Feuchte Wand sanieren

Diskutiere Feuchte Wand sanieren im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; In unserem ca. 200 Jahre alten , nicht unterkellerten Haus mit 60cm Burchsteinwänden haben wir auf der Westseite eine feuchte Wand. D.h. konkret,...

  1. Banju

    Banju

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    In unserem ca. 200 Jahre alten , nicht unterkellerten Haus mit 60cm Burchsteinwänden haben wir auf der Westseite eine feuchte Wand. D.h. konkret, Putz rieselt ab, unter dem Putz, auf den Bruchsteinen sind teilweise Salzkristalle zu finden. Wir haben teilweise den Putz abgemacht und die Wand ein halbes Jahr ohne Putz stehen lassen, trotzdem zeigt der Feuchtemesser (so ein Meßgerät für Holz- und Mauerfeuchte, Baumarktqualität) ca 28% Feuchtigkeit in den Fugen an. Diese nimmt nach oben hin bis ca in 2 m Höhe ab.
    Die anderen Wände sind mit einer Drainage aussen und Vertikalsperre versehen, leider ist dies bei der Westwand kaum möglich, weil dort direkt gemauerte Terrasse ansteht. Diese ist jedoch überdacht und die Wand in ca 0,8 m Tiefe mit 2 Komponenten-Anstrich versehen.

    Nun hatten wir mehrere "Fachleute" hier von Firmen wie ATG, einen einheimischen Bautenschutz-Ingenieur und einen "unabhängigen" Sachverständigen, der seine Provision von der Firma Hydro Chemie erhält. Alle hielten Ihre Feuchtemessgeräte an unsere Wand, die unten aufgeregt piepten und nach oben hin nahm das Piepen in seiner Häufigkeit ab,. Alle 3 bescheinigten uns eine 100% Durchfeuchtung der Wand.

    Alle 3 versicherten uns, dass das Problem nur mit einer unter Druck ausgeführten Inketion gelöst werden kann. Einer wollte uns Kieselsäure injektieren, der zweite für 100% Durchfeuchtung die ATG Variante und der Dritte sprach davon, dass das Allheilmittel in die Injektion von in Paraffin gelöste Kunststoffen liegt, welche die Poren trocknen und für Luft wieder öffnen, so dass die Wärmedämmfähigkeit der Wand auch wieder hergestellt wird.

    Die Preise sind alle in etwa in gleicher Höhe.

    Nun sind wir ratlos, welches Verfahren wirklich hilft & das auch noch langfristig ?
    Die Wand hat eine ca 5 cm dicke Putzschicht nach aussen , die sehr dick mit Dispersionsfarbe gestrichen ist, so dass wir als Laien annehmen, dass die Feuchtigkeit eher nach innen statt nach aussen diffundieren kann.

    Kann uns hier jemand berichten, der seine Wand mit einen der 3 Injektionsverfahren behandelt hat? Wirken sie oder sind sie eher rausgeworfenes Geld? Wir finden leider im Internet ausser auf den Firmenseiten keine Anwender, die von Erfolgen oder Mißerfolgen berichten...

    Wie löst man dieses Problem in alten Häusern ohne vorhandene Horizontalsperre?

    Wir freuen uns auf eure Erfahrungsberichte
    Banju
     
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  3. Eric

    Eric

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    ATG-Variante ist mir unbekannt. Ist offenbar ein Unternehmername und beschreibt nicht das Sanierungsverfahren.

    Die beiden anderen Varianten sind gängige Verfahren zum nachträglichen Einbau von fehlenden Horizontalsperren, die bei fachgerechter Ausführung auch funktionieren. Eine weitere Variante wäre der nachträgliche Einbau von Edelstahlblechen durch abschnittsweise entfernen des Mauerwerks, Einbau der Bleche und zumauern oder Einschlagen der Bleche. Der vorhandene, durchnässte und salzbelastete Putz wird danach abgeschagen und durch einen Sanierputz ersetzt.

    Ob tatsächlich nur die Horizontalsperre fehlt oder aber auch die Vertikalabdichtung der Kelleraußenwand / Abdichtung der Bodenplatte defekt ist, muß zuvor eingehend überprüft werden.

    In allen Fällen entstehen sehr hohe Kosten. Kosten-Nutzenrelation ?

    Erste Infos unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Horizontalsperre

    Oder unter Google eingeben: Nachträgliche Horizontalabdichtung
     
  4. ThoBal

    ThoBal

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    Kieselsäure injizieren: Erklären Sie mir bitte die Wirkung und weshalb Sie meinen, dass eine Verkieselung funktioniert!
    Ich bin gespannt.
    Vielen Dank im voraus.

    Gruß Thorsten:winken
     
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