feuchter Keller->Hilfe

Diskutiere feuchter Keller->Hilfe im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Guten Tag erstmal, ich bitte euch um eine Einschätzung, denn langsam verzweifle ich. 2013 ein Haus gekauft bzw ersteigert. Baujahr 1966, 2009...

  1. #1 juliajan305, 15.09.2015
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    Guten Tag erstmal,
    ich bitte euch um eine Einschätzung, denn langsam verzweifle ich.
    2013 ein Haus gekauft bzw ersteigert. Baujahr 1966, 2009 aber komplett saniert.
    Letztes Jahr bemerkte ich feuchte Flecken an den Kellerwänden , die als Wohnraum genutzt werden sollten.
    Wir riefen die Versicherung, die einen erheblichen Schaden feststellte. Rohrbruch eines Rohres, welches quasi Mittig in unserem Keller lag. Feuchtemessung schlug mit höchsten Werten im Sockelbereich der beiden Zimmer aus( die Zimmer liegen 30cm tiefer als der Rest des Kellers).
    Es wurde 2 Wochen getrocknet, dann Gipsputz drauf und eine Atmungsaktive Tapete.
    Tja, wir haben uns nun auch ein Messgerät angeschaft und was soll ich sagen. Es zeigt wieder leicht feucht an. Jetzt meine Frage. Der Rohrbruch kann unter Umständen schon seit 2010 bestanden haben und über 3 Jahre dann logischerweise das Wasser so in den Keller gelaufen sein. Ist es daher möglich, dass sich jetzt einfach das "Restwasser" weiterhin durchdrückt???oder könnte da noch etwas anderes sein?!?
    sorry, wenn das jetzt alles total Leienhaft klingt, aber ich als Frau habe da wenig Ahnung und bin froh, hier ein paar Tips und Antworten zu erhalten.

    vielen dank
     
  2. #2 ThomasMD, 15.09.2015
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    Wurden die Räume vorher nicht als Wohnraum genutzt?
    Sind sie dafür überhaupt geeignet und zugelassen (Raumhöhe, Dämmung, Belichtung, Rettungsweg)?

    Wie wurde getrocknet? Nur die Raumluft?
    Die zwei Wochen dürften gerade mal gereicht haben, die Oberfläche leicht abzutrocknen.
     
  3. #3 Skeptiker, 15.09.2015
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    Welche Art von Messgerät, welche Genauigkeit und was wird wo genau angezeigt?


    mit skeptischen Grüßen!
     
  4. #4 Alfons Fischer, 15.09.2015
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    ja, natürlich kann noch Restfeuchte vorhanden sein.

    Am Rande: Gipsputz und Tapete waren an dieser Stelle vermutlich keine gute Idee (Gipsputz: feuchteempfindlich, Tapete: idealer Nährgrund für Schimmelbildung)
     
  5. #5 juliajan305, 15.09.2015
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    Am besten wäre sicherlich Sanierputz gewesen?!?
    Man hat sich ja auch irgendwo auf die Fachmänner verlassen, die den Schaden behoben haben.
    Wir haben uns ein Noname Messgerät bestellt. Von 1-16 zeigt er geringe Feuchtigkeit. 16-22 mittel und 22-33 sehr feucht.
    In den 2 Zimmern ist es im Sockelbereich, bis ca 10 cm bei maximal 14 laut Anzeige. ( nach der Trocknung war es bei ca 3)
    Die feuchte ist rundherum in den beiden Zimmern. Je höher man misst, desto geringer werden die Werte. Es wurden im übrigen auch alle anderen Rohre befahren. Da war alles in Ordnung.

    Vielen Dank schonmal!!!
     
  6. #6 juliajan305, 15.09.2015
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    Es wurde ja ein Gutachten erstellt. Das ist bei Versteigerungen so üblich. Diese Räume sind als solche geeignet . Sie wurden auch schon immer als Wohnraum genutzt.
     
  7. #7 juliajan305, 15.09.2015
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    Wir hatten in beiden Räumen einen Trotec Bautrockner, die wahnsinnig viel Wasser zogen. Selbst an dem Tag des Abbaus waren die Behälter randvoll.
    Ich dachte mir schon, dass wohl nur die Oberfläche getrocknet wurde und da immernoch erhebliche Feuchte vorhanden ist.
     
  8. R.B.

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    Sind die Räume überhaupt als Wohnraum geeignet? Bei Baujahr 1966 waren Kellerräume nicht unbedingt als Wohnraum gedacht, die fehlende Wärmedämmung der Wände und Bopla könnten eine Nutzung als Wohnraum deutlich erschweren.

    und wie wurden die Räume seither genutzt?

    Was wurde wo und wie gemessen? Was bedeutet "leicht" feucht?

    Je nach Schaden ist es unmöglich diesen in 2 Wochen zu trocknen. Ist das Wasser tief in die Baustubstanz eingedrungen dann dauert es locker mehrere Monate, je nach Umgebungsbedingungen auch Jahre. Deswegen auch die Frage, wie die Räume seitdem genutzt wurden. Man muss ein Raumklima schaffen das erst einmal dafür sorgt, dass die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk kommt. Hierzu wäre eine Kontrolle der Raumtemperatur in Verbindung mit der Luftfeuchtigkeit wichtig, und dementsprechend auch ein Lüftungsverhalten das dafür sorgt, dass die Raumluft überhaupt die Feuchtigkeit aus der Wand aufnehmen kann. Ansonsten bleibt die Feuchtigkeit noch Jahre im Mauerwerk.
     
  9. #9 juliajan305, 15.09.2015
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    Ja, die Räume sind als Wohnraum geeignet. Ich habe zusätzlich noch einen Entfeuchter gekauft. Luftfeuchte beträgt nun in beiden Zimmern ca 50%..
    Sie werden aber im Moment nicht genutzt, da ich die Ŕaume erst trocken haben will.
    Haben Sie noch einen Tipp i. S. Raumtemperatur?wir haben nämlich Fußbodenheizung in den betroffenen Räumen. Sollten wir diese anschalten?Fenster zu und weiter entfeuchten?
     
  10. #10 Alfons Fischer, 15.09.2015
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    das hört sich schon mal gut an. Sicher nicht verkehrt.

    aber bitte nur mäßig heizen, dabei immer wieder mal Raumlufttemperatur und Raumluftfeuchte messen. Gerne auch die Werte hier einstellen. Ein paar Fotos von der Raumsituation und vom Schadensbild wären gut.
     
  11. Julius

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    Ja, durchgängig heizen und mehrmals täglich stoßlüften (nicht kippen)!
     
  12. #12 juliajan305, 16.09.2015
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    Die Luftfeuchte lag eben bei 43%. Fußbodenheizung habe ich auf 26 grad eingestellt.
    Fotos vom Schadenbild bringen wohl nicht viel. Es ist ja alles tapeziert. Man sieht auch keine Flecken oder ähnliches. Es kam mir wie gesagt nur alles so schnell vor. Wenn über Jahre, Wasser in die Wände und Böden suppt, nach 2 Wochen Trocknung, alles wieder in Ordnung sein soll. Und Sie bestätigen mich ja alle in meiner Annahme.
    Vielen Dank für die hilfreichen Tipps!!!!!!
     
  13. R.B.

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    Gut. Dann immer schön beobachten und bei Bedarf lüften. Darauf achten, dass draußen die Luftfeuchtigkeit nicht höher ist als drinnen. Auch daran denken, dass Hygrometer die rel. Luftfeuchte anzeigen.
     
  14. Julius

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    Falls doch (und das wird immer wieder vorkommen), was soll er dann machen?
    Innen wieder bewässern...? :bef1006:
     
  15. R.B.

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    Hier einen neuen thread eröffnen. :D

    oder warten bis das Wetter wieder besser wird. Hilfsweise kann man auch einen Trockner einsetzen. oder den Kopf in den Sand stecken und hoffen, dass es schon nicht so schlimm ist.
     
  16. #16 juliajan305, 16.09.2015
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    Naja, den Kopf in dem Sand stecken werde ich wohl nicht. ;-)
    Vielen Dank an jeden von Ihnen.
     
  17. #17 Diamand, 17.09.2015
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    Frage meinerseits.
    Ist die betroffene Wand eine Zwischen - oder Außenwand?
    Bei einer Außenwand könnte es ja auch sein das die Abdichtung nicht mehr in Ordnung ist und du somit zwei Stellen hast bzw. hattest die für die Feuchtigkeit verantwortlich sind.
     
  18. #18 juliajan305, 26.09.2015
    juliajan305

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    Sowohl als auch. Die Werte wurden besser. Jetzt, nach meinem Urlaub, stellte ich fest, dass neben dem Ausgang in den Hof, im inneren des Zimmers, das Feuchtemessgerät nass anzeigt. Es könnte also doch sein, dass eventuell von außen noch etwas eindringt?!? Wie kann ich das am besten nachprüfen?
     
  19. #19 Peter2006, 17.10.2015
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    Der Gipsputz war keine gute Idee.. So wird das auf Dauer nichts .. Runter mit dem Zeug und einen anständigen Luftkalkmörtel auftragen. Anschließend mit Kaseinfarbe / Kalkfarbe streichen. Auf das Lüftungsverhalten achten.
     
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