Feuchte / Nasse Fliesen im sanierten Badezimmer

Diskutiere Feuchte / Nasse Fliesen im sanierten Badezimmer im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo liebe Community, ich habe bereits die Suchfunktion bemüht, aber leider kein Thema gefunden, welches Konkret zu meinem Problem passt...

  1. mmslnd

    mmslnd

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    Hallo liebe Community,

    ich habe bereits die Suchfunktion bemüht, aber leider kein Thema gefunden, welches Konkret zu meinem Problem passt (glaube ich).
    Sollte der Thread in diesem Forum falsch sein - bitte ich Ihn zu verschieben. Leider bin ich selbst Laie und hoffe, dass ihr mir hier weiterhelfen könnt.

    Wir haben in einem Altbau (Erdgeschoss, Bodenplatte) ein Badezimmer saniert (Grundfläche 3x2,2 Meter), die alten Fliesen auf dem Boden liegen lassen und nur einen Teil des Estrichs zwecks neuer Dusche und neuer Leitungen entfernt, danach mit wieder mit Schüttdämmung und neuem Estrich ausgeglichen und auf der gesamten Fläche inkl. einem Teil der Wände neu gefliest.

    Wir bewohnen dieses Haus jetzt seit einigen Tagen und mir fällt vermehrt morgens auf, dass die Fliesen im Bereich der "freistehenden" Außenwand (eine Wand frei, eine Wand im Erdreich und 2 Innenwände) richtig nass sind. Morgens duscht nur eine Person und trotz lüften (so lange, bis die Fenster nicht mehr beschlagen sind - ca. 15 Minuten) sind die Fliesen komplett nass. Ich habe mal ein Foto angehangen.

    In diesem Badezimmer ist ein "großer" Handtuchtrockner installiert, welcher den Raum auf konstante 20 Grad bringt (ich weiß, ein richtiger Heizkörper ist wahrscheinlich effizienter :-) ) - allerdings ist der Boden und die Fliesen sehr kalt (ich schätze gefühlt ca. 10 Grad kälter).

    Nun ist meine Frage, wie kann ich dieses "Nässe-Problem" lösen? Hat bereits jemand Erfahrungen damit? Ich habe schon über einen Feuchtigkeitsabhängigen Lüfter (Kernbohrung wäre kein Problem) nachgedacht, allerdings war mein altes Bad ähnlich beschaffen und dort war auch kein Lüfter aber auch keine nasse Fliesen - dort war die Etage allerdings unterkellert.

    Ich habe ein bisschen Angst vor Schimmel o.Ä. und hoffe mir kann jemand helfen.

    Viele Grüße

    Vielleicht noch Interessant:
    - Habe die nassen Stellen gestern Abend weggewischt und so sah es heute morgen aus (Foto)
    - die rote "Umrandung" zeigt, in welchem Bereich der kompletten Wand es am nassesten ist
    - die Heizung heizt von 05:00 Uhr bis 07:30 und dann von 13:00 Uhr bis 00:30 Uhr
    - die Außentemperatur lag (Tagsüber) bei 6-7 Grad
     

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  3. sarkas

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    Das riecht heftig nach Kondensat an einer kalten Stelle, zumal eine solche Ecke eine geometrische Wärmebrücke darstellt.
    Oberflächentemperatur?

    Ich bin nicht mal überzeugt, dass sich das mit einem "Lüftungssystem" beheben lässt.
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 4. März 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    Mir ist das fast schon zuviel Wasser für eine Nacht bei Kondensat.

    Sicher, dass kein Leck vorhanden ist?
     
  5. R.B.

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    Dem schließe ich mich an. Wenn die Fliesen richtig kalt sind, müsste man entweder für höhere Temperaturen sorgen, was an den kritischen Ecken der Wand schon schwer genug wird, oder man sollte über einen Entfeuchter nachdenken.

    Wenn man das Problem wirklich durch Lüften in den Griff bekommen möchte, dann dürfte man den Lüfter nicht nur nach der Luftfeuchtigkeit steuern, sondern man müsste auch die Oberflächentemperatur der kritischen Wand erfassen. Zudem müsste man überlegen woher die Zuluft kommen soll, nicht dass man warme Luft aus der Wohnung in´s Badezimmer und damit an die kalte Wand transportiert. Der Lüfter legt dann vermutlich einen Dauerlauf hin. Da kann es unter´m Strich günstiger werden wenn man einen Entfeuchter einsetzt.
     
  6. mmslnd

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    vom Boden und der Wand-Fliese? Die messe ich gleich mal, wenn ich wieder zuhause bin.

    Also ich habe gestern mal auf den Wasserzähler geschaut. Dort bewegt sich nichts, zumindest nicht innerhalb von ein paar Sekunden sichtbar. Auch von außen an der Wand ist nichts zu sehen.
    Ich weiß ja, wie die Rohre in der Wand verlegt wurden, da es sich um die gesamte Außenwand handelt müsste das "Leck" ja schon etwas größer sein, oder? Das Wasser riecht auch nicht o.Ä., sonst hätte ich gedacht vielleicht vom Abfluss oder so.
     
  7. #6 Alfons Fischer, 4. März 2015
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    ...und seit wann wird das Haus beheizt?

    das ist m.E. zu wenig! Da kann die Oberflächentemperatur möglicherweise nicht ausreichend ansteigen.
     
  8. mmslnd

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    Das Haus wird jetzt seit ca. 2 Monaten mit "niedriger Leistung" beheizt (ca. 10-15 Grad) und seit ca. 5 Tagen mit 20-22 Grad.

    Die Fliesen hatten gestern Abend (nachdem die Heizung einige Stunden lief) allerdings die gleiche kalte Temperatur, wie auch vorher schon.
    Oder müsste die Heizung 24/7 durchlaufen?
     
  9. R.B.

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    Da sind die Wände noch lange nicht auf Temperatur.
    Es wird aber sehr schwierig die kritischen Bereiche der Wand auf Temperatur zu bringen. Der Boden ist ja auch kalt. Ich hatte mal Versuche mit IR-Heizern gemacht, mit denen kriegt man eine Wandoberfläche relativ einfach auf Temperatur.

    Damit löst man aber noch lange nicht das grundlegende Problem, sondern beseitigt nur die Folgen.
     
  10. mmslnd

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    Ich habe gerade mal im Haus mittels Laser gemessen:

    Außenwände (Fliesen): 13,3 - 14,0 Grad
    Boden (sehr nah Außenwand): 12 Grad

    Boden (sehr nah Richtung "Hausmitte): 15-17 Grad
    Innenwände: 17-18 Grad

    (ich weiß nicht, ob relevant: die Wassertemperatur beim duschen beträgt max. 38 Grad)

    Die Wände haben Außen (außerhalb des Hauses) eine Temperatur von 1,8-3 Grad.

    Ich hoffe die Werte helfen weiter - ich denke das Gerät ist nicht das beste.
    Zur Info: die Heizung war jetzt seit heute morgen 07:30 Uhr aus und die Stelle im Bad, welche ich heute morgen mit Zewa "trocken gelegt" habe war immer noch trocken,
    also schließe ich ein Leck aus.
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Wie groß ist das Badezimmer?

    Bei 20°C RT und 70% rel. Luftfeuchtigkeit liegt der Taupunkt bereits bei etwa 14°C. Diese Werte werden nach dem Duschen spielend erreicht.
     
  12. mmslnd

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    das Badezimmer hat ungefähr 3x2,2 Meter und eine Raumhöhe von 2,20.
     
  13. R.B.

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    Also gerade mal 14m3 Luft. Da genügt es wenn beim Duschen ein paar Milliliter verdampfen, schon ist die Luftfeuchtigkeit am Anschlag.
     
  14. mmslnd

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    soetwas hatte ich mir schon gedacht. Was wäre da das richtige Vorgehen? Oder welche Möglichkeiten haben wir, das in den Griff zu bekommen?
     
  15. Taipan

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    Absenkung aus ... Heizung in ALLEN Räumen auf vernünftige Temperaturen stellen (20°C) ... Mind. 3, besser 5 mal (zzgl. nach dem Duschen) am Tag für 15 - 20 min ALLE Fenster und Türen Sperrangelweit auf .... Heizung dabei NICHT abdrehen!!!

    1 Woche beobachten und berichten ....
     
  16. Jan81

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    Ich persönlich halte 15-20 min für übertrieben, dann kühlen nur alle Wände aus. 3 mal täglich lüften (lieber öfter) aber dafür kurz. Nicht einzelne Räume auf kipp lüften.
    Alle Fenster im Haus auf und dann wenn man beim letztem fenster angekommen ist, dann paar minuten warten und in gleicher rein folge wieder schließen.

    Wenn man einzelne Räume lüftet und zu lange dann kühlen die Wände aus und genau das will man eigentlich nicht erreichen.
     
  17. Taipan

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    Quatsch.
     
  18. #17 Alfons Fischer, 4. März 2015
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    ich sehe es ähnlich.
    Wenn ich gefragt werden, wie lang man lüften muss, sage ich: "bis quasi die ganze Luft ausgetauscht ist".

    Man kann - abschätzend - davon ausgehen, dass dies der Fall ist, wenn man an jedem Punkt im Raum (also nicht nur am Fußboden, sondern mind. in Kopfhöhe) den Eindruck hat, es wäre nun kalte Luft dort.
    Oder: wenn man lüftet, beschlägt ja das Fenster von außen. Wenn dieser Beschlag wieder deutlich zurückgeht, kann man davon ausgehen, dass nun kaum mehr Feuchtigkeit aus dem Raum herausgetragen wird. Dann Fenster wieder zu.
    Ich weiß, das ist sehr einfach, dafür anschaulich.

    Im Radio auf einer Sendung zum Thema hat mal jemand gesagt: 3-Minuten-Regel 3x 3x durchlaufen:
    Heißt: 3 Minuten lüften, dann Fenster wieder für 3 Minuten zu.
    Und diesen Zyklus 3x durchlaufen. mind. 3x täglich.

    Egal wie: ausreichend. Hilfsweise kann man auch ein Hygrometer zur Hand nehmen. Das hängt extrem vom Gebäude und Raum ab, was ausreichend ist. Ob jetzt 1 Minute länger gelüftet wird, ist nicht so ganz entscheidend. Hauptsache: es wird überhaupt nennenswert gelüftet.
     
  19. R.B.

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    Also 15-20 Minuten am Stück lüften ist schon sehr lange, selbst bei Windstille. Ich lüfte meist so um die 5 Minuten, je nach Wetterlage auch mal bis zu 10 Minuten, aber nicht länger. Wenn es das Wetter zulässt und ich für richtig Durchzug sorgen kann, dann auch mal weniger als 5 Minuten. Wie oft gelüftet werden muss, dass hängt davon ab wieviel Feuchtigkeit in der Luft ist. Muss man einen Raum trocken lüften dann ist das was Anderes als wenn man nur den "täglichen" Luftaustausch machen möchte.
     
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  21. sarkas

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    Und jetzt kommt wieder mein (schon öfter empfohlener) zusätzlicher Ratschlag.

    Nach dem Duschen die Fliesen mit einer Rakel abziehen!

    Dadurch wird einiges an freiem Wasser, das i. d. R. nach dem Lüften noch in die Raumluft verdunstet, reduziert.
     
  22. mmslnd

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    Hallo zusammen,

    ich habe gerade im Bad geschaut und die Fliesen sind jetzt wieder "leicht feucht". Das Bad wurde zwar benutzt, aber nicht zum duschen.
    Die Wand hat jetzt eine Temperatur von 12 Grad. Der Raum selbst ist angenehm warm, ich schätze ca. 20 Grad.

    Mal eine Idee von mir: würde es etwas helfen, den Handtuchtrockner durch einen "richtigen Heizkörper" auszutauschen? Sodass dieser dann das Bad und damit vielleicht auch die Wände/den Boden schneller erwärmt?

    @ Sarkas: eigentlich eine gute Idee, aber es handelt sich dabei leider um Fliesen, die direkt neben der Toilette bzw. dem Waschbecken und damit nicht ganz so leicht zugänglich sind.
    Es müsste eine praktikablere Lösung sein, als jeden morgen das halbe Bad abzuziehen.

    Vielen Dank schonmal an alle!
     
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