isolieren, abzudichten, evtl. drainieren und anschliessend evtl. auch den dann hoffentlich trocken Keller als Hobbyräume nutzen zu können.
    Kann dieser Plan aufgehen oder eher nicht?
     
  14. #14 Manufact, 05.06.2017
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    Kunststoffenster: ja - warum nicht - definitiv beim Keller besser als undichte Fenster!

    Aufgraben ist sicherlich die beste Lösung - zumal Ihr Keller gut ausschachtbar (max. 1,5m im Erdreich) ist.
    Kellerwände zuerst horizontal absperren, dann abdichten, dann isolieren.
    Nix Drainage - Finger weg!

    Bitte beachten Sie die Kosten..
    (Außenabdichtung ca. 10.000 -12.000 Euro Brutto , zuzüglich Aufgraben)
    Horizontale Sperre ca. 110 -140 Euro Brutto / lfdm - natürlich die Innenwände nicht vergessen).
     
  15. #15 Andybaut, 05.06.2017
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    Hallo Manufact,

    wieso keine Drainage ?
     
  16. #16 Manufact, 05.06.2017
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    1. Keller nur ca. 1,5 m im Erdreich
    2. Drainagen wurden va. deswegen angelegt, da keine geeigneten vertikalen Abdichtungsmittel zur Verfügung standen
    3. Drainagen sind kosten- und wartungsintensiv (regelmäßige Spülungen)
     
  17. #17 rogseut, 05.06.2017
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    Danke für die super Beratung.
    Wir können vieles selber erledigen, Minibagger haben wir in der Familie, Preisfrage mit welchen Materialkosten muss ich pro Laufmeter rechnen?
    Geht nur um groben Anhaltspunkt für Finanzierung, nur das ich nicht ganz daneben liege.
    Ich schätze auf 170€ pro Meter bei 38 Meter Umfang = 6500€
     
  18. #18 rogseut, 05.06.2017
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    Wie schlagen sie die Abdichtung in beide Richtungen vor?
     
  19. #19 Manufact, 06.06.2017
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    Bei Aufgraben:
    Hori unten, Höhe Steifenfundament
    Vertikale Abdichtung bis 10 cm unter Beginn Steifenfundament

    Innenwände:
    Hori 1 te Reihe
    Putz ab auf ca. 1m
     
  20. #20 bauspezi 45, 06.06.2017
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    iR.
    da seh ich viele Bilder, ziemlich viel Nässe die im Putz oder Mauerwerk sich nach oben ausweitet.
    bevor man darüber diskutiert sollte man die alten Baupläne einsehen wie der Aufbau Fundament/Bodenplatte/Mauerwerk sich darstellt.
    dann sollte der Wandputz probeweise abgestemmt werden um zu erkunden ob eine waagerechte Mauerwerks-Isolierung wie und wo eingebaut wurde.
    Es kann vermutet werden das auch die äußerste Wandisolierung undicht isi.
    Probeweise Ausschachten bis UK Bodenplatte oder Fundament.
    Dann erst kann man entscheiden was gemacht werden muss.
     
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