Feuchte Kellerwand

Diskutiere Feuchte Kellerwand im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo Zusammen, wir haben vor 3 Jahren einen Bungalow gekauft welcher auch teilwesie unterkellert ist. Wir haben vor Einzug den Keller von außen...

  1. Yagyu

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    Hallo Zusammen,

    wir haben vor 3 Jahren einen Bungalow gekauft welcher auch teilwesie unterkellert ist.
    Wir haben vor Einzug den Keller von außen aufbaggern, neu abdichten, drainage legen und dämmen lassen.
    Da eine eite vom Keller überbaut ist, ging dies hier natürlich nicht.
    IMG_3638.JPG

    dainage_gedaemmt.JPG
    Genau an der Seite habe wir im Keller nun Feuchtigkeitflecken an der Wand und mit einem "normalen" Feuchtigkeitsmesser zeigt mir die Wand eine Feuchtigkeit von 20-25% an. (an den anderen Wänden liegt die Anzeige bei so 2-7%
    Drainage, abgedichte & gedämmt = Blau im Bild
    Rot = die überbaute Wand

    Luftfeuchtigkeit im Raum beträgt 70-75%, Temperatur liegt durchgehend bei ca. 19°C

    photo_2021-07-18_14-27-17 (2).jpg
    photo_2021-07-18_14-27-17.jpg
    photo_2021-07-18_14-27-18.jpg

    Das ganze war früher der Öllagerraum, auf dem zweiten Foto erkennt man auch noch ganz gut, dass an der Wand gegen das Öl eine Schutzanstrich vorhanden war - genau auf der höhe wo dieser aufhört sieht man bei der Außenwand, dass die Feuchtigkeit dort anfängt.

    Die Firma, die die Außenabdichtung gemacht hat, hat auch die Innenwand bearbeitet. (Putz abgekloppt & lt. Angebot eine Innenwandabdicht von Fa. Köster angebracht)

    Dieses Jahr im Winter haben wir erste Feuchtigkeitflecken erkannt und diese auch mit Kreide markiert - wie man erkennt sind diese deutlich gewachsen. Zusätzlich auch Luftfeuchtigkeit & Temperatur durchgehend aufgezeichnet. Von den Werten würde ich aber eher nicht darauf tippen, dass es kondenswasser ist ... (Luftfeuchtigkeit immer <80%, Tenmperatur sehr konstant (Winter & Sommer: 18-19°C), Wandtemperatur fällt auch nicht sonderlicht ab.

    Nun ein paar Fragen:
    - kann man aus der ferne bewerten oder eine Abschätzung abgeben, ob das aufsteigende oder drückende Feuchtigkeit ist?
    - da von außen keine Maßnahmen möglich sind: was können wir tun? Beim googel stolpert man über THOR Protect (ganze Wand) oder Tobolin (horizontalsperre) ... was ist davon zu halten?

    Wir würden den Raum gerne langfristig als Lager/Vorratsraum nutzen - die Feuchtigkeit an der Wand hat hier erstmal sämtliche Maßnahmen gestoppt ... Andere Kellerräume haben wir bereits mit Kalkfarbe komplett renoviert und sind hier sehr zufrieden, würden die Kalkfarbe hier auch nutzen wollen, falls die entsprechende Untergrundbehandlugn das zulässt.

    Bin für Jeden Tipp & Hinweis dankbar :)

    Danke & Gruß
     
  2. #2 Manufact, 18.07.2021
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    Sorry, kann mit meiner Glaskugel keine Feuchtigkeitswerte der Wand finden.

    Für 60 Euronen kann man ein taugliches Feuchtigkeitsmessgerät kaufen, das ca. 30 mm in die Wand misst (Feuchtemessgerät / Feuchteindikator BM31).

    Zuerst an einer trockenen Wand den "Feuchtigkeitswert" (in Digits) messen.
    Dann danach bei der feuchten Wand im unteren Bereich 5cm vom Estrich entfernt messen.
    Folgend die Werte bei ca. 30 cm messen.
    Abschließend bei 50 cm, 1 m, 1,5, 1,8 m messen.

    Werte ins Forum stellen.
     
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  3. Yagyu

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    Schade - wäre auch zu einfach gewesen :mega_lol:


    Danke für den Link - hab ich gerade mal bestellt, hatte bisher nur so ein Teil zur Messung vorliegen
    Brennerstuhl Feuchtigkeits Detektor

    Sobald Gerät da & Werte vorliegen, melde ich mich nochmal :biggthumpup:
     
  4. Yagyu

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    Hallo,

    Gerät ist angekommen und ich habe direkt mal gemesse: ich hoffe die Grafik ist verständlich

    feuchtigkeit_keller.JPG

    Zusätzlich habe ich in diversen anderen Kellerräumen gemessen (auch unterschiedlichste höhen). hier schwankt der Wert von 30 bis maximal 50.

    Wie darf ich die Werte interpretieren?

    Mich wundert ja, dass die Außenseite, wo eigentlich Drainage, Abdichtung & Dämmung von außen gemacht wurde sich in den Werten kaum zur überbauten Außenwand unterscheidet.
    Aber eben der Unterschied zu allen anderen Räumen sehr stark auffällt.

    Vielen Dank & Gruß
     
  5. #5 Manufact, 21.07.2021
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    Beide Wände: komplette Innenabdichtung.

    Welche Decke habt Ihr?
     
  6. Yagyu

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    Decke vom Keller zum EG? Stahlbeton.

    baubeschreibung.JPG

    Wäre das vom Aufwand etwas (12qm Fläche klingt erstmal überschaubar) wo man es selber noch durchführen kann? bzw. sind Lösungen wie das Thor Protect dafür geeignet oder wie wären die korrekten Arbeitsschritte?
    Gehört dann auch eine horizontalsperre gemacht?

    Vielen Dank
     
  7. #7 Manufact, 21.07.2021
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    Keine Hori, da Betondecke.

    Thor-Protect kann angeblich aus technischen Gründen keine Sicherhetsdatenblätter versenden.
    Die mail mit dieser Benachrichtigung kommt aber zuverlässig SOFORT nach der Anfrage -seehr interessant.
    Das Mittel hat keine WTA-Zulassung, keine Sicherheitsdatenblätter, einfach aufsprühen auf den Putz....
    Für mich als Fachbetrieb wenig vertrauenerweckend.
    Sehe die starke Gefahr, daß von hinten drückende Salze den Putz irgendwann absprengen.

    Konventionelle- WTA-geprüfte Abdichtung:
    Putz komplett GRÜNDLICH entfernen.
    Eventuell aus der Mauer herausstehende Horizontalsperren (besandete Teerpappe)ca.1 cm Tief in der Fuge zurückschneiden.
    Lose Fugen ca. 2 cm tief auskratzen, dann mit Dichtmörtel füllen, bis eine glatte Oberfläche der Mauer entstanden ist.
    Verkieselungsflüssigkeit dünn aufsprühen - nicht antrocknen lassen! (Wenn angetrocknet ist es wie "Teflon", da hält kein Putz mehr korrekt.)
    Sofort danach nass in feucht 3 Lagen Dichtschlämme auftragen.
    Dann sofort nass in nass einen 50% deckenden Spritzbewurf.
    Einen Tag durchtrocknen lassen.
    Kalkzementleichtputz mit anorganischen Zuschlägen (Perlit) min. 2 cm dick aufbringen.
    3 Wochen Trocknungszeit.
    Verfestigende Silikatgrundierung (keine Verkieselung!) dünn aufsprühen.
    Nach einem Tag überstreichen.
     
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