Feuchter Keller im Altbau von 1948

Diskutiere Feuchter Keller im Altbau von 1948 im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, wie viele hier habe ich ein Thema mit einem feuchten Keller in unserem Altbau von 1948 (mein Elternhaus, gebaut von meinem Opa)....

  1. mavo

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    Hallo zusammen,

    wie viele hier habe ich ein Thema mit einem feuchten Keller in unserem Altbau von 1948 (mein Elternhaus, gebaut von meinem Opa). Wir haben keinen Schimmel oder sowas, aber im Heizkeller geht im unteren Bereich Farbe/Putz ab.

    Ich hatte dann zwei Experten da. Einer von einer bekannten Firma, die mit ISO... beginnt. Ergebnis: Alles dramatisch. Horizonalsperre, Putz, alles möglich --> > 20.000 Euro
    Dann einen Betonsanierungsexperten aus dem NAchbarort: Hat festgestellt, dass der Keller nicht nur im Heizkeller feucht ist, sondern eigentlich überall. Meinte - das zu sanieren wir sehr teuer, es ist nicht dramatisch, und er würde nichts machen. Außer vllt. mit einer speziellen Farbe streichen oder mit Sanierungsputz verputzen. Schäden an der Substanz wären auf Jahrzehnte kein Thema.

    Jetzt bin ich verwirrt. Wer hat denn nun recht?

    Material bei uns ist:
    - Wand aus Ziegelsteinen, im Kellerbereich so ein geschichterer Beton? (Also vermutlich in eine Holzverschalung gefüllt oder sowas.
    - Vermutlich ein (kaputter) Streifenfundament oder sowas, keine Bodenplatte
    - keine Isolierung außen.

    Was würdet Ihr tun? Herzlichen Dank im Voraus!
     
  2. #2 petra345, 26.01.2024
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    Wenn man die Wände abgesperrt hätte, kommt die Feuchtigkeit aus dem Kellerboden. Also das mit dem nichts tun ist eine echte Alternative.
    Statt Sanierputz könnte man aber eine Wand mit einem Sperrputz versehen. Kostet nicht die Welt und man schaut sich an, ob und wie e s wirkt.
    Es kommt auch darauf an, welche Steine verwendet wurden.
    Den Boden könnte man mit einer mindestens 10 cm starken Betonschicht absperren. Aber a ußer Betonzusatzmittel muß der auch fachkundig eingebaut werden.
    Es ist die Frage, ob man dann noch aufrecht gehen kann.
     
  3. mavo

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    Danke! Ja, 10 cm Beton würde den Keller dann doch sehr auf Hobbits optimieren :) In die Wohnräume zieht keine Feuchtigkeit, auf Höhe der Hoffläche ist Schluss mit Feuchte, weiter hoch geht es nicht
     
  4. #4 Fred Astair, 26.01.2024
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    Muss der Keller denn unbedingt verputzt sein und bleiben? Fühlt sich die Heizung sonst unwohl?
    Putz abschlagen, Fugen verfugen, Weißkalk drüber und sich über die gelungene Arbeit freuen.
    Das Einzige was wirklich sein muss, ist eine intakte Horizontalsperre 20-30 cm unter Kellerdecke.
     
  5. #5 petra345, 27.01.2024
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    Man kann natürlich auch den Keller tiefer ausschachten. Aber je nach der Zahl der -Stockwerke darüber ist das nicht ungefährlich und sollte von einem Bodengutachter und der DIN 4123 (Ausschachtungen) begleitet werden
     
  6. #6 Fred Astair, 27.01.2024
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    Ja die DIN begleitet gern solche Hasardeure.
    Ich stelle mir gerade vor, wie die Broschüre aus dem Beuthverlag auf einem Stühlchen daneben sitzt und aufpasst.
     
  7. mavo

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    Danke für die Antworten!

    @Fred Astair Nein, die Kellerräume werden ja nicht als Wohnraum genutzt. Teilweise sind sie sogar unverputzt, nur der Heizkeller eben nicht.

    Wieso ist denn die Horizontalsperre wichtig? Wegen den Wohnräumen darüber?
     
  8. #8 Fred Astair, 30.01.2024
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    Nein, wegen der Wohnräume.


    Sorry, bin Ästhet.
     
  9. mavo

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    Ok, super spannend, danke.

    Heißt:
    - Die Aussage der großen Sanierungsfirma, die mit ISO beginnt, ist weitgehend falsch
    - Eine nasse Mauer ist akut nicht gefährdend für die Bausubstanz, aber kann natürlich (wenn Feuchtigkeit nach oben zieht) Wohnräume negativ beeinflussen (bröckelnder Putz, Schimmel...)

    Kann man das so mit Blut unterschreiben? :)
     
  10. #10 Fred Astair, 30.01.2024
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    Womit mögen die wohl ihr Geld verdienen?
    Indem sie sagen, beauftragen Sie uns bloß nicht, kostet nur Geld?
    Keine Ahnung, welche steinzeitlichen Rituale Du pflegst. Ich unterschreibe mit Kugelschreiber oder, wenns ganz vornehm zugeht, mit Tinte.

    Und wenn Deine Kellerwände nicht aus Lehm, Porenbeton, Gips oder aus Lindenholzbrettern sind, macht denen Feuchtigkeit nichts aus.
    Manche Bauwerke erleiden sogar erst dann Schäden, wenn man ihnen das Wasser entzieht.
     
  11. mavo

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    Perfekt, merci
     
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