Feuchte Kellerwand verputzen?

Diskutiere Feuchte Kellerwand verputzen? im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich habe folgendes kleines Problem: Ich wohne in einem Jugendstilhaus, welches um 1900 herum gebaut wurde. Dieses verfügt über einen...

  1. #1 David121, 19.12.2016
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    Hallo,

    ich habe folgendes kleines Problem:

    Ich wohne in einem Jugendstilhaus, welches um 1900 herum gebaut wurde. Dieses verfügt über einen großen Keller, dessen Außenwand (Sandstein) leicht feucht ist. Es sind zwar keine feuchten Stellen erkennbar, aber hin und wieder zeigen sich leichte Ausblütungen. Ich kontrolliere die Luftfeuchtigkeit im Keller und diese beträgt im Sommer ~60% und im Winter ~40% bei 22 respektive 17 grad Celsius Raumtemperatur. Dementsprechend denke ich, dass die Feuchtigkeit von Außen eindringt. Der Keller ist nicht beheizt. Zudem habe ich den Keller mit einem Gutachter besichtig, zu einer Zeit in der ich ihn noch nicht nutzen wollte, und es scheint keine Gefahr für die Bausubstanz vorzuliegen. Im Ramen des Gutachtens wurde auch die Feuchtigkeit der Wand gemessen.

    Mittlerweile hat sich die Situation allerdings leicht geändert. Ich würde den Keller gerne für ein wenig Sport nutzen (~2-4 Stunden die Woche). Zur Zeit ist es so, dass die Wand verputzt und weiß gestrichen ist. Das führt dazu, dass Der Putz im Bereich der Ausblütungen abblättert und den Boden beschmutzt. Mit der Zeit ist es für mich viel Arbeit, dies immer wieder zu beseitigen und die Wand sieht so auch einfach nicht schön aus.

    1. Die Königslösung wäre es, die Wand von außen offen zu legen und zu isolieren. Da das Haus aber in der Stadt liegt und an einen Fußgängerweg angrenzt, ist dies den Aufwand aus meiner Sicht nicht wert.

    2. Ich kann ansonsten, wie oft empfohlen, einfach den Putz an den entsprechenden Stellen einmal gründlich entfernen, dies regelmäßig wiederholen und die Wand danach offen lassen, damit sie trocknen kann. Dies sähe allerdings optisch nicht besonders gut aus.

    3. Eine dritte Möglichkeit wäre es, die Wand von innen zu isolieren, eine Isoliermasse zu wählen, die nicht feuchtigkeitsempfindlich ist und die Wand vernünftig zu verputzen.

    Welche Lösung würdet ihr bevorzugen? Gibt es noch andere Vorschläge?

    Vielen Dank im Voraus!
     
  2. #2 Andybaut, 19.12.2016
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    Sanierputz !?
     
  3. #3 David121, 19.12.2016
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    Habe ich auch überlegt - aber habe ich dann nicht das gleiche Problem wie zur Zeit?

    Soweit ich weiß dient Sanierputz dazu, die Feuchtigkeit aus der Wand zu saugen und mit der Zeit bröckelt er dann ab. Es könnte dementsprechend ja sogar sein, dass zur Zeit Sanierputz aufgetragen ist?
     
  4. #4 David121, 19.12.2016
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    Ich habe mich gerade dafür entschieden nochmal einen Gutachter kommen zu lassen. Dann fühle ich mich sicherer.
     
  5. #5 Manufact, 20.12.2016
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    Der Gutachter wird herausfinden, ob es Kondenstionsfeuchte ist (Feuchtigkeit der Mauer nimmt von Innen nach außen ab) - oder aufsteigende Bodenfeuchtigkeit (Feuchtigkeit ist unten am höchsten) oder Feuchtigkeit über das vertikale Erdreich (vielleicht aber auch Salpeter / wenn ehemaliger Stall).

    Bitte auf KEINEN Fall Sanierputz verwenden, dieser läßt keinen kapillaren Wassertransport zu.
    Besser einen "Entfeuchtungsputz", der hydrophil eingestellt ist und einen hohen Porenanteil aufweist.
    Damit kann tatsächlich Feuchtigkeit abtransportiert werden und die Salze können einfach weggekehrt werden.
     
  6. #6 BernieBagger, 21.12.2016
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    Moin David,

    es wäre toll, wenn du das Ergebnis des Gutachtens anschließend mit uns teilen würdest und auch, was seine Empfehlungen waren bzw. was nun unternommen werden soll. Ich persönlich habe ein ähnliches Problem in meinem Elternhaus und stehe vor der gleichen Entscheidung.

    Danke im Voraus,
    Bernie
     
  7. #7 Bromm Edmund, 03.02.2017
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    Auf keinen Fall....
    Nun da ist doch ein Widerspruch, der Verputz soll gut "dampfdurchlässig" sein, also Feuchte abgeben und was kommt dann um so mehr nach?
    Richtig... noch mehr Salz. Es ist doch nur eine Frage der Zeit. Ob das ein guter Vorschlag ist?
    Weiter reichert sich doch die Feuchte im Keller an, auch das finde ich soll vermieden werden.
    Könnte es auch sein, dass durch die Verdunstung auch die Temperatur negativ beeinflusst wird?
    Ich habe gerade zur 40 Jahr Feier der WTA e. V. in München im Literaturhaus gezeigt wie Keller nach über 20 Jahren aussehen und welche Nutzung möglich ist.
    Einige dieser Erfahrungen dazu finden Sie auf meiner Homepage.

    Ich habe jedenfalls meine Zweifel und empfehle hier eher die Wandoberflächen dicht zu machen und evtl. noch eine Wärmedämmung innen anzubringen.
     
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