Feuchte Wand im Sockelbereich

Diskutiere Feuchte Wand im Sockelbereich im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Liebe Bauexperten, da man inzwischen meist die beste Expertise hier bekommt, versuche ich es auch mal :-) Die Tage beim Möbel rücken ist uns...

  1. Floobb

    Floobb

    Dabei seit:
    20.04.2013
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Netzwerktechniker
    Ort:
    Laufen
    Liebe Bauexperten,

    da man inzwischen meist die beste Expertise hier bekommt, versuche ich es auch mal :-)

    Die Tage beim Möbel rücken ist uns leider etwas sehr unschönes aufgefallen. Wir haben tlw. feuchte Wände im Sockelbereich.

    Eckdaten zum Haus:
    Keller mit XPS Wärmedämmung
    Haus mit Poroton T8 gebaut

    Auf "image0" sieht man die unschönen Auswirkungen glaube ich ganz gut. Ein billiges Feuchtemessgerät bestätigt das offensichtliche, die Wand ist feucht, eher sogar nass. Wir haben vor 2-3 Jahren schon mal Ausblühungen gesehen, es damals aber leider auf das davor stehende Aquarium geschoben. Aquarium gibt es nicht mehr, also muss das feuchte Nass von außen kommen.

    Auf "image1" seht ihr den Terrassenaufbau. Auf "image2" und "image3" seht ihr meine "Ausgrabungen"... Ich denke der Fehler ist offensichtlich, die dauerhaft feuchte Kiesschicht reicht ca. 4-5cm bis über den Sockelputz heraus. Es handelt sich um die stark bewitterte Westseite. Ich vermute, der Putz zieht hier Feuchtigkeit und transportiert sie nach innen.

    Haus steht nun gute 10 Jahre, tlw. mit Eigenleistung errichtet etc. - unterm Strich hilft alles Jammern nicht, es wird auf uns hängen bleiben. So viel ist klar. Mich interessiert mehr eure "Diagnose" und eure "Prognose".

    Meine "Diagnose":
    Scheiße gebaut, nass, muss repariert werden.

    Meine "Prognose":
    1. Feuchte Wände außen freilegen
    2. Feuchte Wände innen 40-50 cm hoch vom Putz befreien
    3. Trocknen lassen
    4. Kiesstreifen außen anlegen um künftigen Problemen vorzubeugen
    5. Innen neu beiputzen, neu streichen etc.

    Meine Fragen:
    1. Habe ich zu einfach gedacht???
    2. Wie weit runter sollte ich den Sockel ausgraben und später wieder mit losem Kies auffüllen?
    3. Brauche ich auf der Wetterseite (durchaus starke Niederschläge hier in Bayern) eine Drainage im Kiesstreifen der an den Sockel angrenzt?

    Weitere Experise wird vom örtlichen Verputzer und Maurer eingeholt. Diverse "ich mache dein Haus dicht Firmen" schrecken mich mit ihrer aggressiven Werbung ab. Beide, am Hausbau beteiligten Gewerke sind sofort auf meine Bitten eingegangen und werden sich ein Bild vor Ort machen. Das ist der Vorteil an lokalen Baupartnern :-)

    Trotzdem würde ich gerne mit etwas Input in die Augenscheintermine gehen, würde mich über euer Feedback sehr freuen.

    Vielen Dank & VG aus Bayern
     

    Anhänge:

  2. #2 petra345, 21.06.2024
    petra345

    petra345

    Dabei seit:
    17.02.2017
    Beiträge:
    4.741
    Zustimmungen:
    864
    Beruf:
    Ing. plus B. Eng.
    Ort:
    Rhein-Main-Gebiet
    Benutzertitelzusatz:
    Ing.(grad.) plus B. Eng.
    Haben die Platten auf Bild 1 ein Gefälle zum Haus?

    Vorschlag zur kleinen Lösung:
    Unter diese Platten eine Bitumenbahn oder Teichfolie mit einer Aufkantung am Haus einbauen. Die Bahn verhindert das Wasser unmittelbar an der Hauswand herunterläuft. Die Platten mit Gefälle, weg vom Haus, wieder einbauen.

    Vorschlag zur größeren Lösung
    Die Platten um ca. 20 cm kürzen und eine Rinne um das Gebäude mit Entwässerungsablauf einbauen.
    Unter der Rinne wird ebenfalls eine Bitumenbahn mit Gefälle weg vom Haus und Aufkantung eingebaut.

    Vorschlag zur großen Lösung
    Aufgraben, die Wand bis zum Fundament mit Bituemdickbeschichtung, zweilagig mit Vlies dazwischen abdichten. Eine Drainage dazu einbauen.
    Die Wand mit 10 bis 15 cm XPS dämmen und die Dämmschicht mit Noppenbahn oder ähnlichem schützen.
    Eine Rinne ums Haus einbauen.
    Die letzte Reihe der Platten mit Gefälle weg vom Haus verlegen.
     
  3. Floobb

    Floobb

    Dabei seit:
    20.04.2013
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Netzwerktechniker
    Ort:
    Laufen
    Guten Morgen und erst mal vielen Dank für diese sachliche und sehr hilfreiche Antwort!

    Es ist ordentlich Gefälle vom Haus weg vorhanden. Der gesamte Bodenaufbau der Terrasse inkl Verdichtetem Kies, Split und Platten wurde mit Gefälle vom Haus weg angelegt. Aber der Verdichtetem Kies ist natürlich trotzdem leider immer feucht.
     
  4. #4 Ettlingen, 22.06.2024
    Ettlingen

    Ettlingen

    Dabei seit:
    13.05.2024
    Beiträge:
    289
    Zustimmungen:
    68
    @Petra Die ersten beiden Sanierungsvorschläge sind nicht fachgerecht und werden nicht funktionieren. Dem letzten Vorschlag liegt die Vermutung zugrunde, dass die Rohbauabdichtung mangelhaft oder nicht vorhanden ist. Da die Feuchtigkeit bis in die Innenräume durchschlägt, ist das denkbar aber nicht sicher. Insofern würde ich zunächst aufgraben und prüfen ob die Abdichtung des Sockelputz fehlt (wovon ich ausgehe) oder ob die Abdichtung unter der Perimeterdämmung bereits fehlerhaft/nicht vorhanden ist. Bilder machen und einstellen.
     
  5. Floobb

    Floobb

    Dabei seit:
    20.04.2013
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Netzwerktechniker
    Ort:
    Laufen
    Aufgegraben Ist ja auf dem letzten Bild bereits. Die Dämmung, die hier zum Vorschein kommt, gehört zum Keller! Wie würde die Abdichtung des Sockelputzes aussehen? So wie ich das sehe, ist der Sockelputzes einfach auf die Dämmung des Kellers drauf geputzt. Ich sehe da nix dazwischen.
     
  6. #6 Ettlingen, 22.06.2024
    Ettlingen

    Ettlingen

    Dabei seit:
    13.05.2024
    Beiträge:
    289
    Zustimmungen:
    68
    Die Abdichtung liegt ja nicht zwischen Perimeterdämmung und Putz, sondern geht von der Abdichtung der Kellerwand bis über den Übergang Keller/Mauerwerk (ist jetzt sehr vereinfacht beschrieben; es gibt im Internet hierzu Schaubilder, die das detailliert zeigen).
    Man könnte jetzt einfach davon ausgehen, dass die Abdichtung hinter der Perimeterdämmung und auf dem Mauerwerk vorhanden ist. Dann würde man die fehlende Abdichtung des Sockelputzes mit z.B. Remmers MB 2 K ausführen. Dazu muss der Sockelbereich soweit ausgegraben werden, bis 20 cm der Perimeterdämmung sichtbar ist. Anschließend muss geprüft werden, inwieweit der Sockelputz bereits Schaden genommen hat. Falls ja, schadhafte Schichten abtragen und neu verputzen (Knauf SM 700 pro). Putz am Übergang auf die Perimeterdämmung im 45 Gradwinkel abschrägen.
     
  7. #7 Ettlingen, 22.06.2024
    Ettlingen

    Ettlingen

    Dabei seit:
    13.05.2024
    Beiträge:
    289
    Zustimmungen:
    68
    Dann 5 cm über Geländeoberkante bis 20 cm auf die Perimeterdämmung mit MB 2 K abdichten. Auf der Remmers Homepage findest du dazu detaillierte Informationen.
     
  8. #8 Fabian Weber, 22.06.2024
    Fabian Weber

    Fabian Weber

    Dabei seit:
    03.04.2018
    Beiträge:
    14.008
    Zustimmungen:
    5.324
    Warum seid Ihr Euch so sicher, dass es ein Feuchteproblem von außen ist.

    Ich behaupte jetzt mal, dass hier eine ungünstige konstruktive Wärmebrücke in Verbindung mit…



    vorliegt.

    Frage: wie sehen die Stellen aus, wo kein Möbel vor der Wand stand, aus?

    Ob sich hier eine Feuchte-kritische Situation eingestellt hat, kann jeder bessere Bauschadengutachter berechnen.
     
  9. Floobb

    Floobb

    Dabei seit:
    20.04.2013
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Netzwerktechniker
    Ort:
    Laufen
    Danke für die vielen Rückmeldungen.

    @Ettlingen
    Die Perimeterdämmung liegt direkt auf der Stahlbetonkellerwand auf. Zwischen Perimeterdämmung und Kelleraußenwand ist keine weitere Abdichtung. Unser Keller ist als "weiße Wanne" ausgeführt, daher keine weitere Dichtung. Der Sockelputz wurde bis unter die heutige GOK einfach auf die Perimeterdämmung drauf geputzt. Da kann ich jetzt keine weitere Abdichung erkennen und vermute daher, dass hier die Feuchtigkeit unterhalb der OK Bodenplatte gezogen und nach oben in die erste Ziegelreihe transportiert wird.

    @Fabian Weber
    Das wäre mir sehr lieb, aber wir haben penibel darauf geachtet, dass die Möbel nicht press an der Wand stehen. Im konkreten Fall stand vor dem Wandstück auf dem Foto ein IKEA Kallax Regal mit mindestens 5-8 cm Abstand zur wand da wir die Vorhänge dahinter geschoben haben. Aufgrund des Vorhanges, der NIE bewegt wurde in den letzten jahren haben wir aber nie hinter das Regal gesehen :-( Sonst wäre es früher aufgefallen.
    Bitte nicht falsch verstehen, aber was bringt mir der Bauschadengutachter? Ein Teil der fraglichen Leistungen wurden in Eigenleistung ausgeführt und es ist auch über 10 Jahre her. Ich glaube das Geld für einen Gutachter kann ich mir sparen. Mein Zugang war jetzt eher mal die Handwerker zu befragen wo sie die Ursache sehen und wie man das beheben kann. Dazu kommen die Tage Baufirma, Verputzer, "unabhängiger" Maurermeister und jemand der Brand- und Wasserschäden saniert vorbei. Bis auf Baufirma und Verputzer sind das Freunde und Verwandte, die schwatzen mir nix auf, was ich nicht brauche - hoffentlich :D
    Evtl. denke ich auch falsch - aus welchem Grund hast du den Gutachter ins Spiel gebracht?
     
  10. #10 Fabian Weber, 23.06.2024
    Fabian Weber

    Fabian Weber

    Dabei seit:
    03.04.2018
    Beiträge:
    14.008
    Zustimmungen:
    5.324
    Na der Vorhang ist schon ein Übeltäter.

    Oberhalb der weißen Wanne muss doch die EG-Wand abgedichtet sein. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Gebäudeabdichtung komplett vergessen wurde.

    Wenn ja, dann Sockelputz runter, Sockeldämmung runter und alles einmal richtig.
     
  11. Floobb

    Floobb

    Dabei seit:
    20.04.2013
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Netzwerktechniker
    Ort:
    Laufen
    Ich glaube ich stelle mir unter Dichtung mehr vor. Natürlich ist der Sockel "geschlämmt", die Schlämme geht von ca. 20cm oberhalb der heutigen GOK bis ca. 10cm darunter auf die Perimeterdämmung. Das ist das, was ich hier als "Sockelputz" bezeichnet habe. Glaube das war mein Fehler bei der Namensgebung :-)
     
  12. #12 petra345, 23.06.2024
    petra345

    petra345

    Dabei seit:
    17.02.2017
    Beiträge:
    4.741
    Zustimmungen:
    864
    Beruf:
    Ing. plus B. Eng.
    Ort:
    Rhein-Main-Gebiet
    Benutzertitelzusatz:
    Ing.(grad.) plus B. Eng.
    Ist die Feuchtigkeit in Höhe einer gemauerten Wand oder noch im Bereich Weiße Wanne?

    Eine weiße Wanne verlangt nicht nur einen WU-Beton, sondern auch noch eine erfahrene Manschaft für den Betoneinbau mit einem Innenrüttler. Trotzdem gibt es dabei "Kiesnester" wenn nicht genügend und an der richtigen Stelle gerüttelt wurde. Diese Arbeit ist normalerweise nicht mit DIY vereinbar.
    Aber diese Fehler lassen sich mit Verpressen der undichten Stellen, in der Regel, auch von Innen abdichten.
    Außerdem muß die Bewehrung derartig stark sein, daß die _Betonrisse durch Schrumpfen 0,2 mm nicht überschreiten. Eine solch starke Bewehrung ist aus statischen Gründen nicht erforderlich. Es muß also relativ viel Eisen mit möglichst kleinem Stabdurchmesser eingebaut werden.

    Das Mauerwerk über der Kellerdecke sollte eine 500er Papplage unter und auch über der ersten Steinlage zur Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit haben. Gerne läuft das Wasser unter der unteren Papplage durch die Mörtelfuge ins Gebäude. Außen sollte das Mauerwerk eine zweilagige Bitumendickbeschichtung oder mindestens eine mehrmals aufgetragene Dichtschlämme bis 30 cm über Gelände und auf der anderen Seite auch über den Rand der Betondecke haben.

    Erst darüber sollte die Dämmung mit Putz geklebt werden.

    Gutacher ist für mich ein Schimpfwort. Die Fachkenntnisse sind oft überschaubar und hin und wieder sind sie sogar Wunschgutachter für eine Seite. Einen solchen habe ich bereits aus dem Verkehr gezogen.
    .
     
  13. #13 Fabian Weber, 23.06.2024
    Fabian Weber

    Fabian Weber

    Dabei seit:
    03.04.2018
    Beiträge:
    14.008
    Zustimmungen:
    5.324

    Die Dichtschlämme auf dem Sockelputz ist aber NICHT die Bauwerksabdichtung, die @petra345 hier korrekt mit der Bitumendickbeschichtung beschrieben hat.

    Du müsstest also mal rausfinden, ob auf der Rohbauwand DIN-gerecht abgedichtet wurde.

    Ich sehe weiterhin den Vorhang und das Regal als Ursache. Die Frage, wie es an anderen vergleichbaren Stellen ohne Vorhang und Regal aussieht, ist weiterhin noch offen.
     
  14. Floobb

    Floobb

    Dabei seit:
    20.04.2013
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Netzwerktechniker
    Ort:
    Laufen
    Wow! Weiterhin toll wie viele Antworten hier kommen.

    Ich beantworte das mal in der Reihenfolge:

    Ist die Feuchtigkeit in Höhe einer gemauerten Wand oder noch im Bereich Weiße Wanne?
    --> Definitiv Mauerwerk! Genau die erste Reihe Ziegelsteine

    Eine weiße Wanne verlangt nicht nur einen WU-Beton...
    --> Die Baufirma hat vorher 3 nasse Keller in der Straße gebaut. Die haben ihre 3 Beton Experten geschickt, Faserbeton verwendet und gerüttelt, dass sich die balken biegen. Die haben nen ganzen Tag länger gebraucht als bei den Häusern zuvor :-)

    Das Mauerwerk über der Kellerdecke sollte eine 500er Papplage..
    --> Jap genau so ausgeführt. Nur glaube ich tatsächlich, dass da eine weitere Abdichung fehlt. Das ist m.E. nur geschlämmt - aber wie gesagt, der Verputzer kommt die Woche, dann kann ich dazu mehr sagen.

    Ich sehe weiterhin den Vorhang und das Regal als Ursache. Die Frage, wie es an anderen vergleichbaren Stellen ohne Vorhang und Regal aussieht, ist weiterhin noch offen.
    --> Sorry, Frage übersehen. Wir haben das Problem auch an einer Stelle, an der kein Schrank und kein Vorhang sind.
     
  15. #15 Fabian Weber, 23.06.2024
    Fabian Weber

    Fabian Weber

    Dabei seit:
    03.04.2018
    Beiträge:
    14.008
    Zustimmungen:
    5.324
    Alles klar, hast Du noch Fotos aus der Bauphase kurz vor der Dämmung?
     
  16. #16 petra345, 23.06.2024
    petra345

    petra345

    Dabei seit:
    17.02.2017
    Beiträge:
    4.741
    Zustimmungen:
    864
    Beruf:
    Ing. plus B. Eng.
    Ort:
    Rhein-Main-Gebiet
    Benutzertitelzusatz:
    Ing.(grad.) plus B. Eng.
     
  17. Floobb

    Floobb

    Dabei seit:
    20.04.2013
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Netzwerktechniker
    Ort:
    Laufen
    Sorry, hab etwas gebraucht um ein paar sinnvolle Fotos rauszusuchen. Siehe anbei!

    Und noch ein Update: Gestern war ein befreundeter Maurermeister da. Der Sockelputz ist am A******. Feucht und bröselig. Da fehlte wohl wirklich eine notwendige Abdichtung. Verputzer tritt die Woche an hier. Muss ich ihn mal fragen was er sich dabei dachte.

    Da werden wir den Sockel und den Übergang zur Kellerdämmung frei legen müssen und neu abdichten / verputzen. Der Sockelputz muss auch runter, zumindest mal die Hälfte, so wie es aussieht haben sich Putz und Ziegelstein "nur" bis auf Höhe der ersten, horizontalen Kleberfuge voll gesaugt, der kleber transportiert kein Wasser und der Putz hat das Wasser komplett an den ersten Stein unten abgegeben, darüber ist die Wand innen und außen komplett trocken.

    In welcher Reihenfolge wäre die fachmännische Ausführung? Erst die Dickbeschichtung mit Vließ vom Stein bis runter auf die Kellerdämmung ziehen und da drüber putzen oder andersrum, also erst der Putz und dann den Anschluss unten eindichten. Hat da jemand mal ein passendes Schaubild / Detailzeichnung zu auf Lager? Ich werd´s nicht selbst machen, mag es aber verstehen, damit es diesesmal passt.

    Sobald die Wand dann von außen dicht ist hauen wir innen den Putz runter, lassen die Wand innen einige Monate offen und rennovieren dann das Wohnzimmer. Kann man nach 10 Jahren schon mal machen :-) Frau freut sich schon auf neue Farben etc, man muss ja auch mal das positive sehen :D
     

    Anhänge:

  18. #18 petra345, 25.06.2024
    petra345

    petra345

    Dabei seit:
    17.02.2017
    Beiträge:
    4.741
    Zustimmungen:
    864
    Beruf:
    Ing. plus B. Eng.
    Ort:
    Rhein-Main-Gebiet
    Benutzertitelzusatz:
    Ing.(grad.) plus B. Eng.
    Die Dickbeschichtung verhindert nicht nur den Wasserzutritt von außen, sondern, wenn sie erst einmal aufgetragen ist, auch das Austrocknen nach außen. Also so spät wie möglich im Herbst auftragen und das Mauerwerk vorher austrocknen lassen und dazu bald freilegen.
     
  19. #19 Fabian Weber, 25.06.2024
    Fabian Weber

    Fabian Weber

    Dabei seit:
    03.04.2018
    Beiträge:
    14.008
    Zustimmungen:
    5.324
    Also in Grunde ist hier schon der Rohbau falsch geplant, denn der Unterschnitt, der die Dämmung ebenengleich mit der restlichen Wand macht, hätte noch zwei Steinlagen höher geführt werden müssen.

    Eine Dickbeschichtung geht hier ja nicht, da darauf ja kein Putz hält.

    Auf beigefügtem Foto habe ich mal markiert, wie jetzt abgedichtet werden müsste, aber nur, wenn die Hörizontalsperre außen noch zu finden ist, denn diese muss mit der Bauwerksabdichtung verbunden werden.
     

    Anhänge:

  20. #20 Fabian Weber, 25.06.2024
    Fabian Weber

    Fabian Weber

    Dabei seit:
    03.04.2018
    Beiträge:
    14.008
    Zustimmungen:
    5.324
    Achso, das geht auch nur, wenn die Bodenplatte oberseitig abgedichtet wurde, also die Abdichtung auf der Bodenplatte durchläuft.
     
Thema:

Feuchte Wand im Sockelbereich

Die Seite wird geladen...

Feuchte Wand im Sockelbereich - Ähnliche Themen

  1. Feuchte Wände - Bodengleiche Dusche

    Feuchte Wände - Bodengleiche Dusche: Hallo zusammen, ich benötige mal die Meinung von Bauexperten: Wir haben vor ein paar Monaten eine Wohnung gekauft, welche ca 2,5 Jahre alt ist....
  2. Altbau, teilw. Naturboden, nun Betonbodenplatte geplant - Feuchte in Wände?

    Altbau, teilw. Naturboden, nun Betonbodenplatte geplant - Feuchte in Wände?: Guten Tag, wir haben einen Altbau (BJ 1927) erworben. Dieser besitzt im EG und OG ein zweischaliges Mauerwerk mit ca. 10 cm Hohlraum. Im...
  3. Feuchte Wand richtig trocknen

    Feuchte Wand richtig trocknen: Guten Abend liebe Leute, ich habe ein Problem mit Feuchtigkeit in einer Wand. Mir lief leider über längere Zeit immer wieder etwas Wasser in...
  4. Feuchte Wand

    Feuchte Wand: Hallo . Wir haben vor knapp zwei Jahren ein Haus gebaut. Es ist dreistöckig und ein Flachdach ( war Vorgabe der Stadt). Ganz oben befindet sich...
  5. Feuchte Wand am Sockelbereich im Keller

    Feuchte Wand am Sockelbereich im Keller: hallo zusammen, ich bin zwar neu hier, hab mein Problem aber lang hier gesucht aber noch keine Lösung gefunden... ich probiers mal zu...